Der beste Wettbonus in der Schweiz ist der, dessen Bedingungen Sie bezahlen können

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Alles, was in der Schweiz als Gratisspielguthaben, Aktionsguthaben oder Booster über den Wettschein läuft, steht auf dem Papier zweier Organisationen, die der Bund nicht mehr werden lässt. Was daraus für den Betrag, die Frist und den Einsatz folgt, prüfen wir unten Zeile für Zeile.

Ein Päckchen in braunem Papier mit Schnur liegt auf einer Fensterbank, draussen ist ein verregneter Hof zu sehen.
Eine Aktion der Loterie Romande lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen.

Stand: 29. Oktober 2026. Die Angaben zu Bewilligungen wurden gegen die Bewilligungs- und Aufsichtsinformationen der Gespa geprüft.

Die Rechtslage: Warum zwei Anbieter die ganze Schweizer Bonuslandschaft abdecken

Wer in diesem Land Sportwetten veranstalten will, braucht zuerst einmal das Recht dazu, und dieses Recht wird nicht breit gestreut. Die beiden einzigen Veranstalterinnen, die es haben, sind Swisslos und die Loterie Romande. Mehr gibt es nicht, und das ist keine Marktlücke, die noch jemand füllt.

Ein Füllfederhalter und ein Tintenfass stehen auf einem Schreibtisch aus dunklem Holz im warmen Lampenlicht.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Grossspiel, Bewilligung und die Aufsichtsbehörde

Online-Sportwetten gelten als Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e). Beaufsichtigt wird das Ganze von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Die ESBK ist hier nicht die Adresse: Sie schaut den Casinos nach, nicht den Sportwetten.

Wer veranstalten will, braucht zwei Papiere, nicht eines. Eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21 bis 25 BGS). Und beide gelten nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Das ist der Satz, an dem sich später alles entscheidet, was in diesem Vergleich unter «ohne Schweizer Bewilligung» steht.

Der Rahmen reicht bis in den Wortschatz hinein. In rechtlichen Aussagen heisst es Veranstalterin und Veranstalter, nicht Wettanbieter. In der lockeren Rede sagt man Wettanbieter, und das ist auch in diesem Text so gemeint. Wo es aber um die Bewilligung geht, bleibt es beim amtlichen Wort, denn die Bewilligung ist das, was über den Zugang zum Schweizer Recht entscheidet — und damit über Verlustlimiten, Sperrregister und Rechtsweg.

Wer wo wetten darf

Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel, die Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) veranstaltet; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip.

Räumlich heisst das: Sporttip gilt in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Zusammen ist das das Swisslos-Vertragsgebiet.

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Für einen Bonusvergleich ist das keine Randnotiz, sondern die erste Hürde. Wer in Zürich wohnt, bekommt bei Jouez Sport kein Konto, und wer in Genf wohnt, bekommt keines bei Sporttip. Ein Aktionsguthaben, das geografisch ausser Reichweite liegt, ist kein Angebot.

Warum Gratisguthaben einer Genehmigung bedürfen

Freispiele und Gratisguthaben benötigen die vorherige Zustimmung der Aufsicht (Art. 75 Abs. 2 BGS). Das ist der Grund, warum dieser Vergleich anders aussieht als eine Liste ausländischer Anbieter: Nicht die Marketingabteilung entscheidet, ob es Gratisguthaben gibt, sondern die Aufsichtsbehörde muss vorher Ja sagen. Im Jahr 2025 hat sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt.

Acht Zustimmungen in einem Jahr für die grösste Schweizer Wettplattform. Wer den Begriff «Wettbonus Schweiz» mit dem Bild eines prall gefüllten Neukundenpakets verbindet, sollte diese Zahl kurz auf sich wirken lassen. Es gibt schlicht keine Vorratskammer, aus der man schöpfen könnte.

Dazu kommt der Werberahmen. Werbung darf nicht aufdringlich, nicht irreführend und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet sein (Art. 74 BGS). Für Glücksspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist Werbung verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bedroht (Art. 131 BGS). Ein Zeitfensterverbot für Werbung existiert nicht, das sei der Ordnung halber erwähnt.

Was überhaupt bewettet werden darf

Die Schweiz lässt keine offene Wette auf alles zu. Nur Sportereignisse — Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Welche Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten zulässig sind, steht in einer geschlossenen Liste der Gespa (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS).

Die Details dieser Liste sind für Bonusjäger unangenehm konkret. Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind. Rangwetten nur, wenn der Rang über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe nie. Die Liste führt keine Corner- oder Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Livewetten sind erlaubt, prematch und live, soweit die Veranstalterin dafür eine Entscheidung hat; das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Ein Kombiboost, der ein Dutzend Voraussagen verlangt, trifft also auf eine Welt, in der ein Dutzend kombinierbarer Märkte nicht selbstverständlich ist.

Die Sperrliste der Gespa und was sie kostet

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren (Art. 86 bis 93 BGS; erste Liste vom 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt — Domain-Hopping. Die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 als auf der Liste stehend.

Ausländische Bewilligungen aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendwo sonst haben in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Der Spielende selbst wird nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und Schutz oder Fairplay-Kontrolle gibt es nicht.

Man kann das nüchtern nebeneinander legen. Ohne Schweizer Bewilligung heisst: kein Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, ausländische Gewinne nach kantonalem Recht steuerbar. Mit Schweizer Bewilligung heisst: voller Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalterinnen, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzanforderung und eine Identitätsprüfung. Keine der beiden Seiten ist von sich aus «die sichere Wahl».

Besteuert wird ein Gewinn erst sehr spät

Gewinne aus Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt die Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Auf Bundesebene liegt dieser Betrag ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag weicht ab, deshalb bleibt es bei «je nach Kanton» und nicht bei einer einzelnen Kantonszahl. Oberhalb des Freibetrags behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt.

Ein typischer Wettender gewinnt weit darunter: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe.

Das ist allgemeine Information, keine Steuerberatung. Wer in der Grössenordnung des Freibetrags gewinnt, fragt eine Steuerberaterin oder die kantonale Steuerverwaltung.

Spielerschutz: Ein Bonus ersetzt kein Budget

Zahlungen fliessen nur auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht, und Kredit an Spielende gibt es nicht (Art. 75 Abs. 1 BGS). Wer sich ein Konto teilt oder teilen lässt, verliert den Anspruch, nicht das Recht.

Limiten setzt der Spielende, nicht der Staat

Die Limiten kommen nicht von oben, sondern von der Person am Bildschirm. Die Veranstalterin muss einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen (Art. 87 VGS). Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach Gesetz nach 24 Stunden — Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Diese 72 Stunden sind der stillste Fallstrick im ganzen Bonusgeschäft. Ein Aktionsguthaben verleitet dazu, eine Verlustlimite zu erhöhen, um mehr spielen zu können. Die Limite lässt sich aber nicht so schnell heben, wie die Frist des Aktionsguthabens abläuft. Wer das Angebot an der Verlustlimite vorbei plant, plant an der Realität vorbei.

Die 26 Wochen und die Fristen im Wettschein

Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Wird eine Auszahlung verweigert, ist eine Einsprache innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Geld, das verfällt, ist der teuerste Bonus von allen. Entsprechend gehört zur Bonus-Limitenfrage immer auch die Frage, wie lange ein Gewinn überhaupt abholbar bleibt.

Das Sperrregister

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Das ist die eine Stelle, an der die Schweiz strenger ist als die meisten Märkte. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), ein Fachgremium ist beteiligt (Art. 81 BGS), und eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Sperrte und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Ein Testkauf der Gespa aus dem Jahr 2025 bleibt dazu im Gedächtnis: An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Den Schutz an der Verkaufsstelle als streng darzustellen, wäre eine Behauptung gegen diese Zahl.

Ein Bonus macht aus einer Wette kein Geschäft ohne Marge. In jeder Quote steckt der Anteil, den die Veranstalterin für sich einbehält, und keine Aktion dieser Welt dreht das Vorzeichen um.

Was ein Konto voraussetzt

Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Ein Konto pro Person mit verifizierter Identität (Art. 47 bis 52 VGS) ist keine Formalie. Ein zweites Konto für einen zweiten Neukundenbonus ist damit ausgeschlossen, und genau deshalb ist die Idee, Neukundenangebote zu sammeln, in der Schweiz nicht übertragbar.

Einzahlung, Auszahlung, Guthaben

Bei Swisslos lässt sich Spielguthaben per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.

Als Zahlungsart zum Aufladen des Swisslos-Spielkontos nennt Swisslos PostFinance Pay, wobei die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird. Welche Zahlungsmarken eine Veranstalterin akzeptiert, ist ihre eigene Sache und steht in ihren Bedingungen.

Bei der Auszahlung: Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Diese 3 % treffen nur, wer mehr als zweimal im Jahr abräumt. Für den Bonusvergleich ist aber der letzte Halbsatz der entscheidende: Guthaben, das aus einer Aktion stammt, lässt sich nicht abheben. Ein Aktionsguthaben ist kein Geld, sondern eine Erlaubnis zu wetten.

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen.

Die Loterie Romande erlaubt Einzahlungen auf das Spielerkonto von höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage und ein Wallet-Guthaben von höchstens CHF 10’000. Gewinne bis CHF 1’000 netto werden direkt dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber auf das Konto der angegebenen IBAN überwiesen, Gratisspielguthaben ist nicht auszahlbar.

Die Schweiz hat übrigens keine gesetzlich festgelegte Einzahlungsobergrenze, und sie hat kein Zahlungsblocksystem gegen unerlaubte Wettseiten. Dass Banken oder Kartensysteme Zahlungen an solche Seiten sperren, trifft nicht zu.

Bonusarten: Wo der teuerste Teil des Angebots steckt

Ein Wettbonus ist ein Marketinginstrument mit Bedingungen. Der Betrag auf dem Plakat ist die eine Zahl; Umsatzbedingung, Frist und Auszahlbarkeit sind die anderen. In der Schweiz kommt eine dritte hinzu: die Zahl der Aktionen, die es überhaupt geben darf.

Neukundenangebot, Gratiswette und Aktionsguthaben

Auseinanderzuhalten sind mindestens drei Typen. Das Neukundenangebot richtet sich an neue Konten. Die Gratiswette — in der Marktsprache auch Freiwette — ist ein Einsatz, den die Wettenden nicht aus eigener Tasche zahlen. Das Aktionsguthaben ist eine Gutschrift im Spielerkonto, häufig an einen Code oder einen Aktionstag gebunden.

Der entscheidende Unterschied zwischen Gratiswette und Einzahlung ist der Rückfluss des Einsatzes. Bei einer Gratiswette fliesst der Einsatz nicht zurück: Gewinnt die Wette zu Quote 2.00, zahlt sie nicht das Doppelte des Gratisbetrags, sondern nur den Gewinnanteil. Wer eine Gratiswette innerlich mit einer Einzahlung derselben Höhe gleichsetzt, überschätzt sie um den Faktor Quote.

Aktionsguthaben hat eine zweite Einschränkung, die schwerer wiegt: Es ist nicht auszahlbar. Wird es nicht in einen Gewinn verwandelt, ist es wertlos, und selbst aus dem Gewinn wird das ursprüngliche Guthaben nicht zum Geld.

Die Aktion der Loterie Romande als Massstab

Ein Beispiel dafür, wie gross eine erlaubte Schweizer Aktion tatsächlich ist: Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» der Loterie Romande lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen. Wer innert 7 Tagen den in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben — insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar.

Zehn Franken. Sieben Aktionstage. Siebentausend Stück. Dreissig Tage Gültigkeit. Das ist die Grössenordnung, um die es in der Schweiz geht, und sie ist keine Ausnahme, sondern das Ergebnis einer Bewilligungspflicht für Gratisspielguthaben und einer jährlichen Zahl von Zustimmungen, die man an einer Hand abzählen kann.

Zieht man die Fristen zusammen, entsteht ein ziemlich enges Rechteck für den Spielenden: Code innert 7 Tagen eingeben, Guthaben innert 30 Tagen einsetzen, Verlustlimite aber erst nach 72 Stunden erhöhen. Wer das einmal durchgerechnet hat, versteht, warum Schweizer Aktionen klein bleiben. Sie sind nicht knauserig geplant, sie sind klein genehmigt.

Der Sporttip-Kombiboost und die Zahl der Voraussagen

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten. Er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Die Bedingung «je mindestens 1.50» ist der eigentliche Filter. Sie sagt nicht, wie hoch der Bonus ausfällt, sondern wie schwer es ist, überhaupt in die unterste Stufe zu kommen. Vier Voraussagen mit Quote ab 1.50 sind vier Favoriten-oder-knapp-darunter-Wetten, und jede davon muss eintreffen.

Was der Boost in Franken und Rappen hergibt

Rechnen wir den Fall durch, der am häufigsten vorkommen dürfte: vier Voraussagen, Einsatz CHF 10. Die Quoten sind ein Beispiel, kein gestellter Preis — 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00. Als Gesamtquote ergibt das Produkt 1.60 × 1.70 × 1.80 × 2.00, also 9’792. Bei einer Kombination multiplizieren sich die Einzelquoten zu einem Preis, und genau diesen Preis wendet die Wette an.

Ein Einsatz von CHF 10 auf diese Kombination zahlt bei Treffer 10 × 9’792, also CHF 97.92. Der Nettogewinn ist der Einsatz mal Quote minus eins, hier 10 × 8’792, also CHF 87.92. Der Kombiboost greift auf genau diesen Nettogewinn und schlägt 5 % auf: CHF 4.40. Aus CHF 97.92 werden damit CHF 102.32.

Die erste Stufe des Boosts kostet also nichts ausser der Bedingung und bringt rund vier Franken vierzig. Was dieses Geld verlangt, zeigt erst der Vergleich mit der Spitze. Bei fünfzehn Voraussagen liegt der Bonus bei 100 % des Nettogewinns — er verdoppelt den Gewinn, sofern alle fünfzehn eintreffen und jede eine Quote von mindestens 1.50 trägt. Fünfzehn Favoriten in Serie ist keine Frage der Auszahlung mehr, sondern der Wahrscheinlichkeit.

Der Boost kann deshalb nicht als Renditeversprechen gelesen werden. Er verschiebt die Auszahlung einer Wette, die ohnehin getroffen werden muss, und je grösser der Prozentsatz, desto unwahrscheinlicher die eingebaute Voraussetzung. Wer die unterste Stufe spielt, bekommt wenig für ein überschaubares Risiko. Wer die oberste anstrebt, jagt einen Prozentsatz, den die Zahl der nötigen Treffer längst aufgefressen hat.

Quotenboosts, Profitboosts und Cash-Out

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

«Nur einmal nutzbar» und «bei Cash-Out verfällt der Boost» gehören in dieselbe Zeile wie die Erhöhung, denn sie bestimmen, was sie wert ist. Ein Nutzer, der den Boost setzt und dann das Spiel dreht, verliert die Erhöhung — der Boost belohnt also Durchhalten, obwohl Durchhalten nicht immer die bessere Entscheidung ist.

Zum Cash-Out selbst: Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.

Der Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer den Cash-Out als Werkzeug zur Absicherung eines Boosts einplant, plant mit einem Preis, der per Konstruktion gegen ihn steht.

Livewetten und die Quote 1.00

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Ein Bonus, der an Live-Einsätze gebunden ist, bekommt dadurch eine Zusatzbedingung, die nicht im Kleingedruckten der Aktion steht, sondern in den allgemeinen Regeln. Wer eine Live-Kombination mit Zeitdruck setzt, sollte die Quote 1.00 als möglichen Ausgang mitdenken.

Was eine reguläre Spielzeit ist, ist ebenfalls geregelt: die reguläre Spieldauer, etwa 90 Minuten im Fussball, plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.

Warum der Ablauf wichtiger ist als die Ankündigung

Ein Regelwerk, das den Ablauf bestimmt und nicht nur das Ziel, ist im Vergleich wenig fotogen, aber es ist das, was bei einer abgesagten Partie zählt. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.

Für Kombinationen ist das die wichtigste Zeile, denn eine Kombination mit einer Quote von 1.00 wird kleiner, nicht ungültig. Genau in dem Moment, in dem eine Voraussage aus dem Boost herausfällt, kann auch die Voraussetzung «mindestens vier Voraussagen mit Quote 1.50» nicht mehr erfüllt sein.

Vergleich der Buchmacher und ihrer Bonusarten

Der Vergleich listet Bonusarten nebeneinander und gewichtet Bedingungen höher als die Höhe der angekündigten Summe. Die Höhe ist eine Zahl, die man ohne Risiko hinschreiben kann. Die Bedingungen sind das, was davon übrig bleibt.

Was in welcher Reihe steht

Zehn Marken stehen hier zur Prüfung. Zwei davon besitzen eine Schweizer Veranstalterbewilligung, acht sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung, die in der Schweiz auf der Sperrliste landen können. Die acht stehen hier als Referenz, weil ein Schweizer Spielender sie im Netz trifft — nicht, weil sie im Schweizer Markt tätig sein dürfen. Ihre Bewilligungslage ist «nicht etabliert», und eine ausländische Bewilligung hat ohnehin keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Die zwei Gruppen werden getrennt geführt und nie vermischt. Keine ausländische Marke wird hier als legal oder sicher bezeichnet.

Brand Bewilligungslage Organisation oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung; Aufsicht: Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung; Aufsicht: Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande
Boomerang Bet Keine Schweizer Bewilligung Nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BetFury Keine Schweizer Bewilligung Nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Betify Keine Schweizer Bewilligung Nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
N1 Bet Keine Schweizer Bewilligung Nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Bettilt Keine Schweizer Bewilligung Nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Duelbits Keine Schweizer Bewilligung Nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Sportaza Keine Schweizer Bewilligung Nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Betscore Keine Schweizer Bewilligung Nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Die zwei erlaubten Marken haben ihren jeweiligen Wohnsitzkanton. Bei Swisslos deckt das Vertragsgebiet die Deutschschweizer Kantone, den Tessin und Liechtenstein ab. Bei Jouez Sport sind es die sechs Westschweizer Kantone. Wer nicht dort wohnt, kann sein Konto nicht eröffnen, und damit endet der Vergleich für ihn an dieser Stelle, so unangenehm das ist.

Disclaimer: Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsvoll und nur mit Geld, dessen Verlust Sie verkraften. Hilfe bei problematischem Spielverhalten: Die Gespa führt Informationen zum Spielerschutz, und eine unbefristete Spielsperre lässt sich über das schweizweite Sperrregister eintragen. Limiten setzen Sie selbst, und sie wirken sofort nach unten — nach oben erst nach 72 Stunden.

Die geprüften Marken im Einzelnen

Swisslos Sporttip: der Booster mit den klarsten Regeln

Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet auf der Grundlage der IKV 2020 und läuft als Sporttip. Die Bewilligung ist die Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS. Ein Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet zu haben, also in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dem Kanton Tessin und dem Fürstentum Liechtenstein.

Sporttip ist die einzige der beiden bewilligten Marken, deren Aktionsangebot sich überhaupt beschreiben lässt. Der Kombiboost mit seinen vier Stufen verlangt mindestens vier Voraussagen zu je mindestens 1.50, gilt nur online für Prematch, Live und Systemwetten, und Einsatz wie Gewinnerhöhung sind limitiert. Bei CHF 10 Einsatz und einem Quotensatz von 1.60 bis 2.00 in vier Voraussagen bringt die unterste Stufe 5 % auf einen Nettogewinn von CHF 87.92, also CHF 4.40.

Der praktische Wert des Boosts hängt weniger an den 5 % als an der Quote 1.50. Jede Voraussage der Kombination muss diese Schwelle reissen, sonst zählt die Stufe nicht. Vier Voraussagen sind machbar — man landet dabei fast zwangsläufig bei Favoriten, was Quotenschlüssel und Gewinnerwartung zusammendrückt.

Viel bemerkenswerter als der Boost ist das Limitendesign: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Höchsteinsatz von CHF 1’000 für eine Kombination steht in einem bemerkenswerten Verhältnis zu einem Boost, der bis zu fünfzehn Voraussagen verlangt: Wer die Spitze anstrebt, kann sie gar nicht gross bespielen.

Dazu kommt die Auszahlungsarchitektur. Innerhalb von 365 Tagen sind zwei Auszahlungen gratis, ab der dritten kann eine Kommission von 3 % anfallen, mit einer Überweisungsdauer von 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung gehen automatisch ins Wallet, höhere Beträge innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto. Wer weniger als CHF 1’000 gewinnt, merkt von alldem nichts.

Urteil: Sporttip ist der einzige Anbieter dieser Liste, bei dem sich eine Aktion überhaupt in Franken rechnen lässt — und genau diese Rechnung zeigt, dass der Einsatz für den Bonus nicht in die Aktionshöhe gehört, sondern in die Zahl der Voraussetzungen.

Loterie Romande Jouez Sport: zehn Franken mit Haltbarkeitsdatum

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung ist dieselbe Art Papier wie bei Swisslos. Das Konto bleibt auf die sechs Kantone beschränkt.

Die dokumentierte Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen. Wer innert 7 Tagen den in den National-League-Stadien verteilten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben, insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig und nicht auszahlbar.

Was dieses Angebot über den Schweizer Bonusmarkt sagt, ist die knappste Formulierung des ganzen Textes. Sieben Aktionsjahrestage, ein Code, der nur im Stadion verbreitet wird, siebentausend Stück und dreissig Tage Frist. Wer die Aktion verpasst, verpasst sie vollständig.

Die Limiten der Loterie Romande liegen auf dem Spielerkonto: höchstens CHF 10’000 Einzahlung pro 30 Tage und ein Wallet-Guthaben von höchstens CHF 10’000. Gewinne bis CHF 1’000 netto gehen direkt ins Wallet, höhere auf die angegebene IBAN; Gratisspielguthaben ist nicht auszahlbar.

Urteil: Als Bonusmaschine ist Jouez Sport uninteressant, als Schweizer Rahmen sauber — und sie zeigt am deutlichsten, dass die kleine Zahl hier nicht aus Geiz entsteht.

Boomerang Bet, BetFury, Betify: ausländische Marken ohne Schweizer Papier

Diese Marken besitzen keine Schweizer Bewilligung. Für die Schweiz heisst das: keine Kraft einer allfälligen ausländischen Bewilligung (Art. 4 BGS), keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS gesperrt werden.

Was ein Bonus bei einer solchen Marke wert sein mag, lässt sich an dieser Stelle nicht in Bedingungen fassen, weil hier keine Bedingungen des Schweizer Rechts greifen. Der Spielende weiss nicht im Voraus, an wen er sich wendet, wenn eine Auszahlung ausbleibt.

Hier entscheidet die Frage nach dem Budget. Wer mit kleinen Beträgen spielt und den Verlust verschmerzen kann, trägt ein anderes Risiko als jemand, der Erspartes einsetzt. Das ist die ganze Unterscheidung, und sie ist keine bequeme.

N1 Bet, Bettilt und die Verwechslungsgefahr

Auch N1 Bet und Bettilt haben keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg, und ihre Domains können gesperrt werden. Die Namen liegen nah beieinander, die Konditionen sind es nicht — wer sie nebeneinanderlegt, tut gut daran, jedes Konto einzeln zu prüfen. Das Risiko dieser Gruppe liegt nicht in einem einzelnen schlechten Angebot, sondern darin, dass sich bei Problemen niemand findet, der zuständig wäre.

Duelbits, Sportaza und Betscore: gleiche Bewilligungslage, gleiche Grenze

Duelbits, Sportaza und Betscore stehen in derselben Spalte: kein Schweizer Papier, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste möglich. Sie unterscheiden sich in Namen und Oberflächen, was den Zugang zum Schweizer Recht angeht, unterscheiden sie sich nicht.

Keine Quote, die ohne Datum etwas wert ist

Bei den acht ausländischen Marken steht hier keine Quote und keine Marge. Das hat einen Grund, den man kennen sollte: Eine Quote ohne Datum und ohne Marktangabe ist keine Auskunft. Quoten altern schneller als alles andere — ein Preis von letzter Woche sagt nichts über den Preis von morgen, und der Quotenschlüssel einer 1X2-Wette ist nicht der einer Kombination.

Wer zwei Buchmacher vergleichen will, findet die echten Zahlen im Wettprogramm: dort stehen die Quoten eines konkreten Markts für ein konkretes Spiel, und daraus lässt sich der Quotenschlüssel ausrechnen. Der Quotenschlüssel ist der Anteil aller Einsätze eines Markts, den dieser Markt zurückzahlt — eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten des Markts. Die Marge ist 100 % minus diesen Anteil. Das ist die einzige Zahl im Wettgeschäft, die ohne Prognose auskommt, und deshalb die einzige, die ein Bonusvergleich wirklich braucht.

Grundlagen, in einem Stück erklärt

Ein Wettbonus ist ein Marketinginstrument, und wie jedes Marketinginstrument hat er ein Ziel, das nicht das Ziel des Empfängers ist. Der Vergleich zeigt deshalb nicht zuerst, welche Summe angekündigt wird, sondern was davon in der Schweiz überhaupt erlaubt ist und was es kostet.

Mehrere Curlingsteine liegen auf einer glatten Eisfläche in einer leeren Halle, Deckenlicht spiegelt sich im Eis.
Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben.

Der Grund für die Grösse liegt in der Bewilligung. Freispiele und Gratisguthaben benötigen die vorherige Zustimmung der Aufsicht. Die beiden bewilligten Veranstalterinnen haben im Jahr 2025 zusammen 32 Zustimmungen erhalten. Aus einem Markt mit zwei Veranstalterinnen und einer Bewilligungspflicht für Gratisguthaben kann kein Neukundenrennen werden.

Der Grund für die Form liegt in der Technik. Ein Aktionsguthaben ist nicht auszahlbar. Eine Gratiswette zahlt den Einsatz nicht zurück. Ein Kombiboost verlangt eine Quote von mindestens 1.50 pro Voraussage. Ein Quotenboost verfällt beim Cash-Out. Keine dieser Regeln ist versteckt — sie stehen in den Teilnahmebedingungen und in den Spielregeln, und sie sind der eigentliche Preis.

Der Grund für die Grenzen liegt im Vertragsgebiet. Ein Konto bei Jouez Sport setzt Wohnsitz in einem der sechs Westschweizer Kantone voraus, ein Konto bei Swisslos Wohnsitz im Vertragsgebiet. Für viele Leser heisst das: Von den zwei erlaubten Veranstaltern bleibt genau eine.

Der Grund für die Vorsicht liegt im Wettgeschäft selbst. Die Wette wird mit einem Preis verkauft, der die Marge bereits enthält. Ein Nettogewinn von CHF 87.92 aus CHF 10 Einsatz klingt gut, bis man sich klarmacht, dass die Kombination, die ihn trägt, erst eintreten muss.

Was ein Gewinn aus einer Wette tatsächlich zurückgibt

Die Auszahlung einer Wette folgt einer Regel, die man kennen sollte, weil sie an mehreren Stellen des Pakets wieder auftaucht. Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Rechenbeispiel, Einzelwette. Einsatz CHF 10 auf Quote 1.90: Der Gewinnbetrag ist CHF 19.00, der Nettogewinn ist der Einsatz mal Quote minus eins, also CHF 9.00. Die Wette trägt die Marge bereits im Preis, das heisst: Was als Gewinn erscheint, ist die Auszahlung brutto zum Einsatz zurück, nicht eine Rendite auf eine Investition.

Rechenbeispiel, Kombination. Dieselben CHF 10, dasselbe Quotenmuster wie oben, 1.60 × 1.70 × 1.80 × 2.00 als Gesamtquote 9’792: Gewinnbetrag CHF 97.92 brutto, womit der Nettogewinn CHF 87.92 beträgt, und mit der untersten Boost-Stufe von 5 % steigt die Auszahlung auf CHF 102.32. Beide Beispiele enden mit einer Zahl, die erst durch das Eintreffen des Ereignisses Wirklichkeit wird.

Die Aufrundung auf zwei Stellen und die Abrundung auf 5 Rappen ist übrigens nicht der Ort, an dem Geld verloren geht. Der Ort ist die Quote selbst.

Bet-Builder und die Grenze der Kombination

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Voneinander abhängige Ereignisse eines Spiels sind keine unabhängigen Wetten. Eine Kombination aus zwei Ereignissen desselben Spiels ist keine Kombination aus zwei Wahrscheinlichkeiten, sondern eine Wette auf einen Zusammenhang. Der Boost, der «Voraussagen» zählt, meint genau solche unabhängigen Ereignisse.

Wo das Angebot endet

Die Schweiz hat zwei Veranstalterinnen, und das ist die ganze Liste. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Der Reingewinn geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS).

Ein Bonusvergleich in der Schweiz vergleicht deshalb nicht zwanzig Anbieter, sondern die Bedingungen von zwei Organisationen und die Risiken einer Handvoll Marken, die hier nicht dürfen. Wer einen Bonus vergleicht, ohne die Bewilligungslage zu lesen, vergleicht die Höhe einer Zahl mit der Haltbarkeit einer Hoffnung.

Häufige Fragen

Was ist ein Wettbonus, und welche Arten gibt es?

Ein Wettbonus ist eine von der Veranstalterin gewährte Leistung, die an Bedingungen gebunden ist: eine Gratiswette, ein Aktionsguthaben, ein Quoten- oder Profitboost. Die Höhe ist die kleinere Frage. Entscheidend sind Umsatz, Frist, Mindestquote und Auszahlbarkeit, und ob die Wette überhaupt zulässig ist.

Was bedeutet Gratiswette, und wird der Einsatz mit dem Gewinn ausgezahlt?

Bei einer Gratiswette fliesst der Einsatz nicht zurück. Gewinnt sie zu Quote 2.00, zahlt sie nur den Gewinnanteil, nicht das Doppelte des Gratisbetrags. Der Betrag, den sie im Gewinnfall bringt, hängt deshalb an der Quote, und ihr Nutzen an der Frist, innerhalb deren sie verwendet werden muss.

Warum fallen Wettboni in der Schweiz kleiner aus als bei Seiten im Ausland?

Freispiele und Gratisguthaben benötigen die vorherige Zustimmung der Aufsicht, und die beiden bewilligten Veranstalterinnen haben im Jahr 2025 zusammen 32 Zustimmungen erhalten. Dazu kommt ein geschlossenes Angebot an Sportarten und Wettarten. Aus diesem Rahmen kann keine grosse Neukundenaktion entstehen.

Wie lassen sich Boni verschiedener Buchmacher vergleichen, ohne nur auf die Summe zu schauen?

Zuerst die Bewilligungslage prüfen, dann den Typ der Leistung und danach die Bedingungen: Umsatzauflage, Gültigkeitsfrist, Mindestquote, Obergrenze der Erhöhung und ob das Aktionsguthaben auszahlbar ist. Eine Aktion, deren Guthaben nicht auszahlbar ist, ist keine Auszahlung, sondern eine Erlaubnis zu wetten.

Können Aktionen wie Boosts oder Aktionsguthaben ausgezahlt werden?

Gratisspielguthaben ist bei beiden bewilligten Veranstalterinnen nicht auszahlbar, ebenso wenig das Aktionsguthaben aus einer Promotion. Quoten- und Profitboosts sind nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert und verfallen bei einem Cash-Out. Auszahlbar wird erst der Gewinn, und auch nur, wenn die Bedingungen erfüllt sind.

Wie werden Gewinne aus Wetten bei ausländischen Anbietern besteuert, und was heisst «je nach Kanton»?

Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag einkommenssteuerfrei, auf Bundesebene ab dem 1. Januar 2026 CHF 1’071’000. Der kantonale Freibetrag weicht ab, deshalb «je nach Kanton». Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, werden aber kantonal unterschiedlich behandelt — im Thurgau etwa als vollständig steuerbares Einkommen. Fragen Sie eine Steuerberaterin.

Inhalt erstellt vom Team «dartstippsch.com»