Kostenlose Wettprognosen 2026 im ehrlichen Vergleich

Updated Oktober 2026
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Stand: 29. Oktober 2026. Die Bewilligungen der Anbieter wurden gegen die Angaben der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht, und gegen die Schweizer Geldspielgesetzgebung geprüft.

Ein Fussballplatz im Morgennebel, im Mittelkreis liegt ein einzelner Ball und der Rasen glänzt vom Tau.
Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Warum eine Prognose nur die halbe Arbeit ist

Eine kostenlose Wettprognose liefert eine Einschätzung, wie ein Spiel ausgeht. Sie liefert keine Zahl, gegen die sich diese Einschätzung rechnen lässt. Genau dort beginnt der Unterschied zwischen einer Vorhersage und einem Wert.

Wer ein Spiel einschätzt, arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten: Es gibt eine bestimmte Chance, dass die Heimmannschaft gewinnt, eine andere für ein Unentschieden, eine dritte für den Auswärtssieg. Die Schätzung dieser drei Zahlen ist das Handwerk. Der Rest ist Rechnen. Denn eine Prognose, die eine Mannschaft für stärker hält, ist noch keine Empfehlung – erst der Abstand zwischen der geschätzten Wahrscheinlichkeit und dem, was die Quote daraus macht, entscheidet, ob ein Einsatz überhaupt Sinn ergibt.

Eine Sanduhr steht auf einem Holztisch neben einer Brille, hinter dem Fenster laufen Regentropfen über das Glas.
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus beträgt 5 % bei vier und 20 % bei sieben.

Diese Unterscheidung ist der Kern dieses Artikels. Eine Prognose, die richtig liegt, kann trotzdem eine schlechte Wette gewesen sein, wenn der Preis zu tief war. Eine Prognose, die falsch liegt, kann eine gute Wette gewesen sein, wenn der Preis hoch genug war. Das klingt widersprüchlich, und es ist die einzige Stelle in diesem Geschäft, an der sich beharrlich Geld sparen lässt: nicht dadurch, dass man häufiger recht hat, sondern dadurch, dass man nur dann setzt, wenn der Preis besser ist als die eigene Einschätzung.

Prognosen sind frei. Sie stehen in Zeitungen, in Apps, auf Portalen, in Foren; sie kommen per Newsletter, in Videos, als Tabelle mit Prozentwerten. Kostenlos ist daran die Veröffentlichung, nicht die Information. Ein Teil der Arbeit ist in die Sichtbarkeit gewandert und nicht in die Sorgfalt. Deshalb steht auf der einen Seite ein Aufwand, den niemand bezahlt, und auf der anderen eine Erwartung, die niemand erfüllen kann.

Dazu kommt eine Eigenschaft, die sich mit einem einzigen Satz erledigen lässt: Keine Prognose kennt den Ausgang. Sie schätzt ihn. Wer diesen Satz liest und ihn trotzdem in eine feste Erwartung umwandelt, zahlt den Preis dafür in bar.

Quotenbild und Spielerlebnis

Sporttip-Livewetten stehen unabhängig davon offen, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Für Spielende heisst das: Der Einsatz kommt unverändert zurück, gewonnen ist nichts. Wer in diesen Minuten wettet, sollte damit rechnen, dass die Annahme eines Einsatzes keinen Anspruch auf den Ausgang dieser Aktion begründet. Die Entscheidung liegt beim Veranstalter, und sie ist ausdrücklich vorgesehen.

Ein Wanderweg führt über eine Alpwiese zu einem Holzchalet, dahinter ragen verschneite Gipfel in den Himmel.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Wie das Spiel in der Schweiz geregelt ist: zwei Bewilligungen, eine Grenze

Die Zahl ist unbequem, aber sie ist der Rahmen, in dem jede Prognose hierzulande gelesen werden muss. In der Schweiz dürfen Sportwetten von genau zwei Veranstaltern betrieben werden. Ein Angebot darüber hinaus ist keine Wettvariante und keine Marktlücke; es liegt ausserhalb der Bewilligung.

Der rechtliche Unterbau: Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e). Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das am 1. Januar 2021 in Kraft trat. Die Eidgenössische Spielbankenkommission, die ESBK, ist nicht die zuständige Behörde für Sportwetten – sie beaufsichtigt Spielbanken. Für ein Angebot braucht es eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS), und eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Eine ausländische Konzession, aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land, entfaltet hier keine Wirkung. Es existiert auch keine Liste weiterer bewilligter Wettanbieter, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht lediglich die Sperrliste gesperrter ausländischer Domains.

Swisslos, die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, betreibt ihr Sportwettangebot unter dem Namen Sporttip. Sie arbeitet gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Loterie Romande führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne als Kontaktadresse, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Die Nettoerträge fliessen nach Art. 125 BGS gemeinnützigen Zwecken in den Kantonen zu. Das ist der Punkt, an dem sich die Schweizer Konstruktion von einem Privatanbieter unterscheidet: Der Veranstalter ist kein Wettbewerber um Kundengelder, sondern eine Einrichtung mit einem gesetzlich festgelegten Verwendungszweck.

Gebiet, Wohnsitz, Identität: was am Konto hängt

Sporttip wird im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Jouez Sport bedient Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis.

Für ein Online-Konto bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Angaben werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Ein Konto ist damit keine Formalität, sondern eine Identitätsprüfung mit Wohnsitzbindung.

Die Kehrseite zeigt sich bei den ausländischen Anbietern, die Schweizer Spielende antreffen. Sie haben keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Konzession hat hier keine Kraft, die Verbindung zum Schweizer Sperrregister fehlt, ein Schweizer Rechtsweg steht nicht offen, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von den Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden. Die erste solche Liste stammt vom 3. September 2019; Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt – die Gespa nennt dieses Domain-Hopping und nennt Interwetten und Bet-at-Home; bet365 führt sie als gelistet.

Was das für den Einzelnen bedeutet, ist unangenehm konkret. Der Spieler wird nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Schutzmechanismus noch Fairplay-Kontrolle. Schweizer Recht, Schweizer Aufsicht und Schweizer Sperrregister gelten nur dort, wo eine Bewilligung besteht.

Ohne Bewilligung zu handeln ist strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Die Schweizer Bewilligung ist deshalb nicht nur ein Qualitätsmerkmal; sie ist die Grenze zwischen einem kontrollierten Angebot und einem, gegen das der Staat vorgeht.

Was überhaupt gesetzt werden darf

Der zugelassene Markt ist eine geschlossene Liste. Sie liegt in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Gewettet wird auf Sportereignisse – nicht auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen.

Die Liste regelt mehr, als man vermutet. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich genannt sind. Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie genannt sind. Ranglistenwetten sind nur zulässig, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über den Podestplatz entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nie gewettet werden. Die Liste führt keine Ecken- und Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS). Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter über eine entsprechende Entscheidung verfügt; eine gesetzliche Beschränkung auf einzelne Live-Märkte kennt das BGS nicht. Cash-Out ist nicht geregelt und deshalb ausschliesslich als Funktion des jeweiligen Veranstalters zu beschreiben.

Die Grenze ist für Prognosen wichtiger, als sie aussieht. Ein wettender Leser findet Prognosen zu Turnieren, zu Ligen, zu Saisons, zu einzelnen Spieltagen. Nicht jede dieser Prognosen lässt sich in eine Wette übersetzen, die hier überhaupt zulässig ist. Eine Eckenprognose ist wertlos, wenn der Markt nicht auf der Liste steht. An dieser Stelle zahlt sich aus, was nur der bewilligte Veranstalter sagen kann: nämlich, welche Märkte sein Wettprogramm tatsächlich enthält.

Steuern: der Freibetrag, der selten greift

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 betrug er CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle weicht davon ab – je nach Kanton, und eine einzelne kantonale Zahl wäre falsch. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird.

Für den typischen Wettenden ist das eine Regel ohne Berührungspunkt: Wer weit unter dem Freibetrag gewinnt, zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Ein Anbieterwechsel kann die Lage allerdings verändern. Gewinne bei ausländischen Anbietern sind nicht der Verrechnungssteuer unterworfen, aber die kantonale Steuerpraxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Bewilligung und eine ausländische Domain führen steuerlich also nicht zum gleichen Ergebnis. Eine Betting-Steuer auf den Einsatz kennt die Schweiz nicht. Bei Fragen zu diesem Punkt hilft nur der eigene Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Limiten: der Schutz, den nur der Veranstalter selbst anbietet

Ein Einsatz ist nicht gleich ein Einsatz. Ein Konto mit festen Verlustlimiten und eines ohne verhält sich bei derselben Prognose grundverschieden.

Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage einrichten. Der Mechanismus hinter dieser Frist ist einfach und für jeden nachvollziehbar, der schon einmal nach einer schlechten Serie nachlegen wollte: Die Grenze lässt sich jederzeit schärfen und praktisch nie mildern. Das Gesetz gibt den Rahmen, nicht die Zahlen. Der Veranstalter muss Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS). Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung gesetzlich nach 24 Stunden – Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Eine gesetzlich feste Einzahlungsobergrenze kennt die Schweiz nicht.

Die zweite Stufe ist die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Spielbanken einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Aufsichtsrechtlich geht das auf Art. 80–82 BGS zurück: Die Sperre erfasst überschuldete und suchtgefährdete Personen ebenso wie die Selbstsperre, geführt in einem gemeinsamen Register. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Nur: Verlassen sollte man sich auf die Wirkung im Alltag nicht uneingeschränkt. Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch; an Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Schutz an der Verkaufsstelle funktioniert also allenfalls halb. Die Limiten im eigenen Konto wirken unabhängig davon, ob jemand hinter dem Schalter genau hinsieht.

Was eine Limite für eine Prognose bedeutet, ist schnell gerechnet. Wer für 30 Tage CHF 150 hinterlegt und diese Grenze als Spielgeld begreift, für den ist eine Prognose eine Entscheidung von einem Abend unter zwanzig. Für einen Kontoinhaber mit einer Verlustlimite von CHF 200 pro Woche ist der teuerste Fehler nicht die falsche Vorhersage, sondern das Nachlegen nach zwei verlorenen Kombinationen. Eine Zahl, die vor dem ersten Einsatz feststeht, schlägt jede Prognose danach.

Ab 18, aber nicht nur: wer nicht teilnehmen darf

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; wer jünger ist, ist von der Teilnahme ausgeschlossen. Dazu kommt eine Regel, die kein Marketing je erwähnt: Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Für einen Amateurspieler im eigenen Verein heisst das, dass die eigene Liga als Wettsubjekt ausfällt. Online gilt zusätzlich, dass Minderjährige nicht zugelassen sind (Art. 72 BGS). Ein Konto pro Person mit verifizierter Identität ist die Regel (Art. 47–52 VGS).

Auch die Werbung unterliegt Grenzen: Sie darf nicht aufdringlich, nicht irreführend und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen ausgerichtet sein (Art. 74 BGS). Für Gratisspiele oder Gratisguthaben braucht es die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Eine zeitliche Sperre für Werbung, etwa am Abend, gibt es nicht. Bonusbeträge und Bedingungen kommen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.

Prognose oder Wette: Rechnen statt Wünschen

Wie eine Prognose entsteht, ist kein Geheimnis. Sie besteht aus wenigen Bausteinen, und jeder davon lässt sich prüfen.

Am Anfang steht die Form: Ergebnisse der letzten Spiele, Gegnerstärke, Tore, Gegentore, der Ort. Der Heimvorteil gehört dazu – wer im eigenen Stadion spielt, gewinnt statistisch häufiger, und zwar aus Gründen, die mit Reisen, Schiedsrichterneigung und Zuschauerdruck zu tun haben. Dann kommen Kennzahlen ins Spiel: Ballbesitz, Abschlüsse, Chancenqualität, Zweikampfquote, bei Mannschaftssportarten auch Ausfälle und Sperren. Aus all dem schätzt ein Modell oder ein Mensch drei Wahrscheinlichkeiten – Sieg, Unentschieden, Niederlage – und, wo es der Markt verlangt, zusätzliche Grössen wie eine Torerwartung.

Erst dieser Schritt macht aus einer Meinung eine Zahl. Und erst mit der Zahl ist eine Quote zu bewerten.

Ein Beispiel, das nicht als Preis für ein konkretes Spiel zu lesen ist, sondern als Rechenübung. Nehmen wir einen zweiseitigen Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90. Beide Seiten sind gleich teuer angesetzt. Wer die Wahrscheinlichkeiten addiert, die diese Quoten ausdrücken – 1 geteilt durch 1.90, zweimal –, kommt auf eine Summe von etwa 1,053. Das entspricht einem Auszahlungsanteil von rund 94,9 %, und die Marge des Veranstalters liegt damit bei etwa 5,1 % des Einsatzes. Wer zwei gleich grosse Einsätze auf beide Seiten setzt, hat nach dem Spiel ungefähr 94,9 % seines Geldes zurück.

Der Betrag hängt an der Höhe der Quoten, und das ist der Punkt, der in Prognosepostings nie steht. Bei höheren Quoten sinkt die Marge typischerweise auf rund 4 Prozent und weniger, bei niedrigen Quoten steigt sie deutlich über 10 Prozent. Die Bandbreite ist ordentlich: Sie reicht grob von etwa 4 bis über 10 Prozent, und wo eine konkrete Wette in diesem Band liegt, entscheidet, wie viel Hilfe eine Prognose überhaupt noch spenden muss. Eine 5-prozentige Marge ist eine andere Hürde als eine 10-prozentige.

Genau dort liegt die Schwierigkeit, die sich mit einem Satz erledigen lässt: Die Prognose muss die Marge erst einmal schlagen, bevor sie etwas bringt. Wer ein Ereignis mit 50 Prozent Wahrscheinlichkeit schätzt und eine Quote findet, die bei fairer Bewertung 2.00 betragen müsste, hat bei einer Quote von 1.90 erst einmal verloren – nicht durch Pech, sondern durch den Preis, der um die Marge gekürzt ist. Der Auszahlungsanteil eines Marktes ist nichts anderes als der Quotenschlüssel des Marktes: der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt, formal 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten. Die Marge ist 100 Prozent minus diesem Anteil.

Ein Wert entsteht erst, wenn die eigene Wahrscheinlichkeit höher ist als die, die in der Quote steckt. Beispiel: Eine Mannschaft, die im Modell 45 Prozent Siegchance hat, steht mit Quote 2.50 im Programm. Die Quote unterstellt 40 Prozent. Dann liegt der eigene Wert über dem Preis, und die Wette ist – nach dieser Einschätzung – interessant. Umgekehrt: Quote 1.80 bei geschätzten 50 Prozent unterstellt rund 55,6 Prozent; wer weniger als das annimmt, setzt gegen den eigenen Vorteil. Die Rechnung ist trivial, die Disziplin nicht: Diese Einschätzung muss besser sein als der Markt, und der Markt besteht aus vielen Teilnehmern, die dieselben Zahlen sehen.

Deshalb ist «Value» kein Zauberwort, sondern ein Vergleich zweier Zahlen. Und deshalb sind die beliebtesten Prognosen oft die, die gar keinen Vergleich anbieten. Eine Prozentangabe ohne Quote ist eine halbe Information.

Form, Heimvorteil, Zufall: wie viel die Daten wirklich sagen

Statistik erklärt im Fussball weniger, als ihre Anhängerschaft behauptet. Gemessen wird, was auf dem Platz ohnehin sichtbar ist: Abschlüsse, Passquoten, Laufleistung. Ein Modell, das daraus eine Zahl macht, ist nur so gut wie seine Annahmen. Mannschaften ändern Trainer, Systeme, Aufstellungen; ein Datensatz mit zwanzig Saisons hat viel veraltetes Material in sich.

Der Zufall ist der zweite Störfaktor. In einem Spiel über 90 Minuten haben wenige Ereignisse einen überproportionalen Effekt: ein Platzverweis, ein Eigentor, ein Schiedsrichterentscheid, ein Abschluss aus 25 Metern. Über eine grosse Zahl von Spielen verschwinden solche Ausreisser; in einem einzelnen Spiel prägen sie das Ergebnis. Deshalb ist eine Prognose mit hoher Trefferquote über eine Saison eine andere Sache als eine, die ein einzelnes Spiel trifft.

Die praktische Konsequenz: Wahrscheinlichkeiten lassen sich zuverlässig schätzen, einzelne Spiele nicht. Wer eine Prognose liest, sollte nachsehen, worauf sie aufbaut – auf Form, auf Kennzahlen, auf einer Liga, auf einer Saison. Eine Aussage über einen ganzen Wettbewerb ist eine andere Aussage als ein Tipp für den Samstagabend.

Ein weiterer Punkt, der in der Veröffentlichung untergeht: Veröffentlichte Prognosen werden selten nachgehalten. Ein Portal, das jede Woche 160 Spiele einschätzt, wird immer drei oder zehn richtig haben. Eine Trefferquote, die nur die Gewinnspiele nennt, ist keine Quote, sondern eine Auswahl. Die belastbare Frage lautet nicht «wie oft lag die Prognose richtig», sondern «wie oft lag sie richtig, gemessen an ihrer eigenen Sicherheit, über einen langen Zeitraum, mit allen Tipps». Das ist mühsamer zu prüfen und weniger befriedigend zu lesen, weshalb es selten passiert.

Bei Turnieren kommt eine weitere Besonderheit hinzu. Eine Weltmeisterschaft wird über einen kurzen Zeitraum mit unbekannter Belastung, unbekannter Verfassung und ohne die Gewohnheiten einer regulären Saison gespielt. Eine Endrunde produziert Überraschungen, und zwar in einer Höhe, die in derselben Mannschaft über eine ganze Saison nicht vorkommt. Eine Prognose, die auf einer Liga aufbaut, überträgt keine Saisonform auf einen Wettbewerb mit drei Wochen Vorbereitung. Liga und Turnier sind zwei verschiedene Aufgaben. Die WM 2026 ist vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 gespielt worden; 2026 findet keine Europameisterschaft statt – wer auf eine EM-Prognose stösst, sollte auf das Jahr im Titel schauen, das nächste Turnier ist die EM 2028.

Zehn Angebote, ein Vergleich – nach Methode, nicht nach Glück

Die Prognosequelle ist ein Angebot, und Angebote lassen sich vergleichen. Nur gibt es dafür hierzulande sehr wenige Kandidaten, denn der bewilligte Teil ist auf zwei Veranstalter begrenzt.

Die Vergleichskriterien sind bewusst nicht «wie viele Tipps» und nicht «wie oft richtig». Vier Dinge zählen:

Die Nachvollziehbarkeit. Eine Prognose ist nur dann überprüfbar, wenn ihre Begründung mitgeliefert wird. Eine Prozentzahl ohne Herleitung lässt sich nicht bewerten, weil niemand sagen kann, ob sie aus Daten oder aus Gefühl kommt. Wer eine Quelle nachrechnen will, muss ihre Kriterien kennen: Wie wird Form gemessen? Werden Ausfälle berücksichtigt? Wann wurde die Prognose veröffentlicht?

Die Zeitdauer. Eine Trefferquote braucht eine Referenzgrösse. Ein einzelner Glückstreffer mit einer Quote von 8.00 ist eine Anekdote. Eine Bilanz über 100 Einsätze mit einer bescheidenen Quote ist eine Information. Der Unterschied liegt in der Erwartung: Über viele Wiederholungen sinkt der Zufallsanteil, und ein kleiner Vorteil über viele Wetten wird sichtbar.

Die Bewertung gegen den Preis. Eine Prognose ohne Quote ist die halbe Arbeit. Wer die Wahrscheinlichkeit schätzt, aber nicht das Angebot, kennt die eigene Zahl und nicht den eigenen Vorteil.

Die Methode. Form, Statistik, Modell oder Meinung – die Bezeichnung sagt wenig, der Aufbau viel. Ein Modell, das seine Kennzahlen und Gewichtungen offenlegt, ist überprüfbar; eine Meinung, die sich als Datenanalyse ausgibt, ist es nicht.

Die grösste Belastung für den Vergleich ist struktureller Natur: Wo nur zwei Veranstalter zugelassen sind, sind zehn gleichwertige Optionen einfach nicht zu haben. Und für die ausländischen Marken, an denen Schweizer Spielende vorbeikommen, gibt es hier einen anderen Vorbehalt: fehlende Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domains, die auf der Sperrliste der Gespa landen können.

Ausländische Anbieter erstrecken ihre Analysen auf Märkte, die der Schweizer Katalog nicht kennt. Schweizer Spielende haben deshalb keinen Zugang zu jedem Markt und die Domains der Anbieter können jederzeit unerreichbar werden. Wer heute einen Kontostand bei einer solchen Marke hält, hält ihn ausserhalb jeder Schweizer Aufsicht.

Schweizer Spielende, die Sportwetten abschliessen wollen, treffen ihre Entscheidung unter den zwei Bewilligungen. Diese Seite bewertet die ausländischen Anbieter nur insofern, als sie die geschäftlichen Bedingungen beschreibt – nicht jede Domain lässt sich als gleichwertige Alternative zu den Veranstaltern mit Bewilligung darstellen.

Woran man ein schwaches Prognoseangebot erkennt

Ein Preis für eine kostenlose Prognose ist die Zeit der Lesenden, und die wird nur einmal ausgegeben. Einige Merkmale taugen als Ausschlusskriterium.

Ein Angebot, das nie eine Quote nennt, und eines, das in jedem Beitrag einen «sicheren» Tipp ankündigt. Ein sicherer Tipp ist keine Prognose, sondern ein Widerspruch in sich. Auch ein Modell, das nachträglich jeden Treffer auflistet und Verluste stillschweigend übergeht. Auffällig sind auch Tipps, die aus einer x-beliebigen Quelle übernommen wurden, und ein Angebot für Tipps, das stets auf «Exklusivität» oder auf das Schliessen von Links angewiesen ist.

Umgekehrt spricht einiges für ein Angebot: eine klare Methodenbeschreibung, eine Quote neben jeder Einschätzung, eine nachgehaltene Bilanz, das Eingeständnis von Fehlern, und die Offenheit, dass eine Prognose eine Wahrscheinlichkeit ist und kein Versprechen.

Die Argumente «Trefferquote», «Experten» oder «Gratis» sind unterschiedlich belastbar. Ein Haushaltsgeld sollte nur so viel pro Woche ins Spiel gehen, wie der Verlust verkraftbar ist.

Limiten und Anbieter – ein Vergleich der Veranstalter und ihrer Rahmenbedingungen

Es gibt hier keine Auswahl aus zehn gleichwertigen Buchmachern. Es gibt einen Wettbewerbskatalog von zwei Organisationen, die jeweils nur in ihren Kantonen tätig sind, und die Bewilligung ist der Beweis für die Einhaltung. Diese Tabelle vergleicht nur die Fakten, die verfügbar sind, und die Aufschlüsselung ist die vollständige Liste der Informationen, die über jeden Anbieter verfügbar sind.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung
Swisslos (Sporttip) Ja – Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande (Jouez Sport) Ja – Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande
HornetBet Nein – ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
myBet Nein – ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
Betovo Nein – ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
BassBet Nein – ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
GG.BET Nein – ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
FortuneJack Nein – ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
BetLabel Nein – ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
Jackbit Nein – ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Bewilligung nicht festgestellt

Der wichtigste Befund dieser Gegenüberstellung ist die Einseitigkeit der Spalte mit der Bewilligung. Acht Zeilen tragen dasselbe Nein, und das ist keine Bewertung, sondern der Rechtszustand: Eine ausländische Konzession hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Die zweite Spalte sagt über die ausländischen Marken nur, dass keine Schweizer Bewilligung festgestellt ist. Zu einer dort erteilten Konzession lässt sich nichts sagen, und nichts zu sagen ist hier die richtige Antwort.

Die zwei Ja-Zeilen unterscheiden sich in einem Punkt, der in der Tabelle nicht sichtbar ist: das Gebiet. Swisslos bedient die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein; die Loterie Romande die sechs Westschweizer Kantone. Ein Konto bei Jouez Sport nützt einem Spielenden in Zürich nichts, und ein Konto bei Sporttip keinem in Genf. Wer in einem Grenzkanton lebt, hat trotzdem genau einen Veranstalter, nicht zwei.

Was diese Rangliste kostet und was sie nicht kann

Der Vergleich hat einen Preis, und er besteht darin, was er nicht leisten kann. Eine Rangliste von Sportwettanbietern am Schweizer Markt ist keine Wahl zwischen zehn Optionen, sondern eine Beschreibung zweier Angebote plus eine Liste von Marken, die ausserhalb der Bewilligung stehen. Für einen Leser, der eine breite Auswahl sucht – mehr Märkte, mehr Quoten, mehr Live-Angebote –, ist der Schweizer Markt eine schlechte Nachricht. Für einen Leser, der Wert auf Aufsicht, Rechtsweg und Sperrregister legt, ist er die einzige Nachricht, die zählt.

Wer ausländische Anbieter nutzt, sollte die Kehrseite kennen: keine Schweizer Aufsicht, keine Aufsicht über die Auszahlung, und die kantonale Steuerpraxis kann auf ausländische Grossspielgewinne voll zugreifen.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Was folgt, ist die Bewertung jedes Anbieters auf der Liste. Zwei davon dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, acht nicht. Die Reihenfolge beginnt bei den beiden Bewilligten.

Swisslos Sporttip: das volle Schutzniveau, aber nur im Vertragsgebiet

Swisslos ist der Veranstalter mit der umfassendsten Palette an Schutzmechanismen in diesem Vergleich. Das beginnt bei den Verlustlimiten, die vor der ersten Teilnahme gesetzt werden müssen: für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Dazu kommt die freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage. Das Registrierungsverfahren verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, eine ausweisbasierte Identitätsprüfung gegen Adressdatenbanken und ein Konto pro Person.

Bei den Einsätzen ist der Rahmen eng und transparent: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für einen Wettenden mit einem kleinen Budget ist das kein Hindernis; für jemanden, der eine hohe Summe auf ein Spiel setzen will, schon.

Die Auszahlung folgt einer eigenen Logik. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus dem Produkt der Einzelquoten; der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Auszahlungen von Spielguthaben sind innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto möglich; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; darüber wird bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das eigene Bank- oder Postkonto überwiesen. Ein anonymes Auszahlungsziel gibt es nicht: Auszahlungen gehen nur auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS). Spielguthaben lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20, höchstens CHF 10’000 in 30 Tagen und nur, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. PostFinance Pay steht als Zahlungsart für das Aufladen des Spielkontos zur Verfügung, die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.

Bemerkenswert für Prognosen ist der Umgang mit Kombinationen. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online – Prematch, Live und Systemwetten – und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Das ist ein Mechanismus, der mehr Voraussagen belohnt, und mehr Voraussagen bedeuten mehr Gelegenheiten, falsch zu liegen. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost belohnt also Breite – und genau die Breite ist es, die eine Kombination teuer macht.

Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; angeboten werden muss er nicht für jede Wette. Wer die Funktion als «Sicherheitsnetz» liest, zahlt dafür einen Preis: Der Unterschied zwischen dem Cash-Out-Betrag und dem möglichen Gewinn ist der Betrag, den die Funktion kostet.

Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer – im Fussball 90 Minuten – plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn – oder im Rahmen eines Turniers – nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.

Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wetten lassen sich online über Sporttip oder die Sporttip App für iOS und Android abgeben; in der App zusammengestellte Wetten können auch per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle gespielt werden.

Fazit: Das Schutzpaket ist das dichteste Feld im Vergleich. Bis ein Konto spielbereit ist, müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, und die 72-Stunden-Frist macht die Erhöhung zu einem Beschluss, der eine Nacht Bedenkzeit erzwingt. Auszahlungen ab der dritten im Jahr kosten 3 %. Der Preis dieses Schutzes ist die Reichweite: Bewilligung, Verlustlimiten und Identitätsprüfung stehen einer Wohnsitzbindung an das Vertragsgebiet gegenüber.

Loterie Romande (Jouez Sport): dieselbe Bewilligung, ein anderer Höchstgewinn

Die Loterie Romande ist die zweite Veranstalterin mit Schweizer Bewilligung, mit dem Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne als Kontaktadresse, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Das auffälligste Zahlenwerk betrifft die Obergrenzen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Für Prognosen ist diese Struktur eine deutliche Ansage. Wer zehn Voraussagen zu einer Kombination verbindet, verschiebt den Höchstgewinn auf eine Million Franken – aber nur, wenn alle zehn eintreffen. Die Mindestquote von 1.10 schliesst die ganz billigen Kombinationsbausteine aus und zwingt zu Voraussagen, die nicht nur wahrscheinlich, sondern auch bezahlt sind. Auch hier gilt: Mehr Voraussagen in einem Wettschein vervielfachen das Risiko, nicht den Vorteil.

Die Loterie Romande unterliegt demselben Aufsichtsrahmen: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51), Aufsicht durch die Gespa, dasselbe Sperrregister, dieselbe Auszahlung auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers. Wer in einem der sechs Kantone wohnt, findet hier dasselbe Schutzniveau wie im Swisslos-Gebiet – nur mit anderen Zahlen bei Limiten und Höchstgewinnen, weil es die Bedingungen der Veranstalterin sind und nicht die eines Gesetzes.

Eine Kontoeröffnung erfordert hier wie bei Swisslos einen Wohnsitz im Vertragsgebiet und den Nachweis der Identität. Eine Spielsperre aus dem gemeinsamen Register wirkt in beiden Gebieten und darüber hinaus auch in Spielbanken und im Fürstentum Liechtenstein (Art. 80–82 BGS, Art. 84 VGS).

Fazit: Der Höchstgewinn von CHF 1’000’000 für ein Multiple klingt nach einer grosszügigen Obergrenze, ist aber eine Grenze, die ein Spieler mit zehn Voraussagen und einer Gesamtquote nahe 100’000 erst einmal erreichen müsste. Die Mindestquote von 1.10 in jeder Kombination und die Obergrenze von 100’000 schliessen die Extreme aus. Wer im Westen wohnt, sollte nur aus einem Grund nicht wechseln: In einer Bewilligung, die nur bei den beiden Veranstaltern liegt, gibt es keine Alternative.

HornetBet: kein Schweizer Veranstalter, nur eine Domain unter Vorbehalt

HornetBet hat keine Schweizer Bewilligung. Sein Betrieb ist nach einem rein ausländischen Regime strukturiert, das in der Schweiz keine Wirkung entfaltet; das Bundesgesetz über Geldspiele gestattet ausschliesslich Swisslos und Loterie Romande den Betrieb von Sportwetten in der Schweiz. Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist nicht befugt, Wetten auf Schweizer Territorium zu veranstalten. Für Spielende in der Schweiz bedeutet das konkret: keine Aufsicht durch die Gespa, kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden. Strafbar ist das für den Spielenden nicht, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Über die Geschäftsbedingungen von HornetBet selbst – Limiten, Auszahlungen, Märkte – ist hier nichts zu bewerten. Für Schweizer Spielende bleibt ohnehin nur ein Kriterium: Es gibt keine Schweizer Bewilligung.

Fazit: Diese Domain steht ausserhalb des Schweizer Systems, und die fehlende Bewilligung ist der einzige Punkt, der zählt. Wer eine Schweizer Aufsicht sucht, sollte die Seite nicht als Option in Betracht ziehen.

myBet: bekannt, aber ohne Bewilligung

myBet ist eine bekannte Marke. Bekanntheit ist aber keine Konzession. Hier gilt der gleiche Massstab wie für alle anderen ausländischen Anbieter: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko.

Zu den Konditionen des Anbieters lässt sich an dieser Stelle keine Bewertung abgeben; die verfügbaren Informationen beziehen sich nicht auf sein Produkt. Ein Konto bei myBet existiert ausserhalb der Schweizer Aufsicht, und daraus folgt alles Weitere.

Fazit: Eine bekannte Marke ohne Schweizer Bewilligung. Wer nach Bewilligung, Rechtsweg und Sperrregister auswählt, wird hier nicht fündig, und das ist keine Nebenbemerkung, sondern die ganze Bewertung.

Betovo: ohne Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsweg

Betovo hat keine Schweizer Bewilligung; es gilt der gleiche Rahmen wie bei den übrigen ausländischen Anbietern: keine Aufsicht durch die Gespa, kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg und das Risiko einer Aufnahme in die Sperrliste.

Über die konkreten Produktbedingungen ist hier nichts auszusagen. Wer bei Betovo ein Konto unterhält, unterhält es ausserhalb jeder Schweizer Kontrolle, und die Domain kann unerreichbar werden, ohne dass eine Schweizer Stelle dafür angerufen werden könnte. Kein Schweizer Anbieter deckt dieses Feld ab, weil es hier nichts zu decken gibt.

Fazit: Keine Schweizer Bewilligung, und ein Konto bei diesem Anbieter ist von jeder Schweizer Aufsicht abgeschnitten. Der praktische Punkt für einen Spielenden: Es gibt keinen Schweizer Ansprechpartner, an den man sich wenden könnte, wenn die Domain verschwindet.

BassBet: ausserhalb des bewilligten Marktes

BassBet gehört zur Gruppe der Marken ohne Schweizer Bewilligung. Die Rechtslage ist dieselbe wie bei den anderen: Eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung, es besteht keine Verbindung zum Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann per DNS blockiert werden.

Produktspezifische Angaben sind hier nicht zu bewerten. Was bleibt, ist die Einordnung: Die Marke wird in diesem Vergleich geführt, weil Schweizer Spielende ihr begegnen, nicht weil sie den Anforderungen des Schweizer Rechts genügen würde.

Fazit: Ausserhalb des bewilligten Marktes. Wer in der Schweiz Wert auf eine Aufsicht legt, kann diese Marke nicht in die Auswahl aufnehmen.

GG.BET: bekannte Marke, fremde Aufsicht

GG.BET ist im Sportwettmarkt international präsent und damit auch für Schweizer Spielende sichtbar. Eine Schweizer Bewilligung hat die Marke nicht. Es gilt der Standard dieser Gruppe: keine Aufsicht durch die Gespa, kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme in die Sperrliste.

Produktdaten, Limiten oder Auszahlungsfristen lassen sich für Schweizer Verhältnisse nicht bewerten, weil die Marke hier unter keiner Bewilligung tätig ist. Das ist kein Formfehler, sondern der Kern des Angebots: Ein Konto bei GG.BET steht unter ausländischer Aufsicht, deren Regeln Schweizer Spielende nicht kennen – und die nicht gegen die Schweizer Behörden durchgesetzt werden kann.

Fazit: Eine international bekannte Domain ohne Schweizer Bewilligung. Wer sich an einer solchen Marke orientiert, verlässt sich auf den Ruf der Marke statt auf ein Aufsichtssystem, das er überprüfen kann.

FortuneJack: Casino-Profil ohne Schweizer Bewilligung

FortuneJack ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung. Hier gilt derselbe Massstab wie bei den übrigen Marken ausserhalb der Bewilligung: kein Schweizer Aufsichtsrahmen, kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Blockierung per DNS.

Für die Bewertung von Sportwetten in der Schweiz ist ein weiterer Punkt wichtig: In der Schweiz ist das Sportwettangebot auf zwei Veranstalter begrenzt, und ein Anbieter ausserhalb dieser Bewilligung kann weder die Sportwettenbewilligung noch den Schutzmechanismus anbieten, der daran gebunden ist. Konkrete Produktangaben lassen sich hier nicht bewerten.

Fazit: Ohne Schweizer Bewilligung. Für einen Spielenden, der Limiten und Sperrregister schätzt, ist diese Marke keine Option, ganz unabhängig davon, wie sie sich selbst darstellt.

BetLabel: ausserhalb der Bewilligung, ausserhalb des Schutzes

BetLabel hat keine Schweizer Bewilligung. Damit gilt der bekannte Rahmen: keine Gespa-Aufsicht, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko.

Es gibt keine belastbaren Angaben zur Schweizer Marktstellung; das ist der entscheidende Punkt. Eine Marke ohne Bewilligung steht in der Schweiz in einer anderen Kategorie als eine mit. Der Vergleich in diesem Artikel bewertet beide nach denselben Kriterien – und bei diesem Kriterium schneidet keine Marke ohne Bewilligung besser ab als die Veranstalter mit.

Fazit: Dieselbe Einordnung wie bei den anderen Marken ohne Bewilligung: ausserhalb der Schweizer Aufsicht. Wer die Tabelle ernst nimmt, wird hier nicht fündig.

Jackbit: ohne Bewilligung, ohne Schweizer Ansprechpartner

Jackbit gehört ebenfalls zur Gruppe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Der Rahmen ist derselbe wie bei den vorherigen Marken: keine Gespa-Aufsicht, kein Zugang zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Blockierungsrisiko über die Sperrliste.

Für Schweizer Spielende bedeutet das eine einfache Einordnung. Eine Domain, die jederzeit gesperrt werden kann, ist kein Ort für ein Guthaben, und eine Reklamation gegenüber einer ausländischen Aufsichtsbehörde ist für die meisten eine praktische Unmöglichkeit. Über die Produktbedingungen des Anbieters lässt sich hier nichts sagen.

Fazit: Keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Ansprechpartner. Die Marke ist nur als Beispiel dafür interessant, wie viele Namen Schweizer Spielende antreffen – und wie wenige davon unter Schweizer Recht stehen.

Was eine Prognose am Ende kostet

Ein Doppelresultat, an dem sich die Rechnung zeigt: Wer einen Wert sucht und den Markt nicht versteht, verliert doppelt – einmal die Prognose, einmal den Preis. Die Prognose ist frei, die Quote ist es nicht.

Die wichtigste Zahl auf dieser Seite ist deshalb nicht eine Trefferquote, sondern der Auszahlungsanteil. In einem zweiseitigen Markt mit 1.90 auf jeder Seite liegt er rechnerisch bei etwa 94,9 %, die Marge also bei rund 5,1 %. Diese Marge ist der Eintrittspreis in jedes Spiel. Bei höheren Quoten fällt sie typischerweise niedriger aus, bei niedrigen Quoten deutlich höher; die Bandbreite reicht grob von rund 4 Prozent bis über 10 Prozent. Wer eine Prognose nutzt, ohne zu wissen, bei welchem Preis er sie bezahlt, kennt nur die Hälfte der Rechnung. Bei zwei Einsätzen über je 100 Franken nach demselben Muster bleiben nach einem Spiel im Durchschnitt rund 189.80 Franken übrig.

Wer mit 100 Franken auf eine Quote von 1.90 setzt und gewinnt, erhält 190 Franken zurück, also 90 Franken Nettogewinn. Das ist der Teil, der klar ist. Der Teil, der unklar bleibt, ist die Frage, ob der Preis für diese Chance fair war.

Was ein Gratisspielguthaben oder eine Freiwette kostet, lässt sich ähnlich nüchtern betrachten. Bei einem Angebot, das einen Einsatz erstattet, entscheidet die Bedingung darüber, wie viel davon in der Tat zurückfliesst, und der Erstattungsrahmen, die Mindestquoten und eine Frist sind die Grössen, die den Wert bestimmen – nicht der Werbetext. Ob ein Gratisguthaben auszahlbar ist, steht in den Bedingungen: Bei Swisslos ist Gratisspielguthaben aus Promotionen nicht auszahlbar, und Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa.

Es gibt also einen doppelten Filter. Der erste ist rechtlich: In der Schweiz darf nur gesetzt werden, was auf der Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten steht, und nur bei den zwei Veranstaltern mit Bewilligung. Der zweite ist mathematisch: Selbst eine zulässige Wette muss den Preis schlagen, und dieser Preis ist um die Marge gekürzt.

Die angenehmste Konsequenz daraus ist eine, die niemand bewirbt. Wer weniger wetten muss, verliert weniger an die Marge. Wer eine Prognose als Grundlage für eine bessere Frage nimmt – «stimmt diese Zahl überhaupt, und wie viel kostet sie mich» – gewinnt mehr als der, der sie als Antwort liest.

Und die zweite Konsequenz ist unbequem: Keine Prognose ist eine Altersvorsorge. Wetten sind ein Unterhaltungsprodukt mit einem eingebauten Hausvorteil; die Marge führt über viele Wetten zu einem erwartbaren Verlust, und dieses Ergebnis ist keine Pechsträhne, sondern die Struktur. Wer mit Wetten Geld verdienen will, tritt gegen diese Struktur an.

Häufige Fragen zu kostenlosen Wettprognosen

Wie entsteht eine Wettprognose, und welche Daten fliessen ein?

Sie entsteht aus beobachtbaren Grössen: der Form der letzten Spiele, der Stärke des Gegners, dem Heimvorteil, Kennzahlen wie Abschlüssen und Ballbesitz sowie Aufstellungen und Ausfällen. Daraus schätzt ein Modell oder ein Mensch Wahrscheinlichkeiten für die möglichen Ausgänge. Entscheidend ist, dass diese Schätzung offenliegt – sonst lässt sie sich nicht bewerten.

Warum ist eine kostenlose Wettprognose keine Garantie für einen Gewinn?

Weil sie eine Wahrscheinlichkeit ist und kein Ereignis. Ein einzelnes Spiel wird von wenigen Momenten entschieden, und die Quote enthält bereits eine Marge des Veranstalters. Selbst eine gute Einschätzung verliert einen Teil der Einsätze. Verlässlich schützt nur ein Budget, das man verlieren kann, samt selbst gesetzten Verlustlimiten.

Welche Rolle spielen Quoten bei der Bewertung einer Prognose?

Die Quote ist der Preis, gegen den die Prognose antritt. Eine Prozentangabe ohne Quote sagt nicht, ob sich ein Einsatz lohnt. Erst der Vergleich zwischen geschätzter Wahrscheinlichkeit und der in der Quote steckenden Wahrscheinlichkeit entscheidet über den Wert. Wer die Marge nicht abzieht, überschätzt jede Prognose systematisch.

Was ist die Marge eines Wettanbieters, und wie wirkt sie auf eine Prognose?

Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter einbehält, formal 100 Prozent minus Auszahlungsanteil. In einem zweiseitigen Markt mit 1.90 auf beiden Seiten liegt der Auszahlungsanteil bei rund 94,9 %, die Marge also bei etwa 5,1 %. Sie verteuert jede Wette und ist damit die Hürde, die eine Prognose zuerst überspringen muss.

Nur bei Swisslos mit dem Produkt Sporttip und bei der Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide verfügen über eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz, beide stehen unter Aufsicht der Gespa. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Gebiet möglich.

Wie verlässlich sind Prognosen für Turniere wie eine Weltmeisterschaft im Vergleich zu Ligaspielen?

Eine Endrunde ist schwerer einzuschätzen als eine Ligarunde. Teams treffen in kurzer Vorbereitung aufeinander, die Belastung ist ungewohnt, und die Zahl der Spiele ist klein, weshalb der Zufall mehr Gewicht bekommt. Eine Prognose, die auf Ligadaten aufbaut, überträgt diese Form nicht auf einen dreiwöchigen Wettbewerb.

Inhalt erstellt vom Team «dartstippsch.com»