Yankee-Wetten in der Schweiz — nur zwei Veranstalter, und beide haben eine Obergrenze
Datenstand: 29. Oktober 2026, abgeglichen mit den veröffentlichten Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos und der Loterie Romande sowie den Angaben der Gespa zur Bewilligungslage.

Wer in der Schweiz nach den besten Yankee-Wettanbietern sucht, stösst auf eine Auswahl, die in fast jedem anderen Markt undenkbar wäre: zwei. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide besitzen eine Bewilligung für Sportwetten als Grossspiel, beide dürfen Systemwetten anbieten, und beide haben ihre Höchsteinsätze in den eigenen Spielregeln veröffentlicht. Dazwischen passen zehn ausländische Marken, die Schweizer Spielende täglich sehen — ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsschutz, ohne Anschluss an das Sperrregister. Die Legalität dieses Angebots blendet das Werbematerial konsequent aus. Hier steht sie zuerst, weil von ihr alles Weitere abhängt. Auf ein falsches Ereignis gewettet. Bei Sporttip wird eine Wette, die erst nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wurde, mit Quote 1.00 gewertet — der Einsatz kommt zurück, mehr nicht.
Und weil eine Yankee-Wette nicht eine Wette ist, sondern ein Bündel, multipliziert sich jede Regel, die sonst unspektakulär wirkt: der Mindesteinsatz, der Höchsteinsatz, die Marge und das Ergebnis der zweiten Nachkommastelle. Der erste Schritt zum besten Anbieter ist deshalb kein Vergleich der Werbeversprechen, sondern die Frage, welche Rechte und welches Geld ein einzelner Wettschein überhaupt an einen Veranstalter bindet.
Eine Warnung vorweg, bevor der angenehmere Teil beginnt: eine Yankee-Wette ist kein System, das gewinnt. Sie ist ein System, das aus vier Voraussagen elf Wetten baut — sechs Kombiwetten mit je zwei Voraussagen, vier mit je drei und eine mit allen vier. Falsch getippt wird trotzdem. Swiss Lucks Eigenart ist, dass elf Wetten auch elf Margen enthalten.
Im bewilligten Schweizer Angebot gelten die Spielregeln und der Rechtsschutz des Gesetzes
Die Kette beginnt bei der Bewilligung, nicht beim Bonus. Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinn des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und stehen unter Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Der erste und wirksamste Filter der Bewilligung steht in Art. 4 BGS: Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Eine ausländische Bewilligung, gleich aus welchem Land, entfaltet hier keine Kraft.

Bemerkenswert ist die Aufsichtsteilung. Für Sportwetten ist die Gespa zuständig. Nicht die ESBK, die ausschliesslich die Casinos beaufsichtigt, und das wird im Alltag gern verwechselt. Wer wissen will, wer eine Bewilligung hat, fragt bei der Gespa, und dort sind es genau zwei: Swisslos mit dem Produkt Sporttip, veranstaltet von der SWISSLOS Interkantonalen Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Kein drittes Angebot, keine Liste mit weiteren Bewilligungen — es gibt keine. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste, und sie ist eine Liste der Blockierten, nicht der Erlaubten.
Was die Bewilligung einräumt, ist zugleich ein Katalog dessen, was ein bewilligtes Schweizer Angebot dem Publikum schuldet. Der Bundesrat knüpft die Bewilligung einer Veranstalterin an einen gemeinnützigen Zweck: Die Nettoerträge fliessen in öffentliche Aufgaben in den Kantonen. Eine Wette bei Swisslos oder bei der Loterie Romande ist damit kein Geschäft mit einem anonymen Betreiber, sondern mit einer Organisation, über deren Verwendung des Geldes die Kantone befinden. Diese Herkunft des Geldes bestimmt auch die Eigenheiten dieses Marktes — warum der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 liegt und nicht bei einem Vielfachen davon, warum der sportliche Rahmen geschlossen ist und warum keine Werbeoffensive um einen Neukunden herum gebaut wird.
Und sie hat eine Grenze, die der Bewilligung eingebaut ist. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz voraus, und in der Praxis im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters. Der Spielraum zwischen den Kantonen ist damit nicht Folge einer Tarifwahl, sondern der Aufteilung des Landes in zwei Gebiete.
Die Verlockung, sich das «nur in der Schweiz» als kosmetisches Detail zurechtzulegen, ist gross. Diese Ausdrücke stammen nicht aus der Kommunikationsabteilung von Swisslos, sondern aus dem Gesetz. Diesen Passus liest man am besten so, als hätte man ihn selbst geschrieben.
Die Begründung für diesen Schutz steht in derselben Bewilligung, der geschlossene Katalog.
Bet-Builder, Cash-Out und Übertragung: was das «nur teilweise» in den Regeln kostet
Was nach Kleingedrucktem klingt, entscheidet bei einer Yankee über den Ausgang. Nehmen wir das sichtbarste Beispiel: den Cash-Out bei Sporttip. Er ist bei Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten möglich, vor Spielbeginn und live. Aber nur bei Online-Wetten, und nur als vollständiger Ausstieg aus dem ganzen Wettschein — keine Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche Gewinn ohne vorzeitigen Verkauf, hängt vom Stand der Sportereignisse ab, kann von Swisslos jederzeit geändert werden und ist für jeden Markt nicht garantiert. Bei einer Yankee mit bis zu elf Teilwetten entscheidet also ein einziger Knopf über alle Positionen, und der Preis dieses Knopfes wird nicht vorher zugesagt.
Ein zweites Beispiel mit derselben Mechanik: Ein Multiples bei Jouez Sport umfasst zwei bis zehn Voraussagen, und die Gesamtquote darf 100’000 nicht übersteigen. Wer neun starke Favoriten kombiniert, kommt darüber kaum hin. Der Multiples ist in der Summe auf CHF 7’500 Einsatz begrenzt.
Beim Schweizer Marktführer liest sich der Unterabschnitt zu den stornierten Ereignissen ebenfalls zweistöckig. Sagt ein Wettereignis ab und wird nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, und in einer Kombinationswette erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00. Das ist bei einer Yankee von erheblicher Bedeutung — eine abgesagte Voraussage reisst nicht das Ganze, aber sie halbiert die Bündel, in denen sie steckte.
Interessanter ist eine Regel, die kaum jemand liest, weil sie harmlos klingt. Journalisten und Sportfans kennen das Problem, Torschütze und Ergebnis am selben Spiel zu einem Tipp zu verbinden. Eine Kombination abhängiger Ereignisse ist nur über die Funktion für genau diese Kombination möglich. Nimmt Swisslos eine solche Zusammenstellung versehentlich ohne diese Funktion an, kann das Unternehmen die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Venture-Gedanke, zwei verwandte Ideen in einem Schein zu kombinieren, kann also wertlos sein, obwohl beide Ideen sich als richtig erweisen.
Und dann die Quote, die nicht die nachgelagerte Kürzung erwähnt: Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quoten von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Sauber zusammengefasst: Bei Sporttip ist der Höchsteinsatz für eine Systemwette auf CHF 10’000 festgelegt, gegenüber CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette — der Unterschied von Faktor zehn ist die eigentliche Erzählung dieses Angebots. Eine Yankee ist eine Systemwette. Wer sie mit dem Höchsteinsatz spielt, bindet also das Zehnfache des normalen Satzes, in elf Wetten. Das ist der Grund, warum die Limite überhaupt existiert.
Wer wissen will, in welcher Reihenfolge er die eigenen Voraussagen bei einer Yankee unterbringt: Die Entscheidung für einen Aufbau fällt immer im Voraus.
Das Zahlenwerk: Aufbau, Quote und Auszahlung bei elf Teilwetten
Eine Yankee-Wette bündelt vier Voraussagen zu sechs Kombiwetten mit je zwei, vier Kombiwetten mit je drei und einer Kombiwette mit allen vier Voraussagen — elf Wetten aus vier Tipps. Ausserdem gibt es die einfachen Kombinationen nicht, wie bei den einfacheren Varianten, dafür die vier Dreier-Kombis und die Vierer-Kombination, die den Namen tragen. Bei einem Einsatz von CHF 10,— pro Kombination ergibt das einen Gesamteinsatz von CHF 110,—.
Die Rechnung dahinter ist linear und brutal: Jede einzelne dieser elf Teilwetten braucht die richtigen Voraussagen, und die Marge des Veranstalters liegt in jeder von ihnen. Die Gesamtquote einer Kombiwette ist das Produkt der Einzelquoten. Zwei Favoriten mit je Quote 2.10 ergeben eine Gesamtquote von 4.41. Vier Favoriten dieser Art ergeben 19.45. Das klingt nach einem Reichtum, den Schweizer Buchmacher noch nicht geschaffen haben.
Der Grund dafür liegt in der Rückzahlungsquote des Marktes, einem Verhältnis, das nie auf dem Wettschein steht. Bei einer Zwei-Weg-Wette zu je 1.90 beträgt die Auszahlungsquote 97,4 %. Sie ergibt sich aus 1 ÷ (1 ÷ 1,90 + 1 ÷ 1,90), also aus dem Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller möglichen Ausgänge desselben Marktes. Die Differenz zu 100, den 2,6 %, behält der Veranstalter. Das ist es, was bei einer Sportwette zwischen Einsatz und ewigem Mittelmeer liegt.
Rechnen wir es an einem konkreten Beispiel durch, das zwei Buchmacher mit unterschiedlichem Quotenniveau vergleicht: Wer CHF 100,— auf eine Zwei-Weg-Wette zu Quote 1.90 setzt, erhält bei einem Treffer CHF 190,— zurück, also CHF 90,— Nettogewinn. Um aus den ersten CHF 100,— einen Euro Nettogewinn zu machen, muss man auf ein anderes Ergebnis setzen, und die Wahrscheinlichkeit, über mehrere Wetten den einen oder anderen zu erwischen, entspricht der Marge.
Bei einer Yankee-Wette mit vier Voraussagen liegt die optimale Kombination bei sechs Zweier-, vier Dreier- und einer Viererkombination. Legt man einen Gesamteinsatz von CHF 110,— zugrunde, so beträgt der Einsatz pro Kombination CHF 10,—. Um den Break-even zu erreichen, muss der Gesamteinsatz zurückkommen, und die Zahl der benötigten Treffer hängt von den Quoten ab.
Wer hier auf die Idee kommt, den Gesamteinsatz wie ein Budget zu behandeln: jeder neue Spielschein braucht die Entscheidung, ob dieser Einsatz in eine Wette geht oder in den Ausstieg.
Wenn das alles schrecklich viel Aufwand für eine Sportwette klingt, liegt man im Ausland richtig. Es ist wirklich so gemeint. Aber die Unsauberkeit liegt nicht in der Yankee.
Zurück zu den Zahlen. Eine Kombination aus vier Voraussagen mit Quoten von je 2.10 ergäbe eine Gesamtquote von 19.45, was einer Auszahlungsquote von 5.1 % entspräche — und das ist nicht ganz Spott, das ist die Aussicht. Bei Wetten mit dieser Gesamtquote liegt die Marge des Veranstalters in einer anderen Grössenordnung als bei einer Zwei-Weg-Wette.
Diesen Mechanismus beachten viele Yankee-Rechner nicht. Ein Rechner führt alle elf Kombinationen aus, prüft die Gesamtquoten und zeigt für jede Teilwette einen Auszahlungsbetrag. Nicht beachtet bleiben Höchsteinsätze und Gewinnobergrenzen, die in keiner Formel stehen. Das ist der Unterschied zwischen einem Rechner und einem Anbieter.
Was Sortiment und Vertrag an die Limiten knüpfen
In der Schweiz ist das Wettprogramm keine freie Erfindung. Der bewilligte Umfang ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der jeweils gültigen Fassung nach Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn die Liste sie aufführt. Ranglistenwetten sind zulässig, soweit die Rangierung den Einstieg in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Trainingsläufe stehen nicht im Angebot, eine Esport-Sektion führt die Liste nicht, und Corner- oder Kartenmärkte sucht man ebenfalls vergeblich. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige beteiligt sind, sind ausgeschlossen.
Das packt einen empfindlich, wenn man aus einem ausländischen Angebot kommt. Die Lieblingswetten auf gelbe Karten, Eckbälle oder Live-Ereignisse, die sich in einigen Auflagen finden, haben in der Schweiz keinen legitimierten Markt. Was bleibt: die klassischen Märkte auf Fussball, Handball, Eishockey, Tennis und die anderen zugelassenen Sportarten, jeweils mit einem geschlossenen Katalog an Kombinationsvarianten. Die Auswahl, die Werbung grosszügig zeigt, deckt sich damit nicht unbedingt.
Ein zweites Motiv: Der Markt für Live-Wetten ist im BGS nicht auf bestimmte Wettarten eingeengt. Die Gespa-Liste lässt Live-Wetten zu, sofern der Veranstalter die Bewilligung dafür hält. Was der Schweizer Live-Wettmarkt trotzdem nicht hat, ist eine Bandbreite, wie man sie von internationalen Anbietern kennt. Ein Fussballspiel mit 150 Live-Märkten, Halbzeitergebnis, nächstes Tor und kombinierten In-Play-Wetten, kommt hier nicht in jedem Umfang vor.
Im Ausland liegt die Sache anders, und die Rechnung ist die, die für ein Publikum ausserhalb der Schweiz attraktiv wirkt: mehr Märkte, mehr Gestaltungsfreiheit und mehr Live-Angebot.
Der Vergleich der Anbieter
Die Bewertung folgt hier nicht der Werbelautstärke, sondern drei Dingen: ob Systemwetten im Programm stehen, welche Einsatz- und Gewinngrenzen in den veröffentlichten Bedingungen stehen und wie sich das Quotenniveau gegenüber der Marge verhält.
| Anbieter | Bewilligungsstatus in der Schweiz | Veranstalterin beziehungsweise gemeldete Bewilligung | Höchsteinsatz bei einer Systemwette |
|---|---|---|---|
| Sporttip (Swisslos) | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa | Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel | CHF 10’000 für eine Systemwette, CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette |
| Jouez Sport (Loterie Romande) | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne | Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000 |
| 1Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; eine ausländische Bewilligung entfaltet nach Art. 4 BGS keine Kraft in der Schweiz | — |
| Wettigo | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; eine ausländische Bewilligung entfaltet nach Art. 4 BGS keine Kraft in der Schweiz | — |
| PowBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; eine ausländische Bewilligung entfaltet nach Art. 4 BGS keine Kraft in der Schweiz | — |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; eine ausländische Bewilligung entfaltet nach Art. 4 BGS keine Kraft in der Schweiz | — |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; eine ausländische Bewilligung entfaltet nach Art. 4 BGS keine Kraft in der Schweiz | — |
| BDMBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; eine ausländische Bewilligung entfaltet nach Art. 4 BGS keine Kraft in der Schweiz | — |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; eine ausländische Bewilligung entfaltet nach Art. 4 BGS keine Kraft in der Schweiz | — |
| GG.BET | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung; eine ausländische Bewilligung entfaltet nach Art. 4 BGS keine Kraft in der Schweiz | — |
Die Höchsteinsätze sind das sichtbarste Unterscheidungsmerkmal, und sie sind das einzige, das der Wettschein vor dem Absenden anzeigt.
Die Spalte zum Höchsteinsatz bei einer Systemwette ist bewusst karg geblieben. Veröffentlichte Systemwetten-Limiten stehen in den zugänglichen Bedingungen nur bei Sporttip und bei Jouez Sport, und Jouez Sport nennt an dieser Stelle eine Gewinngrenze statt einer Einsatzgrenze. Das ist keine Lücke, die durch eine Suchanfrage zu schliessen wäre, sondern eine Folge der Bewilligungsarchitektur: Wer keine bewilligte Systemwette anbietet, hat auch keine Limite dafür.
Wer nur den Einsatz liest, verwechselt das System mit dem Gewinn.
Die beiden bewilligten Veranstalter: was ihre Grenzen verraten
Sporttip: die grosszügige System-Limite und der teure Umweg
Bei Swisslos beginnt die Liste der harten Zahlen beim Mindesteinsatz: CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten. Der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Die Begründung dafür, warum die System-Limite das Zehnfache der Einzel-Limite beträgt, ist so einfach wie die Folge: Eine Yankee ist eine Systemwette, und ein System bindet mehrere Kombinationen zugleich, also auch entsprechend höhere Gesamteinsätze. Wer den Höchsteinsatz wählt, bindet CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird gar nicht erst angenommen.
Dahinter steht das ganze Paket: Swisslos hält eine Bewilligung für Sportwetten als Grossspiel, die Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, das Produkt läuft unter dem Namen Sporttip, und ein Online-Konto steht nur Personen offen, die im Vertragsgebiet wohnen. Dessen Grenze verläuft entlang von 19 Kantonen — Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich — sowie dem Kanton Tessin und dem Fürstentum Liechtenstein. Sechs weitere Kantone, Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, gehören zum Gebiet der Loterie Romande.
Ein Name, zwei Adressen und eine Grenze, die quer durch das Land verläuft.
Das reicht bis in die Auszahlung. Die Gutschrift erfolgt zweistufig: Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung landen automatisch im Wallet; Gewinne über CHF 1’000 gehen bei bekannter Zahlungsverbindung innerhalb von drei Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Die Zahlung erfolgt nur auf ein Konto, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Aufgeladen wird das Spielguthaben über Swisslos mit PostFinance Pay, bestätigt direkt in der App, oder per Zahlungsmöglichkeit und Einzahlungsschein, mit einem Mindestbetrag von CHF 20, höchstens CHF 10’000 in 30 Tagen und nur, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.
Ein Verfall, der in keiner Werbung steht, findet sich in den Bedingungen trotzdem: Nicht innerhalb von 26 Wochen nach öffentlicher Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemachte Gewinne verfallen zugunsten des gemeinnützigen Zwecks von Swisslos, und wer sich gegen eine verweigerte Auszahlung wehren will, muss innert zehn Tagen schriftlich per Einschreiben Einsprache erheben.
Was den Anbieter in diesem Vergleich trägt, ist die Systemwetten-Kompetenz: Sporttip ist eine der beiden Marken mit Schweizer Bewilligung, die Systemwetten mit einer eigenen Limite führt.
Jouez Sport: Gewinnobergrenzen statt Werbetöne
Bei der Loterie Romande sind die Zahlen anders geordnet. Sie nennt an prominenter Stelle die Obergrenze des Gewinns: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Wer weiss, was ein Multiples mit zehn Voraussagen bei guten Quoten ergeben kann, erkennt die Relevanz sofort — die Limite betrifft den glücklichen Fall der richtigen Serie.
Ein Multiples bei Jouez Sport umfasst zwei bis zehn Voraussagen. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in den Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Das ist der Anbieter aus Lausanne, Avenue de Provence 14, mit 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Die Gesamtquote darf 100’000 nicht übersteigen, die Mindestquote für eine Einzel- oder Kombiwette liegt bei 1.10.
Die Limiten bei Jouez Sport sind also feiner gestaffelt als bei Swisslos, und sie legen den Schwerpunkt an anderer Stelle: nicht auf dem Gesamteinsatz, sondern auf der Obergrenze des möglichen Gewinns.
1Bet, Wettigo und PowBet: drei Marken ohne Bewilligung im eigenen Wettprogramm
Diese drei Marken haben keine Schweizer Bewilligung. In der Schweiz dürfen Sportwetten ausschliesslich von Swisslos und der Loterie Romande veranstaltet werden, und eine ausländische Bewilligung entfaltet nach Art. 4 BGS hier keine Kraft. So betrachtet sind die drei nicht Wettanbieter im Sinn des Gesetzes, sondern Angebote von aussen. Ein Anschluss an das Sperrregister besteht nicht, ein Schweizer Rechtsschutz ebenso wenig, und Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekomunternehmen per DNS-Sperre umsetzen. Beschreibend, nicht empfehlend, ist das die Ausgangslage, und wer bei einer solchen Marke eine Yankee nach Schweizer Regeln sucht, sucht sie auf eigene Rechnung.
Der Blick auf die Marken selbst lohnt trotzdem. Sie ist auch die ehrlichste Antwort auf die Kostenfrage, weil bei diesen Anbietern ein Bonus- und Willkommensangebot im Vordergrund steht. Wird das optional eingelöst, kommt es zu einem Umsatz, der erst die Freiwette schafft. Wer eine Yankee als Anlass für die Freiwette nimmt, löst gleich zwei Systeme gleichzeitig ein, mit dem Unterschied, dass das eine in der eigenen Tasche liegt und das andere nicht.
Cloudbet, Bahigo und BDMBet: wo die Bewilligung fehlt
Cloudbet, Bahigo und BDMBet gehören zur selben Gruppe: ohne Schweizer Bewilligung, mit einer ausländischen Bewilligung, die in der Schweiz keine Kraft entfaltet, ohne Anschluss an das Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsschutz. Ihre Domains können auf der Sperrliste der Gespa landen. Mehr lässt sich über sie in Bezug auf eine Schweizer Yankee-Wette nicht sagen, und hier ist der Vergleich am kürzesten.
Ein Punkt, der alle drei gleich betrifft: Da Sportwetten nur bei Swisslos und Loterie Romande erlaubt sind, prüft die Gespa diese Angebote nicht. Man vergleicht sie also ohne Vergleichsmassstab.
FortuneJack, GG.BET und der Rest: warum die Liste nicht länger wird
FortuneJack und GG.BET schliessen die Runde der zehn bewerteten Marken. Beide ohne Schweizer Bewilligung, beide ohne Schweizer Rechtsschutz. Aus Schweizer Sicht ist dieser Teil des Vergleichs keine Auswahl, sondern eine Abgrenzung: Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste und keine Liste mit Erlaubnissen. Nicht jede ausländische Marke hat den gleichen Status, aber hier ist das massgebliche Kriterium die fehlende Schweizer Bewilligung.
Wie schnell das geht, ist dokumentiert: Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele für Domain-Hopping, und sie nennt bet365 als auf der Liste. Wer in einem Forum einen Link zu einer solchen Marke findet, liest dort eine Empfehlung und keine Rechtsauskunft.
Der Einsatz und die Quote: der Rechenweg, den die Werbung auslässt
Für die Yankee-Wette fällt der Grosseinsatz an, und das ist der eigentliche Kostenpunkt. Rechnen wir ihn mit einem einfachen, erfundenen Beispiel nach: Vier Voraussagen, jede mit Quote 2.00, und pro Kombination ein Einsatz von CHF 10,—. Die Yankee besteht aus elf Kombinationen, der Gesamteinsatz beträgt also CHF 110,—.
Die Rechnung ist bei einem System mit vier Voraussagen so aufgebaut, dass die Kombinationen ohne den Umweg über die Anzahl der richtigen Tipps bewertet werden. Die Zahl der Kombinationen ergibt sich aus der Anzahl der Voraussagen: sechs Zweier, vier Dreier, eine Vierer. Man rechnet sie nach der Formel der Kombinationen ohne Wiederholung aus, und so entstehen die elf Wetten.
Zu den Kosten: Bei einer Yankee mit vier Voraussagen beträgt die Zahl der systematischen Kombinationen elf, und die Bedingung, unter der eine einzelne Kombination gewinnt, ist, dass alle in ihr enthaltenen Voraussagen richtig sind. Bei zwei richtigen Voraussagen von vier kann der Wettschein sogar einen Gewinn abwerfen — dann nämlich, wenn die beiden richtigen Voraussagen jene Kombination bilden. Das ist keine Garantie, sondern eine Folge des Aufbaus. Bei drei richtigen Voraussagen sind drei der sechs Zweier-Kombis getroffen, und bei vier richtigen Voraussagen sind alle elf Kombinationen richtig.
Das ist die Mechanik, und sie erklärt, warum die Yankee im Vergleich zu vier Einzelwetten einen Vorteil hat: Der gute Lauf wird belohnt, und bei zwei richtigen Voraussagen kommt man mit einem Teilgewinn aus der Sache heraus.
An dieser Stelle kommt die Marge ins Spiel, und damit die Frage, was das ganze Arrangement dem Spielenden kostet. Die Auszahlungsquote eines Marktes ist der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt: 1 ÷ (1 ÷ Quote₁ + … + 1 ÷ Quoteₙ). Die Marge ist 100 % minus dieser Quote.
Setzt man einen Markt mit zwei Ausgängen zu je Quote 1.90 an — wohlgemerkt ein Rechenbeispiel und kein quotierter Preis — so ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1 ÷ 1,90 + 1 ÷ 1,90) = 0,974. Die Marge liegt damit bei rund 2,6 %. Bei einem Markt mit drei Ausgängen, etwa 1X2 im Fussball, ergibt derselbe Einsatz von 1,90 pro Ausgang eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (3 ÷ 1,90) = 0,633, und die Marge liegt bei 36,7 %. Zwischen einem Zwei-Weg-Markt und einem Drei-Weg-Markt liegen also Welten, obwohl das Quotenniveau nicht dramatisch anders aussieht. Das ist keine Besonderheit eines Anbieters, sondern die Mechanik des Quotenschlüssels.
Diese Rechnung zeigt, was der Spielende bei jeder einzelnen Wette bezahlt — und nichts darüber, wie oft er gewinnen wird. Wer bei zehn kombinierten Wetten bleibt, zahlt in jeder einzelnen Kombination die Marge des Marktes, und bei elf Teilwetten ist der Margenanteil entsprechend oft enthalten. Wer stattdessen einen einzelnen Tipp mit höherem Einsatz abgibt, hat am Ende einen kleineren Gesamteinsatz und weniger Margen.
Die Unschärfe beginnt dort, wo die Marge eines Marktes zu einem Kostenposten der ganzen Sportart erklärt wird. Der Anteil, der beim Veranstalter bleibt, ist pro Markt und pro Sportereignis unterschiedlich hoch, und ein einzelnes Beispiel sagt nichts über die Auszahlungsquote im Angebot von morgen.
Ein Wettschein mit einer Yankee hat einen stückweisen Preis, und dieser Preis steht nirgends als Zeile. Er steckt in der Gesamtquote der Kombinationen.
Verlustlimiten, Sperre und die Kosten eines gebündelten Einsatzes
Wer mit einer Yankee arbeitet, bindet mehrere Einsätze zugleich, und der Gesamteinsatz wiegt entsprechend schwerer als bei einer Einzelwette. Genau dafür sieht das Schweizer Recht ein Instrument vor, das nicht der Veranstalter erfindet, sondern das Gesetz verlangt: Bei der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Nach Art. 87 VGS muss eine Veranstalterin solche Höchstwerte für Einsätze oder Verluste verlangen, und nach der gesetzlichen Regelung wirkt eine Erhöhung nach 24 Stunden — Swisslos und die Loterie Romande handhaben 72 Stunden in ihren eigenen Bedingungen. Die Limite ist damit keine Bremse, die der Anbieter nach Gutdünken löst, sondern eine Sperre mit Mindestdauer.
Was das für eine Yankee bedeutet: Die Verlustlimite gilt für das Konto, nicht für den einzelnen Wettschein. Wer den Yankee-Einsatz mit anderen Wetten kombiniert, kann an einem Abend schneller an die Schwelle kommen, als der eigene Einsatz pro Wettschein vermuten lässt.
Ein zweites Werkzeug greift noch tiefer. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine Sperre trifft damit nicht nur dieses Angebot, sondern die ganze Schweizer Spielwelt, und eine Aufhebung ist an eine Frist und eine Fachstelle gebunden. Wer sich sperrt, sperrt sich vollständig.
Dazu eine Zahl, die in diesem Zusammenhang nüchtern dazugehört: Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch, bei denen an Verkaufsstellen in 47,5 % der 200 Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Jugendschutz am Schalter ist in der Schweiz keine Selbstverständlichkeit, und das steht hier ohne Beschönigung.
Die Hausregeln der beiden Veranstalter, Verlustlimiten und Sperrregister, bilden zusammen ein Paket, das es bei keinem ausländischen Anbieter gibt. Bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung fehlt der Anschluss an dieses Register, und mit ihm der einzige Mechanismus, der eine Sperre über Anbietergrenzen hinweg wirksam macht. Wer sich selbst sperren will, hat dort je nach Plattform eine Selbstbeschränkung, aber keine zentral verankerte.
Wer sein Budget schützen will, kommt um eine unangenehme Rechnung nicht herum: Eine Yankee mit vier Voraussagen und einem Einsatz von CHF 10,— pro Kombination kostet CHF 110,— und bindet diesen Betrag, bevor ein Ergebnis feststeht. Ein Monatsbudget, das für eine einzelne Wette passt, trägt nicht ohne Weiteres mehrere Yankees neben anderen Wetten. Und die Zahl, die viele unterschätzen, ist die Rückzahlung von Gratisspielguthaben aus Promotionen, die nicht auszahlbar ist.
Bei Swisslos werden Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal kostenlos auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto ausbezahlt. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Wer sein Guthaben aus einer Freiwette stammen lässt, hat es also nicht in Geldform.
Ein kurzer Blick auf die Rechtslage, bevor das Geld fliesst
Ein ausländisches Angebot zu nutzen, ist für den Spielenden nicht strafbar. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Das Verhalten des Spielenden ist nicht der Punkt. Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren, einschliesslich Beschlagnahme der Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter.

Und es gibt eine Grenze, an der die Werbung schweigen muss: Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und mit einer Busse bis CHF 500’000 bedroht (Art. 74 Abs. 3 und Art. 131 BGS). Ein Anbieter ohne Bewilligung darf sich in der Schweiz daher nicht bewerben. Wer die Marke trotzdem kennt, kennt sie aus dem Internet, nicht aus der Zeitung. Kosmetik ist das keine — aber es zeigt, wie die Behörden die Trennung zwischen Beschreiben und Bewerben ziehen.
Die zweite Grenze betrifft den Weg, auf dem die Seite erreichbar ist. Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains ausländischer Anbieter, die von Schweizer Telekomunternehmen über DNS gesperrt werden. Die erste Liste datiert vom 3. September 2019 und umfasste Ende 2025 671 Domains. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Der Effekt ist, dass die Blockade nicht gelingt, aber die Zahl der Einträge trotzdem steigt.
Und dann ist da noch die Frage, was das Geld am anderen Ende wert ist. Bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung steht die Zahlung auf ein Konto, das nicht auf den Namen der einzahlenden Person lautet, im Raum. Wo die Verantwortung für eine Auszahlung liegt, ist im Zweifel Sache der Plattform und nicht des Schweizer Rechts. Genau darum schreibt das Schweizer Recht für bewilligte Veranstalter vor, dass Auszahlungen nur auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers gehen.
Die eigene Yankee richtig kalkulieren
Eine Yankee-Wette lässt sich in ihrer Wirkung mit einem Rechner abschätzen. Nur sagt keiner der Rechner, was die Wette an Gebühren kostet, weil Gebühren in diesem Modell nicht vorkommen. Wer die Rechnung selbst aufstellen will, braucht vier Dinge.
Zuerst die Quoten der vier Voraussagen. Aus ihnen ergibt sich die jeweilige Gesamtquote, das Produkt der Einzelquoten einer Kombination. Zweitens der Einsatz pro Kombination und daraus der Gesamteinsatz, die Summe über alle elf Kombinationen. Drittens die Minimalbedingungen: Vier Voraussagen mit je mindestens Quote 1.50, wenn der Kombiboost online genutzt werden soll. Viertens die Grenzen, die im Wettschein nicht als Formel erscheinen — der Höchsteinsatz pro Wette und der Verfallsfrist für die Auszahlung.
Wem diese Rechnung zu mühsam ist, sollte den Einsatz senken, nicht die Sorgfalt. Die Rechnung auf dem Rechner ist auch nicht die gleiche wie die Rechnung, die das System auszahlt: Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer den Rechner als Schiedsrichter einsetzt, liest die Höhe mit dieser Abrundung anders als der Veranstalter.
Was ein Rechner ebenfalls nicht weiss: Die Zahl der richtigen Voraussagen bestimmt, welche Kombinationen greifen. Ein Rechner braucht deshalb ein Ergebnis pro Voraussage, nicht nur eine Trefferbilanz. Wer keine Voraussage als Fehler markiert, sondern nur eine Trefferwahrscheinlichkeit eingibt, erhält aus jedem Rechner einen Wert, der für jede Aufteilung der richtigen und falschen Voraussagen gilt — und das ist bei einer Yankee genau der Punkt, an dem sich die Fälle unterscheiden.
Ein brauchbarer Vergleich kommt daher ohne Rechner aus. Wer ein rekonstruierbares Ergebnis will, arbeitet die vier Voraussagen einzeln durch, entscheidet für jede den Ausgang und bildet die Kombinationen von Hand.
Das Ausland und seine Anziehungskraft: grössere Auswahl, kein Schutz
Die Angebote aus dem Ausland locken mit einem Argument, das auf den ersten Blick schwer zu widerlegen ist: mehr. Mehr Sportarten, mehr Märkte, mehr Live-Wetten, mehr Kombinationsmöglichkeiten. Einige davon listen auch Esport und spezialisierte Märkte, die in der Schweiz fehlen. Und wer Systemwetten mit einer anderen Struktur sucht als der Yankee, etwa eine Super-Yankee-Variante, wird dort eher fündig.
Die Kehrseite hat einen Namen: kein Schweizer Rechtsschutz. Kein Anschluss an das Sperrregister, keine Beschwerdemöglichkeit gegen einen Anbieter, keine Prüfung der Auszahlung durch die Gespa. Bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung entscheidet die Plattform selbst über ihre Bedingungen, und im Streitfall entscheidet niemand, den die Schweizer Aufsicht kontrolliert. Wer das als unbedeutend abtut, sollte es an einem konkreten Fall prüfen: Ein Yankee-Wettschein mit abgesagter Voraussage, mit einem Cash-Out, mit einer strittigen Auszahlung. In diesen Momenten zählt nicht die Zahl der Fussball-Ligen, sondern wer in welchem Rechtsrahmen verantwortlich ist.
Und was den Bonus betrifft, gilt die nüchterne Regel: Ein Bonus, der erst über einen bestimmten Umsatz zum Tragen kommt, ist kein Geschenk, sondern ein Kredit mit Bedingungen. Wie viel dabei verloren gehen kann, steht in den Bedingungen und nicht in der Anzeige. Wer eine kostenlose Wette sucht, sucht sie am besten dort, wo die Bedingungen kurz sind.
In der Schweiz ist der Weg zum Guthaben einfacher. Das Schweizer Recht verlangt für Sportwetten bei bewilligten Veranstaltern keinen Bonus, aber es verlangt eine Auszahlung auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers. Wo diese Voraussetzung fehlt, fehlt mehr als eine Formalität: Es fehlt die Spur.
Damit schliesst sich der Kreis zur ersten Frage dieser Seite. Wer im Markt nach dem Yankee-Begriff sucht, bekommt auf internationalen Seiten eine Fülle. Wer in der Schweiz sucht, bekommt eine echte Auswahl. Die eine ist grösser, die andere belastbarer.
Was eine Yankee-Wette in der Schweiz zum Schluss kostet
Wer die Rechnung bis hier geführt hat, hält drei Dinge in der Hand. Eine Yankee-Wette ist kein Wettschein, sondern ein Paket aus elf Wetten mit entsprechendem Gesamteinsatz. Nur zwei Schweizer Veranstalter dürfen Systemwetten anbieten, und beide haben ihre Grenzen veröffentlicht. Und die Kombination aus Schweizer Bewilligung und geschlossenem Wettkatalog macht das Angebot schmaler als in fast allen Nachbarländern.
Der Kostenvergleich fällt damit anders aus als erwartet. Bei einer Yankee mit vier Voraussagen und CHF 10,— pro Kombination beträgt der Einsatz CHF 110,—, und das ist Zahlenmaterial des Systems, kein Vermögensvorteil. Bei einer Zwei-Weg-Wette zu einem Quotenniveau um 1.90 macht die Marge rund 2,6 % aus — unter der Annahme, dass ein solcher Markt tatsächlich mit diesen beiden Quoten angeboten wird. Bei mehreren Ausgängen pro Markt, wie in einem Markt mit drei Ausgängen, liegt sie deutlich höher.
Wer eine Yankee in der Schweiz spielt, spielt sie bei Sporttip oder bei Jouez Sport. Wer den grösseren Katalog sucht, geht zu einem der ausländischen Anbieter und lässt den Schweizer Rechtsschutz zurück. Beide Wege haben einen Preis, und der eine liegt in der Marge, der andere im Risiko. Diese Seite hat für keinen von beiden einen Bonus ausgesprochen — dafür gibt es keinen Grund.
Häufige Fragen zur Yankee-Wette in der Schweiz
Woraus besteht eine Yankee-Wette, und wie viele Wetten sind es?
Vier Voraussagen bilden elf Wetten: sechs Kombinationen mit je zwei, vier mit je drei und eine mit allen vier. Einzelwetten gibt es nicht, was bei vier Tipps mit hohen Quoten die Teilgewinne begrenzt, aber den Gesamteinsatz erhöht.
Wie viele Tipps müssen stimmen, damit eine Yankee etwas abwirft?
Ein Teilgewinn entsteht schon bei zwei richtigen Voraussagen, sofern diese beiden eine der sechs Zweier-Kombinationen bilden. Drei richtige treffen drei Zweier-Kombinationen, vier richtige alle elf. Eine Garantie für durchgehend positive Ergebnisse ist mit keiner Trefferzahl verbunden.
Welcher Höchsteinsatz gilt bei Sporttip für eine Systemwette?
CHF 10’000 für eine Systemwette und CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette, bei einem Mindesteinsatz von CHF 1. Swisslos kann die Limiten jederzeit ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Worin unterscheiden sich Yankee, Super Yankee und Heinz?
Die Yankee bündelt vier Voraussagen zu elf Wetten. Die Super Yankee und die Heinz arbeiten mit mehr Voraussagen und entsprechend mehr Kombinationen, was den Gesamteinsatz und die Zahl der Teilwetten erhöht. Gemeinsam bleibt das Prinzip: mehrere richtige Tipps nötig, in jeder Teilwette die Marge.
Wie genau sind Yankee-Rechner, und was lassen sie weg?
Ein Rechner bildet die Kombinationen richtig, solange jede Voraussage einzeln bewertet wird. Er kennt keine Höchsteinsätze, keine Gewinnobergrenzen, keine Mindestquote und keine Rundung des Gewinnbetrags auf 5 Rappen. Diese Bedingungen stehen in den Spielregeln der Veranstalter.
Wettarten – dartstippsch.com
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