Sportwetten Ergebnisse 2026 – was ein Resultat wirklich wert ist

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Stand 29. Oktober 2026; die Bewilligungsangaben wurden gegen die Publikationen der Gespa und gegen die Spielregeln der beiden bewilligten Veranstalter geprüft.

Ein Fussballnetz in Nahaufnahme, in dem ein Ball hängt, Wassertropfen glänzen auf den Maschen.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Ein Resultat ist zunächst nichts als eine Zahl. Erst der Blick in die Spielregeln macht daraus einen Betrag auf dem Spielerkonto — und dort entscheidet sich, ob die 90 Minuten gemeint sind oder 120, ob eine Absage den Einsatz zurückbringt oder die Voraussage in einer Kombination auf Quote 1.00 fällt, und ob aus CHF 20 Einsatz bei Quote 2.10 am Ende CHF 42 werden oder CHF 41.95. Wer in der Schweiz Sportwetten spielt, spielt bei einem von zwei Veranstaltern: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles andere, was auf dem Bildschirm wie ein Wettanbieter aussieht, hat hier keine Bewilligung. Die Abrechnung von Resultaten folgt festen Regeln, die für den Wettschein und die Grenzen des Schweizer Marktes entscheidend sind.

Die Rechtslage: wer in der Schweiz überhaupt abrechnen darf

Die Schweiz hat ihren Sportwettenmarkt nicht reguliert, sondern geschlossen. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist, und die Aufsicht liegt bei der Gespa in Bern. Eine Bewilligung braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Nach Artikel 4 des Gesetzes gilt sie nur in der Schweiz — und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos, eine Genossenschaft mit Sitz in Basel, betreibt Sporttip gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die Westschweiz. Mehr Veranstalter gibt es nicht, und es gibt auch keine Warteliste: Die Gespa veröffentlicht keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt — nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Ein Flur mit Holztüren im Gegenlicht, am Ende des Gangs fällt Tageslicht durch ein Fenster.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Die beiden Veranstalter teilen das Land unter sich auf. Sporttip läuft in den Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, dazu im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein; zusammen ist das das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande bedient Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz. Wer in Zürich wohnt, kommt online nicht an Jouez Sport heran, wer in Genf wohnt nicht an Sporttip. Das ist keine Bequemlichkeit der Anbieter, sondern die praktische Folge der Gebietsaufteilung: Ein Spielerkonto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Gebiet voraus.

Was gewettet werden darf, ist ebenfalls eine geschlossene Liste. Die Gespa führt die autorisierten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in einer Fassung vom 10.09.2026. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich genannt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie genannt sind, Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe fehlen ganz. Wer Eckball- oder Kartenmärkte sucht, wird in dieser Liste nicht fündig, und eine Esport-Sektion existiert darin nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; das Gesetz beschränkt sie nicht auf bestimmte Märkte. Cash-Out dagegen ist überhaupt nicht geregelt — es ist eine Funktion des jeweiligen Veranstalters und nichts, worauf ein Anspruch bestünde.

Bei jeder Abrechnung gilt das Recht des bewilligten Veranstalters, nicht das eigene Gefühl für Gerechtigkeit. Wer sein Resultat anzweifelt, hat in der Schweiz nur bei einem der beiden Bewilligten einen Rechtsweg. Gegenüber einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung bleibt davon nichts übrig: keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsschutz, und ein allfälliger ausländischer Bewilligungsbescheid entfaltet in der Schweiz keine Wirkung.

Von welchen Quoten auszugehen ist, ist eine andere Frage als die nach der Bewilligung — und sie lässt sich rechnen. Nehmen wir einen illustrativen Zweiwegemarkt zu je 1.90, ausdrücklich als Beispiel und nicht als irgendwo angebotene Quote. Der Quotenschlüssel dieses Marktes ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der beiden Quoten: 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90). Daraus ergibt sich ein Auszahlungsanteil von rund 47,4 %, und das bedeutet: Die Marge des Veranstalters in einem solchen Markt liegt bei etwa 52,6 % der Einsätze. Das ist keine Zahl, die man auf einen echten Schweizer Wettschein überträgt — sie beschreibt einen Markt mit symmetrischen Quoten von 1.90, wie ihn keine echte Buchmacherzeile zeigt. Der Punkt ist die Richtung: Je tiefer die Quote, desto grösser der Anteil, den der Markt einbehält, und bei einem Zweiwegemarkt mit zwei gleich tiefen Quoten ist dieser Anteil am grössten. Steigen die Quoten auf 1.95 je Seite, sinkt die Marge auf rund 48,7 %. Erst bei sehr hohen Quoten nähert sich der Auszahlungsanteil der 100-Prozent-Marke, und das nur theoretisch, denn kein Markt zahlt alles zurück.

Bewilligung und ihre Grenzen

Die beiden Bewilligungen sind keine Gütesiegel für Produktvielfalt. Wer bei Sporttip oder Jouez Sport spielt, bekommt einen engen Markt: eine begrenzte Sportartenliste, keine Eckball- und Kartenmärkte, keine Esport-Wetten. Der Preis für diese Enge ist bekannt und wird von beiden Seiten getragen — wer nur über die Runden kommt, zahlt mit dem Auszahlungsanteil des engen Marktes; wer Athlet ist, darf nach den Regeln des Sporttip gar nicht auf sein eigenes Ereignis wetten. Die Bewilligung schützt nicht vor schlechten Quoten, sie sichert nur das Verfahren: Abrechnung nach veröffentlichten Spielregeln, eine Beschwerdemöglichkeit, eine Aufsicht.

Ein altes Radio steht auf einer Küchenablage neben einem Glas Wasser, Morgenlicht fällt durchs Fenster.
Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig.

Dass ein Verbot nicht dasselbe ist wie ein geschlossener Zugang, zeigt die Sperrliste. Die Gespa veröffentlicht ausländische Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren; die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Das Sperren hilft, aber es hält nicht: Die Gespa nennt ausdrücklich das Domain-Hopping — blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt — und führt in ihrer Liste unter anderem Interwetten, Bet-at-Home und bet365. Ein blockierter Name ist also kein Beweis dafür, dass niemand hinkommt. Er ist nur der Beweis, dass die Schweiz den Zugang nicht offenlässt.

Was ein Anbieter ohne Bewilligung genau ist, regelt der Strafrahmen. Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung veranstaltet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende selbst wird nach der Rechtslage nicht bestraft — das Bundesamt für Justiz ist in dieser Frage klar —, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden. Der Spieler trägt also kein strafrechtliches Risiko, wohl aber das Risiko, am Schluss nicht zu bekommen, was auf dem Schein steht.

Spielerschutz: was die Limiten für den Einzelnen kosten

Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das Gesetz verlangt, dass ein Veranstalter einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangt; die Absenkung wirkt von Gesetzes wegen sofort, die Erhöhung nach 24 Stunden — beide Schweizer Veranstalter wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Ein staatlich festgesetzter Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht. Die Limite ist damit kein Schutzwall, sondern eine selbst gesetzte Bremse: Sie wirkt nur so gut, wie sie gesetzt wurde.

Die zweite Schraube ist die Sperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich frühestens nach drei Monaten wieder aufheben, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Sperrte und minderjährige Personen haben nach Artikel 45 des Geldspielgesetzes keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne — die Sperre rechnet den Einsatz also nicht zurück, sie lässt ihn verfallen.

Wer laufende Resultate verfolgt, kennt den Sog. Ein Tor in der 88. Minute, die Livequote bewegt sich, und plötzlich liegt der nächste Einsatz näher als der nächste Gedanke. Genau hier greifen die Limiten, und nur hier: Eine Verlustlimite für einen Tag ist die einzige Zahl auf der Seite, die eine schlechte Viertelstunde nachträglich nicht mehr korrigieren muss. Sie wirkt vorher. Und sie wirkt nur, wenn sie tief genug gesetzt wurde — CHF 9’999 als eigene Oberlimite ist eine Zahl, die kaum einen Fehler abfängt. Wer wirklich bremsen will, nimmt eine Limite, die er im Alltag spürt.

Die Aufsichtsbehörde selbst liefert den Beleg, dass Schutzkonzepte an der Theke nicht immer greifen. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Die Zahl ist kein Argument gegen die Aufsicht, sondern gegen die Annahme, sie reiche überall gleich weit. Am Verkaufsschalter liegt der Schutz beim Personal, im Online-Konto bei der Registrierung — und die unterscheiden sich in der Zuverlässigkeit erheblich.

Registrierung, Zahlung, Auszahlung

Die Schweizer Regeln schliessen einen anonymen Wettschein aus. Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Bei Sporttip allgemein stehen Wetten Personen ab 18 Jahren offen, unter 18-Jährige sind ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Ein Spielerkonto pro Person mit geprüfter Identität ist keine Formalie, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Auszahlung überhaupt einen Empfänger hat.

Auszahlungen gehen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettmarkt nicht, und Kredite an Spielende sind verboten. Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, steht in seinen eigenen Bedingungen. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos an, wobei die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird. Spielguthaben lässt sich online oder per Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.

Beim Geldabfluss wird es interessanter. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Kleine Gewinne laufen automatisch: Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Dass Gratisspielguthaben nicht auszahlbar ist, ist keine Schikane, sondern der Kern des Begriffs: Gratis bleibt Gratis, bis die Bedingungen in normalem Guthaben aufgehen.

Eine Gemeinsamkeit der beiden Gruppen gibt es nicht. Für die ausländischen Anbieter, die im Abschnitt «Die zwei bewilligten Veranstalter und acht ausländische Anbieter im Vergleich» stehen, gelten die Regeln ihres eigenen Sitzes: keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, keine Auszahlung nach Schweizer Vorgaben, kein Schweizer Rechtsweg. Ob dort anonyme Zahlungen möglich sind, ist die Sache des jeweiligen Anbieters — im Schweizer Markt sind sie es nicht.

Livewetten und Cash-Out: das Ergebnis, während es entsteht

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Das ist eine wichtige Klarstellung für alle, die eine Livewette mit einem Videobild verwechseln: Es kommt nicht darauf an, ob man zusieht, sondern darauf, wann die Wette angenommen wurde. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist die Antwort auf ein altes Streitthema: Wer nach dem Tor noch schnell abschickt, bekommt den Einsatz zurück statt den Gewinn. Der Veranstalter entscheidet über das Ereignis, nicht über die Reihenfolge, in der das Netzwerkpaket ankommt.

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; anbieten muss Swisslos Cash-Out nicht für alle Wetten. Das ist die Stelle, an der die Bequemlichkeit ihren Preis offen zeigt: Wer aussteigt, verkauft seinen Gewinnanspruch an den Veranstalter und zahlt dafür mit der Differenz zwischen dem möglichen Gewinn und dem Ausstiegsbetrag. Bei einer Wette, die noch gewonnen hätte, ist dieser Verkauf immer ein Verlust — nur weiss man das vorher nie.

In Kombinationswetten schliesslich liegt ein Detail, das manche überrascht. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für den Spielenden heisst das: Eine Kombination auf zwei Märkte desselben Spiels ist kein cleverer Trick, sondern ein technisch definierter Fall, und im Zweifel fällt der ganze Schein weg statt nur der eine Teil.

Was der Cash-Out-Betrag nicht ist

Der Cash-Out-Betrag sieht aus wie ein Guthaben, ist aber eine Kaufofferte. Er ist an den Moment gebunden, misslingt er, gibt es keinen Rückweg, und er liegt unter dem möglichen Gewinn. Wer einen Schein frühzeitig schliesst, tauscht Streuung gegen Sicherheit — und das ist keine neutrale Wahl, sondern ein Verkauf zum Preis des Veranstalters. Für einen Spielenden mit einer sehr kleinen Limite kann dieser Verkauf trotzdem sinnvoll sein: Der Betrag steht fest, die Volatilität ist weg. Für jemanden, der vor allem auf die Quote geachtet hat, ist er fast immer die schlechtere Seite des Geschäfts.

Vorhersage: was ein Resultat über das nächste sagt

Vergangene Resultate gehen in jede Einschätzung ein, und sie tun es auf eine eng begrenzte Weise. Eine Formkurve beschreibt, wie eine Mannschaft in den letzten Spielen abgeschnitten hat. Eine Heim- gegen eine Auswärtsbilanz beschreibt, ob ein Team an seinem Ort anders auftritt als an einem anderen. Beides ist eine Beschreibung des Gewesenen. Keine der beiden Zahlen weiss, wer am Samstag spielt, wer verletzt ist oder welcher Torhüter einen guten Tag erwischt — und vor allem sagen sie nichts darüber, wie sich eine Quote bewegt, nachdem die halbe Welt dieselbe Statistik gelesen hat.

Der eigentliche Fehler liegt nicht in der Statistik, sondern in der Deutung. Eine Serie von drei Siegen ist keine Wahrscheinlichkeit, sondern eine Abfolge. Wer aus ihr einen sicheren Schluss zieht, verwechselt Häufigkeit mit Gesetzmässigkeit. Bei unabhängigen Ereignissen kann eine Serie gar keine Information über das nächste Ergebnis tragen — und selbst wo Ereignisse nicht unabhängig sind, ist die Formkurve eine schwache Information, die im Preis der Quote längst enthalten ist.

Was ein Ergebnis dagegen sehr wohl leistet, ist die Ordnung der Abrechnung. Die Auswertung eines Wettprogramms folgt aus dem eingetragenen Resultat nach den Regeln des Veranstalters. Wer sich dafür interessiert, was ein Resultat auf dem Konto auslöst, hat damit eine präzise Frage — und die lässt sich beantworten. Wer wissen will, was das nächste Resultat wird, hat eine andere Frage gestellt, und keine Wettseite der Welt beantwortet sie.

Wer aus Resultaten dennoch etwas machen will, kann es wenigstens richtig tun. Ein Ergebnisverlauf prüft, ob die eigene Einschätzung mit dem übereinstimmte, was auf dem Platz passierte — im Nachhinein, ohne Geld daran. Das ist günstiger als die gleiche Prüfung mit einem Wettschein. Und wer die eigenen Gewohnheiten kennt, weiss, dass die Versuchung nach einem knappen Verlust grösser ist als nach einem klaren Sieg; die Tageslimite aus dem Abschnitt über Spielerschutz ist genau für diesen Moment gedacht.

Wettarten und Quoten: welches Resultat welchen Markt entscheidet

Die Grundlage jeder Abrechnung ist die reguläre Spielzeit. Bei Sporttip umfasst sie die reguläre Spieldauer — im Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder wenn sie Gegenstand der Wette sind. Für eine Wette auf den Sieger im Spiel bedeutet das: Die 90 Minuten entscheiden, nicht die 120. Wer in einer K.-o.-Runde auf den Gesamtsieger setzen will, braucht den ausdrücklichen Markt dafür — ein Standard-Siegmarkett sieht die Verlängerung nicht an.

Nach diesem Massstab entscheiden verschiedene Marktarten sehr unterschiedliche Resultate. Ein Sieg- oder Unentschieden-Markt liest den Stand nach 90 Minuten. Eine Doppelte Chance auf Sieg oder Unentschieden tut dasselbe, nur mit breiterer Abdeckung und entsprechend tieferer Quote. Ein Torzahlmarkt liest die Summe der Treffer, unabhängig davon, wer sie erzielt hat, und wer auf ein 0:0 setzt, gewinnt auch dann, wenn beide Mannschaften Chancen hatten und keine nutzte. Ein Handicap schliesslich verschiebt das Ergebnis künstlich, sodass ein klarer Favorit mit einem Rückstand startet. Allen gemeinsam ist die Regel von oben: Es zählt der Stand nach der regulären Spielzeit plus Nachspielzeit. Nur ein Markt, der ausdrücklich die Verlängerung einschliesst, liest weiter.

Für die Rechnung selbst gilt eine feste Formel. Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Zwei Beispiele, aus der Formel gerechnet: CHF 20 Einsatz bei Quote 2.10 ergeben CHF 42.00, auf zwei Stellen gerundet und auf 5 Rappen genau abgerundet, glatt CHF 42.00. CHF 20 bei Quote 2’075 ergeben rechnerisch CHF 41.50 — nach Aufrundung auf zwei Stellen CHF 41.50, danach auf 5 Rappen genau abgerundet aber CHF 41.50, denn 41.50 liegt bereits auf einem Fünf-Rappen-Schritt. Die Reihenfolge der beiden Schritte ist der Punkt: zuerst Aufrundung, dann Abrundung auf 5 Rappen. Gewonnen wird also auf die nächste halbe Rappenstufe abgerundet, und das ist die einzige Stelle, an der die eigene Wette systematisch ein kleines bisschen weniger wert ist als der Taschenrechner behauptet.

Absagen, Verschiebungen, Spielzeit

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt; in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Für die Kombination bedeutet das: Aus vier Voraussagen werden drei, und die Gesamtquote sinkt entsprechend. Der Einsatz ist nicht verloren, der Gewinnanspruch aber kleiner als geplant — und das ist kein Unfall, sondern die Konstruktion. Die Frist von 48 Stunden ist bewusst kurz genug gehalten, um einen Wettbewerb noch abzuwarten, und lang genug, um kurzfristige Verschiebungen nicht automatisch aus dem Schein zu werfen.

Das gleiche Quote-1.00-Prinzip greift bei Langzeitwetten, wenn eine Mannschaft vorzeitig ausscheidet oder ein Wettbewerb abgebrochen wird: Die Voraussage fällt aus der Kombination, der Rest bleibt, als hätte man ihn allein gespielt. Wer eine Kombination mit einer abhängigen Voraussage gebaut hat, verliert diesen Teil entweder über die Bet-Builder-Regel oder später über die Absage. Beide Male ist der Einsatz nicht weg — nur die Rechnung.

Von der Marge, die in jeder Quote steckt

Zwischen Einsatz und Gewinn steht immer der Veranstalter. Der Quotenschlüssel eines Marktes gibt an, welchen Anteil aller Einsätze der Markt zurückzahlt: 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ), über alle Ausgänge desselben Marktes. Die Marge ist 100 % minus diesen Anteil. Was das kostet, zeigt ein illustrativer Zweiwegemarkt mit zwei gleich hohen Quoten: Bei 1.90 und 1.90 liegt der Auszahlungsanteil bei rund 47,4 % — ein Extremfall, denn symmetrisch tiefe Quoten auf beide Seiten eines Zweiwegemarktes sind ein Konstrukt der Illustration und kein handelsübliches Preisbild. Realistischer ist die Rechnung als Band, das man sich selbst hinschreibt: Je tiefer die Quoten eines Marktes, desto grösser die Marge; je mehr Ausgänge ein Markt hat, desto grösser die Marge; je exotischer die Sportart, desto grösser die Marge. Der Punkt für den Leser ist nicht die Zahl, sondern die Einsicht, dass jeder Gewinn schon einmal durch den Quotenschlüssel gegangen ist. Ein Resultat ist nur die halbe Information. Die andere Hälfte steht in der Quote, und die zahlt zurück, was der Markt ansetzt, nicht, was der Tipp verspricht.

Nicht nur die Quote, auch der Einsatz hat seine Grenzen. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für einen Wettenden, der eine mittlere Vierstelligkeit einsetzen möchte, ist die Obergrenze relevant: Sie ist der Unterschied zwischen einer Wette, die angenommen wird, und einer, die am Schalter scheitert.

Die zwei bewilligten Veranstalter und acht ausländische Anbieter im Vergleich

Zuerst die Einordnung in einem Satz: Bewilligt sind in der Schweiz genau zwei Anbieter, und diese zwei sind das. Alle weiteren Namen auf dieser Seite sind ausländische Anbieter, die Schweizer Spielende im Netz antreffen — ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg. Sie sind hier aufgeführt, weil man sie beim Suchen ohnehin findet und weil ein Vergleich nur dann etwas wert ist, wenn er auch die andere Seite zeigt. Die folgende Übersicht ordnet die Anbieter nach Bewilligungsstatus und nach dem, was in den Bedingungen oder in den Angaben über den Anbieter steht.

Anbieter Bewilligungsstatus in der Schweiz Veranstalter oder berichtete Bewilligung
Sporttip (Swisslos) Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Jouez Sport (Loterie Romande) Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
BetPanda ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ersichtlich; ohne Wirkung in der Schweiz
Rainbet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ersichtlich; ohne Wirkung in der Schweiz
Rabona ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ersichtlich; ohne Wirkung in der Schweiz
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ersichtlich; ohne Wirkung in der Schweiz
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ersichtlich; ohne Wirkung in der Schweiz
BDMBet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ersichtlich; ohne Wirkung in der Schweiz
Pribet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ersichtlich; ohne Wirkung in der Schweiz
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigenen Angaben nicht ersichtlich; ohne Wirkung in der Schweiz

Was die Tabelle nicht zeigt und was wichtiger ist als jede Zelle: Der Unterschied liegt nicht in der Zeile, sondern im Regime. Bei einem bewilligten Anbieter läuft die Abrechnung nach veröffentlichten Spielregeln, an die man sich halten kann, und bei einem Streit gibt es einen Schweizer Weg. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung entscheidet dessen eigene Hausordnung, und was darin steht, kann in der Schweiz niemand durchsetzen. Das ist kein Qualitätsurteil über einzelne Firmen; es ist die Beschreibung dessen, was ein Bewilligungsstatus rechtlich bedeutet. Und eine zweite Zeile gilt für alle acht zusammen: Aus einer ausländischen Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder woher auch immer — folgt in der Schweiz keine Berechtigung. Nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes gilt eine Schweizer Bewilligung nur in der Schweiz; umgekehrt hat eine ausländische hier keine Kraft.

Für die Steuer hat die Gruppenzugehörigkeit ebenfalls Folgen. Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; ab dem 1.1.2026 liegt der Bundesbetrag bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 bei CHF 1’070’400), und der kantonale Betrag weicht davon ab, je nach Kanton. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Ein typischer Wettender gewinnt weit unter dieser Schwelle: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer — aber die kantonale Steuerpraxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Für den eigenen Fall ist die Steuerverwaltung des Wohnkantons die richtige Adresse, nicht dieses Blatt.

Swisslos Sporttip: der Bewilligte mit dem breitesten Netz

Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel, betreibt Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen und führt das Sportwettangebot unter dem Namen Sporttip. Bei den Einsätzen ist Sporttip der flexibelste der beiden Bewilligten: Mindesteinsatz CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, Höchsteinsatz CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 10’000 für Systemwetten. Ein Systemwettender kann hier also ein Zehnfaches dessen einsetzen, was eine Einzelwette erlaubt. Der Preis dafür ist, dass Swisslos die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern kann.

Die Kombinations- und Boost-Mechanik ist bei Sporttip reich ausgebaut und mit Bedingungen versehen. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Das ist die Stelle, an der ein «Boost» am meisten kostet, wenn man ihn falsch liest. Die Steigerung gilt auf den Nettogewinn, nicht auf die Quote, und sie greift erst ab vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 — eine Schwelle, die vier voneinander unabhängige Ereignisse verlangt und damit die Trefferwahrscheinlichkeit der Kombination sinkt, während der Bonus auf den Gewinn steigt. Wer die vier Voraussagen nicht zusammenbringt, bekommt für die drei nichts. Und wer aussteigt, verliert den ganzen Boost. Unter dem Strich ist die Erhöhung eine Belohnung für lange Kombinationen, und lange Kombinationen sind der Teil des Programms, in dem der Auszahlungsanteil am wenigsten für den Spielenden arbeitet.

Bei den Prozessen ist Sporttip der Anbieter mit den genauesten Fristen. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Ein nicht eingelöster Gewinn ist also nach einem halben Jahr weg, und der Weg gegen eine verweigerte Auszahlung ist kurz und formgebunden. Wer einen Gewinn liegen lässt, sollte das wissen — die Frist ist nicht grosszügig, und sie läuft nicht erst, wenn man den Schein wiederfindet.

Das Konto und das Geld darauf haben ebenfalls feste Regeln: Käufe von Spielguthaben ab CHF 20, höchstens CHF 10’000 in 30 Tagen, und ein Kauf nur, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt; Auszahlungen zweimal pro Jahr gratis, danach möglicherweise eine Kommission von 3 %, Überweisung innert 5 bis 10 Arbeitstagen; Gewinne bis CHF 1’000 automatisch aufs Wallet, darüber bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen aufs eigene Schweizer oder Liechtensteiner Konto; Gratisspielguthaben aus Promotionen nicht auszahlbar. Der wirksamste Hebel für einen stammkundigen Spielenden ist die dritte Auszahlung im Jahr: Wer sein Guthaben in wenigen grossen Schritten abzieht statt in vielen kleinen, spart die Kommission, die ab der dritten Auszahlung anfallen kann.

Fazit zu Sporttip: Der Kombiboost mit seiner Vier-Voraussagen-Schwelle bei je 1.50 ist die eigentliche Entscheidung, die dieser Anbieter einem Spielenden abverlangt — er belohnt genau die Wettscheine, deren Auszahlungsanteil am tiefsten liegt, und wer ihn nutzen will, sollte den Nettogewinn vorher selbst nachrechnen, statt sich auf die Prozentangabe zu verlassen.

Loterie Romande Jouez Sport: der Bewilligte für die Westschweiz

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Der Vertrieb ist damit klar auf Schalter und Westschweizer Publikum ausgerichtet — für jemanden in Genf ist das der kürzeste Weg zu einer bewilligten Wette, für jemanden in Zürich ein Angebot hinter einer Gebietsgrenze.

Die Einsatzkonstruktion unterscheidet sich spürbar von der des anderen Bewilligten. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Mindesteinsatz von CHF 2 online ist ein Schwellwert, den man bei kleinen Testwetten merkt: Wer mit CHF 1 spielen will, kommt hier nicht durch. Die Obergrenze von CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette ist halb so hoch wie bei Sporttip, was für den normalen Freizeitwettenden ohne Bedeutung ist und für den ambitionierten Systemspieler einen echten Unterschied macht.

Auch der Auszahlungsbereich ist gedeckelt. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Untergrenze von 1.10 ist die interessantere Zahl: Sie schliesst die Absicherungswetten mit Mini-Quoten aus, die bei manchen Anbietern als scheinbar risikoarme Kombinationsbausteine beliebt sind. Eine Kombination aus lauter solchen Bausteinen ergibt hier gar keinen gültigen Schein. Und die Gesamtquote von höchstens 100’000 ist die Grenze, an der eine sehr lange Kombination am eigenen Deckel anstösst, bevor der Höchstgewinn von CHF 300’000 überhaupt erreicht wäre.

Fazit zu Jouez Sport: Die Kombinationsgrenzen dieses Anbieters — mindestens 1.10 pro Voraussage, höchstens 100’000 für die Gesamtquote, höchstens CHF 7’500 Einsatz auf einem Multiple-Schein — schliessen genau die zwei Bauarten aus, die bei anderen Anbietern beliebt sind: die Absicherungskombination aus lauter Mini-Quoten und die Endloskombination mit astronomischer Gesamtquote.

BetPanda: ohne Schweizer Bewilligung

BetPanda gehört zur Gruppe der Anbieter, die in der Schweiz keine Bewilligung haben. Ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, eine Anbindung an das Sperrregister ebenfalls nicht, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS umsetzen. Für den einzelnen Spielenden heisst das konkret: Bei einem Streit über eine Abrechnung entscheidet die Hausordnung des Anbieters, und die Schweiz kann sie nicht durchsetzen. Dass eine ausländische Bewilligung in der Schweiz keine Wirkung entfaltet, kommt hinzu.

Fazit zu BetPanda: Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist für die Abrechnung nur so verlässlich wie seine eigene Hausordnung, und die ist in der Schweiz nicht einforderbar — wer das versteht, kann auch eine Wette bei einem solchen Anbieter als das einordnen, was sie ist.

Rainbet: ohne Schweizer Bewilligung

Rainbet tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Die Folge dieser Zuordnung ist in allen Fällen dieselbe: keine Schweizer Aufsicht, keine Eintragung im Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Möglichkeit, dass die Domain über die Sperrliste blockiert wird. Für die Abrechnung bedeutet das: Es gelten die Bedingungen des Anbieters, nicht die Schweizer Spielregeln.

Fazit zu Rainbet: Die Abrechnung liegt hier vollständig in der Hand des Anbieters — es gibt keine zweite Instanz, die ein falsch ausgewertetes Resultat korrigieren müsste.

Rabona: ohne Schweizer Bewilligung

Rabona ist ein weiterer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Bewilligungslage in der Schweiz ist hier so eindeutig wie bei den anderen ausländischen Namen: Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten veranstalten, alles andere ist davon nicht erfasst. Eine ausländische Bewilligung bleibt ohne Wirkung in der Schweiz.

Fazit zu Rabona: Wer hier spielt, trifft eine Wahl über die Frage, wer im Streitfall entscheidet — und die Antwort ist der Anbieter selbst, nicht eine Schweizer Stelle.

Wettigo: ohne Schweizer Bewilligung

Wettigo steht in der Schweiz ohne Bewilligung. Die Einordnung ist die gleiche wie bei den übrigen ausländischen Namen auf dieser Liste: Die Schweiz kennt nur zwei Veranstalter, alles andere fällt nicht unter ihre Aufsicht, und die Domain kann auf die Sperrliste geraten. Damit fehlt jede Schweizer Schutzfunktion, die an eine Bewilligung geknüpft wäre.

Fazit zu Wettigo: Der Verzicht auf eine Schweizer Bewilligung ist kein Formfehler, sondern die Ursache dafür, dass es bei einem Streit über ein Resultat keine Schweizer Antwort gibt.

Jackbit: ohne Schweizer Bewilligung

Jackbit gehört zu den ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung. Die praktischen Folgen sind bekannt und gelten hier unverändert: kein Schweizer Rechtsweg, keine Anbindung an das Sperrregister, und die Domain steht auf einer Liste, die blockiert werden kann.

Fazit zu Jackbit: Für einen Spielenden ist die einzige belastbare Grundlage hier die eigene Vorsicht, weil es keine Aufsicht gibt, die eine Abrechnung überprüfen könnte.

BDMBet: ohne Schweizer Bewilligung

BDMBet tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Die Zuordnung ist dieselbe wie bei den anderen ausländischen Namen, und die Konsequenzen ebenso: keine Schweizer Aufsicht, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, das Risiko einer DNS-Sperre inbegriffen.

Fazit zu BDMBet: Ohne Schweizer Bewilligung bleibt vom Schutzgedanken des Schweizer Systems nichts übrig, und der Spielende trägt die Abrechnung allein im Vertrauen auf den Anbieter.

Pribet: ohne Schweizer Bewilligung

Pribet fällt in der Schweiz unter keinen Bewilligungstatbestand. Wer die Seite aufruft, findet einen Anbieter, der von Schweizer Aufsicht und Schweizer Gerichten nicht erfasst ist, weil eine ausländische Bewilligung hierzulande keine Wirkung hat.

Fazit zu Pribet: Das Fehlen einer Schweizer Bewilligung ist der eigentliche Preis dieser Option — er wird nicht in Franken abgerechnet, sondern in der Aussichtslosigkeit, ein falsches Resultat anzufechten.

Cloudbet: ohne Schweizer Bewilligung

Cloudbet ist der letzte der ausländischen Namen in dieser Übersicht und teilt deren Status: keine Schweizer Bewilligung, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme in die Sperrliste. Für die Abrechnung eines Resultats bedeutet das, dass die Bedingungen des Anbieters gelten und sonst nichts.

Fazit zu Cloudbet: Die Frage, die bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung alles entscheidet, ist nicht die nach der Quote, sondern die, wem man im Konfliktfall Rechenschaft abverlangen kann — und hier gibt es darauf keine Schweizer Antwort.

Woher Resultate und Wettausgänge stammen

Am Anfang steht das Programm, nicht das Resultat. Ein Wettereignis wird vom Veranstalter in sein Wettprogramm aufgenommen, mit den Märkten und Quoten, die zu diesem Zeitpunkt gelten. Aus dem Verlauf des Ereignisses entsteht der Stand nach regulärer Spielzeit plus Nachspielzeit — Verlängerung und Penaltyschiessen nur, wenn das Programm darauf hinweist. Aus diesem Stand und dem angenommenen Wettschein ergibt sich der Wettausgang, und die Auswertung schreibt ihn in das Konto. Jede dieser Stationen hat feste Regeln, und keine davon ist eine Meinung über die Mannschaften.

Was ein Resultat nicht aussagt, ist ebenso wichtig. Es sagt nichts über die Qualität einer Einschätzung, nichts über die Fairness eines Preises und nichts über das nächste Spiel. Es ist die Grundlage einer Berechnung und mehr nicht. Wer ein Resultat als Bewertung des eigenen Könnens liest, verwechselt die Auswertung eines Scheins mit einem Urteil über die eigenen Fähigkeiten — und zieht daraus Schlüsse, die keiner Statistik standhalten.

Bei der Abrechnung selbst lohnt ein zweiter Blick auf die Zahlen, die den Betrag begrenzen. Der Höchsteinsatz liegt bei Sporttip bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette; bei Jouez Sport bei CHF 500 pro Einzel- und Kombiwette, mit einem Multiple-Schein von höchstens CHF 7’500 Einsatz. Der Höchstgewinn liegt bei Jouez Sport bei CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Der Steuerfreibetrag des Bundes liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 pro Einzelgewinn, kantonal unterschiedlich, mit 35 % Verrechnungssteuer oberhalb. Dazwischen liegt ein sehr breites Feld, in dem kein Deckel greift und keine Steuer anfällt — die typischen Wettscheine liegen deutlich unter diesen Schwellen, und nur ein Bruchteil der abgerechneten Wetten kommt einer dieser Zahlen überhaupt nahe.

Ein Wort zur Auswertung von Kombinationen gehört hierhin, weil sie den Alltag der meisten Wettscheine ausmacht. Eine Kombiwette umfasst bei Jouez Sport 2 bis 10 Voraussagen. Bei Sporttip multipliziert sich die Gesamtquote aus den Einzelquoten, und der Kombiboost greift erst ab vier Voraussagen mit mindestens 1.50. Wird eine Voraussage ungültig — durch Absage, durch ein irrtümlich angenommenes abhängiges Ereignis ohne Bet-Builder — fällt sie auf 1.00, und der Rest bleibt bestehen. Der Betrag, der am Schluss gutgeschrieben wird, ist also das Ergebnis einer Kette, an der mehrere Regeln hängen. Wer sich über eine Auszahlung wundert, findet die Erklärung meist in einer dieser Regeln und nicht in einem Rechenfehler.

Und dann ist da noch die Frage, was man nach dem Resultat tut. Das Ergebnis eines Wettscheins ist am nächsten Tag eine Zeile im Verlauf und am übernächsten eine Zahl, an die man sich kaum erinnert. Die Limiten dagegen bleiben, und die Sperre bleibt. Wer nach einem verlorenen Schein den nächsten sofort nachschiebt, ist genau der Fall, für den die Tagesverlustlimite gebaut wurde — und der Fall, in dem ein Blick auf die eigenen Einstellungen mehr nützt als jede Ergebnisliste.

Häufige Fragen zu Sportwetten-Ergebnissen

Wie wird eine Sportwette nach dem Ergebnis abgerechnet?

Nach den Spielregeln des bewilligten Veranstalters, aus dem Stand nach regulärer Spielzeit plus Nachspielzeit. Aus diesem Ausgang und dem angenommenen Wettschein ergibt sich der Gewinnbetrag. In der Schweiz ist diese Abrechnung nur bei Swisslos mit Sporttip und bei der Loterie Romande mit Jouez Sport über eine Schweizer Aufsicht und einen Schweizer Rechtsweg abgesichert.

Was passiert mit der Wette, wenn ein Spiel abgesagt oder verschoben wird?

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Der Einsatz bleibt im Kombischein gebunden, der Gewinnanspruch dieses Teils entfällt.

Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet und gerundet?

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Reihenfolge der beiden Schritte entscheidet über den Betrag, und sie fällt immer zugunsten des Veranstalters aus.

Welche Rolle spielen Ergebnisse vergangener Spiele für eine Einschätzung?

Sie beschreiben, was geschehen ist: eine Formkurve, eine Heim- und Auswärtsbilanz. Über das nächste Resultat sagen sie wenig, weil die Quote diesen Verlauf längst eingerechnet hat. Wer aus einer Siegesserie eine sichere Wette ableitet, verwechselt eine Abfolge mit einer Wahrscheinlichkeit — und bezahlt für diesen Fehler mit dem Einsatz.

Was gilt bei Livewetten, die nach dem tatsächlichen Wettausgang platziert werden?

Bei Sporttip zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Eine schnelle Absendung nach dem Tor bringt also den Einsatz zurück, nicht den Gewinn.

Inhalt erstellt vom Team «dartstippsch.com»