Champions League Wetten Schweiz 2026: Zwei Bewilligungen, zehn Adressen

Updated Oktober 2026
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Stand: 29. Oktober 2026 — Bewilligungen und Limiten geprüft gegen die Interkantonale Geldspielaufsicht Gespa, die kantonalen Veranstalter Swisslos und Loterie Romande sowie das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51).

Warum die Bewilligungsfrage vor jeder Quote steht

Es gibt auf dem Schweizer Sportwettenmarkt genau zwei Unternehmen mit einer Bewilligung für Sportwetten als Grossspiel. Das ist keine Marktbeobachtung, sondern eine gesetzliche Obergrenze: Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei festgelegt. Swisslos mit dem Produkt Sporttip, die Loterie Romande mit Jouez Sport. Mehr gibt es nicht, und mehr entsteht auch nicht, solange die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 in Kraft ist.

Ein Fussballstadion bei Flutlicht von einer Anhöhe aus gesehen, der Rasen leuchtet grün unter dunklem Abendhimmel
Seit der Saison 2024/25 spielen in der Champions League 36 Mannschaften in einer gemeinsamen Ligaphase; jedes Team trifft auf acht verschiedene Gegner, verteilt auf zehn Europapokalwochen.

Für den Leser bedeutet das eine sehr konkrete Sache. Jede Website, die mit Champions-League-Wetten, mit Gratiswetten oder mit einem Wettbonus wirbt und nicht Swisslos Sporttip oder Jouez Sport heisst, hat in der Schweiz keine Bewilligung. Das ist kein Graubereich und keine Auslegungsfrage. Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendwo sonst — entfaltet hier keine Wirkung. Wer auf einer solchen Seite setzt, setzt auf einer Seite, die in der Schweiz nicht zugelassen ist.

Der seltsame Teil kommt jetzt. Diese Seiten sind trotzdem erreichbar. Die Gespa führt eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS sperren. Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Das Problem ist bekannt und hat einen Namen: Domain-Hopping. Innerhalb von Stunden nach einer Sperrung tauchen dieselben Anbieter unter neuen Adressen auf. Die Aufsicht benennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele, und bet365 steht auf der Liste. Sperren ist also kein Versprechen, sondern laufende Aufräumarbeit.

Wer in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten darf

Die Bewilligung ist zweistufig aufgebaut, und das ist praktisch relevant. Ein Veranstalter braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS). Beide gelten nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht die ESBK — die ist für Casinos zuständig und hat mit Sportwetten nichts zu tun.

Ein einzelner Fussball auf dem Mittelpunkt eines leeren Rasens im Morgennebel, hinter dem Tor ragen Berge auf
Die UEFA Champions League wurde erstmals 1955/56 als Europapokal der Landesmeister ausgetragen und trägt ihren heutigen Namen seit 1992/93; Veranstalter ist die UEFA.

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die IKV 2020. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Das ist die vollständige Liste. Es gibt keine weiteren bewilligten Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa publiziert lediglich die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Eine Liste weiterer Bewilligungen existiert nicht, weil es nichts zu listen gibt.

Was die Bewilligung einschränkt: das geschlossene Angebot

Eine Bewilligung klingt nach Erlaubnis. Hier ist sie vor allem eine Begrenzung. Was in der Schweiz auf Sportwetten gesetzt werden darf, folgt einer geschlossenen Liste — der Gespa-Liste der autorisierten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der Version vom 10. September 2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS.

Ein Schlüsselbund und ein Glas Wasser stehen auf einem Holztisch im Licht eines Fensters
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Ein paar Ausschnitte daraus, weil sie den Champions-League-Alltag direkt betreffen. Qualifikationsrunden sind nur wettbar, wenn sie auf der Liste stehen. Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie dort auftauchen. Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nie gesetzt werden. Eckbälle und Kartenmärkte sucht man auf der Liste vergebens, eine Esport-Abteilung existiert dort nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Praktisch heisst das: Ein Schweizer Wettprogramm sieht schmaler aus als das, was ein ausländischer Anbieter auf denselben Match anbietet. Wer gewohnt ist, auf die Anzahl Karten im Halbfinale zu setzen, wird das bei Sporttip nicht finden. Dafür weiss er, worauf er setzt und unter welchem Regelwerk die Wette steht.

Eins gehört festgehalten, damit kein falscher Verdacht entsteht. Livewetten sind in der Schweiz erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung besitzt. Das BGS kennt keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Der Unterschied zwischen drinnen und draussen liegt nicht beim Live-Wetten, sondern beim Angebotsumfang und beim Rechtsschutz.

Live-Wetten: wenn die Quote dem Spiel hinterherläuft

Beim Wetten während der Partie folgt die Quote dem Spielverlauf. Das ist keine Beobachtung über Fussball, sondern über Buchmacherpraxis: Jede Quote existiert nur, solange das Ereignis, auf das sie sich bezieht, noch nicht eingetreten ist.

Sporttip regelt den Grenzfall ausdrücklich. Eine Wette gilt unabhängig davon, ob das Spiel live übertragen wird. Werden Wetten aber nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert, zählen sie mit Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Einsatz kommt zurück, ein Gewinn entsteht nicht. Das ist die versicherte Seite des Live-Wettens: Bei einem Tor, das fällt, während man noch tippt, ist die Wette wertlos.

Der Grund liegt in der Übertragungsverzögerung, die jeden Livebetrieb betrifft. Zwischen dem Geschehen auf dem Platz und dem, was auf dem Bildschirm ankommt, liegt mehr Zeit, als man denkt. Wer früh auf ein Tor setzt, nachdem der Ball schon im Netz war, hat nichts gewonnen — und kein Anbieter lässt sich diesen Vorteil gefallen.

Cash-Out: was die Rückkaufoption wirklich abzieht

Der Cash-Out-Betrag bei Sporttip ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn. Er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. So steht es in den Sporttip-Spielregeln in Version 4.2.

Wer sich nun fragt, ob das ein Nachteil ist, stellt die falsche Frage. Cash-Out ist ein Rückkauf durch den Buchmacher, und der rechnet ihn immer zu seinen Gunsten. Der Abschlag ist der Preis für die Option, mitten im Spiel auszusteigen — diese Option hat einen Wert, sonst würde Swisslos sie nicht anbieten. Bezahlt wird sie vom Wettenden.

Die Spielart ist ebenfalls eingeschränkt. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten. Und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Wer bei 70 Minuten einen Teilgewinn sichern und den Rest laufen lassen will, kann das nicht. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt gibt es nicht — man kann während eines Spiels feststellen, dass genau diese Wette gerade nicht cash-out-fähig ist.

Ein Detail, das in der Praxis stört: Bei Sporttip verfällt ein Quotenboost, wenn man einen Cash-Out vornimmt. Wer die erhöhte Quote mitnimmt und dann doch vorzeitig aussteigt, verliert beides — die Erhöhung und die normale Abrechnung. Das ist keine Gemeinheit, sondern die logische Folge daraus, dass der Boost an das Halten der Wette gebunden ist.

Von der Buchmachermarge zum fairen Blick auf die Quote

Jede Quote enthält einen Anteil des Anbieters, und dieser Anteil ist der Grund, warum dieselbe Wette bei zwei Anbietern unterschiedlich viel einbringt.

Der Weg dorthin führt über den Quotenschlüssel, die Auszahlungsquote eines Marktes: Man nimmt von jeder Quote den Kehrwert, addiert sie und teilt eins durch diese Summe. Ist die Summe 1, zahlt der Markt 100 Prozent zurück. Jeder Wert über 1 ist der Anteil des Buchmachers.

Nehmen wir den illustrativen 1X2-Markt eines Champions-League-Spiels mit den Quoten 2.10 auf die Heimmannschaft, 3.40 auf das Unentschieden und 3.60 auf die Auswärtsmannschaft. Kehren wir um: 1 durch 2,10 ergibt 0,476, 1 durch 3,40 ergibt 0,294, 1 durch 3,60 ergibt 0,278. Die Summe ist ungefähr 1,048. Der Quotenschlüssel ist 1 geteilt durch 1,048 — ungefähr 95,4 Prozent. Die Marge ist 100 Prozent minus 95,4 Prozent, also ungefähr 4,6 Prozent.

Das klingt niedrig. Die Rechnung zeigt aber nur die Marge des Beispielmarktes bei den gewählten Quoten. Bei anderen Quoten im selben Spiel verschiebt sie sich. Bei einem ausgeglicheneren Dreier — etwa 2,50 / 3,20 / 2,80 — summieren sich die Kehrwerte auf rund 1,070, der Quotenschlüssel fällt auf etwa 93,4 Prozent, die Marge steigt auf rund 6,6 Prozent. Die ehrliche Aussage lautet daher: In einer Champions-League-Partie liegt die Marge im Hauptmarkt je nach Quotensatz des Anbieters und je nach Ausgeglichenheit des Spiels grob zwischen 4 und 7 Prozent. Bei Nebengeschäften — Torschützen, Handicaps, Spezialwetten — geht sie typischerweise nach oben, weil dort weniger Geld bewegt wird.

Wer das weiss, kann eine Quote einordnen. Eine Quote von 2,10 ist kein Geschenk, sondern eine Zahl, in der rund 4 bis 7 Rappen pro Franken schon eingerechnet sind. Bei einem Einsatz von CHF 1’000 macht das allein im Hauptmarkt etwa CHF 40 bis CHF 70 aus — Geld, das nicht auf dem Spiel steht, sondern aus einem herausgerechnet wird, und zwar unabhängig davon, ob die Wette gewinnt oder nicht.

Wie die Auszahlung entsteht: Einsatz mal Quote

Wenn die Wette aufgeht, rechnet Sporttip Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Der doppelte Rundungsvorgang klingt technisch, ist aber der Grund, warum die Gutschrift auf dem Konto manchmal ein paar Rappen unter dem Erwartungswert liegt. Bei einem Einsatz von CHF 10 auf Quote 2.10 ergibt sich ein Gewinnbetrag von CHF 21,00. Bei einem Einsatz von CHF 15 auf Quote 1.85 ergibt sich CHF 27,75. Erst bei krummen Kombinationsquoten schlägt die 5-Rappen-Rundung sichtbar zu.

Champions-League-Sieger, Torschützenkönig und Einzelspiel: warum die Quoten sich unterscheiden

Die Wettmärkte rund um die Champions League reichen von Sieg, Doppelter Chance und Handicap über Torschützen bis zum Turniersieger. Wer über die Saison hinweg auf Champions League tippt, sollte wissen, welcher Markt welche Art von Marge führt.

Ein Einzelspielmarkt wird während der 90 Minuten entschieden. Der Turniersiegermarkt läuft über Monate. Das klingt nach einem Unterschied in der Geduld, ist aber vor allem einer in der Kursstellung. Auf einen Sieger zu setzen heisst, sein Geld in einem Markt zu binden, in dem Verletzungen, Trainerwechsel, Wintertransfers und die Ziehung der Achtelfinalgegner noch nicht feststehen. Das Buchmacherrisiko ist über einen ganzen Wettbewerb nicht kleiner als über ein Spiel.

Bei Torschützenmärkten, Ranglistenwetten und Langzeitwetten kommen zwei Fragen hinzu. Erstens: Was passiert mit der Wette, wenn ein genannter Spieler im Winter verkauft wird? Die Antwort steht in den Teilnahmebedingungen, nicht in der Ahnung. Zweitens: Zählen Verlängerung und Penaltyschiessen zur regulären Spielzeit?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer, bei Fussball also 90 Minuten, plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei einer Wette auf den Sieger eines Finales bedeutet das: Endet das Spiel nach 90 Minuten unentschieden und fällt die Entscheidung erst in der Verlängerung oder im Penaltyschiessen, verliert die Wette auf den Sieg nach regulärer Spielzeit. Das ist kein Detail, sondern bei einem Endspiel der exakte Unterschied zwischen einem Gewinn und einem Verlust, und es ist der Grund, warum man bei einem Endspiel zwischen «Sieger nach regulärer Spielzeit» und «Sieger des Finales» unterscheiden muss.

Bei Kombinationen kommt ein weiterer Punkt hinzu, der in den Regeln steht. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung dürfen nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für den Wettenden ist das keine Katastrophe — aber auch kein Gewinn, wenn die Kombination längst gewonnen wäre.

Wetten mit Kosten: Gratiswette, Wettbonus, Kombiboost

Gratisspielguthaben — im Gesetz steht dieser Begriff — benötigen die vorherige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Das ist keine Formalie: Jedes Gratisspielguthaben, jede Freiwette und jede Bonusaktion eines Schweizer Veranstalters muss vorab abgesegnet werden. Wer jemals bei einem Schweizer Anbieter so etwas gesehen hat, hat etwas gesehen, das eine Aufsichtsbehörde vorher angeschaut hat.

Bei ausländischen Anbietern fehlt diese Prüfung. Dort schreibt das Marketing die Bedingungen. Genau da liegt der eigentliche Punkt beim Stichwort champions league wettbonus: Nicht der Bonus ist das Problem, die Bedingungen dahinter sind es. Mindestquote, Umsatzbedingung, Frist und Deckelung des Gewinns entscheiden darüber, ob ein Bonus etwas wert ist. Und weil ihn die Marketingabteilung formuliert, klingt er gut und lässt sich trotzdem schwer einlösen.

Der Punkt lässt sich an einer einzigen Zahl festmachen. Eine Freiwette, deren Einsatz nicht mit ausgezahlt wird, bringt nicht ihren Nennwert. Wer eine Freiwette über CHF 10 zu Quote 2.00 setzt, gewinnt CHF 10 — nicht CHF 20, weil die CHF 10 Einsatz nicht zurückkommen. Der Wert liegt also bei der Hälfte des Nennwerts, bei Quote 2.00 und einem Quotenschlüssel von rund 95 Prozent sogar etwas darunter. Und auszahlen lassen kann man eine Freiwette nicht — nur in eine weitere Wette verwandeln.

Anders liegt der Fall beim Kombiboost, einem Bonus auf den Nettogewinn. Er gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Die Staffelung sieht grosszügig aus, bis man sie nachrechnet. Für die 100 Prozent braucht es fünfzehn Treffer mit jeweils mindestens Quote 1.50 — fünfzehn richtige Voraussagen in einer Wette. Wer das schafft, hat ein Kunststück vollbracht, nicht ein Bonusprogramm geknackt.

Dasselbe Muster bei den Quotenboosts. Sie gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Einmal, begrenzt, und weg, wenn man vorzeitig aussteigt. Das ist keine «Boosted-Odds»-Erzählung, das ist eine befristete Einladung zu einer einzelnen Wette.

Wie Prognosen entstehen — und warum keine sicher ist

Eine Prognose setzt sich aus Form, Verletzungen, Statistik und Quoten zusammen. Das ist der handwerkliche Teil, und er ist ehrlich betreibbar. Man kann die letzten fünf Spiele eines Vereins ansehen, die Auswärtsbilanz, die Verletztenliste, die Belastung durch englische Wochen. Nichts davon verschwindet, nur weil man es nicht prüft.

Der Teil, den man nicht betreiben kann, ist die Behauptung, ein Ergebnis vorherzusagen. Bei einem Champions-League-Achtelfinale stehen sich zwei Mannschaften auf einem so engen Leistungsniveau gegenüber, dass ein abgefälschter Schuss, ein Platzverweis oder ein Fehlentscheid in der 88. Minute das Ergebnis kippt.

Was das für den einzelnen Tipp bedeutet: Es gibt keine sichere Wette. Der Ausgang eines einzelnen Fussballspiels ist nicht vorhersagbar, und keine Zahl in einer Prognose macht ihn vorhersagbar. Eine Wahrscheinlichkeit ist eine Aussage über eine Verteilung, nicht über dieses eine Spiel. Eine 60-Prozent-Chance verliert vier von zehn Malen.

Value: wenn Information über die Quote hinausgeht

Der einzige Mechanismus, der beim Wetten langfristig etwas verändert, ist Value — eine Quote, die über der Wahrscheinlichkeit liegt, die man selbst für richtig hält. Gibt ein Buchmacher 3.00 auf einen Ausgang und geht man selbst von 40 Prozent aus, ist der Erwartungswert positiv. Das funktioniert aber nur, wenn die eigene Einschätzung besser ist als die des Marktes.

Für einen Freizeitwettenden, der die Quoten deutscher und englischer Buchmacher nebeneinanderlegt, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass er den Markt schlägt. Der Markt hat dieselben Informationen, mehr Kapital und Leute, deren Beruf genau das ist. Wert entsteht nicht dadurch, dass man einen Namen gut findet. Er entsteht dadurch, dass man etwas weiss, was die Quote noch nicht enthält.

Ein zweiter Punkt, der systematisch unterschätzt wird: Was zählt, ist die Auszahlungsquote, nicht die Häufigkeit der Gewinne. Ein Spieler, der oft gewinnt und dabei dauerhaft gegen eine Marge von 5 Prozent anspielt, verliert. Wer eine höhere Auszahlungsquote bekommt, hat mehr Spielraum für Fehler.

Saison und Spielplan: was am Wettprogramm hängt

Veranstalter der Champions League ist die UEFA. Der Wettbewerb wurde erstmals 1955/56 ausgetragen, damals noch als Europapokal der Landesmeister, und trägt seinen heutigen Namen seit 1992/93.

Seit der Saison 2024/25 spielen 36 Mannschaften in einer gemeinsamen Ligaphase. Jedes Team trifft auf acht verschiedene Gegner, verteilt auf zehn Europapokalwochen. Die Plätze 1 bis 8 der Ligaphase sind direkt für das Achtelfinale qualifiziert, die Plätze 9 bis 24 spielen in einer Zwischenrunde die übrigen acht Achtelfinalplätze aus, die Plätze 25 bis 36 scheiden aus. An der Saison 2025/26 nahmen 36 Mannschaften in der Ligaphase teil, 82 einschliesslich der Qualifikationsrunden.

Zum sportlichen Stand: Paris Saint-Germain gewann die Champions League in den Saisons 2024/25 und 2025/26 und war in der Saison 2025/26 Titelverteidiger. Das Finale 2026 fand am 30. Mai 2026 in der Puskás Aréna in Budapest statt — Paris Saint-Germain und der FC Arsenal trennten sich 1:1 nach Verlängerung, Paris gewann das Elfmeterschiessen mit 4:3 und holte seinen zweiten Titel. Torschützenkönig wurde Kylian Mbappé von Real Madrid mit 15 Toren. Real Madrid ist mit 15 Titeln Rekordsieger, Rekordtorschütze ist Cristiano Ronaldo mit 140 Toren.

Das Finale 2026 liegt hinter uns. Wer heute nach Champions-League-Wetten sucht, sucht also nicht auf ein entschiedenes Endspiel, sondern auf die kommende Saison mit ihrem Qualifikationsweg und ihrer Ligaphase. Hier wird die Gestaltung des Wettbewerbs für den Wettenden konkret spürbar: Die Qualifikationsrunden sind nur dann wettbar, wenn sie auf der Liste der zugelassenen Wettbewerbe stehen. Die Ligaphase mit ihren 36 Mannschaften und acht Gegnern pro Team produziert dagegen eine sehr grosse Zahl einzelner Begegnungen — jede davon ein Markt, jede mit eigener Marge.

Was Champions-League-Wetten auf einer ungeprüften Plattform kosten

Ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist nicht automatisch ein schlechter Anbieter. Er ist aber in einem sehr konkreten Sinn für den Schweizer Wettenden ungeschützt. Er steht nicht im Spielsperrregister, er kennt keine Schweizer Bewilligungsauflagen, und er untersteht keiner Schweizer Aufsicht. Es gibt in solchen Fällen keine Beschwerdestelle in der Schweiz.

Die Rechtsfolgen sind klar geregelt. Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta oder Deutschland — hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Spielerschutz und keine Fair-Play-Kontrolle.

Der steuerliche Teil ist der am meisten unterschätzte. Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden nur darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb gilt «je nach Kanton» und nicht eine einzelne kantonale Zahl. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt.

Für den typischen Wettenden heisst das: kein Einkommenssteuerabzug und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Bei ausländischen Anbietern sieht es anders aus. Deren Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer dort wohnt und bei einem ausländischen Anbieter gewinnt, hat einen steuerbaren Vorgang, der bei einer Schweizer Wette nicht existiert. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht — wer eine solche behauptet, behauptet etwas Falsches.

Das ist allgemeine Information und ersetzt keine Steuerberatung. Wer es genau wissen will, fragt eine Steuerberaterin oder die kantonale Steuerverwaltung.

Spielerschutz in Zahlen statt in Slogans

Sportwetten stehen in der Schweiz Personen ab 18 Jahren offen. Minderjährige sind online ausgeschlossen. Ein Konto pro Person, mit verifizierter Identität.

Die Limiten setzt der Spielende — der Staat setzt sie nicht. Der Veranstalter muss verlangen, dass man einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat festlegt (Art. 87 VGS). Die Verschärfung wird sofort wirksam. Die Erhöhung wartet: von Gesetzes wegen 24 Stunden, bei Swisslos und Loterie Romande 72 Stunden. Das ist die Frist, die in der Praxis nervt. Und sie ist der Grund, warum sie funktioniert. Wer nach einem Verlusttag «nur schnell» die Limite anheben will, hat 72 Stunden Zeit, es sich anders zu überlegen. Eine Schweizer Pflichtlimite auf Verluste gibt es übrigens nicht — wer die Limiten nicht selbst setzt, hat keine.

Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Einzahlungen und Einsätze sind zwei verschiedene Dinge: Das eingezahlte Geld liegt auf dem Spielerkonto und kann von dort weiterverwendet werden. Die Verlustlimite ist die Limite, die den Verlust deckelt.

Der Zugang lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist der wirksamste Selbstschutz, den das System kennt, weil er nicht nur bei einem Anbieter greift. Aufheben lässt sich die Sperre nicht allein: Von Gesetzes wegen ist das frühestens nach drei Monaten möglich, und eine Fachstelle ist beteiligt. Ein frei wählbarer Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Und: Ausgeschlossene oder minderjährige Spieler haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Wer während einer Spielsperre spielt, kann sein Geld verlieren.

Warum die Kontrolle am Verkaufspunkt nicht stark ist

Eine Zahl widerspricht einer bequemen Annahme. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 an Verkaufspunkten wurde in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Die Kontrolle am Verkaufspunkt ist alles andere als dicht. Wer annimmt, das System fange Minderjährige systematisch ab, sollte sich diese Zahl ansehen. Die Bewilligungsauflagen sind eine Sache, ihre Durchsetzung an jedem Kiosk eine andere.

Die zehn Adressen und was sie rechtlich sind

Die folgende Übersicht ordnet die zwei bewilligten Schweizer Veranstalterinnen und die acht ausländischen Plattformen nach ihrer Bewilligungslage ein. Sie bewertet keine Werbeversprechen und keine Bonusbeträge, weil diese über die Zulässigkeit eines Angebots nichts sagen.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Ja — für Sportwetten als Grossspiel SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel, gestützt auf die IKV 2020
Loterie Romande Jouez Sport Ja — für Sportwetten als Grossspiel Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
ZotaBet Nein Keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz
Sportuna Nein Keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz
Unibet Nein Keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz
Sportaza Nein Keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz
Pribet Nein Keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz
bet365 Nein Keine Schweizer Bewilligung; auf der Sperrliste der Gespa geführt
BC Game Nein Keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz
20Bet Nein Keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz

Die zwei Zeilen oben und die acht darunter sind keine zwei Varianten desselben Angebots. Es sind zwei verschiedene Rechtsräume. Bei den beiden Schweizer Veranstaltern gilt das Bewilligungsregime mit geschlossenem Wettangebot, mit der Pflicht zu selbst gesetzten Limiten, mit der Auszahlung auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers und mit einem Schweizer Beschwerdeweg. Bei den acht ausländischen Plattformen gilt keines davon. Ihre Domains können auf die Sperrliste kommen und per DNS blockiert werden. Die Liste umfasste Ende 2025 insgesamt 671 Domains, und die Anbieter wechseln ihre Adressen innerhalb von Stunden. Wer sich auf die Blockierung verlässt, verlässt sich auf einen Mechanismus, der dauerhaft läuft und dauerhaft schon überholt ist.

Die zehn Plattformen im Einzelnen

Swisslos Sporttip: die breite Schweizer Plattform für das eigene Vertragsgebiet

Sporttip ist das Sportwettenprodukt der Swisslos und eine der zwei Adressen, die in der Schweiz überhaupt als Veranstalterin auftreten dürfen. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto ist nur für Personen möglich, die in diesem Gebiet wohnhaft oder gewöhnlich aufhältig sind.

Für die Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Die Einsatzgrenzen bei Sporttip sind operativ und klar. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1. Der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Ein Punkt, der in der Praxis übersehen wird: Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Das schliesst den Amateurspieler auf dem Platz genauso ein wie den Profi.

Ein weiterer Kostenpunkt bei Swisslos ist kein Preis, sondern eine Zahl mit politischer Richtung. Für das Jahr 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Millionen — CHF 506 Millionen an die kantonalen Fonds und CHF 56 Millionen an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten allein stammten CHF 109 Millionen, im Jahr 2024 waren es CHF 122 Millionen. Der Rückgang um gut 13 Millionen innerhalb eines Jahres sagt etwas darüber aus, wie sich der Sportwettenmarkt entwickelt — und er ist der interessantere Teil des Geschäftsberichts als jede Werbebotschaft.

Fazit: Bei Sporttip zahlt der Wettende nicht für ein Bonussystem, sondern für einen Rechtsrahmen — und die Grenze, die dabei am härtesten greift, ist der Höchsteinsatz von CHF 1’000 für eine Einzelwette, der einen grossen Einsatz gar nicht erst zulässt.

Loterie Romande Jouez Sport: die Westschweizer Alternative

Jouez Sport ist das Sportwettenprodukt der Loterie Romande, und wie Sporttip ist es an das Vertragsgebiet gebunden. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Die Organisation zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Für einen Wettenden aus Genf, Lausanne oder Sitten ist die Lage eine andere als für jemanden aus Zürich oder Bern. Der eine hat Jouez Sport als Anbieter in seinem Wohnkanton, der andere Sporttip. Das ist kein Detail der Markenarchitektur, sondern der Grund, warum es in der Schweiz überhaupt zwei Produkte gibt: Die Kantone haben sich für zwei Veranstalter entschieden, die sich das Land geographisch teilen. Wer umzieht, wechselt damit seinen Veranstalter.

Genau hier wird die Beschränkung am deutlichsten spürbar. Ein regelmässiger Champions-League-Wetter in Genf und einer in Zürich können nicht dieselbe Plattform nutzen, selbst wenn sie es wollten. Und diese Beschränkung lässt sich durch keine Bewilligung aufheben: Die Gebietsaufteilung steht in der interkantonalen Vereinbarung.

Fazit: Jouez Sport ist eine Wohnsitzfrage und keine Wahl — die 2’350 Verkaufsstellen der Westschweiz markieren genau die Grenze, an der die Plattform für den Rest des Landes aufhört zu existieren.

ZotaBet: ohne Schweizer Bewilligung

ZotaBet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Es gilt, was für alle acht ausländischen Plattformen in dieser Liste gilt: Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Eine gemeldete ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung (Art. 4 BGS).

Ein Leser aus der Schweiz, der auf ZotaBet stösst, findet dort ein reguläres Wettangebot, aber keinen Schweizer Rechtsschutz. Das ist nicht dasselbe wie ein Verbot für den Spielenden. Die Konsequenzen sind andere: kein Anschluss an das Schweizer Spielsperrregister, also keine anbieterübergreifende Sperrmöglichkeit, und kein Schweizer Rechtsweg, wenn es mit einer Auszahlung Schwierigkeiten gibt.

Fazit: Bei ZotaBet gibt es nichts, was in der Schweiz einforderbar wäre — weder die Auszahlung noch die Teilnahmebedingungen, und das ist der eigentliche Preis des Angebots.

Sportuna: ohne Schweizer Bewilligung

Sportuna fällt unter dieselbe Kategorie. Keine Schweizer Bewilligung, keine Aufsicht durch die Gespa, keine Anbindung an das Sperrregister. Ein Nutzer aus der Schweiz kann die Seite erreichen, aber die Rechtsbeziehung ist eine rein ausländische.

Für den Leser heisst das: Die Teilnahmebedingungen sind die einzigen Regeln, die gelten. Es gibt keine Schweizer Aufsichtsbehörde, die sich eine unklare Bonusbedingung anschaut. Wer auf Sportuna setzt, prüft die Bedingungen also allein — und diese Bedingungen sind bei ausländischen Anbietern typischerweise umfangreicher als bei den zwei Schweizer Veranstaltern.

Fazit: Bei Sportuna trägt der Wettende die Prüfung der Bedingungen vollständig selbst, und keine Schweizer Instanz würde ihm im Streitfall beispringen.

Unibet: ohne Schweizer Bewilligung

Unibet ist eine der bekannteren Marken in Europa und trotzdem in der Schweiz nicht bewilligt. Das ist der Kern der Sache: Die Bekanntheit einer Marke sagt nichts über die Zulässigkeit eines Angebots in einem bestimmten Land.

Unibet wird hier nach denselben Massstäben bewertet wie jede andere Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Ein Schweizer Konto bei Unibet unterliegt keinen Schweizer Schutzmechanismen. Das wird bei bekannten Namen leichter übersehen als bei unbekannten. Die Marke macht das Angebot nicht zugänglicher.

Fazit: Bei Unibet ist die Markenbekanntheit der eigentliche Kostenpunkt — sie erzeugt ein Vertrauen, das rechtlich nicht gedeckt ist.

Sportaza: ohne Schweizer Bewilligung

Sportaza gehört zu den acht ausländischen Plattformen ohne Schweizer Bewilligung. Auch hier gilt: Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung, und das Schweizer Spielsperrregister gilt für Sportaza nicht.

Wer auf einer solchen Seite ein Konto eröffnet, verlagert den Teil des Schweizer Spielerschutzes, der bei einem bewilligten Anbieter greift, ins Leere. Limiten, Sperre, Auszahlungsregeln — all das sind dann Hausregeln des Anbieters, nicht Vorschriften einer Aufsichtsbehörde. Und Hausregeln kann ein Anbieter ändern, wann er will.

Fazit: Bei Sportaza ist der Spielerschutz eine Hausregel und keine Vorschrift, was ihn zu einer Regel macht, die jederzeit geändert werden kann.

Pribet: ohne Schweizer Bewilligung

Pribet verfügt nicht über eine Schweizer Bewilligung, und die Bewertung ist dieselbe wie für jede andere ausländische Plattform in dieser Liste.

Der entscheidende Punkt ist hier der Steuerpunkt. Wer bei einem Anbieter wie Pribet gewinnt, unterliegt nicht der Schweizer Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis kann solche Gewinne erfassen. In Thurgau werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen behandelt, unabhängig von der Höhe. Ein Gewinn auf einer ausländischen Plattform ist steuerlich also nicht dasselbe wie ein Gewinn bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter.

Fazit: Bei Pribet trägt der Wettende das Steuerrisiko selbst — im schlimmsten Fall auf den vollen Gewinn, während derselbe Gewinn bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter weit unter dem Freibetrag steuerfrei bleibt.

bet365: ohne Schweizer Bewilligung, auf der Sperrliste

bet365 ist in der Schweiz nicht bewilligt und steht auf der Sperrliste der Gespa. Die Sperrliste umfasste Ende 2025 insgesamt 671 Domains. Die Sperrung erfolgt per DNS durch Schweizer Telekommunikationsanbieter, gestützt auf Art. 86–93 BGS. Die erste Liste datiert vom 3. September 2019.

Die Blockierung ist allerdings ein laufendes Unterfangen. Domain-Hopping ist der Fachbegriff dafür, dass blockierte Domains innerhalb von Stunden durch neue ersetzt werden. Die Gespa benennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home, und sie nennt bet365 als auf der Liste geführt.

Für den Leser heisst das: Eine Sperrliste ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Wer nach Champions-League-Wetten sucht, wird Anbieter finden, die bereits blockiert sind, und solche, die noch nicht darauf stehen. Aus der Abwesenheit eines Namens auf der Liste folgt keine Schweizer Zulässigkeit — es gibt ausser Swisslos und der Loterie Romande keinen einzigen bewilligten Anbieter.

Fazit: Bei bet365 ist die Domain-Sperre nur das sichtbare Symptom; das eigentliche Problem ist der Schweizer Rechtsschutz, der mit der Bewilligung fehlt und den keine neue Adresse zurückbringt.

BC Game: ohne Schweizer Bewilligung

BC Game steht wie die anderen ausländischen Plattformen ohne Schweizer Bewilligung da. Eine gemeldete ausländische Bewilligung hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das Schweizer Spielsperrregister greift nicht.

Was bei einem Anbieter wie BC Game hinzukommt, ist die Breite des Angebots. Die Plattform bedient mehrere Produktkategorien gleichzeitig. Für jemanden, der in erster Linie Champions League wetten will, ist die Frage dann nicht nur die Bewilligung, sondern ob er auf einer Seite mit sehr gemischtem Publikum unterwegs ist, deren Regeln er nicht kennt.

Fazit: Bei BC Game kommt zur fehlenden Bewilligung ein zweiter Punkt hinzu: Der Schweizer Gesetzgeber segnet gerade diese Angebotsbreite nicht ab, und wer dort ein Konto führt, hält gleichzeitig an Produkten fest, für die es in der Schweiz keine Zulassung gibt.

20Bet: ohne Schweizer Bewilligung

20Bet bildet den Abschluss der Liste und teilt das Schicksal der anderen ausländischen Plattformen. Keine Schweizer Bewilligung, keine Gespa-Aufsicht, kein Anschluss an das Spielsperrregister.

Ein nützlicher Gedanke für den Leser, der eine Plattform prüft: Die Frage, ob ein Anbieter auf der Sperrliste steht, ist nicht die richtige Frage. Die richtige Frage ist, ob er eine Schweizer Bewilligung hat. Die Sperrliste enthält nur diejenigen ausländischen Domains, die die Gespa bereits erfasst hat. Ein Anbieter, der nicht darauf steht, hat trotzdem keine Schweizer Bewilligung.

Fazit: Bei 20Bet führt die Abwesenheit von der Sperrliste in die Irre, denn sie bedeutet nur, dass die Aufsicht die Adresse noch nicht erfasst hat — über die Zulässigkeit des Angebots sagt sie nichts.

Was man vor einem Champions-League-Einsatz prüfen sollte

Die Prüfliste ist kurz, weil die Antworten kurz sind. Erste Frage: Steht der Anbieter auf der Liste der zwei Schweizer Veranstalter? Ist er nicht Swisslos Sporttip oder Jouez Sport, gibt es keinen Schweizer Rechtsschutz und keine Anbindung an das Sperrregister — und das sollte man wissen, bevor man einzahlt.

Bei den zwei Schweizer Veranstaltern lohnt sich der Blick auf drei Punkte, die jeweils Geld kosten können. Erstens die Höhe der Verlustlimiten. Wer CHF 1’000 als Monatslimite setzt, hat einen Rahmen, der nicht überraschend eng ist. Wer CHF 100 setzt, hat einen Rahmen, der an einem durchschnittlichen Champions-League-Abend durchaus erreicht werden kann. Die eigene Zahl sollte bewusst gewählt sein und nicht unter dem Druck eines Fristablaufs. Zweitens das Wettangebot. Bei einem Finale heisst das konkret: Ist die Wette auf den Sieger des Finales oder auf den Sieger nach regulärer Spielzeit gerichtet? Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm es sagt. Drittens die Auszahlung. Bei einem Schweizer Anbieter geht sie nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht. Das ist eine Beschränkung, aber auch ein Schutz: Ein Konto, das auf den Namen lautet, lässt sich nicht an eine dritte Person auszahlen lassen.

Ein weiterer Punkt gilt nur bei einem Finale, und er kommt bei einer Wette auf den Turniersieger über die ganze Saison hinzu. Bei einem Endspiel steht der Ausgang oft nicht nach 90 Minuten fest. Wer auf den Sieger nach regulärer Spielzeit setzt, kann richtig gelegen haben und trotzdem verlieren, wenn die Entscheidung erst in der Verlängerung oder im Elfmeterschiessen fällt. Es lohnt sich, vor dem Absenden des Wettscheins zu prüfen, was der Markt erfasst.

Champions-League-Wetten in der Schweiz: der nüchterne Schlusspunkt

Wer in der Schweiz auf die Champions League wetten will, findet zwei Anbieter mit Bewilligung, zwei Produkte mit unterschiedlichem Vertragsgebiet, ein geschlossenes Wettangebot und ein Preisniveau, in dem zwischen 4 und 7 Prozent pro Franken bereits eingerechnet sind.

Das ist ein kleiner Markt. Der Grund dafür ist eine politische Entscheidung, die die Kantone getroffen haben. Und weil dieser Markt bewusst klein ist, sieht er am Rand schlagartig gross aus: Plötzlich gibt es acht weitere Anbieter mit bunten Bonusversprechen, die ohne Schweizer Bewilligung auftreten. Wer dort einzahlt, tauscht ein wenig Freiheit gegen einen Rechtsweg ein, den er vorher hatte.

Der Massstab, der hier durchgehalten wird, ist die Frage nach dem Kostenpunkt. Personalausweis, Adresse, Limiten und ein geschlossenes Wettangebot sind die eine Seite der Bilanz. Kein Schweizer Rechtsschutz, Anbindung an kein Spielsperrregister und je nach Kanton steuerbare Gewinne sind die andere. Eine Quote von 2.10 auf den Favoriten ist in beiden Fällen dieselbe Zahl. Die Frage ist, was dahinter steht, wenn sie sich als richtig erweist.

Der Schweizer Weg zum Champions-League-Wetten ist also nicht der bequemste. Er ist der einzige, in dem es im Streitfall einen Ort gibt, an den man sich wenden kann.

Häufige Fragen zu Champions-League-Wetten in der Schweiz

Wer gewinnt die Champions League, und warum kann keine Prognose diese Frage verlässlich beantworten?

Weil sie niemand beantworten kann, bevor das Turnier gespielt ist. Paris Saint-Germain hat die Saison 2025/26 gewonnen, das steht fest. Was die kommende Saison bringt, steht in keiner Form fest. Eine Prognose verarbeitet die Vergangenheit; eine Verletzung im Achtelfinale oder ein Platzverweis im Halbfinale entzieht ihr die Grundlage. Kein Anbieter kennt den Ausgang, und niemand sollte es behaupten.

Darf man in der Schweiz bei Swisslos und Loterie Romande auf die Champions League wetten?

Ja, und diese beiden sind die einzigen, die es dürfen. Swisslos betreibt Sporttip für die deutschsprachigen Kantone, den Tessin und Liechtenstein; die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für sechs Westschweizer Kantone. Das eigene Konto ist jeweils nur für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet zugänglich. Ein weiterer bewilligter Anbieter existiert in der Schweiz nicht.

Worin unterscheiden sich Wetten auf einzelne Spiele, den Turniersieger und den Torschützenkönig bei den Quoten?

Der Einzelspielmarkt wird in 90 Minuten entschieden, der Turniersiegermarkt läuft über eine ganze Saison und der Torschützenmarkt über den ganzen Wettbewerb. Ein längerer Horizont bindet mehr Kapital und trägt mehr Risiko, weil Transfers und Verletzungen dazwischenkommen. Nebengeschäfte werden typischerweise mit einer höheren Marge bepreist als der Hauptmarkt. Für die Auszahlung zählt nach den Sporttip-Regeln die reguläre Spielzeit plus Nachspielzeit.

Wie viel Marge steckt in den Quoten, und wie wird ein Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?

In einem illustrativen 1X2-Markt mit den Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 summieren sich die Kehrwerte auf ungefähr 1,048, der Quotenschlüssel liegt bei rund 95,4 Prozent und die Marge bei ungefähr 4,6 Prozent. Je nach Quotensatz und Ausgeglichenheit eines Champions-League-Spiels liegt die Marge bei etwa 4 bis 7 Prozent. Der Gewinn ist Einsatz mal Quote, auf 5 Rappen abgerundet.

Zählen Verlängerung und Elfmeterschiessen bei einer Wette auf ein Finale zur regulären Spielzeit?

Nein, nicht automatisch. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder wenn sie Gegenstand der Wette selbst sind. Bei einer Wette auf den Sieger eines Finales sollte man deshalb vor dem Absenden prüfen, welcher Markt gemeint ist.

Was bedeutet es, wenn Krypto-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung Champions-League-Wetten anbieten?

Dass die Seite in der Schweiz nicht zugelassen ist. Eine ausländische Bewilligung hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Es gibt keine Anbindung an das Spielsperrregister, keinen Schweizer Rechtsschutz und keine Fair-Play-Kontrolle. In Thurgau gelten Gewinne aus ausländischen Grossspielen als steuerbares Einkommen.

Inhalt erstellt vom Team «dartstippsch.com»