Snooker-Wetten in der Schweiz — zwei Veranstalter, ein geschlossener Katalog und der Preis der Legalität

Updated Oktober 2026
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Unter der ersten Zeile steht der Stand: 29. Oktober 2026, geprüft gegen die Bewilligungen und Listen der Gespa sowie gegen die Teilnahmebedingungen und Spielregeln der beiden bewilligten Veranstalter.

Ein Snookertisch mit grünem Tuch und einem Dreieck aus roten Kugeln unter einer tief hängenden Lampe in einer leeren Halle.
An der Snookerweltmeisterschaft nehmen 32 Spieler in der Endrunde teil, inklusive Qualifikation sind es 144; das Finale wird im Modus Best of 35 Frames gespielt.

Snooker ist ein Spiel der Zentimeter. Ein Frame entscheidet sich daran, ob eine Kugel am Band liegen bleibt, und ein Match daran, ob ein Spieler nach zwei verlorenen Frames noch die Ruhe findet, ein Break zu Ende zu spielen. Wer darauf Geld setzt, setzt auf die Sorte Ereignis, die sich schlecht vorhersagen lässt, weil in einem Best-of-Modus jeder einzelne Frame ein eigener kleiner Wettkampf ist. Genau darin liegt der Reiz und genau darin die Rechnung: je unvorhersehbarer ein Ereignis, desto grösser der Anteil, den der Veranstalter aus jeder Quote herausschneidet.

In der Schweiz kommen zu diesem Preis zwei weitere. Erstens gibt es hier nur zwei Veranstalter, die Sportwetten überhaupt anbieten dürfen. Zweitens ist der Katalog dessen, was auf Snooker gewettet werden darf, eine geschlossene Liste. Wer aus Deutschland oder Österreich gewöhnt ist, bei einem Dutzend Buchmacher auf jede erdenkliche Snooker-Wette zu stossen, findet in der Schweiz ein schlankeres Angebot vor, das dafür unter Aufsicht steht. Das ist der Handel, und die Frage, um die sich alles dreht, ist, ob er sich lohnt.

Sporttip heisst das eine Produkt, Jouez Sport das andere. Wer in einem Kanton wohnt, in dem die eine Veranstalterin tätig ist, kann bei der anderen kein Konto eröffnen. Der Katalog erlaubter Sportarten und Wettarten entscheidet mit, wenn man prüft, ob die eigenen Snooker-Vorlieben dort überhaupt abgebildet sind. Und ab 18 Jahren, mit Wohnsitz im jeweiligen Gebiet, läuft alles über ein Spielerkonto mit verifizierter Identität, auf das auch das Geld zurückfliesst — kein anonymes Konto, keine Auszahlung an eine Wallet. Die folgenden Abschnitte nehmen diese Bedingungen einzeln auseinander und sagen jeweils, was sie den Wettenden kosten.

Bewilligung oder Sperrliste: woran sich in der Schweiz alles entscheidet

Der Rahmen dieser Seite steht nicht zur Verhandlung. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, kurz BGS, das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist. Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, und im Hintergrund gilt das Geldspielkonkordat, in Kraft seit dem 1. Januar 2021. Die ESBK ist nicht zuständig; sie beaufsichtigt Casinos und sonst nichts.

Eine Garderobe aus Holz mit einem dunklen Regenschirm in einem stillen Korridor, am Fenster rinnt Regen herunter.
Die Endrunde der Snookerweltmeisterschaft findet seit 1977 ab Ende April über 17 Tage im Crucible Theatre in Sheffield statt.

Das Gesetz zieht eine Grenze, die man genau lesen muss, weil sie den ganzen Vergleich Die Schweizer Veranstalter und ihre Bewilligung neben den ausländischen Anbietern prägt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und dazu eine Bewilligung je Spiel, und sie — der Gesetzestext ist hier ungewöhnlich direkt — «gilt nur in der Schweiz». Eine Bewilligung aus einem anderen Land, ob Malta, Curaçao, Deutschland oder irgendwo sonst, hat hier keine Wirkung. Nicht eine schwächere, keine: keine.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Das ist keine Marktentwicklung, das ist eine Entscheidung, und sie ist der Grund, warum jeder Vergleich auf dieser Seite nur zwei Namen enthält, die überhaupt in die Kategorie «erlaubt» fallen.

Was die Spielenden davon merken, ist die Kehrseite derselben Regel. Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist strafbar. Für die Veranstalter sind es bis zu drei Jahre Freiheitstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Wer als Spielende dort mitmacht, wird nicht bestraft, und trotzdem trägt nur eine Seite das Risiko des Ganzen: Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen die Veranstalterin eingezogen werden. Dazu kommen drei Dinge, die mit dem Konto zu tun haben und die man nicht nachholen kann, wenn sie fehlen. Kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister, das Spielsperren schweizweit festhält. Kein Schweizer Rechtsschutz, wenn eine Auszahlung ausbleibt. Und kein Rechtsanspruch auf faire Wettbedingungen, weil es keinen Schweizer Veranstalter gibt, an den man sich wenden könnte.

Die Gespa führt im Gegenzug eine Sperrliste: Domainnamen ausländischer Anbieter, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS-Sperre unzugänglich machen. Die erste Liste datiert auf den 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Wer glaubt, das sei ein Werkzeug mit Geduld, irrt: gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt dieses Domain-Hopping ausdrücklich. Interwetten und Bet-at-Home stehen als Beispiele dafür; bet365 nennt die Aufsicht als Anbieter auf der Liste. Und was in der Schweiz ebenso wenig existiert: ein Zahlungsblock. Banken und Kartensysteme blockieren die Zahlungen an solche Anbieter nicht. Kein Schweizer Instrument hindert daran; nur die Domain tut es, und nur bis zum nächsten Wechsel.

Nun das, was in den wenigsten Beschreibungen steht: auch die beiden bewilligten Anbieter sind kein Ort, an dem man unbeaufsichtigt Geld spielt. Das Gesetz rechnet mit der Möglichkeit, dass jemand die Kontrolle verliert — und legt die Vorkehrung dazu den Spielenden selbst in die Hand.

Verlustlimiten, Pausen und Sperren: was der Schutz den Spielenden abverlangt

Wer bei Sporttip zum ersten Mal teilnimmt, kann nicht einfach einzahlen und eine Wette platzieren. Er muss Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Es gibt eine Oberlimite von CHF 9’999 und für Teilnehmende unter 21 Jahren eine von CHF 1’000. Das ist kein Vorschlag am Rand des Formulars, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Wette überhaupt angenommen wird.

Die Mechanik dahinter ist der eigentliche Punkt, und sie ist gut gemacht. Eine Senkung der Limite greift sofort. Eine Erhöhung wird erst nach 72 Stunden wirksam. Das Statut sagt bei Erhöhungen 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Dieser Aufschub ist der wichtigste Schutzmechanismus im ganzen Katalog, weil er genau den Moment abfängt, in dem man ihn am wenigsten einsieht: den Abend nach einer Serie verlorener Wetten. Drei Tage Bedenkzeit sind in dieser Verfassung mehr, als man für nötig hält, und genau das ist die Idee. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage einrichten.

Ein festes staatliches Einzahlungslimit gibt es in der Schweiz nicht. Limiten setzt der Spielende, nicht der Gesetzgeber; der Veranstalter ist verpflichtet, von jedem Spielenden Höchstwerte zu verlangen. Das ist der Unterschied zu einem Regime mit gesetzlichem Deckel und der Grund, warum die konkrete Zahl auf dem eigenen Konto immer die ist, die man selbst gewählt hat — und warum sie genau deshalb wert ist, wach gewählt zu werden.

Zur Limite gehört die Sperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und die Sperre wird nicht vor Fristablauf aufgehoben. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und wirkt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder lösen, und daran ist eine Fachstelle beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Bei alldem bleibt eine Zahl unbequem: Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt und dabei an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Am Schalter ist der Schutz also nicht verlässlich. Online ist das Kontrollniveau ein anderes, weil das Konto verifiziert sein muss. Wer auf die Verkaufsstelle als Korrektiv setzt, setzt auf das schwächste Glied der Kette.

Wer nicht nur eine Grenze braucht, sondern jemanden zum Reden, findet sie bei den Fachstellen für Glücksspielsucht der Kantone, bei der Spielsuchtberatung der eigenen Gemeinde und bei den Beratungsdiensten, die Swisslos und die Loterie Romande in ihren Spielerschutz-Unterlagen nennen. Diese Wege kosten nichts und sind unabhängig von der Frage, wo man spielt.

Grundlagen des Snookers: die Zahlen, aus denen Quoten überhaupt gebaut werden

Ein Snookertisch trägt 22 Kugeln: den weissen Spielball, 15 rote Kugeln und je eine gelbe, grüne, braune, blaue, pinke und schwarze Kugel. Gespielt wird auf 12-Fuss-Tischen, die ein Aussenmass von etwa 366 × 183 Zentimetern haben. Profi-Turniere laufen meistens im Best-of-Modus über mehrere Frames, das heisst, ein Match endet für den Spieler, der zuerst eine festgelegte Frame-Zahl gewinnt.

Ein blauer Kreidewürfel und eine Queuespitze liegen am Rand eines Holztischs im weichen Seitenlicht.
Beim Snooker zählt Rot 1 Punkt, Gelb 2, Grün 3, Braun 4, Blau 5, Pink 6 und Schwarz 7 Punkte; das maximale Break beträgt 147 Punkte.

Die Punktwertung ist der Grund, warum Snooker sich so schwer in eine Quote giessen lässt. Rot zählt 1 Punkt, Gelb 2, Grün 3, Braun 4, Blau 5, Pink 6 und Schwarz 7. Das maximale Break beträgt 147 Punkte. Je nachdem, welche Kugel nach einer roten gelocht wird, unterscheidet sich der Wert desselben Tischzustands also um mehrere Punkte, und für einen Aussenstehenden sieht ein gewonnenes Break wie eine Handvoll gelochter Kugeln aus, ohne dass der Wert aus dem Verlauf ablesbar wäre. Ein Spielstand von 40 Punkten Rückstand bedeutet bei 25 Punkten auf dem Tisch etwas völlig anderes, als wenn noch alle Farben liegen.

Ein Frame kann in einem Detail kippen. Bei Punktegleichstand am Ende wird die schwarze Kugel erneut aufgelegt — «Re-spotted black» — und der nächste Punktgewinn entscheidet den Frame. Es gibt kaum eine Wettart, in der ein einzelner Punkt so viel bewegt.

Hinter dem Spielbetrieb steht eine Struktur, die man kennen sollte, weil sie den Turnierkalender erklärt. Die World Professional Billiards & Snooker Association wurde 1968 gegründet; ihre kommerzielle Tochter ist die World Snooker Tour. Zur Triple Crown zählen die Snookerweltmeisterschaft, die UK Championship und das Masters. Diese drei bilden den Kern der Saison, an dem sich die quotenstärksten Wochen orientieren.

Quoten im Snooker: die Marge des Veranstalters und was sie vom Einsatz nimmt

Snooker-Quoten entstehen wie Quoten in jeder anderen Sportart: aus einer Einschätzung, wie häufig ein Ausgang eintritt, umgerechnet in eine Zahl, die den Einsatz vervielfacht. Und wie überall steckt darin ein Abschlag. Die Kennzahl dafür ist der Quotenschlüssel — die Auszahlungsquote eines Marktes —, und die Marge ist 100 % minus dieses Schlüssel. Der Quotenschlüssel ergibt sich aus 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ), gerechnet über alle Ausgänge eines einzigen Marktes.

Nehmen wir einen illustrativen Zwei-Weg-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten — ein Beispiel, kein quotierter Preis. Der Quotenschlüssel dieses Marktes liegt bei etwa 95 %, die Marge also bei rund 5 %. Das ist eine Bandbreite, keine exakte Zahl: sie hängt davon ab, wie die beiden Preise aufeinander liegen. Verschiebt sich ein Markt auf 1.85 / 1.95, steigt die Marge auf etwa 5,3 %, bei 1.80 / 2.00 auf etwa 5,6 %. Den drei Beispielen liegt dieselbe Rechnung zugrunde und jedes führt auf ein anderes Ergebnis, weil zwei Quoten nie symmetrisch bleiben.

Was heisst das für den einzelnen Wettschein? Bei einer Einzelwette auf einen Matchsieger mit Quote 1.90 bringen CHF 100 Einsatz CHF 190 zurück, wenn sie aufgeht. Der Nettogewinn beträgt CHF 90. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten, und der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Diese Marge ist keine Gebühr auf dem Wettschein, die man sehen könnte. Sie sitzt in der Quote: 1.90 auf beiden Seiten eines Zwei-Weg-Marktes sind zwei Zahlen, die zusammen einen Auszahlungsschlüssel unter 100 % ergeben, und die Differenz behält der Veranstalter von jedem Einsatz. Über einen Abend mit zwanzig Wetten zu je CHF 50 sind das rechnerisch rund CHF 50, die im Preis verschwunden sind, ohne dass eine Zeile auf einem Kontoauszug davon erzählt.

Für Snooker gibt es dazu einen realen Vorbehalt. Quoten für Nischenmärkte und kleinere Turniere liegen typischerweise höher in der Marge als die grossen Fussballligen, weil weniger Volumen sie absichert. Die Runde, in der ein Topspieler gegen einen Qualifikanten antritt, ist fast immer teurer bepreist als das Finale. Wer nur auf die Triple-Crown-Turniere setzt, zahlt also einen niedrigeren Aufschlag als derjenige, der sich durch die frühen Runden jedes kleinen Ranglistenturniers wettet.

Wettarten kennt der Markt mehrere: den Sieger eines einzelnen Frames, den Matchsieger, den Turniersieger, dazu Handicaps und Over/Under über Frames. Was davon bei einem konkreten Veranstalter auf dem Wettschein steht, steht in seinem Wettprogramm und nirgends sonst — nicht in einer Tabelle, nicht in einer Werbung, und auch nicht in einem Vergleichsartikel.

Bei Livewetten wird es heikler. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Für Snooker heisst das: das Ende eines Frames ist ein solcher Moment. Wer live auf den Frame-Sieger setzt, während der letzte Ball rollt, spielt gegen eine Uhr, die er nicht sieht.

Spielplan und Turniere: der Snooker-Kalender, auf den sich Quoten beziehen

Der Kalender, an dem sich alles aufhängt, hat einen festen Fixpunkt. Die Endrunde der Snookerweltmeisterschaft findet seit 1977 ab Ende April über 17 Tage im Crucible Theatre in Sheffield statt, und die Austragung dort ist vertraglich bis 2045 gesichert. Das ist eine Seltenheit im Sport: ein Veranstaltungsort, der über Jahrzehnte nicht zur Disposition steht, und deshalb ein Turnier mit einer Statistik, die länger trägt als jede andere im Snooker.

Das Format erklärt die Länge. 32 Spieler nehmen an der Endrunde teil, inklusive Qualifikation sind es 144, und das Finale wird im Modus Best of 35 Frames gespielt. Ein WM-Finale ist damit kein Abend, sondern zwei Tage Snooker mit mehreren Hundert Punkten und Dutzenden Momenten, in denen ein Spiel kippt. Für den Markt heisst das: aus demselben Turnier lassen sich viele Einzelmärkte ableiten, aber jeder davon bezieht sich auf einen winzigen Ausschnitt eines sehr langen Ereignisses.

Das Masters und die UK Championship ergänzen die Triple Crown, und beide sind der Grund, warum die Saison überhaupt einen Rhythmus hat. Die UK Championship kommt in der Regel im Herbst, das Masters zu Jahresbeginn in London, die Weltmeisterschaft im Frühling. Für den Wettenden ist die Reihenfolge nützlicher als jeder einzelne Termin: die Qualifikationsrunden entscheiden, wer in Sheffield überhaupt am Tisch steht, und die Form, die ein Spieler im Masters zeigt, ist die einzige belastbare Vorinformation für die WM.

Der Katalog der Sportarten und Wettarten ist dabei keine leere Formalität. Das Gesetz kennt einen geschlossenen Katalog der erlaubten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, und zu diesem Katalog gehört unter anderem, dass Qualifikationsrunden nur dann bepreist werden dürfen, wenn sie ausdrücklich gelistet sind, dass Frauenwettbewerbe nur bei ausdrücklicher Nennung zulässig sind und dass Ranglistenwetten nur dann erlaubt sind, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder den Podestplatz entscheidet, während Wetten auf Trainingsläufe nie erlaubt sind. Für Snooker heisst das konkret: wer die Qualifikation zur Weltmeisterschaft bepreist haben will, sollte einen Blick in die Liste werfen, bevor er einen fehlenden Markt für ein Versäumnis der Veranstalterin hält.

Vergleichskriterien: woran sich die Anbieter in dieser Rangliste messen lassen müssen

Sechs Punkte entscheiden darüber, ob eine Sportwette in der Schweiz ihren Preis wert ist.

Das Wettangebot auf Snooker steht an erster Stelle, und zwar in Breite und Tiefe. Breite heisst, ob das Turnier überhaupt im Programm ist. Tiefe heisst, ob es Märkte über einzelne Frames und über die Dauer eines Matches gibt oder nur einen Matchsieger. Wer regelmässig auf Snooker setzt, merkt schnell, dass ein Programm, das nur den Sieger anbietet, die interessanten Fragen offen lässt.

Das Quotenniveau kommt direkt danach. Der Quotenschlüssel eines Marktes sagt, wie viel von den Einsätzen an die Spielenden zurückfliesst, und die Marge ist die Differenz. Diese Zahl ist der stille Preis jeder Wette, und sie ist der Grund, warum zwei Anbieter mit identischem Angebot völlig unterschiedliche Ergebnisse liefern können.

Die Limiten sind der dritte Punkt, und hier ist die Unterscheidung wichtiger als die Zahl. Ein Mindesteinsatz von CHF 1 schliesst niemanden aus. Ein Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette bei Sporttip ist für private Spieler weit über der eigenen Grösse, für erfolgreiche Spieler aber die Grenze, an der ein Anbieter aufhört, Interesse an ihnen zu haben. Wer mit einer Limite kalkuliert, sollte wissen, dass der Veranstalter sie jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern kann und eine Wette über der Limite nicht angenommen wird.

Die Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen ist der vierte Punkt, und er ist in der Schweiz strenger geregelt als anderswo: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwetten-Angebot nicht, und Kredite an Spielende ebenso wenig. Wer sich Krypto-Auszahlungen bei einem ausländischen Anbieter wünscht, verliert gegen genau diese Regel. Dass sich daraus nichts über die Akzeptanz einzelner Zahlungsmarken folgern lässt, versteht sich: welche Marken ein Anbieter führt, steht in seinen eigenen Bedingungen.

Das Steuerverhalten macht den fünften Punkt aus. Gewinne aus erlaubten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Die kantonale Schwelle weicht davon ab, deshalb bleibt hier nur «je nach Kanton», keine einzelne Kantonszahl. Oberhalb der Schwelle behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Verrechnungssteuer, dafür behandelt die kantonale Praxis in Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer mit grösseren Beträgen spielt, klärt das mit einem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung.

Der sechste Punkt ist die Bindung. Eine Quote ist auch eine Verpflichtung, und die wird nicht im Werbetext geregelt, sondern in den Spielregeln und Teilnahmebedingungen, die für jede einzelne Wette gelten. Wer vor der Anmeldung zwei Seiten davon liest — die Limiten, das Limitensystem, die Bedingungen für Boni — weiss danach mehr über seinen Anbieter als jeder Vergleich.

Die Schweizer Veranstalter und ihre Bewilligung neben den ausländischen Anbietern

Anbieter Bewilligungsstatus Veranstalterin oder gemeldete Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande; Produkt Jouez Sport
BillyBets keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung nach Art. 4 BGS
1Bet keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung nach Art. 4 BGS
BetPanda keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung nach Art. 4 BGS
Boomerang Bet keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung nach Art. 4 BGS
Playzilla keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung nach Art. 4 BGS
BetAlright keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung nach Art. 4 BGS
BetFury keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung nach Art. 4 BGS
FortuneJack keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung nach Art. 4 BGS

Die zwei oberen Zeilen und die acht unteren gehören nicht in dieselbe Schublade, und die Tabelle soll das nicht verwischen. Bei den ersten beiden prüft die Gespa Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung, bei den übrigen prüft niemand eine Schweizer Bewilligung, weil es keine gibt. Was die acht eint, ist auch die Grundlage ihrer Bewertung: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz. Die acht sind hier aufgeführt, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen; bewertet werden sie nach denselben Kriterien, aber niemand sollte aus der Aufnahme in diese Liste eine Erlaubnis lesen.

Loterie Romande (Jouez Sport): der Westschweizer Kanal und seine sechs Kantone

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligungsgrundlage ist dieselbe wie bei Swisslos: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS, SR 935.51, unter Aufsicht der Gespa.

Das Konto ist der Knackpunkt. Wer im Kanton Zürich wohnt, kann bei Jouez Sport kein Online-Konto eröffnen, und umgekehrt gilt dasselbe. Der Wohnsitz in einem der sechs Kantone ist die Zulassungsbedingung, nicht eine Formalität, die sich mit einem anderen Ausweis umgehen liesse. Diese Aufteilung ist historisch gewachsen und dient der Westschweiz, aber sie ist eine Einschränkung, die man kennen sollte, bevor man sich über ein fehlendes Angebot wundert: die Veranstalterin ist nicht schweizweit tätig, sie ist Westschweizer Veranstalterin.

Wer in der Westschweiz wohnt und dort ein Konto führt, bekommt dafür etwas, das kein ausländischer Anbieter liefern kann: die gesamte Kette ist schweizerisch. Das Geld kommt aus den Kantonen und geht in die Kantone zurück — die Loterie Romande schüttet ihre Erträge an die Westschweizer Kantone aus. Kontrolle, Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen und Steuerbehandlung nach Schweizer Recht liegen damit in einer Hand.

Was ein Anbieter wie dieser bei Snooker zeigt, entscheidet über seinen Wert für einen Snooker-Wettenden mehr als seine Grösse. Die 2’350 Verkaufsstellen und die 221 Mitarbeitenden sagen nichts über die Tiefe seines Snooker-Programms. Wer den Katalog an Sportarten und Wettarten betrachtet, sieht, dass die bewilligten Veranstalter an die gelisteten Sportarten und Wettarten gebunden sind, und dass das für ein randständigeres Sport wie Snooker bedeutet, dass Breite und Tiefe nicht selbstverständlich sind. Ob ein einzelner Snooker-Markt auf dem Wettschein steht, entscheidet das Wettprogramm, und nur es.

Swisslos (Sporttip): das vertraglich grösste Gebiet und die strengste Konto-Registrierung

Sporttip wird im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel; sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020), und die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip.

Die Registrierung ist der Teil, der am meisten Aufwand macht, und sie erklärt sich selbst. Es braucht mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das ist keine Schikane, sondern die Voraussetzung dafür, dass Verlustlimiten, Sperren und Auszahlungen auf das eigene Konto überhaupt greifen können. Eine schlecht verifizierte Identität macht jeden Schutzmechanismus zu einem Formular.

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Die Regel trifft den Amateur-Snookerspieler, der auf sein eigenes Match setzen möchte: er darf es nicht, und das ist gut so, denn ein Markt, in dem Teilnehmer auf sich selbst setzen, ist kein Markt.

Bei den Einzahlungen und Einsätzen gelten klare Zahlen. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für jemanden, der CHF 20 auf einen Frame setzt, ist die Obergrenze ohne Bedeutung. Für jemanden, der mit einem System über zwölf Spiele arbeitet, ist sie die relevante Grösse: CHF 10’000 klingt viel, bis man merkt, dass eine Systemwette aus genug Kombinationen diesen Betrag schneller erreicht, als der eigene Kopf zählt.

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Rundung arbeitet gegen den Spielenden, und in der Summe vieler kleiner Wetten ist sie ein Kostenfaktor, den niemand auf dem Wettschein sieht.

Für die, die mehr als eine Einzelwette spielen, hat Sporttip ein paar Bausteine, die man mit ihrem jeweiligen Preis lesen sollte. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Klingt grosszügig, ist aber keine Zugabe für sich: fünfzehn Voraussagen mit mindestens 1.50 sind eine Kombination, die so selten aufgeht, dass der Prozentwert nur auf dem Papier des Werbetextes gross aussieht. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer einen Boost setzt und dann den Cash-Out zieht, verliert die Erhöhung — die beiden Werkzeuge schliessen einander aus.

Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; angeboten werden muss Cash-Out nicht für alle Wetten. Das ist der ehrlichste Satz im ganzen Regelwerk: der Preis für das vorzeitige Aussteigen ist die Differenz zum möglichen Gewinn, und die zahlt der Spielende.

Zwei Regeln betreffen Livewetten auf Frames unmittelbar. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Ein abgeschlossener Frame ist ein solcher Moment. Wer den Wettschein abschickt, während im Hintergrund der entscheidende Ball läuft, riskiert, dass sein Einsatz mit Quote 1.00 zurückkommt — kein Verlust, aber auch kein Gewinn, und die Wette war umsonst.

Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Beim Snooker gibt es keine Nachspielzeit, aber es gibt Kugeln, die aufgelegt werden, und es gibt Frames, die sich länger ziehen, als der Markt veranschlagt hat. Auch hier gilt: was zählt, steht im Programm.

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für Snooker heisst das: eine Kombination aus Frame-Sieger und Matchsieger desselben Spiels ist ein abhängiges Ereignis und gehört in den Bet Builder, nicht in die freie Kombination. Wer auf zwei Ereignisse setzt, die voneinander abhängen, hat am Ende keine höhere Quote, sondern nur ein höheres Risiko.

Wo das Geld hingeht, ist bei dieser Veranstalterin kein Marketingthema, sondern eine Rechnung. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die damit Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Wer bei Sporttip auf Snooker setzt, finanziert also zu einem kleinen Teil den Schweizer Sport — und das ist der einzige Teil dieser Seite, der sich wie Werbung anfühlt, obwohl er es nicht ist. Es ist der Grund, warum ein Teil der Wettenden überhaupt beim Schweizer Anbieter bleibt, obwohl das Angebot schmaler ist.

BillyBets: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg

BillyBets hat keine Schweizer Bewilligung. Das ist kein Mangel eines Formulars, sondern der ganze Status: Nach dem interkantonalen Recht dürfen nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten in der Schweiz anbieten. Die angegebene Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Nicht angeschlossen ans Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von Schweizer Telekommunikationsanbietern per DNS blockiert werden.

Was ein Anbieter in dieser Kategorie mit seinen Snooker-Märkten macht, ist eine Frage, die man an ihn selbst stellen muss. Der Blick auf das Angebot eines ausländischen Buchmachers zeigt oft mehr Märkte als der bewilligte Schweizer Katalog zulassen würde — mehr Wettarten, mehr Turniere, mehr Kombinationen. Das ist der ganze Handel: mehr Auswahl gegen den Verlust der Schweizer Aufsicht und des Schweizer Rechtswegs.

1Bet: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg

1Bet hat keine Schweizer Bewilligung, und für dieses Haus gilt damit dieselbe Einordnung wie für jedes andere ausländische Angebot. Die angegebene Lizenz entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Aufsicht, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Die Bewertung nach denselben Kriterien wie oben endet bei der Angebotstiefe. Ein ausländischer Buchmacher kann mehr Snooker-Märkte führen, als der Schweizer Katalog kennt, und er kann einen Spieler mit einem grösseren Bonus anziehen. Beides ist echte Arbeit, die jemand leistet, und beides hat keinen Schweizer Schiedsrichter.

BetPanda: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg

BetPanda hat keine Schweizer Bewilligung. Angesichts der Rechtslage heisst das: Ein Schweizer Anschluss an die Aufsicht fehlt vollständig, die angegebene Lizenz bleibt ohne Wirkung, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste kommen und per DNS blockiert werden.

Ob dieser Anbieter Snooker im Programm führt, ist keine Information, die aus dem Status folgt. Das steht in seinem eigenen Wettprogramm, und wer dort spielt, prüft es vorher.

Boomerang Bet: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg

Boomerang Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Die angegebene Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung, es gibt keinen Anschluss an das Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg und keine Schweizer Aufsicht, und die Domain kann per DNS blockiert werden.

Was das praktisch bedeutet, ist unromantisch: Wenn eine Auszahlung ausbleibt, führt der Weg nicht zu einer Schweizer Behörde. Er führt zu einer ausländischen Aufsicht, deren Zuständigkeit man vorher prüfen müsste, oder nirgendwohin.

Playzilla: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg

Playzilla hat keine Schweizer Bewilligung. Die angegebene Lizenz bleibt ohne Wirkung in der Schweiz, es besteht kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Aufsicht, und es droht die Sperrung der Domain.

Für Snooker zählt bei diesem Haus nur, was im eigenen Programm steht, und nicht, was eine Vergleichstabelle verspricht. Wer sich das Programm ansieht, weiss danach mehr als jeder Testbericht.

BetAlright: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg

BetAlright hat keine Schweizer Bewilligung. Damit gilt die volle Einordnung: keine Wirkung der angegebenen Lizenz in der Schweiz, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Aufsicht und die Möglichkeit der Domain-Sperre.

Der Preis dieses Status ist nicht nur die fehlende Aufsicht, sondern auch die Steuerfrage. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, dafür behandelt jedenfalls die kantonale Praxis in Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen. Das kann je nach Höhe des Gewinns mehr kosten als der Vorteil, den ein grösseres Angebot bietet.

BetFury: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg

BetFury hat keine Schweizer Bewilligung. Die angegebene Lizenz hat hier keine Wirkung, es gibt keinen Anschluss an das Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg und keine Schweizer Aufsicht, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.

Wer Snooker bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, sollte das mit offenen Augen tun. Der Schweizer Spielende wird für die Teilnahme nicht bestraft. Das Risiko liegt nicht bei ihm, sondern bei seinen Einsätzen und Gewinnen.

FortuneJack: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsweg

FortuneJack hat keine Schweizer Bewilligung. Wie bei jedem ausländischen Anbieter: Die angegebene Lizenz bleibt in der Schweiz ohne Wirkung, es besteht kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg und keine Schweizer Aufsicht, und die Domain kann per DNS blockiert werden.

Was diese Anbieter eint, ist also nicht ein Merkmal ihres Angebots, sondern ihre gemeinsame Lage ausserhalb des Schweizer Rechts. Deshalb steht hier auch kein Vergleich ihrer Snooker-Märkte gegeneinander: über die sagt ihr Bewilligungsstatus nichts, und über die Hausregeln sagt der Status nichts, was über die Schweizer Sicht hinausgeht.

Was ein Bonus verlangt, bevor er etwas wert ist

In der Schweiz sind Gratisspielguthaben etwas anderes als in den meisten Nachbarländern. Das Gesetz verlangt für Gratisspiele oder Gratisguthaben die vorherige Zustimmung der Gespa; 2025 hat sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Wenn eine Aufsichtsbehörde jede einzelne Aktion genehmigen muss, sind grosse, laute Bonusprogramme schon aus verwaltungstechnischen Gründen selten. Wer aus einem Markt kommt, in dem jede Woche ein neuer «100 % Bonus» beworben wird, findet hier ein anderes Tempo.

Das ist keine Kleinigkeit, sondern die zentrale Erwartungskorrektur dieser Seite. Bonusbeträge und Bedingungen kommen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters, und es gibt keine Instanz, die sie einem Vergleichsartikel vorliest. Wer die konkrete Zahl auf dem eigenen Konto sehen will, findet sie dort.

Und hier ist die Rechnung, um die es eigentlich geht: Was ein «Bonus» wirklich wert ist, entscheidet nicht sein Nennwert, sondern die Kette an Bedingungen dahinter. Eine Freiwette, deren Einsatz bei einem Gewinn nicht zurückgezahlt wird, ist weniger wert als ihr Betrag. Ein Bonus, der mehrfach umgesetzt werden muss, ist nur so viel wert wie der Teil, der nach der Marge übrig bleibt. Ein Quotenboost, der bei einem Cash-Out verfällt, ist nur für den etwas wert, der den Cash-Out nicht braucht. Und ein Angebot mit einer Frist ist nichts wert, wenn die Frist vor dem Spiel abläuft, für das man sich interessiert.

Die Reihenfolge, in der man sich einem Angebot nähert, ist deshalb diese. Zuerst die Art: Freiwette oder Guthaben, Quotenboost oder Kombiboost, denn davon hängt ab, wie der Wert überhaupt entsteht. Dann die Bedingungen: Mindestquote, Mindesteinsatz, Höchstgrenze der Erhöhung, Verfall bei Cash-Out, zeitliche Frist. Erst dann der Nennwert, der ohne die anderen vier nichts bedeutet. Ein Leser, der diese Reihenfolge einmal verinnerlicht hat, liest jede Bonuswerbung danach anders, und zwar dauerhaft.

Häufige Fragen

Bei Swisslos mit dem Produkt Sporttip und bei der Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und beide brauchen eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa. Ein Online-Konto eröffnet nur, wer im jeweiligen Gebiet wohnt.

Steht Snooker auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten?

Die Gespa führt eine Liste der erlaubten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, und nur was darauf steht, darf bepreist werden. Qualifikationsrunden nur, wenn sie ausdrücklich gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur bei ausdrücklicher Nennung, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den internationalen Einzug oder den Podestplatz entscheidet. Trainingsläufe sind nie erlaubt.

Wie gross ist die Marge in Snooker-Quoten, und was nimmt sie von der Auszahlung?

Der Quotenschlüssel ist der Anteil, den ein Markt an die Spielenden zurückzahlt, und die Marge ist 100 % minus diesen Schlüssel. Ein illustrativer Zwei-Weg-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten kommt auf einen Schlüssel von rund 95 % und damit auf etwa 5 % Marge; verschiebt er sich auf 1.85 / 1.95, steigt sie auf etwa 5,3 %.

Was bringt eine gewonnene Wette auf einen Matchsieger zurück?

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal dem Produkt der Einzelquoten. CHF 100 auf Quote 1.90 bringen bei einem Treffer CHF 190 zurück, davon CHF 90 Nettogewinn. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Wie werden Livewetten im Snooker abgerechnet, und was gilt bei spät platzierten Wetten?

Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Im Snooker ist das Ende eines Frames ein solcher Moment; wer den Wettschein zu spät abschickt, bekommt seinen Einsatz ohne Gewinn zurück.

Wie werden Gewinne ohne Schweizer Bewilligung steuerlich behandelt?

Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer. Die kantonale Praxis kann sie dafür als steuerbares Einkommen behandeln, unabhängig von der Höhe; die Praxis des Kantons Thurgau tut genau das für Gewinne aus ausländischen Grossspielen. Bei Schweizer Grossspielen ist der Gewinn bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei. Verbindliche Auskunft geben kantonale Steuerverwaltung oder Steuerberatung.

Was unter dem Strich bleibt

Die Schweiz ist für Snooker-Wettende kein bequemer Markt. Zwei Veranstalter, jeder mit seinem eigenen Gebiet, dazu eine Reihe ausländischer Anbieter, die sich in keinem Punkt auf Schweizer Recht berufen können. Wer hier wetten will, trifft zuerst eine Entscheidung über den Ort und erst danach eine über die Quote. Das ist die Umkehrung dessen, was in anderen Ländern üblich ist, und es ist der Kern des Preises, den die Bewilligung kostet.

Die Rechnung, die an diesem Platz am häufigsten übersehen wird, ist die Marge. Rund 5 % eines Zwei-Weg-Marktes sind in den Quoten verschwunden, bevor der erste Ball gestossen ist, und diese Marge bezahlt der Spielende mit jedem einzelnen Einsatz, ob er gewinnt oder verliert. Sie ist kein einmaliger Eintrittspreis, sondern eine laufende Abgabe, die sich über ein Jahr zu einem Betrag summiert, der mehr ist als jeder Bonus, um den sich die Werbung dreht. Genau daran muss sich jede Snooker-Strategie messen lassen: an der Frage, ob die Marge gross genug ist, um einen Weg zurückzulassen.

Deshalb ist die Rangliste auf dieser Seite kürzer, als man erwarten würde. In der Kategorie erlaubt stehen zwei Namen, und wer in der Schweiz wohnt, kann nur bei einem davon ein Konto eröffnen. Bei beiden gibt es Limiten, eine Registrierungspflicht, eine geschlossene Liste der erlaubten Wettarten und Steuern erst oberhalb eines Freibetrags, der für private Spieler in der Praxis keine Rolle spielt. Der Aufwand ist real und der örtliche Aufwand ist der grössere: Bewilligte Spielende haben ihren Anbieter nicht gewählt, sondern zugewiesen bekommen.

Die acht Anbieter ohne Bewilligung sind aus dem Vergleich nicht verschwunden, weil sie für Schweizer Spielende unsichtbar wären, sondern weil sie auf einer anderen Grundlage bewertet werden. Bei ihnen steht die Frage nach dem Angebot an erster Stelle, weil die Schweizer Aufsicht als Argument weg ist. Das ist nicht die schlechtere Position für ein grösseres Snooker-Programm, aber es ist eine andere, und es ist der Grund, warum kein Bonus dieser Welt etwas an der Tatsache ändert, dass niemand in der Schweiz für sie zuständig ist.

Inhalt erstellt vom Team «dartstippsch.com»