NFL-Wetten in der Schweiz – nur zwei Veranstalter, viele Rechnungen

Updated Oktober 2026
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Bevor irgendwo ein Football fliegt, steht in der Schweiz eine Zahl im Weg, die kein Buchmacher bewirbt. Sie heisst Marge, sie steckt in jeder Quote, und bei einem ausgeglichenen Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 macht sie rund 5 % des Einsatzes aus, den der Veranstalter einbehält – unabhängig davon, wer gewinnt. Wer auf NFL-Spiele wetten will, handelt also zuerst mit dieser Zahl und erst danach mit Formkurven, Verletztenlisten und Divisionstabellen.

Ein ovaler Football liegt auf frisch gemähtem Rasen neben einer weissen Linie, im Hintergrund stehen leere Flutlichtmasten im Abendlicht.
Die NFL-Hauptrunde 2026 beginnt am 9. September 2026 und endet am 10. Januar 2027; die Playoffs starten am 16. Januar 2027.

Datenstand: 29. Oktober 2026, Bewilligungsangaben geprüft gegen die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht in Bern.

Was in der Schweiz erlaubt ist, bevor eine Wette zustande kommt

Die Ausgangslage ist schmaler, als die Suchanfrage vermuten lässt. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und stehen unter der Aufsicht der Gespa. Nicht unter der Aufsicht der ESBK, die kümmert sich ausschliesslich um Casinos. Wer wissen will, ob ein Anbieter in der Schweiz überhaupt tätig sein darf, fragt also bei der Gespa nach, nicht bei einer eidgenössischen Casino-Behörde.

Ein Briefkasten an einem Holzzaun vor einem Bauernhaus in einer Hügellandschaft, auf den Wiesen liegt Frühnebel.
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit.

Zwei Bewilligungen braucht es, um Wetten anzunehmen: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Und eine Bewilligung nach diesem Gesetz «gilt nur in der Schweiz». Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und damit ist der Kreis dessen, was ein Leser hierzulande überhaupt als legales Produkt findet, geschlossen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Es gibt keine Liste weiterer konzessionierter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht nur eines: die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Der Katalog entscheidet, worauf überhaupt gewettet werden darf

Bei den zugelassenen Anbietern gibt es keine offene Wette auf alles, was Spannung verspricht. Das zulässige Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der Fassung vom 10. September 2026. Wettet jemand auf American Football, muss das Ereignis in dieser Liste stehen – sonst kommt die Wette gar nicht zustande, egal wie gut die Quote aussieht.

Die Liste ist enger gefasst, als Aussenstehende erwarten. Qualifikationsrunden sind nur dann dabei, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie genannt werden. Ranglistenwetten sind möglich, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet – nie aber Wetten auf Trainingsläufe. Die Liste führt keine Eckball- und Kartenmärkte und keinen Esport-Abschnitt. Sportwetten sind zudem auf Sport beschränkt: Was auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen läuft, ist nicht erlaubt. Events, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und während des Spiels, und zwar dort, wo der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält. Das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist dagegen überhaupt nicht reguliert – die Funktion ist Sache jedes Veranstalters und seiner eigenen Bedingungen.

Was die Spielsperre und die Limiten einem Spielenden wegnehmen

Beim Schweizer Sportwetten-Angebot setzt nicht der Staat die Grenze, sondern der Spielende selbst. Der Veranstalter muss laut Art. 87 VGS einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Eine feste gesetzliche Einzahlungsgrenze kennt die Schweiz nicht. Das ist die eine Hälfte der Sache, und sie hört sich nach Freiheit an. Die andere Hälfte ist, dass eine freiwillige Grenze erst wirkt, wenn sie einmal steht.

Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – der Statut verlangt 24 Stunden, Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Wer also in einem impulsiven Moment zu einer Woche National Football League die Grenze hochsetzen will, kommt an mindestens drei Wartetagen nicht vorbei. Genau so ist es gedacht. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage einrichten.

Die zweite Bremse ist härter und einfacher. Bei Swisslos kann der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst gesperrt werden, und eine Aufhebung vor Fristablauf gibt es nicht. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder lösen, wobei eine Fachstelle beteiligt wird. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss das Angebot ermöglichen. Zur Einordnung: Wem der Zugang gesperrt ist oder wer nicht volljährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne zurück – wer dem nachtrauert, hat den Mechanismus nicht verstanden.

Warum das Warten von 72 Stunden beim Football angenehm ist

Die NFL spielt anders als der europäische Ligabetrieb, und das spielt der Selbstbegrenzung in die Hand. Ein Team bestreitet in einer Hauptrunde von 18 Wochen 17 Spiele und hat eine spielfreie Woche. Wetten stehen also überwiegend am Wochenende an, nicht jeden Abend. Wer nach einer Niederlage den nächsten Einsatz nachschieben will, muss bis zur nächsten Runde warten – und das ist der eigentliche Vorteil eines Sportkalenders, der sich nicht täglich erneuert. Die Limitenmechanik von Swisslos passt zu diesem Rhythmus.

Bei einer anonymen Regulierung stellt sich die Lage anders dar. Dort trifft die Selbstbegrenzung des Spielenden auf kein schweizerisches Sperrregister – dazu im Abschnitt über ausländische Buchmacher mehr.

Prognose, Statistik und die Grenze dessen, was ein Tipp wissen kann

Football ist ein dankbarer Sport für Zahlen. Divisionstabellen, Angriffs- und Verteidigungswerte, Verletzungslage, Wetter im Stadion, Ergebnisse der direkten Duelle: Alles davon lässt sich zu einem Bild zusammensetzen, und genau daraus entsteht bei einem ernsthaften Wettenden eine Prognose. Die Wette auf Spiele der National Football League ist damit kein Bauchgefühl, sondern eine Schätzung mit Begründung.

Nur bleibt es eine Schätzung. Ein einzelnes Footballspiel enthält zu viele Zufallsanteile – ein geblockter Kick, ein abgefangener Pass, eine Schiedsrichterentscheidung im letzten Drive –, als dass aus einer guten Analyse ein sicherer Ausgang folgen könnte. Es gibt keinen Tipp, der sicher ist. Es gibt auch keine Strategie, die Wetten in ein Einkommen verwandelt; wer das versucht, verliert auf Dauer an die Marge, die oben steht. Diese Sätze stehen hier nicht aus Vorsicht, sondern weil sie der Rechnung standhalten.

Was Verletzungslage, Form und Kalender tatsächlich beitragen

Wer eine Wette auf ein NFL-Spiel vorbereitet, schaut auf drei Dinge, und keines davon ist geheim. Erstens die Verfügbarkeit der Leistungsträger. Ein angeschlagener Quarterback verändert die Erwartung an ein Spiel stärker als jede Formtabelle der letzten Wochen. Zweitens die Form, wobei Sorgfalt nötig ist: Die Vorbereitung ist seit 2021 auf drei Spiele verkürzt, Ergebnisse aus dem August sagen über den September wenig. Drittens der Spielkalender. Wer an einem Donnerstag spielt und am Sonntag wieder antreten muss, hat weniger Erholung als der Gegner, der zuletzt am Sonntag gespielt hat.

Aus diesen drei Bausteinen entsteht eine Meinung, aus der Meinung eine Wette, aus der Wette eine Schätzung. Wo die Wahrscheinlichkeit, die ein Wettender selbst für richtig hält, und die Quote, die auf dem Wettschein steht, auseinandergehen, entsteht der Anreiz zu wetten. Ob dieser Anreiz trägt, weiss man erst hinterher.

Warum der Durchschnittswettende bei Swisslos wenig Handlungsbedarf hat

Es gehört zur Ehrlichkeit dieser Frage, dass die Schweizer Lösung auch langweilig sein kann. Wer einen Bonus mit Umsatzbedingungen erwartet, findet ihn im bewilligten Angebot nicht in der Einkleidung, die ausländische Werbung verspricht.

Gratisspielguthaben brauchen die Zustimmung der Aufsicht

Gratisspiele oder Gratisguthaben sind bei bewilligten Anbietern nicht frei zugänglich. Sie brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 hat die Aufsicht 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Beträge und Bedingungen stammen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Wer also mit einer Werbevokabel im Kopf anreist, kommt mit einem Verzeichnis von zwei Dutzend erteilten Zustimmungen wieder nach Hause. Das ist die Realität des Bewilligungsregimes, und sie ist keine Nebenbemerkung, sondern der Grund, warum das Thema Bonus in der Schweiz anders aussieht als auf einer internationalen Seite.

Wo die ausländischen Buchmacher im Bild stehen

Ausländische Anbieter sind für Schweizer Spielende keine Randerscheinung, sie tauchen in Suchanfragen und Werbebannern auf. Für diese Seite heisst das: hinschauen, benennen, einordnen. Eine gleichzeitige Empfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.

Eine ausländische Bewilligung – ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Veranstalterbewilligungen nach dem BGS gelten nur hier. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Bestraft wird der Spielende nicht. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es besteht weder Schutz noch eine Fair-Play-Kontrolle von Schweizer Seite.

Dazu kommt die Zugangssperre. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt – die Aufsicht nennt dieses Domain-Hopping ausdrücklich und nennt auch internationale Marken, die auf der Liste stehen. Eine Zugangssperre ist also ein Hindernis, kein Schutzzaun.

Die nüchterne Einordnung: Ausland heisst keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, können aber nach kantonaler Praxis als Einkommen gelten – dazu im Abschnitt zur Besteuerung. Die Bewilligung wiederum heisst voller Schweizer Schutz, aber eben auch nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste an Sportarten und Wettarten, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung. Keine der beiden Seiten ist automatisch die sichere Wahl.

Wohnsitz, Registrierung und die Grenze des Vertragsgebiets

Bevor über die erste Wette gesprochen wird, steht die Registrierung. Für ein Online-Konto bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das ist keine Formalie, das ist der Mechanismus, der die Zwei-Veranstalter-Regel überhaupt durchsetzbar macht.

aufbau grundlagen: Conferences, Divisions, Playoffs, Draft

Wer Quoten auf Football lesen will, braucht den Wettbewerb davor. Die National Football League hat 32 Teams, aufgeteilt in die American Football Conference und die National Football Conference, jede mit vier Divisions zu vier Teams. Diese Struktur ist nicht Dekoration: Divisionssieger qualifizieren sich direkt für die Playoffs, und in der Wild-Card-Runde trifft der Erstplatzierte einer Conference auf ein Wild-Card-Team und hat dabei spielfrei. Wie eine Division endet, hat also unmittelbaren Einfluss darauf, wie viele Spiele ein Team im Januar bestreiten muss.

Ein Kaffeebecher und ein Football stehen auf einem Küchentisch am Morgen, durch das Fenster sieht man einen Garten mit Raureif.
Die National Football League (NFL) hat 32 Teams, die in die American Football Conference (AFC) und die National Football Conference (NFC) mit je vier Divisionen zu vier Teams gegliedert sind.

Die Linie, die gute von schwacher Quote trennt, verläuft hier. Die Marge eines Marktes auf ein Spiel zwischen zwei gleich starken Teams ist eine Rechnung; die Marge auf ein Spiel mit einem deutlichen Favoriten ist eine andere. Wer die Sportart kennt, weiss, wo der Buchmacher den grösseren Anteil nimmt, und entscheidet danach, wo er sein Geld überhaupt einsetzt.

was 1.90 und 1.90 kosten

Der Zwei-Weg-Markt ist der klarste Fall, den die Sportart hergibt, und eignet sich als offengelegtes Beispiel, nicht als zitierte Quote. Ein Anbieter listet beide Ausgänge mit 1.90. Rechnet man den Auszahlungsanteil dieses Marktes aus, ergibt sich ein Wert von rund 95 %: Der Veranstalter zahlt im Durchschnitt also etwa 95 Rappen je eingesetztem Franken zurück und behält knapp 5 Rappen als Marge. Bei einer Quote von 1.90 zahlt eine Wette von CHF 100 im Gewinnfall CHF 190 aus, der Reingewinn beträgt CHF 90 – gerechnet über zwei Ausgänge, nicht über den tatsächlichen Ausgang des Spiels.

Sobald die Quoten ungleich sind, verschiebt sich das Bild. Stehen 1.80 und 2.10 auf dem Blatt, wächst die Marge: Der Auszahlungsanteil sinkt und der Anteil, der beim Buchmacher bleibt, steigt über die 5 % hinaus. Wo sie landet, hängt von den beiden Zahlen ab und von nichts anderem – nicht von der Liga, nicht von der Tageszeit, nicht davon, wie gut der Anbieter sich vermarktet. Bei jedem einzelnen Markt ist der Anteil eine andere Zahl, und der Spielende erfährt sie nie, weil er die Marge nie sieht. Er sieht nur die Quote.

Football-Ergebnisse sind binär – Sieg oder Niederlage, mit dem Remis als zusätzlichem Ausgang, wenn nicht gerade ein Zwei-Weg-Markt gewettet wird. Der Vorteil, den der Veranstalter planmässig im Preis hat, ist klein. Kein Buchmacher will den grössten Teil des Preises davon tragen. Aber ein Vorteil, klein wie er ist, wächst mit der Anzahl der Wetten und frisst am Ende genau jene Spielenden auf, die keinen bewussten Umgang mit ihrer Einsatzhöhe pflegen.

Wettarten, Quoten und die Rechnung aus Einsatz mal Quote

Bei Swisslos wird der Gewinnbetrag einer Wette aus Einsatz mal Quote ermittelt, bei Kombinationen aus der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Der Auszahlungsbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Das klingt wie ein Detail aus einem Reglement und ist in der Wirkung eine kleine, systematische Kürzung jeder Auszahlung – wer das am Rand liegende halbe Prozent betrachtet, sieht, dass ein Institut hier nicht schenkt, sondern rundet.

Vier Wettarten bestimmen den Alltag, und die vier unterscheiden sich nicht in der Höhe des Einsatzes, sondern in der Zahl der Unsicherheiten, die der Spielende bündelt.

Der Spread und der Totals-Markt

Beim Spread gibt der Buchmacher nicht zwei Namen mit einem Preis aus, sondern verschiebt die Ausgangslage um eine Anzahl Punkte. Die Wette auf den Favoriten gewinnt nur, wenn dieser mit mehr als der angegebenen Anzahl Punkte gewinnt; die Wette auf den Aussenseiter gewinnt entsprechend bei einer Niederlage innerhalb dieser Punktzahl oder bei einem Sieg. Der Sinn liegt darin, zwei Seiten trotz unterschiedlicher sportlicher Wertigkeit mit einem ausgeglichenen Preis anzubieten.

Ein Totals-Markt setzt auf die Summe aller erzielten Punkte beider Mannschaften, nicht auf Sieg oder Niederlage. Wer über die angegebene Zahl liegt, gewinnt die Übereintragung; unter der Zahl verliert sie. In beiden Fällen entscheidet die konkrete Zahl, die der Anbieter ins Blatt schreibt – und beide Märkte sind Teil des bewilligten Katalogs nur, wenn sie dort stehen.

Ein Zahlenbeispiel aus dem gewöhnlichen Rechnen, nicht aus einem Quotenschirm: Wer CHF 50 auf eine Quote von 2.10 setzt, bekommt im Gewinnfall CHF 105, also CHF 55 über dem Einsatz. Nicht abgezogen ist dabei die Marge, die schon in der Quote steckt. Der Reingewinn auf einem Blatt ist bereits die Zahl nach dieser Rechnung. Genau deshalb rät jeder erfahrene Wettende, sich zwei Preise für dasselbe Ereignis anzusehen, bevor er einen wählt.

Einzel, Kombi, System und die Livewette

Die Einzelwette ist die einfachste Form: ein Ereignis, eine Vorhersage, ein Preis. Eine Kombinationswette stapelt mehrere Vorhersagen, deren Quoten zu einer Gesamtquote multipliziert werden – der Einsatz wird also gedreht, aber das Blatt fällt, sobald eine Vorhersage verliert. Eine Systemwette macht aus einer festen Anzahl von Tipps mehrere Kombinationen, verliert also nicht bei der ersten falschen Vorhersage vollständig, kostet aber den höheren Einsatz für die vielen Kombinationen. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10’000. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen; die Limiten kann der Veranstalter jederzeit und ohne Begründung ändern.

Abhängige Wett-Ereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Swisslos ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt der Veranstalter irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann er die gesamte Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer also zwei Märkte desselben Footballspiels kombinieren möchte, sollte auf die richtige Funktion schauen.

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird; ob mit Video oder ohne, ändert am Risiko nichts. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, werden mit Quote 1.00 gewertet. In spielentscheidenden Situationen – Strafstoss, rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters – kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist ein Reglement, das im ungünstigsten Augenblick greift, und wer live wettet, sollte es kennen.

Ein Hinweis zu Boosts, weil er bei der Kostenfrage hingehört: Quotenboosts gelten bei Sporttip nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Die Formulierung «Quotenboost» klingt nach Geschenk; in Wirklichkeit ist sie eine einmalige, betragsgedeckelte und cash-out-empfindliche Verbesserung eines einzigen Scheins.

Der Kombiboost ist die grössere Variante davon und verlangt etwas, das man erst einmal hinbekommen muss: mindestens vier Vorhersagen mit je einer Quote von mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt dann 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Vorhersagen. Nur online, Prematch und Live, auch Systemwetten. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Wer vier Vorhersagen mit je mindestens 1.50 findet, hat eine Verbesserung von 5 % auf den Nettogewinn erarbeitet – und dabei vier zusätzliche Möglichkeiten mitgewettet, das Blatt zu verlieren. Wer so viele Vorhersagen mit den geforderten Mindestquoten zusammenbringt, hat in Wirklichkeit nicht den Boost gewählt, sondern die Kombination. Der Boost ist die Beigabe.

Wie Cash-Out den Wert einer Wette verringert

Cash-Out ist eine Funktion, kein Anrecht. Bei Sporttip gibt es sie für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und ausschliesslich als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Vor allem aber: Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn ohne vorzeitigen Ausstieg, er hängt vom Stand der Sportereignisse ab, kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden, und es besteht keine Garantie, dass er für jeden Markt angeboten wird.

Wer den Ausstieg nimmt, verkauft also die Chance auf den vollen Gewinn an den Buchmacher zurück, zu einem Preis, den der Buchmacher festlegt, im Moment seiner Wahl, für Märkte seiner Wahl. Der Vorteil liegt auf der Seite, die den Preis setzt. Was das für den Nutzen bedeutet, hängt davon ab, ob der Spielende die Wette als Mittel zum Zweck ansieht oder als Position, die er bis zum Ende durchhalten muss. Die untere Zeile lautet: Der Buchmacher zahlt nie mehr, als die Wette wert ist, und fast immer weniger.

Wie lange ein Schein gültig ist und wann die Verlängerung zählt

Bei Sporttip umfasst die «reguläre Spielzeit» die reguläre Spieldauer – etwa beim Fussball 90 Minuten – plus Nachspielzeit. Eine Verlängerung und ein Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Schein, der auf ein Footballspiel und die reguläre Spielzeit gesetzt ist, kann also nach 60 Minuten richtig liegen und am Ende durch die Overtime verloren sein. Die Laufzeit einer Wette ist ein Vertragsbestandteil, und das Wettprogramm ist das Dokument, in dem er steht. Wer sich darauf verlässt, dass die Verlängerung immer mitzählt, verlässt sich auf nichts.

NFL-Hauptrunde, Playoffs und Super Bowl: was wann gewettet wird

Der NFL-Kalender gibt den Takt vor, und der Kalender ist fest. Die Hauptrunde 2026 beginnt am 9. September 2026 und endet am 10. Januar 2027. Die Playoffs starten am 16. Januar 2027. Wer diese Daten kennt, weiss, wann NFL-Wetten überhaupt anstehen und wann nicht – und das ist für einen Spielenden mit einer Verlustlimite pro 7 oder 30 Tage die halbe Planung. In die Playoffs kommen pro Conference sieben Teams, insgesamt 14: die vier Divisionssieger und drei Wild-Card-Teams. Vor 2019 waren es zwölf Teams; seit 2019 ist das Feld um zwei Teilnehmer pro Conference gewachsen.

Das Super-Bowl-Finale selbst ist der Höhepunkt des Kalenders. Die Pittsburgh Steelers und die New England Patriots haben je sechs Super Bowls gewonnen, die Green Bay Packers halten mit 13 Meisterschaften die meisten Titel der NFL-Geschichte. Solche Zahlen sind für die Form einer Prognose brauchbar – für die Sicherheit einer Wette nicht.

Der Draft im April: was wetten, was nicht

Der NFL-Draft findet Anfang April statt und umfasst sieben Runden; das Verfahren besteht seit 1936. Als Wetten auf den Draft sind Ranglistenwetten nur zulässig, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet – und in der Gespa-Liste der bewilligten Wettarten gibt es keine eigene Draft-Kategorie. Wer im April auf die Reihenfolge der Verpflichtungen setzen will, findet das bei ausländischen Anbietern. Im bewilligten Schweizer Angebot ist der Draft vor allem ein Kalenderereignis, nicht ein Markt.

Auch beim Super Bowl gilt der gleiche Rahmen. Ereignisart und Wettart müssen im Katalog stehen, sonst kommt keine Wette zustande. Ein Zusatzmärktchen rund um eine Halbzeitshow gehört nicht dazu: Wetten auf Fernsehsendungen sind nicht erlaubt.

MVP-Wetten: Ranglistenwetten mit Vorbehalt

Die Auszeichnung als wertvollster Spieler einer Saison ist eine Ranglistenentscheidung, und Ranglistenwetten sind an eine Bedingung geknüpft: Die Rangliste muss über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheiden. Ob eine einzelne Auszeichnung diese Voraussetzung erfüllt, hängt davon ab, was das bewilligte Programm dazu führt. Wer auf einen MVP setzen will, schaut zuerst nach, ob der Markt dort steht. Steht er nicht, ist die Frage entschieden, und die Form hat nichts mehr damit zu tun.

Die Sportart selbst hat eine Vorgeschichte, die in keine Quote gehört, aber in eine Einordnung. Die Vorläuferin APFA wurde am 20. August 1920 in Canton, Ohio gegründet und 1922 in National Football League umbenannt. Commissioner ist Roger Goodell. Ein Liga-Institut, das über ein Jahrhundert alt ist, gibt einer Statistik mehr Gewicht als eine sportliche Momentaufnahme – das ist der Grund, warum Football-Analyse überhaupt als Tradition gepflegt wird.

Warum es genau zwei bewilligte Veranstalter gibt

Es gibt keine Liste weiterer konzessionierter Buchmacher, weil die Kantone die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt haben. Wer eine Übersicht sucht, die in ihrer Struktur aussieht wie ein Vergleich ausländischer Buchmacher, wird sie hier nicht finden: Es gibt keine zehn Bewilligungen, über die zu streiten wäre. Was es gibt, ist eine Aufsicht mit einer geschlossenen Liste und einer Domain-Sperre gegen das Angebot aus dem Ausland.

Das ist die Kurzfassung der Lage, und sie sortiert die Reihenfolge dieser Seite. Zuerst kommen die beiden bewilligten Veranstalter und ihr Verhältnis zueinander.

panora|marke

Marke Bewilligungsstatus in der Schweiz Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Schweizer Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa Loterie Romande – Société de la Loterie de la Suisse Romande
AmunRa ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung
bet-at-home ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung
Fezbet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung
BetPanda ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung
Unibet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung
20Bet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz in der Schweiz ohne Wirkung
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung

Die Tabelle ist die nüchternste Seite dieses Textes. Sie zeigt zwei Zeilen in der Bewilligungsspalte und acht Zeilen ohne. Und sie zeigt, dass Kriterien wie Wettprogramm, Limiten und Livefunktionen im bewilligten Teil einen sehr kleinen Raum haben: Bei zwei Veranstaltern gibt es genau einen Vergleich, und der unterscheidet sich nicht nach Werbegeschenken, sondern nach dem Vertragsgebiet, in dem ein Konto überhaupt zu eröffnen ist.

Was in der Bewilligungsspalte nicht steht und auch nicht hineingehört, ist die Frage, ob ein Anbieter ohne Bewilligung schlecht arbeitet. Er arbeitet ausserhalb des Schweizer Rahmens, und das heisst zunächst, dass die Schweizer Mittel, die einen Spielenden schützen sollen, nicht anwendbar sind. Es heisst nicht, dass jeder Anbieter gleich ist; es heisst, dass die vergleichende Aussage hier endet.

Vergleich der Anbieter

Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten, jede mit ihrem eigenen Vertragsgebiet, und ein Online-Konto ist jeweils nur für Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet zu eröffnen. Die folgenden zehn Kurzporträts folgen dieser Vorgabe. Es gibt keine Bewilligung, auf die ein ausländischer Anbieter sich stützen könnte; die Bezeichnung «ohne Schweizer Bewilligung» ist keine Wertung des Angebots, sondern eine Tatsache mit Folgen.

Swisslos Sporttip – der einzige Veranstalter mit Produktreife über das ganze Land

Sporttip ist das Sportwetten-Produkt von Swisslos, die ihren Sitz in Basel hat und Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) veranstaltet. Das Spielangebot wird in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein geführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet.

Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS, beaufsichtigt von der Gespa. Für ein Online-Konto braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Es darf keine Spielsperre bestehen.

Besonders klare Spielregeln sind ein Merkmal, nicht ein Zufall: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, die Höchsteinsätze CHF 1’000 beziehungsweise CHF 10’000 bei Systemwetten. Die Verlustlimiten werden vor der ersten Teilnahme gesetzt. Der Auszahlungsbetrag wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und auf 5 Rappen abgerundet.

Das Fazit zu diesem Anbieter fällt über die Produktseite, nicht über den Geschmack. Wer im Vertragsgebiet wohnt und eine Wette mit Schweizer Rechtsschutz will, hat hier den einzigen Ort mit vollständiger Schweizer Regelabdeckung. Wer einen Bonus mit Umsatzbedingungen sucht, wie er ihn aus dem Ausland kennt, wird bei Swisslos nicht fündig werden – die Begriffe Bonus und Gratisspielguthaben sind mit einem ganz anderen Genehmigungsapparat verbunden.

Loterie Romande Jouez Sport – derselbe Rahmen, ein anderes Gebiet

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung entspricht der Struktur nach jener von Swisslos: eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS unter Aufsicht der Gespa, mit einem Online-Konto, das nur für Personen mit Wohnsitz im eigenen Gebiet zu eröffnen ist.

Hier liegt das Entscheidende, und es ist keine Nebeninformation: Ein Spielender in Genf hat keinen Zugang zu Sporttip, ein Spielender in Zürich keinen zu Jouez Sport. Die Bewilligung ist ortsgebunden, und die Adressenprüfung bei der Registrierung ist die Stelle, an der sie wirksam wird.

Der Betriebsrahmen ist ausgebaut: 2’350 Verkaufsstellen in sechs Kantonen, 221 Mitarbeitende. Für einen Spielenden ist die Zahl der Verkaufsstellen weniger relevant, weil das Online-Angebot denselben Wettkatalog abbildet. Die Angabe zeigt aber, in welcher Grössenordnung die beiden Veranstalter arbeiten; das ist der Massstab für die Frage, wie viel verglichen werden kann und wie viel nicht.

Das Fazit zu Jouez Sport ist eine Feststellung über die Reichweite, nicht über die Qualität. Der Westschweizer Veranstalter bietet denselben regulatorischen Rahmen wie sein Pendant, nur mit einer anderen Zulassungsgeografie – der Vorteil ist vollständig davon abhängig, in welchem Kanton der Spielende wohnt.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die folgenden acht Marken treten im Umfeld Schweizer Spielender auf. Für jede gilt derselbe Rahmen: keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden. Die Angaben zu einer gemeldeten Bewilligung stammen von den Anbietern selbst und haben in der Schweiz keine Wirkung.

AmunRa: international aufgestellt, in der Schweiz ohne Zulassung

AmunRa ist ein internationaler Anbieter, der in der Schweiz ohne Bewilligung auftritt. Eine Bewilligung im Sinne des Schweizer Rechts liegt nicht vor und kann aus einer ausländischen Erlaubnis nicht abgeleitet werden.

Für einen Spielenden ist das eine Frage der Anbindung. Bei einem zugelassenen Anbieter laufen die Verlustlimiten und die Spielsperre über ein Register, das auch Casinos umfasst. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung gibt es dieses Register nicht. Wer sich dort sperren will, sperrt sich für diese eine Plattform.

Die Sperrliste der Gespa ist auch hier das Instrument der Aufsicht: Die Domain kann blockiert werden, und ersetzt sie sich, wird sie erneut darauf gesetzt. Wer mit einem Kontostand auf einer solchen Plattform stehen bleibt, hat keinen Schweizer Weg, an den Betrag zu kommen. Das ist die eine Kalkulation, die vor der ersten Einzahlung gehört.

bet-at-home: die Marke, die nach dem Domain-Hopping wieder auf der Liste steht

bet-at-home ist eines der beiden Beispiele, die die Aufsicht im Zusammenhang mit dem Ersetzen blockierter Domains ausdrücklich nennt. Für Schweizer Spielende heisst das konkret: Der Anbieter war auf der Sperrliste, wurde ersetzt und kann erneut darauf gesetzt werden.

Die praktische Folge ist eine Erwartung an die eigene Rechnung. Wer bei einem Anbieter einzahlt, dessen Domain blockiert wird, hat nicht nur einen Bildschirm weniger zur Verfügung, sondern auch den Weg zurück zum Auszahlungsbetrag verloren, soweit er Schweizer Wege geht. Die Sperrliste ist die einzige veröffentlichte Liste der Aufsicht – was sie zeigt, ist der aktuelle Stand, nicht der letzte.

Die Einordnung bleibt die gleiche wie für die Marke davor und hat hier einen zusätzlichen Beigeschmack: Der Anbieter führt die Kategorie «ohne Schweizer Bewilligung» nicht aus Eigenschuld, aber er taucht in der Liste auf, und das ist die einzige Schweizer Information, die über ihn veröffentlicht wird.

Fezbet: kein Merkmal in der Schweiz, sondern ein Merkmal auf einem anderen Markt

Fezbet tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Der Rahmen ist derselbe wie bei den Marken zuvor, und es gibt keinen Schweizer Eintrag, der die Marke von den übrigen acht unterscheiden würde.

Ein Vergleich über die Grenze ist hier nicht möglich. Die Bewilligung, mit der ein solcher Anbieter arbeitet, wird nicht mit einem Schweizer Prüfverfahren verbunden, und ihre Beträge, Bearbeitungszeiten und Bedingungen liegen ausserhalb jedes Schweizer Verbraucherschutzes. Was ausserhalb dieses Rahmens in den AGB steht, ist für einen Schweizer Spielenden im Ergebnis kein Nachteil und keine Sicherheit, sondern schlicht keine Information.

Wer eine Schweizer Wette mit Schweizer Kontrolle sucht, bleibt bei zwei Anbietern. Wer den grösseren Katalog sucht, geht ins Ausland und nimmt den Verlust der Schweizer Anbindung in Kauf. Anders als diese zwei Wege gibt es nicht.

BetPanda: eine Marke ohne Schweizer Registeranbindung

BetPanda ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Sie folgt damit dem Dutzend der Domains, die die Aufsicht per DNS blockieren kann.

Der entscheidende Punkt ist nicht die Marke, sondern das Register. Die schweizerische Spielsperre gilt schweizweit und umfasst Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie das Fürstentum Liechtenstein. Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist in dieses Register nicht eingebunden. Für jemanden, der einmal eine Spielsperre verhängt hat, ist das mehr als ein Detail: Es kann heissen, dass die Pause für die eine Plattform gilt und für die andere nicht.

Wer in dieser Lage eine Grenze braucht, muss sie selbst setzen und selbst einhalten. Das ist kein Vorteil, sondern eine Aufgabe.

Boomerang Bet: der Name verspricht, was die Aufsicht nicht zulässt

Boomerang Bet gehört zur Gruppe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Ausser der Tatsache, dass die Marke internationale Kunden anspricht, gibt es in der Schweiz keinen Vorgang, der sie aus der Reihe der acht heraushebt.

Interessant ist der Name eher als Werbemuster. Boomerang assoziiert Rückkehr, und Werbung für Glücksspiele darf nach dem BGS nicht aufdringlich, irreführend oder an Minderjährige und gesperrte Personen gerichtet sein. Die Bewilligungsfrage wird von der Werbung nicht berührt: Eine Marke bleibt ohne Schweizer Bewilligung, unabhängig davon, wie einprägsam der Auftritt ist.

Die Bilanz fällt entsprechend aus. Wer den Anbieter ausprobieren will, tut das in einer Umgebung ohne Schweizer Rechtsschutz und ohne Anbindung an das Register, und die Wahl des Namens ändert daran nichts.

Unibet: international bekannt, hier dennoch ohne Zulassung

Unibet ist eine international bekannte Marke und in der Schweiz dennoch ohne Bewilligung. Die Bekanntheit hilft bei der Bewilligungsfrage nicht: Eine ausländische Erlaubnis hat in der Schweiz keine Wirkung.

Was daraus folgt, ist eine Prüfliste, die vor jeder Einzahlung steht und die sich bei allen acht ausländischen Marken gleicht. Erstens das Register: Verbindet der Anbieter eine freiwillige Sperre mit dem schweizerischen Sperrsystem? Zweitens der Auszahlungsweg: Läuft der Betrag auf ein Konto im eigenen Namen? Drittens die Domainsituation: Steht die Domain auf der Sperrliste oder kann sie daraufgesetzt werden? Bei einem bewilligten Anbieter sind diese drei Fragen bereits beantwortet; bei einem ausländischen sind es drei eigene Entscheidungen.

Die Einordnung dieses Anbieters ist deshalb: Markenname kein Argument, Bekanntheitsgrad kein Merkmal im Schweizer Vergleich.

20Bet: ohne Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsweg

20Bet tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Es gelten die gleichen Folgen wie für die übrigen ausländischen Marken: keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.

Für ein Szenario, das die Verlustlimiten kennt, ist das der Punkt, an dem die Schweizer Lösung greifbar wird: Bei Swisslos gilt eine Erhöhung der Verlustlimite erst nach 72 Stunden. Bei einem Anbieter ohne diese Mechanik gibt es keine Wartezeit, und die Grenze liegt allein beim Spielenden.

Es ist keine fernliegende Überlegung, dass jemand aus einem regulierten Umfeld zu einem unregulierten wechselt, weil die Grenzen dort verschwinden. Genau darin liegt das Risiko, und es steht hier, weil es zu den Kosten gehört.

HornetBet: neuer Name, gleicher Rahmen

HornetBet ist ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Das Markenalter ändert an der Bewilligungsfrage nichts: Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung organisiert, handelt strafbar, und zwar unabhängig davon, wie jung die Marke ist.

Ein neuer Anbieter bringt für den Spielenden eine zusätzliche Frage mit, die nichts mit Sport zu tun hat: Wie belastbar sind Zusagen, die keine Aufsicht prüft? Bei einem bewilligten Veranstalter gibt es einen Betrieb, der auffällt, eine Aufsicht mit Bewilligungen und eine Domain-Sperre gegen Anbieter ohne Erlaubnis. Bei einer jungen Marke ohne Bewilligung ist dieses Umfeld nicht vorhanden.

Wer eine Schweizer Wette will, weiss, wo sie zu bekommen ist – bei einem von zwei Anbietern. Bei allem anderen entscheidet der Spielende selbst, und der Satz ist so gemeint, wie er dasteht.

Fazit: was den Spielenden eine NFL-Wette kostet

NFL-Wetten in der Schweiz haben einen Preis, und er steht nicht im Bonusbanner. Er steht in der Quote, in der Marge des Marktes, in der Rundung auf 5 Rappen, in der Gültigkeitsdauer des Scheins und im Umstand, dass ein bewilligtes Angebot eine geschlossene Liste entweder erfüllt oder nicht. Wer über die Sportart hinaus auf das Angebot selbst schaut, weiss danach, dass er in der Schweiz zwischen zwei Anbietern wählen kann, die beide ein Grossspiel unter Aufsicht betreiben, und dass alles andere eine Entscheidung ausserhalb dieses Rahmens ist.

Die Rechnung am Anfang bleibt die wichtigste des Textes. Bei Quoten von 1.90 auf beide Ausgänge liegt der Auszahlungsanteil bei rund 95 %, die Marge bei etwa 5 %; bei 1.80 und 2.10 steigt der Anteil des Veranstalters über diese 5 % hinaus. Der genaue Wert ist nicht Teil einer Vereinbarung, sondern eine andere Zahl für jeden anderen Markt. Für die Wahl des Marktes ist er die einschlägige Zahl neben allem, was Form und Statistik beitragen.

Was bleibt, ist eine nüchterne Empfehlung: Wer im Vertragsgebiet wohnt, eine Schweizer Wette und Schweizer Schutzmechanismen will, geht zu Swisslos oder zur Loterie Romande. Wer im Katalog mehr suchen möchte, geht ins Ausland und verliert die Anbindung an das schweizerische Register und den Schweizer Rechtsweg. Beide Wege haben Kosten, und keiner ist der bequeme. Das ist die Antwort, die die Zahlen hergeben.

Häufige Fragen zu NFL-Wetten in der Schweiz

Sind Wetten auf NFL-Spiele und den Super Bowl in der Schweiz erlaubt?

Nur bei einem Veranstalter mit Schweizer Bewilligung, und nur wenn das Ereignis und die Wettart in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten stehen. Das sind Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Für ein Online-Konto braucht es zudem Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet.

Stehen Wetten auf den NFL-Draft oder den wertvollsten Spieler auf der Gespa-Liste?

Eine eigene Draft-Kategorie führt die Liste nicht; der Draft im April ist im bewilligten Schweizer Angebot vor allem ein Kalendereignis. Ranglistenwetten sind nur zulässig, wenn die Rangliste über den internationalen Wettbewerb oder den Podestplatz entscheidet. Ob ein einzelner Auszeichnungsmarkt dazu zählt, steht im jeweiligen Wettprogramm.

Wodurch unterscheidet sich ein Spread von einer einfachen Siegwette, und wie wird der Gewinn gerechnet?

Beim Spread wird die Ausgangslage um eine Punktzahl verschoben, die Siegwette kennt keine Verschiebung. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus dem Produkt der Einzelquoten; der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen abgerundet. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Wann zählt die Verlängerung, und was heisst reguläre Spielzeit?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Schein auf die reguläre Spielzeit kann nach der Overtime anders ausgehen als nach den ersten 60 Minuten.

Welche Verlustlimiten und welche Spielsperre gelten bei den bewilligten Anbietern?

Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Der Zugang kann für 1 bis 180 Tage gesperrt werden; eine unbefristete Spielsperre gilt schweizweit.

Wie wird ein Gewinn besteuert, und was heisst der Steuerfreibetrag je nach Kanton?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zu einem Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; der Bundesbetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, für 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Darüber hinaus behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein. Der kantonale Freibetrag ist je nach Kanton verschieden; bei Unsicherheit hilft eine Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung.

Inhalt erstellt vom Team «dartstippsch.com»