Lucky 15 Wetten in der Schweiz – Aufbau, Kosten und die zwei bewilligten Anbieter
Wer zum ersten Mal einen Lucky-15-Wettschein ausfüllt, erlebt meist denselben Moment: Vier Kreuze sind gesetzt, der Einsatz steht auf CHF 10, und unten auf dem Schein prangt ein Total, das viermal so hoch ist. Die Wette ist nicht teurer geworden. Sie ist nur grösser geworden als das, was man sich darunter vorgestellt hat.

Genau da liegt der Punkt. Eine Lucky 15 ist keine Wette mit einem Einsatz, sondern ein Paket aus 15 Wetten, die sich einen Gedanken teilen: vier Voraussagen, und der Veranstalter soll daraus jede mögliche Verknüpfung bilden. Vier Einzelwetten, sechs Doppelwetten, vier Dreierwetten und eine Vierfachwette ergeben zusammen 15 Positionen. Wer CHF 1 pro Position einsetzt, zahlt CHF 15.
Stand: 29. Oktober 2026. Die Bewilligungs- und Limitenangaben wurden gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip, das Reglement Jouez Sport und die Angaben der Gespa geprüft.
Was eine Lucky 15 ist, und warum sie den Einsatz vervielfacht
Der Reiz liegt in der Vollständigkeit. Wer vier Spiele tippt und sie als Kombiwette spielt, hat eine einzige Chance: Alle vier müssen stimmen, sonst ist der Schein verloren. Wer dieselben vier Spiele als Lucky 15 spielt, hat fünfzehn Chancen, und eine davon ist bereits dann gewonnen, wenn nur ein einziges Spiel aufgeht — weil unter den fünfzehn Positionen vier Einzelwetten stecken, und eine Einzelwette ist eine Wette auf genau eine Voraussage.

Die 15 setzen sich zusammen aus:
4 Einzelwetten — je eine Voraussage allein
6 Doppelwetten — je zwei Voraussagen in Kombination
4 Dreierwetten — je drei Voraussagen in Kombination
1 Vierfachwette — alle vier Voraussagen in Kombination
Aus vier Auswahlen entstehen vier Einzel-, sechs Doppel-, vier Dreier- und eine Vierfachwette. Diese Struktur ist das, was die Wette ausmacht; sie ist die ganze Wette, und es gibt keine Variante davon mit weniger Positionen. Wer nur die Vierfachwette will, spielt eine Kombiwette und spart drei Viertel des Einsatzes.
Der Preis dieser Vollständigkeit ist der Einsatz. Bei einer Kombiwette kostet der Gedanke einmal, bei der Lucky 15 fünfzehnmal. Das ist keine versteckte Gebühr und kein Trick des Veranstalters. Es ist die Konsequenz daraus, dass fünfzehn einzelne Wetten abgeschlossen werden, und jede von ihnen trägt einen eigenen Einsatz.
Das Gerücht vom Gratis-Bonus: woher das «Lucky» kommt
Der Name stammt nicht aus einem schweizerischen Reglement, sondern aus der Praxis britischer Buchmacher. Dort war es üblich, für besonders glückliche Konstellationen einen Zuschlag zu zahlen — am häufigsten eine verdoppelte Quote, wenn von den Auswahlen nur eine einzige gewinnt. Das ist die Herkunft des Wortes «Lucky».
Was daraus folgt, ist wichtiger als die Wortgeschichte: Solche Aufschläge sind Anbieterbedingungen und nicht Teil der Wettart selbst. Die Wette bleibt eine Lucky 15, ob mit oder ohne Zuschlag. Wer auf einem Werbebanner liest, eine Lucky 15 zahle automatisch das Doppelte, liest die Bedingungen eines bestimmten Anbieters und nicht die Definition der Wette.
In der Schweiz hängt das an derselben Stelle: Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa, und zwar pro Anbieter. Es gibt sie also nicht überall und nicht automatisch, und ob ein konkreter Zuschlag existiert, steht in den Bedingungen des Veranstalters, nicht in der Beschreibung der Wettart.
Rechtliche Lage: wer in der Schweiz Systemwetten anbieten darf
Die Antwort ist kurz, und sie überrascht viele. In der Schweiz dürfen Sportwetten nur von den beiden Veranstaltern angeboten werden, die das Geldspielgesetz und die interkantonale Vereinbarung dafür vorsehen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Es gibt keine dritte Bewilligung, keine Liste weiterer zugelassener Anbieter und damit auch keine Auswahl unter zehn Schweizer Sportwetten-Anbietern, wie sie aus anderen Ländern bekannt ist.
Rechtlich ist die Sportwette ein Grossspiel. Sie fällt unter das Geldspielgesetz und wird von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht zuständig ist die ESBK, die ausschliesslich die Casinos überwacht — wer eine Sportwette mit der Casino-Aufsicht in Verbindung bringt, hat zwei verschiedene Bewilligungsarten durcheinandergebracht. Eine Bewilligung braucht es zweifach, als Veranstalterbewilligung und pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Sporttip läuft in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.
Daraus folgt ein Detail, das beim Ausfüllen wichtiger ist als jede Quote: ein Online-Konto gibt es nur für Personen, die im Gebiet des jeweiligen Veranstalters wohnen. Wer in Zürich wohnt, wird bei Jouez Sport kein Konto eröffnen — und wer in Genf wohnt, wird bei Sporttip keines eröffnen. Das ist keine Laune der Unternehmen, sondern die Grenze zweier Gebietskörperschaften.
Was auf dem Wettschein stehen darf — und was nicht
Die erlaubte Palette ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt die zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, und nur was dort steht, lässt sich spielen. Qualifikationsrunden sind nur zugelassen, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe ebenso. Ranglistenwetten gibt es nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen.
Für die Konstruktion einer Lucky 15 ist das keine Nebensache, denn die Wette braucht vier Voraussagen, die sich einzeln spielen lassen. Wer vier Spiele aus einem grossen Fussball-Wochenende wählt, findet sie ohne Weiteres. Wer ein Kuriosum sucht — ein Eckball- oder Kartenspiel, eine Partie aus der E-Sport-Szene —, sucht vergeblich: Die Liste enthält keine Ecken- oder Kartenmärkte und keine E-Sport-Sektion. «Alles, was angeboten wird, ist auch erlaubt» gilt hier andersherum: Erlaubt ist, was angeboten wird.
Einen gesetzlichen Vorbehalt für bestimmte Live-Märkte kennt das Gesetz nicht. Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat. Was für Wetten zur Verfügung steht, entscheidet der Veranstalter mit seinem Wettprogramm.
Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und deshalb ausdrücklich eine Funktion des jeweiligen Veranstalters, keine Zusage. Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur für Online-Wetten, nur als vollständige Auszahlung ohne Teilbetrag — und ohne Garantie für jeden Markt.
Ohne Schweizer Bewilligung: was das für den Spielenden bedeutet
Die Marke, die der Fernsehzuschauer kennt und die auf einer Insel-Lizenz operiert, hat in der Schweiz keine Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein beliebiges anderes Land — hat hier keine Geltung.
Was praktisch folgt: Solche Anbieter hängen nicht am Schweizer Sperrregister. Wer sich dort sperren lässt, sperrt sich für die bewilligten Anbieter, nicht für ein ausländisches Portal. Ein Schweizer Rechtsweg für Streitigkeiten um Auszahlungen fehlt. Und das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar — bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und Schutz- und Fair-Play-Kontrollen gibt es nicht.
Die Domains solcher Anbieter können auf der Sperrliste der Gespa landen, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre umsetzen. Gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt. Wer die Sperrliste als geschlossene Mauer versteht, versteht sie falsch. Ehrlich bleibt: Sportwetten bei einem ausländischen Anbieter heisst kein Schweizer Schutz, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Sportwetten bei einem bewilligten Anbieter heisst voller Schweizer Schutz, dafür nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung. Keine der beiden Varianten ist die von vornherein sichere.
Steuern: was von einem Gewinn übrig bleibt
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nachdem er 2025 noch CHF 1’070’400 betragen hatte. Die kantonale Schwelle weicht davon ab, weshalb hier «je nach Kanton» der richtige Ausdruck ist — eine einzelne Kantonszahl wäre falsch.
Über der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein; zurückgeholt wird sie über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung. Ein typischer Wettender liegt weit darunter und zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf seinem Gewinn. Ein Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht.
Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, dafür greift die kantonale Steuerpraxis zu: Der Kanton Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollumfänglich steuerbares Einkommen. Wer viel über ein ausländisches Portal gewinnt, sollte diese Frage nicht am Küchentisch entscheiden. Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.
Was der Spass kostet: Einsatz, Quoten und der Wert der Quote
Der ganze Mechanismus sitzt in einer einzigen Multiplikation: Einsatz mal Quote, bei Kombinationen Einsatz mal Gesamtquote, wobei die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist. Bei Sporttip kommt danach noch der Rechenschritt des Veranstalters: Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Bei einem Systempaket mit fünfzehn Positionen passiert das fünfzehnmal, und fünfzehnmal fällt ein Rest weg, der nicht dem Spielenden zugutekommt. Es ist kein Raub, aber es ist eine zweite kleine Stelle neben der Quote, an der die Rechnung zu Ungunsten des Wettscheins ausgeht.
Die Quote selbst ist der Preis der Wette. Was in ihr steckt, lässt sich aus dem Markt herauslesen: Der Quotenschlüssel eines Marktes — die Auszahlungsquote — ist der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes, 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ). Der Rest bis 100 % ist die Marge des Veranstalters, sein Anteil an jedem gesetzten Franken. Diese Marge sitzt in jeder Position einer Lucky 15, in der Einzelwette wie in der Vierfachwette, und sie multipliziert sich nicht mit der Anzahl der Positionen weg — sie ist pro Wette da.
Was Quoten auf den Ertrag eines Pakets tun
Quoten sind Multiplikatoren, und beim Kombinieren vervielfachen sie sich. Eine Vierfachwette aus vier Quoten um 2.00 zahlt das Sechzehnfache. Das ist der Grund, warum Systempakete in der Wahrnehmung nach grossen Summen klingen: Die höchste Position ist mathematisch die kühnste, und ihre Quote ist das Produkt aller Einzelquoten.
Der Haken liegt in der Wahrscheinlichkeit, nicht in der Auszahlung. Die Quote belohnt das Risiko, und die Vierfachwette braucht alle vier Treffer. Eine Lucky 15 nimmt das in Kauf und stellt ihm vier Einzelwetten gegenüber, die bei einem einzigen Treffer noch etwas zurückbringen. Das ist ein Ausgleich innerhalb des Pakets, kein Vorteil gegenüber dem Markt.
Beispielrechnung: drei Auswahlen zu 1.50, 2.00 und 2.50
Um zu sehen, was eine Lucky 15 überhaupt zurückgibt, hilft ein durchgerechnetes Beispiel. Die Quoten sind illustrativ gewählt, um drei unterschiedliche Preisniveaus zu zeigen, und sie sind kein Zitat eines Anbieters für irgendein Spiel. Angenommen sei ein Einsatz von CHF 1 pro Position, was bei fünfzehn Positionen einen Gesamteinsatz von CHF 15 ergibt, und angenommen seien drei Auswahlen mit den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 — eine vierte bleibt in diesem Beispiel ausser Betracht.
Werden alle drei getroffen, zahlen die drei Einzelwetten CHF 2.50, CHF 3.00 und CHF 3.75; die drei Doppelwetten aus den Quotenpaaren zahlen CHF 3.00, CHF 3.75 und CHF 5.00; die Dreierwette aus allen drei Quoten zahlt CHF 7.50. Zusammen sind das CHF 28.50, was bei CHF 15 Einsatz einen Nettoertrag von CHF 13.50 ergibt.
Werden nur zwei der drei Auswahlen getroffen — die mittleren beiden etwa —, zahlen wie gehabt zwei Einzelwetten und die eine Doppelwette, also CHF 3.00, CHF 3.75 und CHF 5.00, zusammen CHF 11.75. Aus CHF 15 Einsatz werden CHF 11.75 zurück; unterm Strich fehlen CHF 3.25. Das ist bei den günstigsten Quoten der Verlustfall mit zwei Treffern.
Werden nur ein Treffer erzielt — die Auswahl zu 2.50 —, zahlt eine einzige Einzelwette CHF 2.50 zurück. Aus CHF 15 werden CHF 2.50, das Paket verliert CHF 12.50. Der Ertrag liegt also in einer Spanne von CHF 2.50 bei einem Treffer bis CHF 28.50 bei drei Treffern, bei einem Gesamteinsatz von CHF 15. Ein Ertrag entsteht schon bei einem Treffer; ein Gewinn erst, wenn die zurückgezahlte Summe den Einsatz übersteigt.
Was dieses Beispiel zeigt, ist keine Prognose, sondern eine Bandbreite. Der wichtigste Faktor ist nicht die Zahl der Treffer, sondern die Höhe der kleinsten. Eine einzige Auswahl mit einer Quote knapp über 1.00 rettet technisch den Ertrag und lässt wirtschaftlich nichts übrig: Bei einer Quote von 1.10 zahlt die Einzelwette CHF 1.10 zurück, während das Paket CHF 15 gekostet hat. Insofern ist die Rede von der «einzigen richtigen Auswahl, die schon etwas bringt» genau so wahr und genau so nützlich wie eine Versicherung mit Selbstbehalt von 94 %.
Wenn ein Spiel abgesagt wird
Ein Sonderfall, der bei einem Paket aus fünfzehn Positionen mehr Arbeit macht als bei einer Einzelwette: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig. Bei Einzelwetten wird der Einsatz zurückbezahlt. In Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage statt einer Absage einfach die Quote 1.00, und die Kombination rechnet mit dieser 1.00 weiter.
Bei einer Lucky 15 heisst das: Eine solche Absage löscht nicht das Paket, sie entwertet eine Position innerhalb jeder Kombination, in der sie steckt. Wer häufig auf Spiele setzt, die kurzfristig verschoben werden, merkt das erst am Auszahlungsbetrag.
Grundlage des Spielerschutzes: was die Limiten mit dem Gesamteinsatz machen
Weil der Einsatz auf viele Einzelwetten verteilt wird, liegt der Gesamtbetrag höher als bei einer Einzelwette — und genau das ist der Grund, warum die Spielerschutzwerkzeuge bei dieser Wettart mehr zu tun bekommen als bei jeder anderen. Die Limiten sind der einzige Teil des Systems, der aktiv verhindert, dass aus einem Abend mit vier Tipps eine teure Angelegenheit wird. Sie nützen aber nur, wenn sie vorher gesetzt wurden.

Die Aufsicht legt die Limiten nicht fest. Das Gesetz verlangt, dass der Veranstalter einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste je Tag, Woche oder Monat verlangt, und überlässt die konkrete Zahl dem Spielenden. Einen gesetzlich festgelegten Einzahlungsdeckel gibt es in der Schweiz nicht. Die Limite, die schützt, ist also die, die man selbst eingetragen hat.
Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden — die Statutory-Frist liegt bei 24 Stunden, die beiden Schweizer Veranstalter wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Für eine Wettart, deren Gesamteinsatz das Vierzehnfache einer Einzelwette ausmacht, ist diese Verzögerung die vielleicht wichtigste Zahl im ganzen System: Sie ist der Abstand zwischen dem Impuls, die Limite anzuheben, und dem Moment, in dem es möglich ist. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Sperren: der Zugang lässt sich schliessen, aber nicht auf Zuruf wieder öffnen
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Wer sich sperrt, sperrt sich also nicht nur für eine Nacht.
Ein Hinweis, der in die andere Richtung zeigt und trotzdem hierher gehört: Die Gespa-Testkäufe 2025 ergaben, dass an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Wer den Schutz an Verkaufsstellen als streng darstellt, behauptet etwas, das die Messung nicht hergibt.
Alter, Konto und Auszahlung
Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Bei der Online-Registrierung braucht es Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft — die Identitätsprüfung ist hier nicht optional, sondern Voraussetzung des Kontos.
Auszahlungen gehen nur auf ein Zahlungskonto im Namen der kontoinhabenden Person. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen existieren in der bewilligten Schweizer Sportwette nicht. Ein Kredit an Spielende ist ebenfalls ausgeschlossen. Einen ganzen Abend auf Kredit zu setzen, ist bei den bewilligten Anbietern keine Option — was praktisch bedeutet, dass der Verlust am nächsten Morgen nicht als offene Rechnung weiterlebt.
Ein Satz zum Schluss dieses Abschnitts, der nicht jeder hören will: Der Gesamteinsatz einer Lucky 15 wächst mit jeder Auswahl, und die Limiten sind die einzige Bremse, die vorher wirkt. Wer die Limite erst nach dem Schein anpasst, hat die Reihenfolge umgedreht.
Die beiden bewilligten Veranstalter und zehn ausländische Marken im Vergleich
Die Vergleichsgruppe zerfällt in zwei Teile, die man nicht zusammenlegen darf. Vorne stehen die beiden Veranstalter, die in der Schweiz eine Bewilligung für Sportwetten haben. Dahinter stehen ausländische Marken, die ausdrücklich ohne Schweizer Bewilligung operieren: Sie werden hier beschrieben, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen, und sie werden nach denselben Kriterien beurteilt — aber sie sind nicht Teil des bewilligten Angebots, und die Nennung ist keine Empfehlung. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspielangebot ist verboten und mit einer Busse bis CHF 500’000 bedroht.
Ein Hinweis zur Tabelle: Was in den Zellen unter dem Schweizer Bewilligungsstatus steht, ist der belegte Stand pro Anbieter. Die beiden Veranstalter stehen in einem ganzen System, der Rest in einem ganz anderen. Die Zeilen sind also nicht zehn Varianten desselben Typs, sondern zwei Gruppen.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder berichtete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | ja – Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, beaufsichtigt durch die Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Lotterien und Sportwetten gestützt auf die interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 |
| Loterie Romande Jouez Sport | ja – Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, beaufsichtigt durch die Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande; 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz |
| BetFury | nein – ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz |
| Rabona | nein – ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz |
| Bruce Bet | nein – ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz |
| BetPanda | nein – ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz |
| MyStake | nein – ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz |
| BetLabel | nein – ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz |
| Gamdom | nein – ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz |
| WirWetten | nein – ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Geltung in der Schweiz |
| Die Vergleichsgruppe der ausländischen Marken | durchgehend ohne Schweizer Bewilligung | für keine dieser Marken ist eine Bewilligung belegt, die in der Schweiz Wirkung hätte |
Was die Tabelle nicht zeigen kann, ist der eigentliche Unterschied für den Leser. Bei den beiden bewilligten Veranstaltern hängt an der Zeile ein ganzes Regelwerk: ein Sperrregister, an das sie angeschlossen sind, ein Rechtsweg in der Schweiz, eine Limitenlogik, die sie vorschreiben müssen, ein Steuerfreibetrag, der für ihre Gewinne gilt. Bei den acht Marken darunter hängt an der Zeile nur eine Aussage über ihre Bewilligungslage — und die ist bei allen dieselbe. Der Rest sind Fragen, die jeder für sich in den Bedingungen des Anbieters nachlesen muss.
Die zwei bewilligten Veranstalter
Swisslos Sporttip: der Anbieter mit den mit Abstand höchsten Einsatzgrenzen
Sporttip ist die Sportwette von Swisslos, dem Veranstalter mit Sitz in Basel, der in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein tätig ist. Für einen Einwohner von Zürich ist Sporttip die naheliegende der beiden bewilligten Adressen; für einen Einwohner von Genf ist sie es nicht.
Für Leser dieser Wettart ist Sporttip vor allem aus einem Grund die relevante Adresse: Hier ist der Höchsteinsatz für eine Systemwette ausdrücklich geregelt. CHF 10’000 dürfen auf einer Systemwette stehen, während eine Einzel- oder Kombinationswette auf CHF 1’000 begrenzt ist. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1. Die Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Das ist kein Detail, sondern der Grund, warum eine Lucky 15 hier überhaupt mit einem sinnvollen Einsatz pro Position gespielt werden kann: Wer CHF 10 pro Position setzt, landet bei CHF 150 Gesamteinsatz, und diese Grössenordnung liegt bei einer Systemwette innerhalb des Rahmens, bei einer Einzelwette deutlich darüber.
Der Kombiboost gilt nur online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Bei einer Lucky 15 aus vier Auswahlen mit Quoten ab 1.50 ist die erste Stufe also erreichbar — 5 % auf den Nettogewinn. Für einen Schein mit CHF 150 Einsatz ist das ein Aufschlag, der die Abrundungen auf fünf Rappen mehr als wettmacht, und wer mehr als vier Auswahlen in ein Systempaket legt, findet hier die interessanteren Stufen. Auffällig ist, dass der Boost auf Systemwetten ausdrücklich zugelassen ist — das ist der Punkt, an dem Sporttip für dieses Thema tatsächlich mehr zu bieten hat als die meisten Angebote, die ein Schweizer sonst sieht.
Quotenboosts gelten dagegen nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer einen Boost gesetzt hat und dann aussteigen will, zahlt den Ausstieg mit dem Aufschlag.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für eine Lucky 15 ist das eine relevante Randbedingung: Vier Auswahlen aus derselben Veranstaltung — etwa vier Spiele desselben Turniertags, deren Quoten sich gegenseitig bedingen — gehören in den Bet Builder, nicht in ein Systempaket, das sie nicht kennt.
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
Wer eine Lucky 15 auf Sporttip setzt, sollte sich vorher entscheiden, ob er die Auswahlen im Wettprogramm einzeln prüfen will, bevor das Paket gebildet wird. Was die Summe angeht, sind Einzel- und Kombinationswetten auf CHF 1’000 begrenzt — und bei fünfzehn Positionen reicht der Mindesteinsatz von CHF 1 bereits, um den Rahmen zu sprengen, sobald man pro Position mehr als rund CHF 66 einsetzt.
Loterie Romande Jouez Sport: strengere Gewinngrenzen, kleinere Einsätze
Jouez Sport ist die Sportwette der Loterie Romande, die für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura veranstaltet. Die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in einem dieser sechs Kantone voraus.
Die Einsatzgrenzen liegen hier deutlich tiefer. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Für eine Lucky 15 heisst das konkret: Bei einem Mindesteinsatz von CHF 2 pro Position kostet der kleinste mögliche Schein CHF 30. Wer CHF 2 pro Position spielt, kann also nicht darunter. Und wer mehr als CHF 500 auf eine Einzel- oder Kombinationswette setzen will, stösst hier früher an als bei Sporttip — was den Vergleich auf den Kopf stellt: Der Anbieter mit dem kleineren Minimum hat die strengere Obergrenze.
Bei den Gewinnen sind die Grenzen ebenfalls beziffert. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Diese Obergrenze von 100’000 für die Gesamtquote ist der Punkt, an dem das Systempaket an seine Grenze kommt. Bei einer Lucky 15 aus vier Auswahlen zu je 2.50 liegt die Vierfachwette bei 39.06 — weit unter der Grenze. Vier Auswahlen zu je 18.00 ergeben dagegen 104’976 und überschreiten die zulässige Gesamtquote. Wer auf Aussenstände setzt und daraus ein Paket baut, kann also innerhalb des Erlaubten Quoten gewählt haben und trotzdem an der Regel anstossen. Das ist genau die Art Bedingung, die man vor dem Absenden liest und nicht danach.
Was auf Jouez Sport an Zusatzfunktionen zur Verfügung steht, sagen die Bedingungen des Veranstalters. Bei den Systempaketen zählt hier vor allem die Kombination aus CHF 30 Mindesteinsatz für den kleinsten Schein und den gesetzten Gewinngrenzen. Für einen Leser mit begrenztem Budget ist das eine klarere Kalkulation als bei einem Anbieter, dessen Minimum bereits bei CHF 1 liegt und dessen Maximum man erst am Ende der Seite erfährt, wenn man es nicht vorher nachschlägt.
Die acht ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung
Alle acht Marken unten teilen dieselbe Rechtslage, und sie teilen sie vollständig: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf der Sperrliste der Gespa erscheinen, die Telekom-Anbieter per DNS umsetzen. Was sie voneinander unterscheidet, steht in ihren eigenen Bedingungen und nicht in einem Schweizer Register. Die Reihenfolge hier ist keine Rangfolge der Qualität.
BetFury: Krypto-Umfeld, schweizerisch nicht greifbar
BetFury ist eine Marke, die Schweizer Spielende im Umfeld von Krypto-Wetten kennenlernen. Eine Schweizer Bewilligung hat sie nicht, und eine Bewilligung, die in der Schweiz Wirkung hätte, ist für sie nicht belegt — eine ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung, und eine Marke, die nicht am Schweizer Sperrregister hängt, sperrt einen nicht mit, wenn man sich bei Swisslos sperren lässt.
Für den Leser dieser Seite ist die Kostenfrage die entscheidende. Der Einsatz pro Position wird bei einem ausländischen Anbieter nicht durch ein Schweizer Reglement begrenzt, sondern durch dessen eigene Regeln, und die Limitenlogik mit Senkung und 72-Stunden-Frist, die für die bewilligten Veranstalter gilt, ist hier nicht in Anspruch zu nehmen. Wer weiss, dass seine Verlustlimite bei einem Anbieter nur mit Verzögerung greift, sollte die gleiche Frage an jede andere Plattform stellen, bevor er fünfzehn Positionen abschickt. Und die Auszahlung: Bei einem Schweizer Veranstalter geht sie auf ein Konto im eigenen Namen, anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es dort nicht. Wer das als Vorteil sieht und lieber anonym auszahlen will, findet bei einer Marke wie dieser genau das — ohne Schweizer Rechtsweg, wenn die Auszahlung ausbleibt.
Rabona: breites Portal ohne Schweizer Registeranbindung
Rabona tritt mit einem breiten Wettangebot auf, das auf Spielende in mehreren Ländern zielt. Eine Schweizer Bewilligung liegt nicht vor; die berichtete Bewilligung ist nicht festgestellt und hat in der Schweiz keine Geltung.
Für einen Leser, der eine Lucky 15 plant, ist der praktisch wichtigste Punkt bei solchen Portalen die Behandlung des Pakets selbst. Die Sonderfälle — Absage mit Rückzahlung des Einsatzes bei Einzelwetten, Quote 1.00 in Kombinationen bei Nachholung ausserhalb der Frist — sind das, was über den Auszahlungsbetrag eines Systempakets entscheidet. Wie ein Portal diese Fälle handhabt, steht in seinen eigenen Regeln; im Schweizer Recht gibt es dafür keinen Bezugspunkt. Lesenswert ist das Kapitel über ungültige Ereignisse bei jedem Anbieter, bei dem ein Dutzend Positionen auf dem Schein stehen.
Bruce Bet: Marke mit eigener Regellogik
Bruce Bet gehört zu den international ausgerichteten Sportwetten-Portalen, die Schweizer Spielende über Werbung und Suchanfragen finden. Auch hier: keine Schweizer Bewilligung, keine belegte Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz.
Bei einer Wettart wie dieser kommen zwei Kosten zusammen. Die erste ist der Einsatz pro Position, die zweite ist die Behandlung der Quote im Fehlerfall. Bei Swisslos zählt eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann der Veranstalter so werten. Bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung ist jedes solche Detail eine Hausregel, und niemand prüft sie für den Spielenden nach. Wer den Fall «Tor gefallen, während der Schein noch offen war» einmal erlebt hat, liest dieses Kapitel vorher.
BetPanda: Krypto- und Casino-Mix, ohne Schweizer Schutz
BetPanda ist eine Marke, die Sportwetten zusammen mit anderen Spielformen in einem Krypto-Umfeld bündelt. Eine Schweizer Bewilligung hat sie nicht; die berichtete Bewilligung ist nicht festgestellt und in der Schweiz ohne Wirkung.
Für die Kalkulation einer Lucky 15 ist die Mischung aus Sport und Casinospiel der eigentliche Kostenpunkt. Die Schweiz behandelt beides als getrennte Bewilligungen mit getrennten Regeln — Wetten und Casino sind zwei verschiedene Dinge, und eine Casino-Limite ist nie eine Wettlimite. Wer bei einer Marke, die beides in einem Konto führt, eine Spielsperre aussprechen will, hat keine Schweizer Stelle, die das für ihn festhält, und keinen Eintrag, der auch das Casino schliesst.
MyStake: Sportwetten als Teil eines grösseren Portfolios
MyStake tritt mit Sportwetten als einem Baustein neben anderen Spielformen auf. Eine Schweizer Bewilligung liegt nicht vor, und eine Bewilligung mit Wirkung für die Schweiz ist nicht belegt.
Wenn ein Budget für vier Auswahlen eingeplant ist, sollte es für vier Auswahlen reserviert bleiben. Bei Plattformen dieser Art sind die Übergänge zwischen den Spielformen flüssig, und der Gesamteinsatz einer Lucky 15 — leicht das Vierfache dessen, was man subjektiv «setzen» wollte — trifft auf ein Konto, in dem derselbe Saldo auch für anderes bereitsteht. Wer die Grenze nicht selbst zieht, findet bei dieser Marke keine Schweizer Limitenlogik, die sie zieht.
BetLabel: Sportwetten-Portal ohne Schweizer Bewilligung
BetLabel ist ein international ausgerichtetes Sportwetten-Portal mit dem üblichen Aufbau aus Vorab- und Live-Märkten. Eine Schweizer Bewilligung hat die Marke nicht; eine berichtete Bewilligung mit Geltung in der Schweiz ist nicht festgestellt.
Auf dieser Seite geht es um vier Auswahlen, die zusammen fünfzehn Wetten ergeben. Der entscheidende Punkt bei einem Anbieter wie diesem ist die Frage, ob der Anbieter das Systempaket so bildet, wie es definiert ist: Einzelwetten eingeschlossen, alle Kombinationen abgedeckt. Ob die Einzelwetten Teil des Pakets sind, entscheidet darüber, ob ein einziger Treffer noch etwas zurückbringt. Bei den Schweizer Veranstaltern ist Systemwette ein geregelter Begriff. Was eine Marke darunter versteht, steht in ihren eigenen Bedingungen.
Gamdom: Krypto-Plattform, kein Schweizer Reglement
Gamdom ist eine Plattform, die im Krypto- und Casinobereich bekannt wurde und Sportwetten mitführt. Eine Schweizer Bewilligung hat sie nicht; die berichtete Bewilligung ist nicht festgestellt und ohne Wirkung in der Schweiz.
Für den Leser ist hier vor allem ein Punkt zu bedenken, der in der Schweiz selbstverständlich ist und es dort nicht ist: Bei den bewilligten Veranstaltern ist jede Person an ein Konto mit geprüfter Identität gebunden, und Auszahlungen gehen nur auf ein Konto im eigenen Namen. Wer grosse Summen aus einem Systempaket erwartet, sollte vorher wissen, wohin die Auszahlung geht und auf welchen Namen. Bei einer Plattform, die sonst mit Anonymität wirbt, ist das die Frage, die man vor dem Einsatz klärt.
WirWetten: deutschsprachige Marke ohne Schweizer Bewilligung
WirWetten ist eine deutschsprachige Sportwetten-Marke, die in der Schweiz über Werbung präsent ist. Eine Schweizer Bewilligung liegt nicht vor; eine belegte Bewilligung mit Wirkung in der Schweiz gibt es für sie nicht.
Die Sprache macht die Marke für Schweizer Leser vertraut, die Rechtslage nicht. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspielangebot ist dort ausdrücklich verboten und mit einer Busse bis CHF 500’000 bedroht; die Beschreibung und Bewertung solcher Marken ist zulässig, die Aufforderung zu nutzen nicht — weshalb es hier beim Beschreiben bleibt. Wer das entscheiden will, entscheidet es wissentlich.
Was das Ganze den Leser kostet: eine ehrliche Rechnung
Der teuerste Fehler bei einer Lucky 15 ist nicht die Quote und nicht die Marge des Veranstalters. Es ist die Zahl der Positionen multipliziert mit dem, was man sich pro Wette vorgenommen hat. Bei CHF 1 pro Position kostet der Schein CHF 15, und das ist ein Abendessen. Bei CHF 10 pro Position kostet er CHF 150, und das ist für viele ein Monatsbudget. Zwischen diesen beiden Zahlen liegt kein Unterschied in der Wette, nur in einem Tippfeld.
Die zweite Kostenstelle ist die Verteilung. Vier Auswahlen zu einer Quote um 1.50 versprechen grosse Vierfachgewinne, die Einzelwetten bringen jeweils nur CHF 1.50 zurück. In einem Beispiel dieser Art liegt die Spanne des Ertrags zwischen einem Bruchteil des Einsatzes und dem Doppelten, und der Ausgang hängt an der kleinsten Quote, nicht an der Zahl der Treffer. Wer das einmal auf einem Zettel durchrechnet, behält weniger Illusionen — und trifft die Entscheidung besser.
Die dritte Kostenstelle ist die Zeit. Bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter gilt ein Absagefall innert 48 Stunden als entschieden, die Abrundung auf fünf Rappen passiert pro Position, und die Limitenrechnung prüft man vorher. Das ist kein Argument gegen die Wettart. Es ist ein Argument dafür, sie an einem Abend zu planen, an dem man Zeit hat.
Und: Wer vier Auswahlen in ein Paket legt, sollte die Limite bei seinem Anbieter zuerst senken und nicht zuletzt. Bei Swisslos gilt eine Senkung sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — ein Gespräch mit sich selbst, das drei Tage dauert.
Wie sich der Einsatz auf fünfzehn Wetten verteilt
Wer eine Lucky 15 plant, steht vor einer Rechnung, die man einmal versteht und dann immer wieder benutzt. Sie beginnt mit der Frage, was eine Auswahl kostet — und sie endet mit der Frage, was das ganze Paket kostet.
Der Gesamteinsatz ergibt sich aus dem Einsatz pro Position mal fünfzehn. Bei CHF 1 pro Position sind es CHF 15, bei CHF 2 sind es CHF 30, bei CHF 5 sind es CHF 75. Es gibt keine Position im Paket, die ohne Einsatz existiert. Wer den Einsatz pro Wette auf dem Wettschein ändert, ändert fünfzehn Wetten gleichzeitig.
Wie sich der Gesamteinsatz auf die Positionen verteilt: Vier Einzelwetten tragen je einen Einsatzanteil, sechs Doppelwetten ebenso, vier Dreierwetten und die Vierfachwette ebenfalls. Bei CHF 1 pro Position trägt jede Position CHF 1 und damit jede Einzelwette CHF 1, jede Doppelwette CHF 1, jede Dreierwette CHF 1 und die Vierfachwette CHF 1.
Was der Schein zurückgibt, ergibt sich aus der Summe der Erträge aller gewonnenen Positionen. Welche Positionen gewonnen haben, hängt davon ab, wie viele Auswahlen richtig waren: Bei einem Treffer zahlt eine Position, bei zwei Treffern zahlen drei, bei drei Treffern zahlen sieben, bei vier Treffern zahlen alle fünfzehn. Diese Zahlenfolge — 1, 3, 7, 15 — ist der eigentliche Kern der Wette: Jeder zusätzliche Treffer mehr als verdoppelt die Zahl der gewonnenen Positionen, während der Einsatz derselbe bleibt.
Wer den Gesamteinsatz bei seinem Anbieter eingrenzen will, rechnet von der Limite rückwärts. Bei einer Obergrenze von CHF 10’000 für eine Systemwette und fünfzehn Positionen liegt der maximale Einsatz pro Position bei CHF 666.66, wenn man den Rahmen vollständig ausnutzt. Bei einer Obergrenze von CHF 500 für eine Einzel- oder Kombinationswette und einem Mindesteinsatz von CHF 2 pro Position liegt der sinnvolle Bereich für den kleinsten Schein zwischen CHF 30 und dem, was die eigene Verlustlimite erlaubt.
Diese Rückwärtsrechnung von der Limite ist der praktische Schritt, der eine Lucky 15 von einer spontanen Eingebung zu einer geplanten Wette macht. Der Rest ist eine Handvoll Quoten, die man vorher addiert statt hinterher.
Häufige Fragen zur Lucky 15
Aus welchen Einzelwetten besteht eine Lucky 15, und wie viele sind es?
Vier Auswahlen ergeben fünfzehn Wetten: vier Einzelwetten auf je eine Auswahl, sechs Doppelwetten auf je zwei Auswahlen, vier Dreierwetten auf je drei Auswahlen und eine Vierfachwette auf alle vier. Diese Zusammensetzung ist die Wette selbst — es gibt keine kleinere oder grössere Lucky 15. Wer weniger Positionen will, spielt eine Kombiwette.
Wie hoch ist der Gesamteinsatz, wenn jede der fünfzehn Wetten gleich viel kostet?
Der Gesamteinsatz ist der Einsatz pro Position mal fünfzehn. Bei CHF 1 pro Position sind es CHF 15, bei CHF 2 sind es CHF 30. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2 pro Position und der kleinste Schein damit bei CHF 30; bei Sporttip beginnt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1.
Warum bringt schon eine richtige Auswahl einen Ertrag, und wann verliert man trotzdem?
Weil unter den fünfzehn Positionen vier Einzelwetten stecken: Jede zahlt bei Treffer allein, unabhängig von den übrigen Auswahlen. Verloren wird trotzdem, sobald die Summe der zurückgezahlten Beträge unter dem Gesamteinsatz liegt — bei CHF 15 Einsatz und einem einzigen Treffer zu einer Quote von 2.50 kommen nur CHF 2.50 zurück, also ein Minus von CHF 12.50.
Wie berechnet sich der Ertrag einer Lucky 15 aus Einsatz und Quoten?
Der Gewinnbetrag einer Wette ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen Einsatz mal Gesamtquote, und die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird der Betrag anschliessend auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen abgerundet — bei fünfzehn Positionen fünfzehnmal. Bei Jouez Sport muss die Gesamtquote mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Worin unterscheidet sich die Lucky 15 von einer Kombiwette auf dieselben Spiele?
Eine Kombiwette auf vier Spiele ist eine einzige Wette: Sie gewinnt nur, wenn alle vier Auswahlen stimmen, und kostet den Einsatz einmal. Die Lucky 15 kostet bei gleichem Einsatz pro Position fünfzehnmal so viel und gewinnt in fünfzehn Positionen, von denen die vier Einzelwetten schon bei einem Treffer zahlen. Die Kombiwette ist die günstigere Wette, die Lucky 15 die breitere.
Wie hoch ist der Höchsteinsatz für Systemwetten in der Schweiz?
Bei Sporttip liegt er bei CHF 10’000 für eine Systemwette, während eine Einzel- oder Kombinationswette auf CHF 1’000 begrenzt ist; Swisslos kann die Limiten jederzeit ändern und nimmt eine Wette über der Limite nicht an. Bei Jouez Sport liegt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
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Inhalt erstellt vom Team «dartstippsch.com»
