NHL-Wetten in der Schweiz: Die zwei Veranstalter, die es gibt – und der Preis der anderen
In der Schweiz dürfen NHL-Wetten nur zwei Veranstalter anbieten, und wer in Basel wohnt, liest die Spielregeln der Loterie Romande umsonst. Wer aus St. Gallen kommt, kann bei Jouez Sport kein Konto eröffnen. Das ist kein Detail am Rand, das ist der erste Kostenpunkt des Themas: Der Markt ist nicht klein, er ist zweigeteilt.

Was das für Quoten, Limiten und Auszahlungen bedeutet, lässt sich genau ausrechnen. Was es für den einzelnen Spieler bedeutet, hängt von der Wohngemeinde ab – von einer Adresse, die man nicht wählt, sondern hat.
Stand: 29. Oktober 2026. Die Bewilligungsangaben wurden gegen die öffentlich einsehbaren Unterlagen der beiden Schweizer Veranstalter und die Aufsichtsinformationen der Gespa geprüft.
Warum auf Nordamerika-Eishockey in der Schweiz nur zwei Veranstalter antreten dürfen
Zwei Veranstalter für ein Land von neun Millionen Einwohnern. Die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 hat die Zahl der Bewilligungen für Lotterien und Sportwetten auf zwei beschränkt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Nicht drei, nicht einer je Kanton – zwei.

Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Diese Kantone zusammen bilden das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande mit Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Der erste Kostenpunkt liegt in dieser Aufteilung. Ein NHL-Wettender mit Wohnsitz in Zürich hat genau einen Anbieter mit Schweizer Bewilligung zur Verfügung. Das ist kein Auswahlproblem, das ist ein Monopol – regional begrenzt, gesetzlich gewollt.
Die Bewilligung selbst ist doppelt gestaffelt: ein Veranstalter braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel, wie das Geldspielgesetz es in den Artikeln 21 bis 25 festlegt. Und sie gilt nur in der Schweiz. Ein Konto bei einem ausländischen Buchmacher, der auf denselben Bildschirmen dieselben NHL-Spiele anbietet, steht ausserhalb dieses Rahmens.
Die Gespa-Liste entscheidet, welche Spiele überhaupt auf dem Schein stehen
Eine Bewilligung allein macht noch kein Wettangebot. Der zugelassene Sportwettenkatalog ist geschlossen und wird von der Gespa geführt: eine Liste erlaubter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, in der Fassung vom 10. September 2026. Nordamerikanisches Eishockey steht darauf nur dann zur Verfügung, wenn das konkrete Ereignis und die konkrete Wettart von dieser Liste erfasst sind.

Die Liste ist eng gefasst, und die Ausschlüsse sagen mehr über den Schweizer Markt als die Einschlüsse. Qualifikationsrunden sind nur enthalten, wenn sie aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe ebenfalls nur dann. Ranglistenwetten sind zulässig, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb entscheidet oder das Podest betrifft. Auf Trainingsläufe darf nicht gewettet werden. Corner- und Kartenmärkte fehlen in der Liste vollständig, ein Esport-Abschnitt ebenso. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.
Wer also auf ein Vorbereitungsspiel der NHL im September setzt, setzt nicht auf ein Ereignis, das es bei einem Schweizer Veranstalter mit Sicherheit gibt. Der Spielplan der NHL ist der eine Kalender. Die Gespa-Liste ist der andere. Sie decken sich nicht.
Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind in der Schweiz nicht erlaubt – ein Randdetail, das zeigt, wie klar der Katalog auf Sport zugeschnitten ist. Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und während des Spiels, wo der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Geldspielgesetz nicht.
Was ein ausländischer Anbieter kostet, der keine Schweizer Bewilligung hat
Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist kein verbotener Geheimtipp, er ist ein Rechtsraum für sich. Eine ausländische Bewilligung – Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land – hat in der Schweiz keine Wirkung. Das steht in Artikel 4 des Geldspielgesetzes, und es ist die kürzeste Antwort auf die häufigste Frage zu diesem Thema.
Auf der Seite des Spielers ist das kein Straftatbestand. Wer bei einem ausländischen Anbieter wettet, wird nach der Darstellung des Bundesamts für Justiz nicht bestraft. Die Rechnung sieht trotzdem nicht gut aus: Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Ein Schweizer Spielerschutz greift nicht. Das Sperrregister, in dem freiwillige und angeordnete Spielsperren stehen, ist bei einem ausländischen Anbieter unbekannt; seine Domains können von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS-Sperre umsetzen. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt – die Gespa nennt dieses Vorgehen Domain-Hopping und nennt als Beispiele Interwetten und Bet-at-Home; bet365 steht auf der Liste.
Wer heute auf dem gesperrten Weg sucht, findet morgen einen neuen. Der Umweg ist also nicht der Kostenpunkt. Der Kostenpunkt ist der Rückweg: Es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, wenn die Auszahlung ausbleibt.
Auf der anderen Seite steht die Rechnung des Bewilligungsmodells. Verlustlimiten sind im bewilligten Modell Pflicht, das Sperrregister gilt, die Identität wird geprüft. Was das kostet, ist die Freiheit der Auswahl: zwei Anbieter, ein geschlossener Katalog, Wohnsitzpflicht und Verifikation. Keines der beiden Modelle ist per se die sichere Wahl. Das eine ist enger und nachvollziehbar, das andere weiter und folgenlos im Schlechten wie im Guten.
Was einen NHL-Wettschein in der Schweiz ausbremst: Limiten, Sperren, Kontrolle
Wer auf Eishockey setzt, setzt auf ein Spiel mit vielen Wendungen, und Livewetten auf solche Spiele sind genau die Sorte Wette, bei der ein Abend schneller teurer wird als geplant. Genau dort greifen die Werkzeuge des Spielerschutzes – und sie sind es wert, vorher gelesen zu werden, weil sie später nicht mehr zu ändern sind.
Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung wird erst nach 72 Stunden wirksam. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen.
Die 72 Stunden sind der wichtigste Satz in diesem Absatz. Die Limite ist eine Einbahnstrasse mit Verzögerung: nach unten geht es auf Knopfdruck, nach oben nur mit Wartezeit. Wer die Verlustlimite als bürokratische Pflichtübung abhakt und in der ersten Sitzung CHF 9’999 einträgt, hat sich selbst eine Bremse eingebaut, die er nicht mehr lösen kann, wenn er sie braucht. Wer sie zu eng setzt, kann sie im laufenden Monat nicht mehr anheben. Die Wahl gehört also an den Anfang, nicht an den Rand – und sie gehört nicht in den Abend, an dem das erste Spiel läuft.
Wenn die Wette selbst der Punkt ist
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Das ist mehr Reichweite, als ein einzelner Spieler erwartet. Die Sperre bleibt nicht im Sporttip-Konto, sie folgt der Person in den ganzen Geldspielbereich. Für den einen ist das die eigentliche Funktion – eine Entscheidung, die nicht jeden Montag neu getroffen werden muss. Für den anderen ist es genau der Grund, warum er sie nie auslöst. Beide bleiben frei, sich vorher zu überlegen, was passiert, wenn der Zugang tatsächlich weg ist.
Das Gesetz schreibt vor, was die Veranstalter umzusetzen haben: eine Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, und daran ist eine Fachstelle beteiligt. Sperrungen wegen Überschuldung oder Suchtverhalten und Selbstsperrungen landen im gemeinsamen Register ausgeschlossener Personen.
Die Kosten eines Ausgeschlossenen sind in Artikel 45 des Geldspielgesetzes geregelt: Wer gesperrt ist oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Ein Konto, das formal noch zugänglich wäre, würde also nicht einmal auszahlen. Auch der Ausgang zurück ist geregelt und nicht verhandelbar.
Wohnsitz, Alter und ein Konto – die Hürden der ersten Stunde
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Die Ein-Konto-Regel und die Identifikation derselben Person sind der Grund, warum ein zweiter Account kein Umweg ist, sondern ein Ausschlussgrund. Das Geldspielgesetz verlangt ein Konto pro Spieler mit verifizierter Identität. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Die Prüfung des Ausweises ist kein Selbstzweck. Sie ist die Bedingung dafür, dass die Verlustlimiten überhaupt an einer Person hängen statt an einem Login. Ohne verifizierte Identität wären die Limiten eine Formalität mit Ablaufdatum.
Ein Kostenpunkt lässt sich in diesem Bereich klar benennen, und er betrifft nicht den Spieler, sondern das System: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Präsenzkanäle als strenger kontrolliert annimmt als das Internet, liegt falsch. Die Pflicht zur Prüfung ist eine Sache, ihre Durchsetzung an der Ladenkasse eine andere.
Bis das Geld auf dem Konto ist
Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht. Kredite an Spieler sind nicht erlaubt.
Ein weiteres Detail für den Kontostand: Bei Sporttip werden abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Einsatz ist dann zurück, die Wette aber weg.
Wovon eine NHL-Prognose in der Schweiz tatsächlich ausgeht – und was sie nicht wert ist
Form, Torhüter, Spielstatistik. Mehr hat Eishockey nicht, und das ist bereits viel. Ein Team, das im Oktober noch Tore über die rechte Bande erzwingt, tut das im Januar oft immer noch; ein Torhüter mit einer starken Reihe von Starts hält seine Quote selten über drei Wochen. Die Hauptrundentabelle misst Ergebnisse, die Statistik misst Spielanteile, und beide zusammen ergeben eine Schätzung.
Was die Prognose nicht liefert, ist ein sicherer Ausgang. Kein Tipp ist sicher. Wetten sind kein Einkommen. Ein Wert-Tipp bleibt eine Schätzung – der beste Satz der ganzen Sportwettenbranche, weil er stimmt.
Wie sich Form, Torhüter und Statistik in eine Zahl verwandeln
Drei Dinge lohnen die getrennte Betrachtung, weil sie sich in der Quote zu einer einzigen Zahl verrechnen.
Die Form ist die schwächste der drei. Ein Tabellenplatz nach zehn Spielen wird von einer Handvoll Zufälle getragen: von Pfostenschüssen, von einem Auswärtsspiel in Denver auf dem Höhepunkt einer Reisewelle, von einem Schiedsrichter, der Körperspiel laufen lässt. Bei 32 Teams mit je 82 Spielen bleiben Elfmetermomente selten Zufall. Bei einer Zehn-Spiel-Stichprobe bleiben sie es häufig.
Der Torhüter ist die stärkste. In einem Playoff-Spiel steht ein einzelner Mann zwei Drittel des Ergebnisses. Wer die Starts seines Torhüters verfolgt und bemerkt, dass ein Klub seinen nominellen Ersatztorhüter in der zweiten Nacht eines Back-to-Backs startet, hat einen organisatorischen Hinweis, den die Formtabelle nicht zeigt.
Die Spielstatistik ist die geduldigste. Schussverhältnisse und Chancenqualität laufen der Tabelle voraus, wenn man sie über zwanzig Spiele liest und nicht über fünf. Der Preis dafür, dass die Statistik schneller ist als die Tabelle, ist genau derselbe wie überall: Man muss sie selbst überhaupt erst mit der Frage verbinden, gegen wen gespielt wird und in welchem Stadion.
Wer all das zusammenträgt, hat eine Meinung. Er hat keinen Ausgang. An dieser Stelle beginnt die Quote, etwas zu bedeuten.
Ein Wert-Tipp ist ein Verhältnis, kein Urteil
Ein Value-Bet beruht nicht darauf, wer gewinnt, sondern darauf, dass die eingeschätzte Wahrscheinlichkeit höher ist als die, die in der Quote steckt. Ein Team ist nicht wert, weil es besser ist als der Gegner.
Genau deshalb muss gegen die Marge gerechnet werden. Jede Quote enthält den Anteil, den der Veranstalter für sich behält. Diese Marge muss man überwinden, bevor man überhaupt ins Plus kommt. Prüfen lässt sich das nur anhand der eigenen Einschätzung, einer eigenen Aufzeichnung der Quoten über Wochen und einem Schneuzwurm im Hinterkopf, der an jeden eigenen Gewinn die Frage stellt, ob er ein Vorteil war oder ein Ereignis.
Wer den Wert überschätzt, verliert systematisch. Wer die eigene Wahrscheinlichkeit korrekt schätzt, noch mehr.
Quoten, Wettarten und die Rechnung, die niemand nachrechnet
Eine Quote ist keine Meinung über die Zukunft, sie ist ein Produkt. Ein Handicap, das die Tabelle herausrechnet, kostet weniger Marge als ein wilder Zusatzmarkt. Der Sieger ist die häufigste Wette in dieser Sportart.
Die Rechnung ist fix. Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote; bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Zwei Rundungsschritte für einen Betrag, den der Spieler nicht wählen kann. Auf beiden Seiten bleibt ein kleiner Rest beim Veranstalter – kein Betrug, ein Detail, aber eines, das erklärt, warum die Auszahlungsquote eines Marktes nie die Zahl ist, die auf dem Markt selbst steht.
Der Quotenschlüssel, also die Auszahlungsquote eines Marktes, ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt insgesamt zurückgibt. Er ergibt sich aus eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Die Marge ist 100 % minus Quotenschlüssel.
Zwei Quoten, eine Marge, und was sie bei zehn Einsätzen ausmacht
Nehmen wir einen erfundenen Zwei-Weg-Markt mit je Quote 1.90 – ein Rechenbeispiel, kein notiertes Preisniveau. Aus diesen beiden Quoten ergibt sich ein Quotenschlüssel von rund 95 %. Die Marge liegt entsprechend bei etwa 5 %.
Die Aussage dieses Satzes ist begrenzt und bleibt es. Ausgezahlt werden rund 95 Rappen je Franken Einsatz – unter der Annahme, dass sich die Einsätze über beide Ausgänge so verteilen, wie die Quoten es nahelegen. Genauso gut kann die Auszahlung über einen gesamten Markt eine andere sein. Ein Zwei-Weg-Markt mit zwei gleich hohen Quoten ist die saubere Rechnung; die Marge eines Drei-Weg-Marktes oder eines Zusatzmarktes auf einen einzelnen Spieler ist eine andere Zahl.
Was heisst das für den Abend? Bei tausend Wetten zu CHF 1 gehen im Erwartungswert rund CHF 50 als Marge an den Veranstalter – vorausgesetzt, die Einsätze verteilen sich so, wie die Quoten es nahelegen. Bei einer einzigen Wette zu CHF 1 stehen im guten Fall 90 Rappen Gewinn, im schlechten Fall ein Franken Verlust. Was der Zwei-Weg-Markt zeigt: Die Marge ist die einzige Grösse, die der Spieler kennt, bevor das Spiel beginnt.
Was eine Kombination aus mehreren Quoten macht
Eine Kombination multipliziert nicht nur Gewinne, sondern auch die Marge. Wenn zwei Einzelwetten mit einer Marge von je 5 % zu einer Zweifach-Kombination verrechnet werden, wird der Quotenschlüssel über beide Märkte multipliziert. Aus 95 % wird 90 %, im Quadrat. Bei einer Fünffach-Kombination bleiben von jedem Franken Einsatz im Durchschnitt etwa 77 Rappen Auszahlung übrig, bei einer Zehnfach-Kombination weniger als 60 Rappen – wenn es der Bauart entspricht und jeder Markt die gleiche Marge trägt.
Das ist die Rechnung, die kein Werbebanner nennt. Bei einer Kombination gibt es genau ein richtiges Ergebnis: alle Vorhersagen stimmen. Keine der Einzelwetten lässt sich nach Spielende noch korrigieren. Was Swisslos an Rundungsschritten auf der Auszahlungsseite spart, zahlt der Spieler hier bereits vorher, in der Gestalt der Kombination selbst.
Zwei Jahre Handicap in einem Satz
Bei einem Handicap wird eine Vorgabe in Toren verrechnet, um die unterschiedliche Stärke der Teams auszugleichen. Handicap-Wetten und Torsummen lassen sich zum Preis einer einzigen Wette platzieren. Die Kosten eines Handicaps sind die Kosten der Wette selbst – nur die Wahrscheinlichkeit verteilt sich gleichmässiger.
Ein Handicap bedeutet, dass die Favoritenrolle beim Gegner liegt. Der Quotenschlüssel eines Handicap-Marktes ist häufig näher an 100 % als der eines Drei-Weg-Marktes, weil weniger Ausgänge zu bedienen sind.
Der Kalender gibt vor, wann eine NHL-Wette überhaupt Sinn ergibt
Die National Hockey League hat 32 Teams, davon 7 aus Kanada und 25 aus den USA. Sie wurde am 22. November 1917 von den Montreal Canadiens, Montreal Wanderers, Ottawa Senators und Quebec Bulldogs gegründet; erster Präsident war Frank Calder.
Die NHL-Hauptrunde 2025/26 lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026 mit 82 Spielen pro Team. Ab der Saison 2026/27 sind laut Tarifvertrag 84 Spiele vorgesehen. Zwei zusätzliche Spiele pro Team klingen nach einem Detail. Sie sind eines für den Kalender: mehr Spiele pro Team bedeuten mehr Nächte mit Doppelbelastung und mehr Starts des zweiten Torhüters. Genau die Statistik, die eine Prognose trägt, verliert dadurch an Trennschärfe.
Vom ersten Bully im Oktober bis zum letzten Spiel im April
Der Spielplan der Hauptrunde ist ein Siebenmonatsband. Einzelspielwetten stehen in dieser Zeit an 82 Abenden pro Team zur Wahl. Langzeitwetten auf den Meister oder den wertvollsten Spieler stehen über diese Zeit hinweg – das ist der eigentliche Saisonmarkt, und er hat ein anderes Risiko: Eine Verletzung am zweiten Spieltag verändert den Markt, ohne dass der Wetter den Schein neu kaufen kann.
Die Einsätze für Langzeitwetten werden lange gebunden. Zwischen Oktober und Juni kann ein Markt von drei Prozent auf dreissig Prozent wandern – ohne dass sich das Konto an dieser Bewegung beteiligen kann.
Der Stanley Cup der NHL wird in den Playoffs nach der Hauptrunde in Serien im Modus «Best of seven» ausgespielt. Seit dem 18. April 2026 stehen die Playoffs der Saison 2025/26 im Kalender. Die Finalserie endet am 14. Juni 2026. Vier bis sieben Spiele pro Serie, vier Runden, und jede Runde beginnt mit einem Heimspiel. Die Serienlänge ist der Grund, warum eine Prognose über sieben Spiele anders funktioniert als über eines: Ein Team, das in Spiel eins verliert, ist nicht ausgeschieden, und ein einzelner Torhüterabend entscheidet nicht die Serie.
Rekordgewinner des Stanley Cups sind die Canadiens de Montréal mit 24 Titeln. Diese Zahl ist älter als die meisten Märkte, die auf sie verweisen – und sie ändert an der Quotenstellung eines einzelnen Playoff-Spiels nichts, weil jede Serie für sich gespielt wird.
Wer im Juni den Pokal hält
Die Carolina Hurricanes gewannen das Finale 4:2 gegen die Vegas Golden Knights. Für die Hurricanes war es der zweite Stanley Cup. Als wertvollster Spieler der Playoffs wurde Jordan Staal mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichnet.
Die Presidents‘ Trophy für die beste Hauptrundenbilanz der NHL 2025/26 ging mit 121 Punkten an die Colorado Avalanche. Der Fall zeigt, wie unabhängig die beiden Auszeichnungen voneinander sind: Der beste Hauptrundenpunktestand und der Titelgewinn sind im Nachhinein oft zwei verschiedene Dinge.
Für den NHL-Wetter heisst das konkret: Eine Wette auf die Presidents‘ Trophy und eine Wette auf den Stanley Cup sind zwei verschiedene Wetten mit zwei verschiedenen Quoten. Die erste ist im April entschieden. Die zweite nicht.
Siegwette, Handicap, Torsumme, Meisterwette
Vier Wettarten sind im Eishockey die Grundausstattung.
Die Siegwette ist die direkteste und die liquideste. Im Zwei-Weg-Markt gibt es zwei Ausgänge, im Drei-Weg-Markt zusätzlich den Ausgang nach regulärer Spielzeit. Dass die beiden nicht dasselbe sind, ist einer der häufigsten Verluste.
Das Handicap gleicht einen Favoriten künstlich aus. Eine Torsumme verlangt eine Prognose über die Summe der Tore beider Teams, nicht über den Sieger. Beide gehören zu den liquidesten Märkten eines Eishockeyspiels.
Die Meisterwette läuft über die ganze Saison. Sie ist der Markt mit dem längsten Kapitalbindungszeitraum und dem grössten Anteil, der sich nach dem Kauf verändert.
Was als reguläre Spielzeit gilt
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
Diese Regel entscheidet mehr Wetten als jede Prognose. Ein 3:2 nach Verlängerung ist für eine Wette auf den Sieg in der regulären Spielzeit eine Niederlage. Viele Spieler verlieren in dieser Sportart nicht wegen einer falschen Einschätzung, sondern wegen einer Wettart, die nicht gelesen wurde. Wer die Zeile im Wettprogramm nicht liest, verliert auf einer Wette, die er nie platziert hat.
Es gibt keine Regel, die für alle Veranstalter dieselbe ist. Die Definition gilt dort, wo sie im Wettprogramm steht.
Zulassung und Anbieter im Überblick
Drei Anbieter mit Schweizer Bewilligung gibt es nicht. Eine Übersicht über die Bewilligungen sortiert die zwei legalen Veranstalter und die ausländischen Marken, die Schweizer Spieler beim Suchen antreffen, nach ihrer Zulassung:
| Anbieter | Bewilligungsstatus | Veranstalter bzw. berichtete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) |
| Pribet | ohne Schweizer Bewilligung | in der Schweiz ohne Wirkung |
| X3Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Tobique (Kanada), in der Schweiz ohne Wirkung |
| BetPanda | ohne Schweizer Bewilligung | in der Schweiz ohne Wirkung |
| GG.BET | ohne Schweizer Bewilligung | in der Schweiz ohne Wirkung |
| 1Bet | ohne Schweizer Bewilligung | in der Schweiz ohne Wirkung |
| Bruce Bet | ohne Schweizer Bewilligung | in der Schweiz ohne Wirkung |
| Sportuna | ohne Schweizer Bewilligung | in der Schweiz ohne Wirkung |
| Funbet | ohne Schweizer Bewilligung | in der Schweiz ohne Wirkung |
Die Tabelle liest sich wie eine Liste mit zwei Zeilen und acht Zeilen, die alle dasselbe sagen. Genau das ist die Information. Es gibt keine dritte Schweizer Bewilligung, und es gibt keinen ausländischen Anbieter, der in der Schweiz eine hätte. Artikel 4 des Geldspielgesetzes macht den Unterschied nicht graduell, sondern absolut.
Die rechte Spalte ist die interessantere. Bei X3Bet berichten Drittquellen von einer Bewilligung aus Tobique in Kanada; bei den übrigen ausländischen Marken ist keine Bewilligung festgestellt. Das klingt nach einem Unterschied, ist aber keiner: Beide Kategorien stehen in der Schweiz ohne Wirkung. Wer die berichtete Bewilligung als Qualitätsmerkmal liest, liest sie falsch.
Die Schweiz als zweigeteilter Markt
Zwei Veranstalter für ein Land. Das ist die Schweizer Antwort auf die Frage, wer Sportwetten anbieten darf, und sie stammt nicht aus einer Marktphase, sondern aus dem Geldspielgesetz. Der Reingewinn geht an öffentliche Zwecke. Für 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.
Diese Zahl ist die vollständigste Antwort auf die Frage, wo das Geld der Schweizer Sportwetter landet. CHF 109 Mio. aus Sportwetten, CHF 562 Mio. insgesamt. Wer das mit einem ausländischen Anbieter vergleicht, vergleicht zwei Systeme, die nichts miteinander teilen: das eine zahlt in Sportfonds und Kantone, das andere an Aktionäre.
Was Swisslos im Sportwettenbereich verliert – von CHF 122 Mio. auf CHF 109 Mio. –, ist der Preis des Bewilligungsmodells. Die Zuführung an die Stiftung Sportförderung Schweiz speist unter anderem den Eishockeysport, auf den hier gewettet wird.
Was es kostet, nicht dabei zu sein
Wer im Swisslos-Vertragsgebiet wohnt, kann sein Konto bei Sporttip eröffnen. Wer in Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt oder Wallis wohnt, muss zu Jouez Sport. Beide haben ihr eigenes Programm, ihre eigenen Limiten und ihre eigenen Wettarten.
Ein Anbieterwechsel ist ausgeschlossen. Eine Verlustlimite lässt sich nicht halbieren, indem man zu einem zweiten Anbieter geht. Das Sperrregister ist schweizweit, und es kennt keine Ausnahme für zwei Veranstalter. Wer sich sperrt, sperrt sich überall.
Was im Vergleich tatsächlich zählt
Vier Dinge sind im Vergleich der zugelassenen Anbieter relevant.
Erstens das Wettprogramm: welche NHL-Ereignisse und welche Wettarten überhaupt im Programm stehen. Das ist keine Frage des Geschmacks, sondern eine Frage der Gespa-Liste, die den Katalog vorgibt.
Zweitens die Limiten: Mindesteinsatz, Höchsteinsatz und die Verlustlimiten, die der Spieler selbst setzt. Mindesteinsatz und Höchsteinsatz unterscheiden sich je nach Anbieter und können sich jederzeit ändern.
Drittens die Livefunktionen: Wie schnell die Quote aktualisiert wird und ob Live-Wetten während eines laufenden Spiels platziert werden können. Ein Live-Markt, der nur vor Spielbeginn verfügbar ist, ist kein Live-Markt.
Viertens die Auszahlung: Nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers, und keine anonymen Auszahlungen. Der Weg des Geldes ist bei allen zugelassenen Anbietern derselbe.
Eine Rangfolge nach versprochenen Gewinnen gibt es hier nicht. Ein Buchmacher, der die höchsten Quoten anbietet, hat deshalb nicht das beste Angebot – er hat das Angebot mit der grössten Auszahlung und einer Limits, die den Einsatz begrenzt.
Sobald eine Auszahlung über der Steuerschwelle liegt
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind – die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich – bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und werden nur darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle weicht ab, deshalb gilt «je nach Kanton» und keine einzelne Kantonszahl.
Über der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Ein typischer Wetter gewinnt weit darunter; auf seinem Gewinn liegt keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer. Eine Wettsteuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht.
Bei Gewinnen bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, aber die kantonale Steuerpraxis kann sie erfassen. Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als volles steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe.
Das ist allgemeine Information, keine Steuerberatung. Wer eine Auszahlung über der Schwelle erwartet, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
Die zehn Anbieter im Vergleich
Zehn Anbieter, davon zwei mit Schweizer Bewilligung. Der Rest ist Referenz. Wer ausländische Marken in einer Rangliste sieht, liest sie anders als eine Bewilligung: frei zugänglich, ohne Schweizer Schutz. Für beide Gruppen gilt dieselbe Bewertung nach Programm, Limiten, Livefunktionen und Auszahlung.
Swisslos Sporttip – die einzige Adresse für einen grossen Teil der Deutschschweiz
Swisslos Sporttip ist einer der beiden Veranstalter, die das interkantonale Recht für Sportwetten zulässt. Veranstalter ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, das Produkt heisst Sporttip. Die Aufsicht liegt bei der Gespa. Ein Onlinekonto ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet möglich: die Deutschschweizer Kantone, der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
Die Reichweite dieses Vertragsgebiets ist der erste Punkt. Für einen grossen Teil der Deutschschweiz ist Sporttip nicht einer von zwei, sondern der eine.
Die Limiten sind beziffert. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Der Mindesteinsatz von CHF 1 ist niedriger, als die meisten Marketingseiten vermuten lassen. Der Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Wette ist der eigentliche Kostenpunkt – bei einer Kombination rechnet sich die Summe aus den Einsätzen, nicht aus einem einzelnen Feld auf dem Schein.
Dazu die Quoten- und Profitboosts. Sie gelten nur online, für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost gilt nur online – Prematch, Live, Systemwetten – und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Ein Angebot, das nur einmal nutzbar ist und beim Cash-Out verfällt, ist ein Angebot mit einer Bedingung, die man beim ersten Mal liest. Ein Bonus, der nur Einzelwetten gilt, ist keine Erhöhung des Kombigewinns, sondern eine Erhöhung des Nettogewinns einer einzelnen Voraussage – eine andere Wette als die, die man ohnehin platziert hätte.
Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportveranstaltungen ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Der Ausstieg aus einer Livewette ist damit selbst eine Wette – auf den Ausstiegspreis. Bei einem Sporttip-Livewettenmark gilt: Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.
Das ist die unangenehmste Regel im ganzen Katalog. Eine Wette, die zufällig in dem Moment abgeschickt wird, in dem der Torhüter einen Schuss hält, kann mit Quote 1.00 gewertet werden – der Einsatz zurück, die Wette weg. Sie schützt vor Schlimmerem, und sie kostet den Gewinn.
Urteil: Der Anbieter ist für die Deutschschweizer der vollständige Zugang zum Markt und der einzige, der ihn schweizweit abdeckt. Die §§§ Die Limite von CHF 1’000 pro Einzelwette und der Umstand, dass ein Cash-Out den Boost verfallen lässt, machen ihn zum Anbieter für den geduldigen Wetter, nicht für den, der am Abend eines entscheidenden Spiels nachjustieren will.
Loterie Romande Jouez Sport – die fünf anderen Kantone und ein anderer Katalog
Die Loterie Romande ist der zweite Veranstalter, den das interkantonale Recht zulässt. Sie veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.
Wer in diesen sechs Kantonen wohnt, findet bei Sporttip kein Konto. Die Auswahl ist also nicht klein, sie ist geteilt. Ein Westschweizer NHL-Wetter hat in Jouez Sport seinen zugelassenen Anbieter, und er teilt ihn mit fünf anderen Kantonen.
Die Aufsicht liegt auch hier bei der Gespa, die Bewilligung ist dieselbe doppelte Struktur aus Veranstalter- und Spielbewilligung. Die Verkaufsstellen und ihr Netz sind der Unterschied in der Fläche: 2’350 Stellen in sechs Kantonen. Wer eine Sportwette auch am Kiosk abschliessen will, findet hier den Weg.
Für den Vergleich der Produkte endet die Ähnlichkeit bei der Bewilligung. Die Limiten sind nicht dieselben – die Zahlen gelten für den einen Anbieter und nicht für den anderen. Ein Höchsteinsatz bei Jouez Sport lässt sich nicht aus dem Sporttip-Programm ableiten.
Urteil: Zwei Veranstalter mit derselben Bewilligungsgrundlage und zwei getrennten Territorien bedeuten, dass die Wahl des Anbieters von der Adresse abhängt und nicht von der Quote. Wer umzieht, wechselt den Anbieter, ohne sich dafür entschieden zu haben.
Pribet – ein Konto ohne Schweizer Bewilligung
Pribet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung ist über Drittquellen nicht festgestellt, und was nicht festgestellt ist, hat in der Schweiz keine Wirkung. Eine Veranstaltung von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar.
Pribet ist an das Schweizer Sperrregister nicht angeschlossen, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Domain kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden. Wer dort sein Konto führt, trifft eine Entscheidung für einen Anbieter ohne den Schweizer Schutzmechanismus.
Ein Anbieter ohne Bewilligung ist nicht durchgehend schlechter. Er kann ein grösseres Programm haben, weil er an die geschlossene Gespa-Liste nicht gebunden ist. Genau dort liegt auch das Risiko: Es gibt keine Instanz, an die man sich wenden kann, wenn eine Auszahlung nicht kommt. Das ist der Preis dieser Offenheit.
Urteil: Der fehlende Rechtsweg ist der teuerste Posten in dieser Zeile.
X3Bet – mit berichteter Bewilligung, in der Schweiz ohne Wirkung
Bei X3Bet ist über Drittquellen von einer Bewilligung aus Tobique in Kanada die Rede. Das ist eine berichtete Bewilligung. Sie hat in der Schweiz keine Wirkung. Artikel 4 des Geldspielgesetzes unterscheidet nicht nach der Zahl der Bewilligungen, sondern nach dem Ort der Geltung.
Auch hier kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg und die Möglichkeit eines DNS-Eintrags. Das Muster ist bei X3Bet dasselbe wie bei allen ausländischen Marken – nur mit einer schöneren Zeile im Bewilligungsfeld.
Urteil: Eine berichtete ausländische Bewilligung ist auch dann kein Schweizer Schutz, wenn sie existiert.
BetPanda – eine Marke ohne festgestellte Bewilligung
BetPanda hat keine Schweizer Bewilligung. Die Folge: keine Wirkung in der Schweiz, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg.
Wer eine Marke ohne festgestellte Bewilligung nutzt, nutzt ein Geschäftsmodell ohne Kontrolle durch eine Schweizer Aufsicht. Ob das Angebot am Ende hält, was es beim Öffnen gezeigt hat, entscheidet der Anbieter allein.
Urteil: Eine fehlende Bewilligung ist keine Kleinigkeit, wenn eine Auszahlung ausbleibt.
GG.BET – ein Konto ohne Schweizer Anspruch
GG.BET führt keine Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung ist nicht festgestellt; in der Schweiz steht sie ohne Wirkung. Der Anschluss an das schweizweite Sperrregister fehlt, und die Sperrliste der Gespa kann die Domain erfassen.
Für einen Spieler, der seine Verlustlimiten gegenüber der Schweizer Aufsicht dokumentieren will, bietet eine solche Konstruktion keinen Ansatzpunkt. Der Spielerschutz endet dort, wo die eigene Zustimmung aufhört.
Urteil: Wer die eigene Kontrolle über die Einsätze dokumentiert haben will, findet hier keinen Ansprechpartner.
1Bet – ein weiterer Eintrag ohne Bewilligung
Bei 1Bet fehlt eine Schweizer Bewilligung, und eine Bewilligung ist über Drittquellen nicht festgestellt. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme in die Sperrliste.
Der Eintrag in dieser Übersicht ist ein Verweis auf ein Angebot, das man beim Suchen antrifft. Mehr nicht.
Urteil: Der Eintrag steht in dieser Liste für das Angebot, nicht für eine Empfehlung.
Bruce Bet – eine Marke mit unbekannter Bewilligung
Bruce Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Rechtsfolge: keine Wirkung in der Schweiz, kein Sperrregisteranschluss, kein Schweizer Rechtsweg.
Wer ein Konto bei einem Anbieter ausserhalb des bewilligten Systems führt, muss die Bedingungen selbst lesen. Kontrolle von aussen findet nicht statt.
Urteil: Die fehlende Bewilligung und die fehlende Aufsicht sind hier dasselbe.
Sportuna – ohne Bewilligung, ohne Sperrregister
Sportuna hat keine Schweizer Bewilligung, und eine Bewilligung ist über Drittquellen nicht festgestellt. Der fehlende Anschluss an das Sperrregister ist der praktisch wirksamste Unterschied zu den zwei bewilligten Veranstaltern.
Ein ausländischer Anbieter kennt die Schweizer Spielsperre nicht. Wer sich sperren lassen will, muss sich an die zwei Veranstalter im bewilligten System halten.
Urteil: Ein Angebot ohne Sperrregisteranschluss ist für einen Spieler mit einem begründeten Kontrollbedürfnis nicht die richtige Adresse.
Funbet – kein Eintrag ohne Schweizer Bewilligung
Funbet führt keine Schweizer Bewilligung; die Rechtsfolge bleibt dieselbe: keine Wirkung in der Schweiz, kein Rechtsweg, kein Sperrregister.
Diese Liste ist eine Bestandsaufnahme der Marken, die Schweizer Spieler im Umfeld der Sportwetten antreffen. Sie ist keine Empfehlung, und sie ist keine Rangfolge nach Gewinnversprechen.
Urteil: Eine Marke ohne Schweizer Bewilligung ist kein Ersatz für einen bewilligten Veranstalter, sondern eine andere Kategorie.
Häufig gestellte Fragen
Darf in der Schweiz auf NHL-Spiele und den Stanley Cup gewettet werden?
Ja, aber nur bei Swisslos Sporttip oder Loterie Romande Jouez Sport. Das Geldspielgesetz lässt für Lotterien und Sportwetten nur diese zwei Veranstalter zu. Nordamerikanisches Eishockey steht ausserdem nur dann zur Verfügung, wenn das konkrete Ereignis und die Wettart auf der Gespa-Liste stehen.
Wie lässt sich prüfen, ob Eishockey aus Nordamerika in der Gespa-Liste steht?
Im Wettprogramm des Veranstalters nachsehen, bevor der Schein ausgefüllt wird. Die Gespa führt eine Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der Fassung vom 10. September 2026. Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe, Corner- und Kartenmärkte und ein Esport-Abschnitt fehlen dort.
Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten; danach folgen Auf- und Abrundung. Der Quotenschlüssel eines Marktes ergibt sich aus eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten; die Marge ist 100 % minus Quotenschlüssel.
Was ist ein Value-Bet, und warum bleibt jede NHL-Prognose eine Schätzung?
Ein Value-Bet liegt vor, wenn die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit über der liegt, die in der Quote steckt. Form, Torhüterleistung und Spielstatistik tragen diese Einschätzung, aber nicht den Ausgang. Kein Tipp ist sicher, und Wetten sind kein Einkommen.
Was zählt bei Eishockeywetten als reguläre Spielzeit, und wie werden Verlängerung und Penaltyschiessen behandelt?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf den Sieger in der regulären Spielzeit setzt, verliert ein 3:2 nach Verlängerung.
Welche Verlustlimiten gelten, und wann kann eine freiwillige Spielsperre aufgehoben werden?
Vor der ersten Teilnahme sind bei Sporttip Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 unter 21 Jahren; Senkungen wirken sofort, Erhöhungen nach 72 Stunden. Eine freiwillige Spielsperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben.
Ist ein hoher Wert eine Quote wert?
Die Marge ist ein Durchschnittswert über beide Ausgänge. Bei einem Drei-Weg-Markt verteilt sie sich anders. Für den einzelnen Wettschein zählt allein, ob die Quote über oder unter dem liegt, was der eigene Massstab sagt.
Ein Auswärtssieg in Denver zu einer Quote von 2.10 ist nur dann ein Wert, wenn man die Chance auf mehr als 47.6 % schätzt – mehr, als die Quote anbietet. Die Marge ist bei einem derartigen Handicap meist kleiner als bei Zusatzmärkten. Wer langfristig nur auf die attraktivsten Zusatzmärkte setzt, zahlt genau dort den höchsten Preis: Sie tragen die grösste Marge im Programm, weil sie die meiste Auslegung von Seiten des Veranstalters brauchen.
Für einen Freizeitspieler, der an einem Abend drei Spiele verfolgt, ist das überschaubar. Für einen Spieler, der jede Nacht zehn Wetten platziert, ist die durchschnittliche Marge der entscheidende Faktor.
US-Sport – dartstippsch.com
Inhalt erstellt vom Team «dartstippsch.com»
