Online Tennis wetten in der Schweiz — was zwei Veranstalter dürfen und was ausländische Plattformen kosten

Updated Oktober 2026
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In der Schweiz darf Sportwetten online nur anbieten, wer eine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz hält — und das sind genau zwei Veranstalter. Swisslos führt Tenniswetten unter dem Namen Sporttip, die Loterie Romande führt sie als Jouez Sport. Wer den Namen eines dritten Anbieters in die Suchmaske tippt, landet fast immer bei einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Deren Quoten sind nicht besser, ihre Streitfälle landen aber in keiner Schweizer Instanz.

Ein leerer Tennisplatz im Morgengrauen, der Netzschatten fällt lang über den Platz, über der Grundlinie liegt leichter Nebel.
Ein Tennisplatz ist 23,77 m lang und im Einzel 8,23 m, im Doppel 10,97 m breit; das Netz hängt in der Mitte 0,914 m und an den Seiten 1,07 m hoch.

Stand: 29. Oktober 2026; die Bewilligungsangaben wurden gegen die Gespa-Liste und die Veranstalter- und Spielbewilligungen nach BGS (SR 935.51) geprüft.

Was folgt, ist keine Werbung für die beiden Häuser — die sind ein Duopol, kein Wettbewerb. Es ist eine Rechnung: Was kostet dich eine Tenniswette hierzulande, was kostet sie bei einem Anbieter ohne Bewilligung, und wo verschwindet Geld, das du beim ersten Blick auf die Quote nicht siehst.

Rechtslage: warum Tenniswetten in der Schweiz nur zwei Veranstalter anbieten dürfen

Die Schweiz hat Sportwetten nicht liberalisiert, sondern verstaatlicht. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, deren Konkordat seit 1.1.2021 in Kraft ist. Nicht von der ESBK — die Aufsicht über Casinos ist eine andere Behörde und ein anderes Permit. Wer Casino-Limiten mit Wettlimiten verrechnet, verrechnet zwei Rechtsgebiete.

Ein leerer Schiedsrichterstuhl aus Holz steht neben einem Netzpfosten, die Sonne steht tief.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Bewilligt wird zweistufig: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS). Und jede Bewilligung «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Deshalb gibt es keine Liste weiterer bewilligter Wettanbieter — es gibt keine. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Swisslos betreibt Sporttip im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Zwei Häuser, zwei Landesteile, keine Überlappung. Ein Konto in der Deutschschweiz und ein Konto in der Romandie sind nicht austauschbar.

Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Das ist der Punkt, an dem viele Leserinnen und Leser hängen bleiben: Wer im Ausland lebt und nur ab und zu in Basel ist, bekommt kein Konto. Der Ausweg, den dann viele nehmen, ist eine der ausländischen Plattformen — und mit ihr verliert man alles, was das Bewilligungssystem an Schutz aufbaut.

Was in der Schweiz überhaupt gewettet werden darf

Der erlaubte Markt ist keine offene Fläche, sondern eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Nur Sportarten sind überhaupt wettbar — Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind verboten. Qualifikationsrunden stehen nur auf der Liste, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet; Wetten auf Trainingsläufe gar nicht. Corner- und Kartenmärkte sucht man auf der Liste vergeblich, eine Esport-Sektion gibt es dort ebenfalls nicht. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Zwei Tennisbälle liegen auf der weissen Grundlinie eines Hartplatzes im grellen Sonnenlicht.
Im Tennis lauten die Punkte eines Spiels 15, 30 und 40; ein Spiel gewinnt, wer den vierten Punkt mit mindestens zwei Ballwechseln Vorsprung erreicht.

Für Tennis heisst das: Das Wettangebot richtet sich nach dem, was auf dieser Liste steht, und nicht nach dem, was eine Plattform bewerben möchte. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält; das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-out ist überhaupt nicht reguliert und damit reine Veranstalterleistung. Über die Rechtmässigkeit virtueller Sportangebote sagt das Gesetz nichts her, was hier auch nichts ergänzt.

Sporttip setzt seine Limiten als eigene Vertragsbedingungen: Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei einem Quotenschlüssel von rund 95 Prozent — dazu später mehr — bedeutet der Tausendernote-Deckel übrigens nichts Dramatisches; er trifft die seltene Person, die eine einzelne Wette in dieser Höhe platziert, und nicht die normale Leserschaft.

Was eine Bewilligung dem Konto bringt — und was sie kostet

Die Bewilligung ist kein Gütesiegel, das der Betreiber sich anklebt, sie verpflichtet ihn. Wer bei einem bewilligten Veranstalter spielt, spielt unter Schweizer Aufsicht, mit einem Spielerkonto pro Person und verifizierter Identität (Art. 47–52 VGS), mit einem Sperrregister, das greift, und mit einem Weg, auf dem Streit entschieden wird. Ausgezahlt wird nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS) — anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht. Kredit an Spielende gibt es nicht (Art. 75 Abs. 1 BGS).

Der Preis dafür ist ein engerer Markt. Zwei Veranstalter, eine geschlossene Wettliste, Wohnsitzzwang und Ausweiskontrolle. Man kann das kleinlich finden. Man kann es auch als das betrachten, was es ist: die Gegenleistung für ein System, in dem der Reingewinn öffentlichen Zwecken in den Kantonen zufliesst (Art. 125 BGS) — Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Die Zahlen zeigen auch, was Tenniswetten darin sind: ein kleiner Posten mit rückläufigem Beitrag.

Spielerschutz: die Limiten setzt du, nicht der Staat

Ein weit verbreitetes Missverständnis: Die Schweiz habe Einzahlungsgrenzen vorgeschrieben. Hat sie nicht. Es gibt keine gesetzlich festgelegte Einzahlungsobergrenze. Der Veranstalter muss aber verlangen, dass Spielende vor der ersten Wette einen oder mehrere Maximalwerte für Einzahlungen oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat setzen (Art. 87 VGS). Die Zahl kommt vom Konto, nicht aus Bern.

Bei Swisslos heisst das konkret: Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Nach dem Bundesrecht wäre bei einer Erhöhung eine Wartefrist von 24 Stunden zulässig; Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Drei Tage sind in der Praxis lang. Lang genug, dass der Impuls, der dich zu einer Erhöhung treibt, meist vorher verpufft — genau so ist die Regel gedacht.

Sperren, Pausen und das Register

Wer bei Swisslos den Zugang sperren will, kann das produktbezogen für 1 bis 180 Tage tun, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist der wirksamste Mechanismus im ganzen System: Er durchbricht die grenze zwischen Anbietern, und wer einmal drinsteht, kommt bei keinem Schweizer Anbieter mehr an einen Spielzugang. Nach Art. 80–82 BGS betrifft das überschuldete und suchtgefährdete Personen ebenso wie die Selbstsperre; eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben (Art. 84 VGS) und eine Fachstelle ist daran beteiligt (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss der Veranstalter anbieten (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Der Schutz endet nicht überall dort, wo er sollte. Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt: An Verkaufsstellen wurde in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl steht hier ohne Beschönigung. Wer die Schweizer Regulierung als lückenlos verkauft, verkauft Unsinn — der Onlinekanal ist mit Ausweispruefung und Registersperre strikt, die Verkaufsstelle ist es messbar nicht.

Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18-Jährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Beides sind Regeln aus den Teilnahmebedingungen, die man nicht umgehen kann, weil das Konto auf eine geprüfte Person läuft.

Livewetten im Tennis: der Markt bewegt sich, das Konto bleibt live

Tennis ist eine Live-Sportart wie kaum eine zweite. Zwischen zwei Ballwechseln liegen Sekunden, und mit jedem Break verschiebt sich das ganze Match. Livewetten sind in der Schweiz erlaubt, wo der Veranstalter eine Bewilligung dafür hält, und das BGS beschränkt sie nicht auf bestimmte Märkte.

Was dabei auf der Strecke bleibt, ist die Vorstellung, man könne eine Live-Wette beliebig spät platzieren. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Übertragen auf Tennis: Bei 40:15 entscheidet sich das Spiel, nicht erst nach dem nächsten Aufschlag. Die Zeit zwischen deinem Klick und der Annahme ist nicht null, und in dieser Lücke liegt dein Risiko. Eine Wette, die mit 1.00 gewertet wird, bekommst du komplett zurück — du gewinnst aber nichts, und der ausgewählte Punkt ist trotzdem verloren. In einem Satz: Bei Livewetten trägt der Wettende ein Tempo-Risiko, das auf dem Wettschein nirgends steht.

Cash-out: ein Instrument des Veranstalters, nicht des Wettenden

Cash-out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.

Der Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-out nicht für alle Wetten anbieten. Das ist die entscheidende Zeile, und sie steht in den Spielregeln, nicht auf der Werbefläche. Du verkaufst deinen Wettschein an den Veranstalter zurück, zu dessen Preis, in dessen Verfügbarkeit, zu dessen Zeitpunkt. Im Tennis ist das besonders bitter: Ein Break im dritten Satz, und die Cash-out-Zahl verschwindet oder schrumpft in derselben Minute. Vor allem im Livewetten-Bereich verfällt der Boost, wenn du cashst; wer eine Quotenboost-Wette vorzeitig schliesst, verliert die Erhöhung.

Wer mit zehn Franken spielt und den Abend entspannter verbringen will, mag das Angebot trotzdem schätzen. Wer Cash-out als Sicherheitsnetz einplant, plant mit einem Netz mit sehr grossen Maschen.

Prognose und Strategie: was sich begründen lässt und was nicht

Eine Tennisprognose ist eine begründete Erwartung, kein Wissen. Wer eine Quote setzt, sollte in der Lage sein, in zwei oder drei Sätzen zu sagen, worauf sie beruht — und was sie widerlegen würde.

Vier Grössen tragen so eine Begründung. Die Form: Ergebnisse der letzten Wochen, nicht der letzten Saison. Der Belag: Tennis wird auf roten Sandplätzen (meist Ziegelmehl), Hartplätzen, Teppichboden, Kunststoffgranulat, Rasen und Kunstrasen gespielt, und dieselbe Spielerin ist darauf nicht dieselbe. Der direkte Vergleich: direkte Duelle sagen mehr als eine Ranglistenposition, aber nur, wenn sie auf demselben Belag und unter ähnlichen Bedingungen stattgefunden haben. Die Statistik: Aufschlagspiele, Breakchancen, verwandelte und abgewehrte Breakbälle über einen längeren Zeitraum. All das sind Faktoren, keine Gewissheiten. Form bricht, ein Aufschlag läuft an einem Tag nicht, ein Bänderriss entscheidet ein Turnier.

Warum aus einer guten Analyse kein Einkommen wird

Die ehrliche Antwort: Die Marge. In jedem Quotenpaar steckt der Anteil des Veranstalters, und über viele Wetten hinweg arbeitet dieser Anteil gegen dich, nicht für dich. Eine Prognose kann richtig sein und die Wette trotzdem eine schlechte Wette — wenn die Quote zu tief ist.

Was aus Marktsicht ebenfalls dazugehört: Ungewissheit ist nicht verschwunden, nur weil die Statistik gut aussieht. Ein Match-Tie-Break ersetzt im Tennis häufig den dritten Satz und wird bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung gespielt, alternativ bis 7 Punkte. In diesem Format kann eine einzige Ballwechsel-Serie das Match kippen. Wer auf Satz- oder Matchsieger wettet, wettet auf Ereignisse, die in einem Tie-Break zu zehn Punkten entschieden werden — ein Modell, das einen Zweisatzsieg mit 6:4 und 6:4 prognostiziert, deckt diesen Verlauf nicht ab.

Und eine Warnung, die zu diesem Abschnitt gehört: Wer aus Tenniswetten ein Einkommen machen will, trägt ein Einkommensrisiko ohne Einkommensgrundlage. Es gibt keine sichere Wette, kein System, das die Marge überwindet, und niemand, der Ausgänge vorhersagen kann. Wer hier Geld einsetzt, sollte es als Unterhaltungsausgabe behandeln, die verloren gehen kann.

Wettarten und Quoten: Match, Satz, Handicap, Kombination

Die Standardformen im Tennis sind der Matchsieger, die Satzwette, das Handicap und die Kombination. Dazu kommen Live-Märkte und Langzeitwetten auf den Turniersieg. Ein Blick auf die Mechanik hilft, weil sie bestimmt, wie viel Glück in einer Wette steckt.

Ein Spiel im Tennis besteht aus Punkten, die 15, 30 und 40 heissen; ein Spiel gewinnt, wer den vierten Punkt mit mindestens zwei Ballwechseln Vorsprung erreicht, bei 40:40 heisst es «Einstand». Ein Satz ist gewonnen, wenn ein Spieler 6 Spiele mit mindestens zwei Spielen Vorsprung erreicht, etwa 6:4 oder 7:5; bei 6:6 wird meist ein Tie-Break gespielt, der den Satz entscheidet. Gewonnen hat meist, wer zwei Gewinnsätze erreicht; im Herrentennis wird bei Grand-Slam-Turnieren auf drei Gewinnsätze gespielt. Das erklärt, warum eine Satzwette eine andere Wette ist als eine Matchwette: Ein Satz kann an einem einzigen Break hängen, ein Grand-Slam-Match im Herrentennis an fünf Sätzen.

Quotenschlüssel, Marge und was eine Quote über die Wahrheit sagt

Der Quotenschlüssel, auch Auszahlungsquote genannt, ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt zurückzahlt: 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ). Die Marge ist 100 Prozent minus diesen Wert. Bei einem illustrativen Zweiwegemarkt mit Quoten von je 1.90 — einem Rechenbeispiel, keinem Zitat eines Veranstalters — ergibt sich 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.95, also ein Quotenschlüssel von 95 Prozent und eine Marge von 5 Prozent. Das ist kein Gesetz des Tennis, sondern eine Bandbreite: je nach Markt, Turnier und Anbieter liegt die Marge niedriger oder höher, und bei Nebenmärkten wie dem exakten Satzergebnis fast immer deutlich höher als im Hauptmarkt. Die Marge ist übrigens in genau jeder Wette schon enthalten, in der guten wie in der schlechten — der einzige Unterschied ist, wie hoch sie ausfällt. Und die Quote verrät dir nichts darüber, wer gewinnt, sie sagt nur, wie wenig sie dir zahlen.

Diese 5 Prozent sind nicht der einzige Kostenposten. Die Bandbreite ist die relevante Grösse: Wer eine Satzwette auf einen 1.90/1.90-Markt platziert, zahlt in jedem Fall, ob er gewinnt oder verliert. Wer tausend Franken über solche Wetten umsetzt — bei einem Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und einem Mindesteinsatz von CHF 1 ist das arithmetisch möglich, in der Praxis aber nicht der Weg, den normale Leserinnen und Leser gehen — trägt nach der Rechnung dieses Beispiels im Erwartungswert rund CHF 50 ein. Die Marge ist ein Durchschnittswert, der sich über viele Wetten durchsetzt; er kauft dir keinen einzelnen Gewinn und ist keine Garantie für ein bestimmtes Ergebnis an einem bestimmten Abend.

Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag einer Wette aus Einsatz mal Quote berechnet, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten; das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist eine Formalie, die im Zweifel gegen dich wirkt — immer, weil Abrunden so funktioniert.

Kombinationen, Systeme und die Grenze der Kombinierbarkeit

Kombiwetten sind die Wette, bei der die Marge am unauffälligsten verschwindet. Zwei Wetten zu je 1.90 ergeben eine Gesamtquote von 3.61, die Marge multipliziert sich mit, und aus einem kleinen Nachteil werden zwei. Bei Sporttip kommen voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion in eine Kombination. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne die Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer also ein Match in eine Kombi packt und zusätzlich auf einen Einzelmarkt desselben Turniers setzt, sollte sich dieser Regel bewusst sein.

Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Die Staffel sieht grosszügig aus, bis man die Anforderung nachrechnet: vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 in einer Wette — die Trefferwahrscheinlichkeit sinkt mit jeder Voraussage, und der kleine Boost kompensiert das nicht. Der Quotenboost gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert — und verfallen bei einem Cash-out.

Sport und Turniere: der Tenniskalender und was davon auf der Liste steht

Die vier Grand-Slam-Turniere im Tennis sind die Australian Open, die French Open, Wimbledon und die US Open; sie werden vom Weltverband ITF veranstaltet und gehören nicht zur ATP Tour. Das ist mehr als eine Fussnote für Wetterinnen und Wettende: Die Grand Slams entstehen nicht im ATP-Kalender, und im Herrentennis wird dort auf drei Gewinnsätze gespielt, während auf der Tour zwei Sätze genügen. Wer die Regelmässigkeit einer Tour-Statistik auf ein Grand-Slam-Match überträgt, überträgt die falsche Verteilung.

Der Blick auf die Saisondecke: Das Tennisjahr läuft von den Australian Open im Januar über die Sandplatzsaison mit den French Open und die Rasensaison mit Wimbledon bis zu den US Open im Spätsommer, dazu die Hallen- und Hartplatzwochen zum Jahresende. Welche Turniere und Wettbewerbe im bewilligten Schweizer Angebot tatsächlich stehen, ergibt sich aus der Gespa-Liste der erlaubten Wettbewerbe und aus dem Wettprogramm des Veranstalters; ob ein bestimmtes Turnier oder eine bestimmte Runde dabei ist, lässt sich dort nachsehen, bevor man einen Wettschein ausfüllt.

Was das Angebot in der Schweiz von Turnieren verlangt

Bei Turnieren, die in der Liste stehen, bleibt dennoch eine Frage offen, die jeden Wetter interessieren sollte: Welche Runden sind erfasst. Qualifikationsrunden stehen nur auf der Liste, wenn sie es ausdrücklich sind. Frauenwettbewerbe ebenfalls. Das ist keine Kleinigkeit, sondern der Grund, warum in manchen Wochen ein grosser Teil des Tennis, den man im Fernsehen sieht, in der Schweiz nicht wettbar ist. Wer die erste Runde eines ATP-250-Turniers im Auge hat, sollte vorher prüfen, ob sie im Wettprogramm steht — das dauert eine Minute und erspart den Ärger am Abend.

Die zweite Frage betrifft die Grösse des Angebots über das Jahr. Tennis ist ein Sport mit vielen kleinen Turnieren und einigen grossen; ein Anbieter, der nur die vier grossen Slams führt, hat im März und im Oktober wenig zu zeigen. Genau da, im Frühjahr und im Spätherbst, entscheidet sich, ob ein Wettangebot für Tennis brauchbar ist oder nur rund um Wimbledon existiert.

Rangliste: die zwei bewilligten Veranstalter im Vergleich

Die Rangliste der beiden ist ein Vergleich zweier Häuser, die unterschiedliche Kantone bedienen und deshalb für die meisten Leserinnen und Leser gar nicht in Konkurrenz stehen. Wer im Kanton Zürich wohnt, hat kein Konto bei Jouez Sport. Wer in Genf wohnt, hat keines bei Sporttip. Der Vergleich hat nur einen Sinn: zu zeigen, was in der Schweiz überhaupt verfügbar ist, und wo ausländische Plattformen, die diese Kunden anwerben wollen, stehen — nämlich ohne Bewilligung und damit ohne die Sicherungen, die im Abschnitt zur Rechtslage beschrieben sind.

Anbieter Bewilligung nach BGS (SR 935.51) Veranstalterin bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Swiss sports-betting permit für ein Grossspiel; Veranstalter- und Spielbewilligung; Aufsicht Gespa Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Swiss sports-betting permit für ein Grossspiel; Veranstalter- und Spielbewilligung; Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Produkt Jouez Sport
Funbet keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Betify keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
22Bet keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Betscore keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
X3Bet keine Schweizer Bewilligung Bewilligung gemäss Drittquellen: Tobique (Kanada), ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Rabona keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Playzilla keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
AmunRa keine Schweizer Bewilligung keine Bewilligung mit Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Was die Tabelle nicht zeigt, ist der eigentliche Preis der Auswahl. Die zwei oberen Zeilen sind die einzigen, hinter denen Schweizer Aufsicht, Sperrregister, Auszahlung auf ein Konto mit identischem Namen und ein Rechtsweg stehen. Bei allen anderen kommt dazu, dass ihre Domains auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden können, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS; erste Liste 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — ein Domain-Hopping, das Aufsichtsbehörde und Betreiber seit Jahren spielen. Die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele und führt bet365 auf der Liste. Der Nutzen für Lesende, die eine solche Adresse suchen, ist also gering; die Liste ist ein Hinweisschild, keine Mauer.

Ein Zahlenvergleich aus dem Hintergrund: Die Sportwetten trugen 2025 CHF 109 Mio. zum Swisslos-Reingewinn bei, nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Während der Umsatzanteil der Sportwetten schrumpfte, blieb das Angebot auf zwei Veranstalter beschränkt. Es ist ein kleiner Markt, und die Bewilligungsarchitektur hält ihn klein.

Wie die beiden Häuser zu unterscheiden sind

Sporttip ist das Haus mit dem ausgebauten Online-Angebot: Livewetten, Cash-out, Bet-Builder-Funktion, Kombiboost, Quoten- und Profitboosts, Systemwetten. Kaum eine Regel dieser Art steht in einem Gesetz; sie steht in den Spielregeln und Teilnahmebedingungen, Version 4.2, und kann sich jederzeit ändern. Wer heute baut auf einen Boost, baut auf ein Dokument, das morgen anders lauten kann.

Jouez Sport ist das Westschweizer Gegenstück. Die Loterie Romande veranstaltet es für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Das Verkaufsstellennetz ist hier eine andere Grösse als bei Sporttip — in der Westschweiz ist die Loterie Romande im Alltag präsenter. Online steht dafür allein, wer dort wohnt.

Für die Rangfolge heisst das: Kein Haus gewinnt einen allgemeinen Vergleich, weil sie sich nicht überschneiden. Der Vergleich, der für Lesende zählt, ist der zwischen «bewilligt und erreichbar» und «ausländisch und nicht erreichbar im Rechtssinn» — und dieser Vergleich fällt nicht knapp aus.

Was ausländische Plattformen kosten

Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendwo sonst — hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nach der Praxis des Bundesamts für Justiz nicht bestraft. Das ist der schwache Trost, der schnell teuer wird: Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fairplay-Kontrolle. Dazu kommt, dass Gewinne aus ausländischen Anbietern jedenfalls nicht der Verrechnungssteuer unterliegen, aber die kantonale Steuerpraxis sie anders behandelt: Der Kanton Thurgau etwa betrachtet Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Wer also unter der Schwelle liegt, unter der Schweizer Gewinne steuerfrei bleiben, zahlt bei einem Anbieter ohne Bewilligung unter Umständen trotzdem. Was wirklich zählt, ist die Frage, was passiert, wenn es nicht gut geht — und dort steht auf der einen Seite ein Schiedsverfahren nach Schweizer Recht, auf der anderen eine Domain, deren Server in einem Land stehen, das mit dir nichts zu tun hat.

Das schliesst nicht aus, dass jemand auf einer ausländischen Plattform gute Erfahrungen macht. Es heisst nur, dass diese Erfahrung nicht vom Recht getragen wird, sondern von Glück — und Glück ist keine Eigenschaft, die man in eine Empfehlung schreiben sollte.

Die geprüften Anbieter im Einzelnen

Zehn Plattformen, zu denen Schweizer Spielende im Netz tatsächlich kommen. Zwei haben eine Schweizer Bewilligung, acht nicht. Diese Zweiteilung ist kein Ranking in zwei Stufen, sondern der einzige Unterschied, der zählt.

Swisslos Sporttip: das Duopol mit dem vollständigsten Online-Angebot

Swisslos ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Wer im Vertragsgebiet lebt, also in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin oder in Liechtenstein, hat hier einen Zugang, der in allen Belangen den Schweizer Regeln unterliegt: Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu Beginn, Sperrmöglichkeit von 1 bis 180 Tagen bis zur Registersperre, Einzahlung nur vom eigenen Konto, Auszahlung nur auf das eigene Konto.

Das Wettangebot ist das ausführlichste, das unter Schweizer Bewilligung existiert. Einzel-, Kombinations- und Systemwetten, Livewetten, Cash-out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten vor dem Spiel und live, Quoten- und Profitboosts, Kombiboost, Bet-Builder für abhängige Ereignisse derselben Veranstaltung. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten und CHF 10’000 für Systemwetten — Limiten, die Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern kann. Die Gewinnberechnung folgt Einsatz mal Quote, bei Kombinationen dem Produkt der Einzelquoten, mit Aufrundung auf zwei Nachkommastellen und anschliessender Abrundung auf 5 Rappen.

Die Einschränkungen sitzen dort, wo sie niemand sucht. Cash-out zahlt weniger als der nicht vorzeitig realisierte Gewinn, ist nicht für jeden Markt garantiert und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Boosts verfallen bei einem Cash-out und sind pro Wettenden nur einmal und nur in limitierter Höhe nutzbar. Bei Livewetten kann ein Ereignis mit Quote 1.00 gewertet werden, wenn die Wette zu spät ankommt oder die entscheidende Situation schon eingetreten ist. Wer das alles gelesen hat, kennt das Angebot besser als die Werbefläche, auf der es steht.

Das ist ein sauber geführtes, aber enges Buch. Es ist der einzige Weg, in der Deutschschweiz online legal auf Tennis zu wetten, und für die meisten Leserinnen und Leser deshalb nicht eine Wahl unter zehn, sondern die eine Option mit Regeln. Die Limiten im Spielerschutz — 72 Stunden Wartezeit auf eine Erhöhung, 180 Tage Sperre ohne Rückweg, das schweizweite Register — sind restriktiver als das, was viele Spielende von einem Unterhaltungsprodukt erwarten würden, und sie sind der eigentliche Grund, warum dieses Konto für Menschen mit einem riskanten Spielverhalten die bessere Umgebung ist und für Menschen, die einfach nur möglichst frei setzen wollen, die schlechtere.

Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, ein anderer Landesteil

Für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura ist die Loterie Romande die zuständige Veranstalterin, mit dem Produkt Jouez Sport. Sie betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende; die Kontaktadresse lautet Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Die Bewilligungsgrundlage ist dieselbe wie bei Swisslos — Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS unter Gespa-Aufsicht —, und die Grenze zwischen beiden Gebieten ist hart: Wer nicht in einem der sechs Kantone wohnt, erhält kein Online-Konto.

Das praktische Gewicht liegt im Verkaufsstellennetz. Wer in Lausanne oder Sion wohnt, kann eine Sportwette auf dem Weg zur Arbeit abgeben, ohne eine App zu öffnen. Wer online spielt, findet die Westschweizer Variante des Schweizer Wettangebots mit denselben Regeln zum Spielerschutz, zu Limiten, Sperren und Auszahlung, wie sie für bewilligte Veranstalter gelten.

Der Vorbehalt ist derselbe wie bei Sporttip und gehört bei beiden ausgesprochen: Das Regelwerk steht in den Bedingungen des Veranstalters und ändert sich mit ihnen. Wer sich auf ein Detail festlegt — einen Markt, eine Bonusart, eine Limitobergrenze —, sollte es vor der Wette im aktuellen Dokument nachsehen. Das ist keine Untat, das ist der Preis eines Systems, in dem die Regeln in Vertragswerken statt in Gesetzen stehen. Wer in der Westschweiz wohnt und Tennis live verfolgt, hat hier die nächstliegende bewilligte Anlaufstelle; wer im Kanton Zürich sitzt, kann mit Jouez Sport nichts anfangen, so schön die 2’350 Verkaufsstellen auch sind.

Funbet: ohne Schweizer Bewilligung

Funbet hält keine Schweizer Bewilligung. In der Schweiz dürfen Sportwetten online nur Swisslos und die Loterie Romande anbieten; eine gemeldete ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung (Art. 4 BGS). Damit entfällt alles, was im Abschnitt zur Rechtslage an das Bewilligungskonto geknüpft ist: keine Anbindung ans Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Möglichkeit, dass die Domain über die Sperrliste der Gespa blockiert wird.

Wer auf Tennis setzen will, findet dort unter Umständen Märkte, die die Schweizer Liste nicht kennt. Genau darin liegt die Versuchung und genau darin das Problem: Ein Markt, der in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist nicht deshalb ein guter Markt. Die Frage, was im Streitfall gilt, beantwortet keine Quote.

Betify: ohne Schweizer Bewilligung

Betify gehört zu den Plattformen ohne Schweizer Bewilligung. Es gilt dasselbe wie für jedes Haus in dieser Gruppe: keine Schweizer Aufsicht, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlistenrisiko. Eine im Ausland gemeldete Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS).

Der praktische Unterschied zwischen den acht ausländischen Namen auf dieser Seite ist kleiner als ihre Werbung glauben lässt. Sie unterscheiden sich in der Benutzeroberfläche, in den angebotenen Sportarten und in der Sprache — nicht in der Rechtsstellung gegenüber einem Spielenden in der Schweiz. Wer eine dieser Plattformen ausprobiert, sollte wissen, dass er sich ausserhalb des Systems bewegt, das in Zürich oder Genf mit Steuergeld betrieben wird.

22Bet: ohne Schweizer Bewilligung

22Bet tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Für Tenniswetten heisst das: keine Schweizer Aufsicht, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Verfahrensweg, und die Bereitschaft, eine blockierte Domain innerhalb von Stunden unter neuer Adresse weiterzubetreiben, ist Teil des Geschäftsmodells.

Was bleibt, ist der Vergleich der Konditionen — und der ist trügerisch, weil die Zahl, die auf einer Seite glänzt, meist auf einem Markt mit hoher Marge steht. Eine Plattform ohne Bewilligung hat keinen Grund, an der Marge zu drehen.

Betscore: ohne Schweizer Bewilligung

Betscore führt keine Schweizer Bewilligung. Damit gilt für ein Konto hier dasselbe wie für die übrigen Häuser ohne Permit: kein Schutz durch das BGS, keine Registersperre, keine Schweizer Instanz für einen Streit, und das Risiko, dass die Adresse auf der Sperrliste landet — 671 Domains standen dort Ende 2025, Tendenz steigend.

Wer die Plattform trotzdem anschaut, sollte wenigstens die eigenen Bedingungen lesen: Auszahlungswege, Identitätsprüfung, Regeln für abgebrochene Matches. Im Schweizer System übernimmt das die Aufsicht. Ohne sie übernimmt es niemand, und niemand heisst hier: du.

X3Bet: ohne Schweizer Bewilligung, gemeldete Bewilligung in Kanada

X3Bet ist der eine Fall in dieser Gruppe, bei dem Drittquellen überhaupt eine Bewilligung nennen: Tobique in Kanada. Für die Schweiz ist das ohne Bedeutung. Eine ausländische Bewilligung hat nach Art. 4 BGS keine Geltung; das BGS knüpft seine Wirkungen an eine schweizerische Bewilligung, und die hat X3Bet nicht.

Eine Bewilligung auf einem anderen Kontinent regelt nicht, was mit deinem Guthaben geschieht, wenn ein Streit entsteht, und sie bindet dich nicht an ein Sperrregister, das dich vor dir selbst schützt. Dass eine Aufsicht irgendwo existiert, ist keine Aufsicht über dein Konto.

Rabona: ohne Schweizer Bewilligung

Rabona hält keine Schweizer Bewilligung, und eine gemeldete ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung. Für Tenniswetten in der Schweiz bedeutet das: kein Schutz, kein Register, kein Rechtsweg, Sperrlistenrisiko.

Ein Punkt, der bei diesen Häusern grundsätzlich zählt: Sie können ihre Bedingungen einseitig ändern, und es gibt keine Schweizer Stelle, bei der man dagegen vorgehen könnte. Bei einem bewilligten Veranstalter bleiben die Vertragsbedingungen mindestens einem Aufsichtsrahmen unterworfen.

Playzilla: ohne Schweizer Bewilligung

Playzilla tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Für Lesende in der Schweiz heisst das, dass keiner der Schutzmechanismen greift, die das Geldspielgesetz an ein bewilligtes Konto bindet — von der Einzahlung nur vom eigenen Konto bis zur Auszahlung nur auf den eigenen Namen (Art. 50 Abs. 2 VGS).

Und es heisst, dass die steuerliche Behandlung eine andere ist: Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, können aber nach der kantonalen Praxis voll steuerbares Einkommen sein — im Kanton Thurgau unabhängig von der Höhe. Wer bei einer solchen Plattform gewinnt, sollte das in der Steuererklärung nicht vergessen.

AmunRa: ohne Schweizer Bewilligung

AmunRa gehört zur Gruppe der Plattformen ohne Schweizer Bewilligung, mit den bekannten Folgen: keine Gespa-Aufsicht, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg und die Möglichkeit einer Sperrlisten-Aufnahme.

Ein Vergleich über die acht Häuser hinweg zeigt wenig Bewegung — die Bewilligungslage ist überall dieselbe. Das einzig Belastbare an diesen Angeboten ist die Quote selbst, und gerade bei ihr sollte man sich an den Rechenweg erinnern, mit dem dieser Abschnitt begonnen hat: Je höher die Marge, desto weniger von deinem Einsatz kommt überhaupt zurück.

Kosten, Steuern und was am Ende übrig bleibt

Die Schweiz erhebt keine Wettsteuer auf Einsätze. Wer eine Sportwette platziert, zahlt keinen Steueraufschlag auf den Einsatz — was auf dem Wettschein steht, ist der Einsatz. Das ist ein Vorteil gegenüber Märkten, in denen jede Wette besteuert wird; er ist reale Geldersparnis in jedem einzelnen Wettschein.

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden nur darüber besteuert. Der Bundesbetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); die kantonale Schwelle weicht ab, deshalb gilt: je nach Kanton. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die man über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückholt. Für eine typische Wette ist das alles fern — die Beträge liegen so hoch, dass die Frage in der Praxis selten auftaucht. Wichtiger für ein konkretes Konto: Eine Beratungsperson in Steuerfragen oder die kantonale Steuerverwaltung klärt den eigenen Fall, nicht ein Ratgebertext im Netz.

Der grössere Kostenposten bleibt die Marge im Preis. Bei einem Quotenschlüssel von 95 Prozent in einem Zweiwegemarkt mit Quoten von je 1.90 zahlt ein Wettender im Durchschnitt fünf Rappen je gesetztem Franken — unabhängig davon, ob der Abend gut oder schlecht ausgeht. Bei einem engen Markt kann der Wert besser sein, bei einem exotischen Markt deutlich schlechter; die Bandbreite ist die Aussage, nicht eine einzige Zahl. Wer die Kosten seines Spiels senken will, senkt sie am ehesten über den Markt: einen liquiden Hauptmarkt statt eines Nischenmarkts, eine einzelne Wette statt einer langen Kombination, bei der sich der Abschlag mit jedem Bein vervielfacht.

Auszahlung, Konto und Identitätsprüfung

Im bewilligten Schweizer Sportwetten geht jede Auszahlung auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen existieren hier nicht. Ein weiteres Konto auf den Namen eines Dritten ist kein Ausweg. Man darf das als Bürokratie empfinden; es ist der Grund, warum das Konto auch im Streitfall einem Menschen zugeordnet werden kann.

Ob eine Wette angenommen wird, entscheidet sich an den Limiten: CHF 1 bis CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 für eine Systemwette bei Sporttip. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Höchsteinsatz ist ein Rahmen pro Wette, keine Aussage über das Monatsbudget — und das Monatsbudget ist das, was die Verlustlimite begrenzt, nicht der Einzeldeckel.

Was Tenniswetten in der Schweiz für wen sind

Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt und legal auf Tennis setzen will, hat mit Swisslos Sporttip die einzige Tür, die unter Schweizer Recht offen steht. Wer in einem der sechs Westschweizer Kantone wohnt, hat mit Jouez Sport dieselbe Tür auf der anderen Seite. Kein anderes Haus auf dieser Seite kann das bieten, und kein anderes Haus sollte man für diese Rolle empfehlen.

Die acht Plattformen ohne Schweizer Bewilligung sind kein Äquivalent mit besserer Auswahl. Sie sind ein Geschäft ohne Aufsicht, in dem der Spielende die Rolle übernimmt, die sonst eine Behörde hat: Streitfälle tragen, Auszahlungen durchsetzen, Sperrlisten-Risiko einpreisen. Bei manchen wird das jahrelang gut gehen. Bei anderen nicht, und man erfährt es erst, wenn es darauf ankommt.

Die Randbedingungen zählen hier mehr als die Auswahl. Das Konto ist auf eine geprüfte Person und ein Land beschränkt. Verlustlimiten sind vor der ersten Wette zu setzen, und eine Erhöhung wirkt erst nach drei Tagen. Eine Sperre kann 180 Tage dauern, eine unbefristete Sperre landet in einem Register, das auch für Online-Casinos gilt. Es gibt keine Einzahlungsgrenze vom Staat, aber eine Einzahlungslimite, die man selbst setzt. Es gibt keine Wettsteuer, aber einen Quotenschlüssel, der bei einem 1.90/1.90-Markt fünf Prozent deines Einsatzes kostet, im Durchschnitt über viele Wetten. Das sind keine Hindernisse, die man wegrationalisieren kann — sie sind die Bedingungen, unter denen in diesem Land Tenniswetten stattfinden, und wer sie kennt, wettet besser als wer sie ignoriert.

Häufige Fragen zu Tenniswetten in der Schweiz

Auf welchen Turnieren kann man in der Schweiz überhaupt online wetten?

Auf Sportarten und Wettbewerben, die in der Gespa-Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten stehen (Version 10.09.2026). Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe sind nur erfasst, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Die vier Grand-Slam-Turniere gehören zum Tenniskalender; ob ein einzelnes Turnier oder eine bestimmte Runde im Programm steht, zeigt das Wettprogramm des Veranstalters.

Wie funktionieren Livewetten im Tennis, und was bringt Cash-out?

Livewetten beziehen sich auf das laufende Match, und die Quote verschiebt sich mit jedem Break. Bei Sporttip gilt eine zu spät platzierte Wette als Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos ebenso werten. Cash-out gibt es als vollständigen Rückkauf in Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten — zu einem tieferen Betrag als dem möglichen Wettgewinn, ohne Garantie für jeden Markt.

Was heisst ein Match-Tie-Break statt des dritten Satzes für Satz- und Matchwetten?

Ein Match-Tie-Break ersetzt im Tennis häufig den dritten Satz und wird bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung gespielt, alternativ bis 7 Punkte. Für eine Matchwette heisst das, dass der Ausgang in einem kurzen, hochvarianten Format entschieden wird. Eine Satzwette hängt dann an einem einzigen Abschnitt statt an einem vollen Satz — die Unsicherheit steigt, nicht die Quote.

Wie hängen Quote, Marge und implizierte Wahrscheinlichkeit zusammen?

Der Quotenschlüssel ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt zurückzahlt: 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ). Die Marge ist 100 Prozent minus diesen Wert. Bei zwei Quoten von je 1.90 ergibt sich ein Schlüssel von 95 Prozent, also eine Marge von 5 Prozent — eine Bandbreite, die je nach Markt und Turnier schwankt und in Nebenmärkten höher liegt.

Welche Verlustlimiten gelten vor der ersten Wette, und wie lange dauert eine Erhöhung?

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Nach Bundesrecht genügen 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande wenden 72 Stunden an.

Warum bleibt eine begründete Tennisprognose trotzdem unsicher?

Weil Form, Belag, direkte Duelle und Statistiken Wahrscheinlichkeiten beschreiben, keine Ergebnisse. Dazu kommt die Marge in jeder Quote: Eine richtige Prognose bleibt eine schlechte Wette, wenn der Preis zu tief ist. Ein Match kann in einem Tie-Break zu zehn Punkten kippen. Wer eine sichere Wette sucht, sucht etwas, das es nicht gibt.

Inhalt erstellt vom Team «dartstippsch.com»