Counter-Strike 2 in der Schweiz: Quoten finden, Schutz verlieren
*Datenstand: 29. Oktober 2026 — die Bewilligungs- und Registerangaben wurden gegen die Aufsichtsdokumente der Gespa sowie die Spiel- und Teilnahmebedingungen von Swisslos und Loterie Romande geprüft.*
Wer in der Schweiz nach Quoten für ein CS-2-Match sucht, stösst auf ein System, das für ihn nicht gebaut wurde. Der Grund steht in einer Liste. E-Sport fehlt im Verzeichnis der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, das die Gespa führt. Damit fehlt hier auch die Bewilligung, und wer auf ein Counter-Strike-Match setzen will, landet zwangsläufig bei einem Veranstalter ohne Schweizer Bewilligung — ohne Limiten, die eine Aufsicht prüft, ohne Eintrag im Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg. Was das kostet, ist der Gegenstand dieses Textes.

Die Kosten liegen nämlich nicht in der Quote. Sie liegen daneben: in dem, was nicht greift, wenn etwas schiefgeht.
Was das Schweizer Bewilligungssystem beim Wetten abdeckt
Wetten in der Schweiz sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019). Damit steht schon fest, wer überhaupt darf. Das Gesetz kennt für Lotterien und Sportwetten zwei Veranstalter, und die Kantone haben diese Zahl gedeckelt. Der eine heisst Swisslos, sein Sportwettenprodukt läuft unter dem Namen Sporttip. Die andere ist die Loterie Romande, deren Sportwetten unter Jouez Sport laufen.

Die Swisslos-Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, kurz IKV 2020. Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, deren Konkordat seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist.
Wer hier glaubt, es gebe daneben noch eine Handvoll weiterer bewilligter Buchmacher, sucht vergeblich. Es existiert keine Liste weiterer bewilligter Anbieter, weil es keine gibt.
Warum das Verzeichnis der Wettarten den Ausschlag gibt
Die Gespa führt ein Verzeichnis der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Fassung vom 10.09.2026. Dieses Verzeichnis ist keine Empfehlung, sondern eine abschliessende Aufzählung. Nur was darin steht, darf hierzulande angeboten werden. Es sind Sportveranstaltungen — auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen zu setzen ist überhaupt nicht zulässig.
Auch innerhalb dieses Rahmens ist die Liste eng. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe zählen nur, wenn sie aufgeführt sind. Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über den Podestplatz entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe stehen nie darauf, Eckball- und Kartenmärkte ebenfalls nicht.
Und es gibt keinen E-Sport-Abschnitt. Kein Counter-Strike, kein Dota, kein League of Legends. Nicht verboten, sondern schlicht nicht zugelassen — eine Kategorie, die nie in die Liste aufgenommen wurde. Für den Leser bedeutet das einen einfachen Schluss: Swisslos und Loterie Romande können CS 2 gar nicht anbieten, selbst wenn sie wollten.
Diese Lücke ist gleichzeitig das Geschäftsmodell von ein paar Dutzend ausländischer Seiten, die genau darauf setzen.
Der Wohnsitz entscheidet, welcher der beiden Veranstalter offensteht
Swisslos und Loterie Romande mögen die einzigen sein, sie sind aber nicht für alle zugänglich. Jeder der beiden bedient sein eigenes Gebiet, und ein Online-Konto ist nur für Personen offen, die dort wohnen.
Sporttip läuft im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Daraus folgt für jeden Schweizer Kunden: er hat in der Regel einen Zugang, nicht zwei. Wer in Zürich wohnt, kommt an Sporttip, aber nicht an Jouez Sport. Wer in Genf wohnt, kommt an Jouez Sport, aber nicht an Sporttip. Wer im Ausland wohnt, kommt an keinen von beiden.
Was die Bewilligung kostet und was sie einbringt
Hier wird die Frage nach den Kosten zum ersten Mal scharf, und die Antwort ist unbequem für beide Seiten des Vergleichs.
Die Schweizer Bewilligung bringt dem Wettenden eine Kette von Schutzmechanismen, die kein ausländischer Anbieter ihm schuldet und keiner von sich aus nachbaut. Und sie kostet ihn eine Angebotsbreite, die er bei diesen Seiten nicht findet. Eine Preisgestaltung, die auf hohe Auszahlungsquoten optimiert ist, gibt es hier nicht — das Angebot ist eine geschlossene Liste mit festen Regeln.
Ich halte diesen Tausch für einen der wenigen auf diesem Markt, bei dem der weniger sichtbare Teil der wertvollere ist. Die Auszahlungsquote steht auf jeder Werbeseite. Der Eintrag im Sperrregister steht nirgends.
Was das Geldspielgesetz regelt und was nicht
Wichtig für die Erwartungshaltung: das BGS schreibt Live-Wetten nicht auf bestimmte Märkte fest. Wer live auf ein Ereignis setzt, hat keinen gesetzlichen Anspruch darauf, dass dieses Ereignis auch übertragen wird. Live-Wetten gelten unabhängig davon, ob es einen Stream gibt.
Noch eine Klarstellung, die Verwirrung vermeidet: die Eidgenössische Spielbankenkommission ist hier nicht zuständig. Sie überwacht die Casinos — der Name führt in die Irre. Für den Sportwettenmarkt ist die Gespa zuständig.
Virtuelle Sportarten wiederum lassen sich aus dem Gesetz nicht ableiten. Dazu steht hier nichts, und dazu gehört hier auch nichts hin.
Was geschieht, wenn eine Wette über der Limite liegt
Ein Detail, das die Schweizer Praxis gut zeigt: eine Wette, die über der Limite liegt, wird nicht angenommen. Nicht gekürzt. Nicht teilweise ausgeführt. Wenn das System sie annimmt, hat jemand einen Fehler gemacht — den Swisslos im Übrigen explizit benennt. Bei miteinander zusammenhängenden Ereignissen einer einzigen Sportveranstaltung darf nur die Bet-Builder-Funktion eine Kombination bilden. Erfolgt eine solche Kombination trotzdem, kann die ganze Wette für ungültig erklärt und der Einsatz zurückgezahlt werden.
Der Kostenpunkt für den Leser ist derselbe wie im ganzen Schweizer System: der Veranstalter entscheidet, nicht der Regler, ob eine Limite bleibt.
Was der Spielerschutz über die Limiten aller anderen Seiten sagt
Die Frage, die ein CS-2-Wetter vor jeder Registrierung stellen sollte: was schützt mich, wenn die Seite ohne Bewilligung arbeitet? Die Schweizer Antwort darauf ist sehr viel konkreter, als die Werbung vermuten lässt.

Die Limiten setzt der Wettende, nicht der Staat
Die Schweiz kennt keine gesetzlich festgelegte Einzahlungslimite. Sie kennt eine Pflicht des Veranstalters, seinerseits eine Limite zu verlangen: der Veranstalter muss beim Teilnehmenden einen oder mehrere Höchstwerte für die täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Einsätze oder Verluste verlangen, wie es die Verordnung vorgibt.
In der Praxis sieht das bei den beiden Schweizer Veranstaltern so aus: Wer sich zum ersten Mal bei Swisslos registriert, legt vorab Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage fest. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Anhebung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage einrichten.
Der Mechanismus, den ich hier am stärksten finde, ist die Asymmetrie: runter in Sekunden, rauf in Tagen. Wer in einer schlechten Nacht seine Limite erhöhen will, merkt das am nächsten Morgen, wenn das Konto noch gesperrt ist.
Was bei einer Spielsperre passiert
Eine Spielsperre bei Swisslos lässt sich für 1 bis 180 Tage produktbezogen selbst setzen. Vor Ablauf der Frist gibt es keine Aufhebung.
Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist der Punkt, an dem die Schweizer Regulierung ihre tatsächliche Stärke zeigt. Wer sich sperrt, sperrt sich wirksam — nicht bloss bei einem Anbieter.
Wer den Zugang bekommt
Die Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Für den CS-2-Spieler heisst das, dass bei einem Schweizer Veranstalter der Weg zur ersten Wette durch eine Identitätsprüfung führt, die Dokumente verlangt.
Wie Swisslos auszahlt
Das Spielguthaben kommt innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen; Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Dazu ein Detail, das den Blick auf die Summen schärft: ab einem erreichten Betrag von CHF 1’000 überweist Swisslos bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Konto des Teilnehmers. Bei kleineren Summen läuft die Gutschrift automatisch auf das Wallet.
Für den Leser heisst das: die Auszahlungsdauer hängt an der Summe. Ein Gewinn von CHF 40 und ein Gewinn von CHF 1’200 brauchen unterschiedlich lange.
Was Gratisspielguthaben bedeutet
Der Begriff taucht in der Diskussion um Boni ständig auf, und die beiden Seiten dieses Marktes meinen verschiedene Dinge. Auf der bewilligungspflichtigen Seite spricht das Gesetz von Gratisspielguthaben und verbindet es mit einer Bedingung: es ist nicht auszahlbar. Wer Gratisspielguthaben aus einer Promotion gewinnt, kann damit weiterspielen — er kann es nicht aufs Bankkonto holen.
Auf der internationalen Seite heisst das Gegenstück Freiwette oder Gratiswette. Der entscheidende Unterschied zu einem Gratisspielguthaben im Sinn des Schweizer Rechts: bei einer Freiwette wird der Einsatz in der Regel nicht mitausgezahlt. Man gewinnt den Nettogewinn ohne den Einsatz — nicht Einsatz plus Gewinn.
Wer den Begriff also liest, sollte zuerst fragen, welcher der beiden Fälle gemeint ist.
Warum die Werbeversprechen auf der ausländischen Seite niemandem Rechenschaft schulden
Gratisspielguthaben und Gratiskredite brauchen in der Schweiz die vorherige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Die Wirkung dieser Regel ist einfach: auf der bewilligungspflichtigen Seite gibt es keine spontane Gratisspielaktion und kein Guthaben ohne Prüfung.
Auf der ausländischen Seite gibt es weder die Zustimmungspflicht noch die Aufsicht, die sie durchsetzt. Genau deshalb ist ein Gratisguthaben von 50 Franken dort nichts wert als Aussage — es ist Marketing und nicht Rechenschaft.
Und noch etwas gehört in diesen Abschnitt, weil es in jedem Werbeblock für Gratisspielguthaben fehlt: eine Freiwette über 50 Franken auf dem üblichen Zwei-Wege-Markt ist keine 50 Franken wert. Der Einsatz wird bei einem Gewinn nicht zurückgezahlt, und der Buchmacher nimmt seine Marge, bevor ausgezahlt wird.
Die besten Anbieter für Online-CS-2-Wetten im Vergleich
| Brand | Swiss permit status | Organiser/Licence |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligt | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligt | Loterie Romande |
| HornetBet | Ohne Schweizer Bewilligung | Nicht festzustellen |
| Rollbit | Ohne Schweizer Bewilligung | Nicht festzustellen |
| Fezbet | Ohne Schweizer Bewilligung | Nicht festzustellen |
| GG.BET | Ohne Schweizer Bewilligung | Nicht festzustellen |
| Sportaza | Ohne Schweizer Bewilligung | Nicht festzustellen |
| Interwetten | Ohne Schweizer Bewilligung | Nicht festzustellen |
| BC.Game | Ohne Schweizer Bewilligung | Nicht festzustellen |
| myBet | Ohne Schweizer Bewilligung | Nicht festzustellen |
Bevor ich zu den einzelnen Namen komme, steht die Feststellung, die den ganzen Vergleich trägt: kein Anbieter mit Schweizer Bewilligung ist in der Lage, CS 2 anzubieten. Und kein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung bietet CS 2 mit Schweizer Bewilligung an. Das ist keine Pauschalkritik an der Branche — es ist die Beschreibung eines Systems, das zwei verschiedene Dinge unter dem Wort Wetten verkauft.
Warum sich reine E-Sport-Anbieter nicht mit Schweizer Veranstaltern vergleichen lassen
Weil die Vergleichsgrössen verschieden sind. Bei Swisslos und Loterie Romande vergleicht der Kunde ein Produkt, das er dort angeboten bekommt, mit einem Produkt, das es dort nicht gibt. Bei den ausländischen Anbietern vergleicht er dieselbe Sache — CS 2 auf einer Seite ohne Bewilligung — mit sich selbst, unter wechselnden Bedingungen und ohne Schweizer Referenzpunkt.
Für den Leser ist das nützlicherweise so aufzulösen: der Vergleich, der funktioniert, ist der Vergleich der Schweizer Regeln mit dem, was der ausländische Anbieter liefert. Der Vergleich, der nicht funktioniert, ist der direkte Quotenvergleich.
Was ein Schweizer Veranstalter für Sportwetten verlangt
Wer sich dafür entscheidet, sein Budget auf der Schweizer Seite zu halten, braucht zwei Zahlen. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1. Der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern — eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer selbst als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Wer verstehen will, was ein Wettangebot volkswirtschaftlich kostet, sollte den Blick auf die Schweizer Sportförderung werfen. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten kamen davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.
Was die Schweizer Sportwetten mit dem Fernsehbild zu tun haben
Das grosse Schaufenster des Sportwettens ist der Fussball, und die Schweizer Sportförderung steht in derselben Zeile. Das ist kein Zufall: der Reingewinn aus dem Grossspiel ist für gemeinnützige Zwecke bestimmt, und wer ihn verteilt, verteilt ihn an Ligen und Verbände.
Für einen Sportfan bedeutet das einen schmalen Grat. Wer auf CS 2 setzt, tut das ohne Kulisse, ohne Kommentar und ohne Wiederholung. Der Fernsehzuschauer ist hier nicht der Kunde.
Der Kunde sitzt am Bildschirm, und er schaut nicht zu, er setzt.
Was Cash-Out bei einem Schweizer Anbieter wirklich ist
Sporttip zeigt an einem Beispiel sehr klar, wie ein Veranstalter sein Risiko steuert. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber ausschliesslich für Online-Wetten und ausschliesslich als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen — eine Garantie für irgendeinen Markt besteht nicht.
Und der gebotene Betrag liegt tiefer als der mögliche Wettgewinn ohne vorzeitigen Ausstieg. Er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Swisslos muss ein Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Wer den Cash-Out als Rettungsanker einplant, plant mit einem Anker, der jederzeit hochgezogen werden kann.
Was Kombiboost und Quotenboost verlangen
Dasselbe Muster zeigt sich beim Kombiboost, der nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten funktioniert. Er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Quotenboosts gelten ebenfalls nur online, und nur für Prematch-Einzelwetten auf eine einzige Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Wie die Schweizer Aufsicht zu eigenen Zahlen kommt
Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch. Dabei wurde an Verkaufsstellen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft — in 47,5 % von 200 Fällen.
Man kann daraus zwei Schlüsse ziehen. Der eine: die Kontrolle funktioniert nicht überall. Der andere, weniger bequeme: wer den Schweizer Schutz als einheitlich darstellt, überschätzt ihn an genau diesen Stellen.
Der Spielerschutz am Bildschirm ist nicht der Spielerschutz an der Theke, und die Zahl kommt nicht von einer Marketingseite, sondern von der Aufsicht selbst.
Was ein Prüfschema für jede Seite verlangt
Aus den Fakten lässt sich ein Prüfschema ableiten, das jede Seite durchlaufen sollte, bevor der erste Franken fliesst.
- Wie ist der Anbieter reguliert, und von welcher Aufsicht wird er überwacht — oder von gar keiner?
- Steht die angebotene Sportart im Verzeichnis der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, oder darüber hinaus?
- Welche Limiten verlangt die Seite bei der Registrierung — und folgen sie der Schweizer Logik, dass eine Absenkung sofort und eine Anhebung verzögert wirkt?
- Was tun die Seiten gegen Spielsucht, und wie lange dauert eine Auszahlung?
- Gibt es einen geregelten Beschwerdeweg, und wie lange ist er offen?
So trocken das klingt — die Liste ist der einzige nützliche Teil dieses Textes. Wer sie durchgeht, spart sich den Fehler, den die Marketingseite schön rechnet.
Was ein Zwei-Wege-Markt bei 1,90/1,90 über die Marge sagt
Das ist die Rechnung, die aus der Diskussion ein Argument macht. Massstab ist ein illustrativer Zwei-Wege-Markt, in dem beide Seiten dieselbe Quote tragen: je 1,90.
Für diesen Markt ergibt sich eine Auszahlungsquote von 95 %, und die Marge des Veranstalters ist der Rest: 5 %. Anders gesagt, von jedem Franken, der über diese beiden Seiten in den Markt fliesst, behält der Buchmacher im Schnitt 5 Rappen, den Rest zahlt er an die Wettenden zurück.
In der Schweiz wird diese Grösse als Quotenschlüssel oder Auszahlungsquote bezeichnet. Sie ist ein Marktbegriff, kein gesetzlicher. Sie gilt nur für diesen einen Markt und nur für diese Kombination von Quoten.
Die ehrlichste Form, das auszudrücken, ist deshalb eine Spanne mit Bedingung: bei zwei sich spiegelnden Quoten von 1,90 liegt der Anteil, der an die Wettenden zurückfliesst, bei etwa 95 %. Er fällt bei kürzeren Quoten und steigt bei längeren. Die 5 % sind also kein festes Etikett, sondern eine Zahl, die sich mit jeder Quote neu berechnet.
Interessant daran ist, was passiert, wenn die Marge auf ein ganzes Turnier trifft. Beträgt der Abzug rund 5 % pro Wette, zahlt der durchschnittliche Einzeleinsatz ihn nicht einmal, sondern bei jedem einzelnen Wettschein. Wer zwanzig Wetten auf ein Turnier setzt, zahlt ihn zwanzigmal.
Warum eine Quotenverschiebung mehr weh tut als der Zusatzmarkt
Kurzfristige Bewegungen sind in der Live-Wette häufig. Gerade im Spiel zwischen zwei starken Gegnern verändern sich die Quoten in kurzer Zeit deutlich. Wer live auf ein Counter-Strike-Match setzt, erwischt selten die Quote, die er vorhatte.
Der Kostenpunkt kommt aber aus einer anderen Ecke: das Geschäft des Buchmachers ist die Auszahlungsquote, nicht die Sportvorhersage. Wer die Struktur des Geschäfts versteht, findet die eigene Grenze schneller als über jede Tippsammlung.
Die beliebtesten Seiten für Online-CS-2-Wetten ohne Schweizer Bewilligung
Jetzt zu den Namen. Keiner dieser acht Anbieter ist ein Schweizer Anbieter, und keiner von ihnen trägt eine Schweizer Bewilligung.
Zuvor aber die Regel, die den ganzen Abschnitt zusammenhält. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Das ergibt sich aus dem interkantonalen Recht, und es ist der Grund, warum hinter jedem ausländischen Namen dieselbe Zeile steht.
Was eine ausländische Bewilligung im Schweizer Recht wert ist: nichts. Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendeinem anderen Land hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Eine Schweizer Bewilligung gilt umgekehrt nur in der Schweiz.
Also steht bei jedem dieser Anbieter: ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung ist nicht festzustellen, und was keine Geltung hat, hat auch keine Wirkung.
Nachfolgend sind sie aufgeführt, in der Reihenfolge, in der wir sie betrachten.
Swisslos Sporttip
Swisslos steht auf der anderen Seite dieser Linie, und das ist die eine Angabe, die diesen Abschnitt trägt. Das Unternehmen betreibt Sportwetten in der Schweiz auf der Grundlage einer Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS, überwacht von der Gespa.
Es ist einer der beiden Veranstalter, die das interkantonale Recht zulässt. Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Das Produkt heisst Sporttip.
Zwei Bedingungen dieses Zugangs sind so unbequem wie unvermeidlich. Ein Online-Konto ist nur für Personen offen, deren Wohnsitz im Gebiet liegt, das Swisslos bedient: die deutschsprachigen Kantone, dazu der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Und die Registrierung verlangt ein Dokument, das ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft wird.
Der Zugang ist also nicht offen, sondern disponibel. Wer eine Bewilligung als Einladung liest, verwechselt eine Erlaubnis mit einem Inhaber.
Ganz ohne Wirkung ist sie freilich nicht. Sie ist der Grund, warum ein Spielerkonto hier nicht anonym ist und warum das Geld auf ein Konto fliesst, das auf denselben Namen lautet.
Im Verhältnis zu den Kantonen wird dieselbe Bewilligung plötzlich sehr konkret. Der Reingewinn des Grossspiels ist für gemeinnützige Zwecke bestimmt, und wer ihn erwirtschaftet, gibt ihn nicht freiwillig ab, sondern nach Vorschrift.
Wer das mitrechnet, versteht den Preis des Schweizer Weges genauer. Der Abzug ist im Preis enthalten und nicht als Aufschlag sichtbar.
Und der Katalog bleibt geschlossen. Counter-Strike 2 steht nicht darin, also steht es auch im Sporttip-Programm nicht.
Loterie Romande Jouez Sport (jeux.loro.ch)
Die Loterie Romande führt dieselbe Art von Bewilligung für die andere Landeshälfte. Veranstalterin ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande, das Produkt heisst Jouez Sport.
Das Einzugsgebiet umfasst die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse lautet Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. In der Westschweiz betreibt sie 2’350 Verkaufsstellen und beschäftigt 221 Mitarbeitende.
Für einen Westschweizer bedeutet das eine andere Form der Nähe als die reine Onlinevariante: die Verkaufsstelle bleibt Teil des Produkts.
Der Pferdefuss liegt in der Grösse der Region. Sechs Kantone sind ein Wohnsitz, keine Zielgruppe — wer dort wohnt, wird in der Schweiz nicht zum Kunden eines anderen Veranstalters.
Ein Beispiel, das den Massstab illustriert: die Gespa hat der Loterie Romande im Jahr 2025 vierundzwanzig Zustimmungen für Gratisspielguthaben und Gratiskredite erteilt.
Diese Zahl wird nur verständlich, wenn man sie gegen die zweite Aufsichtsseite hält. Jeder Franken, der hier als Gratisspielguthaben ausgegeben wird, ist vorher genehmigt worden. Eine Aktion kommt hier also nicht aus heiterem Himmel, sondern aus einem Verfahren.
Und wie bei Swisslos gilt: der Katalog entscheidet. Ohne E-Sport im Verzeichnis gibt es kein CS 2 im Programm, in keiner Westschweizer Verkaufsstelle.
HornetBet
HornetBet betreibt kein Bewilligungsverfahren in der Schweiz. Eine Veranstalter- oder Spielbewilligung ist nicht festzustellen, und eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz ohnehin keine Geltung (Art. 4 BGS).
Für den Kunden heisst das konkret: kein Eintrag im schweizerischen Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg bei einer Auszahlung, und die Möglichkeit, dass Domains auf der Sperrliste der Gespa landen und über DNS von Schweizer Telekom-Anbietern blockiert werden.
Was den Namen für einen Teil der Kundschaft trotzdem interessant macht, ist der E-Sport-Teil. Die Seite bewirbt Klassiker wie Dota 2, Counter-Strike, League of Legends, aber auch Spiele wie Rocket League. Sie hebt Turnierkategorien und LAN-Events hervor, auf die sie Quoten stellt.
Ob und zu welchen Bedingungen Counter-Strike 2 tatsächlich im Programm steht, gehört in die eigenen Bedingungen der Seite. Der Wettende liest sie dort, nicht in einer Anzeige.
Rollbit
Rollbit präsentiert sich ähnlich, und auch hier fehlt jede Spur einer Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung hat hierzulande keine Wirkung, und ein Konto untersteht nicht der Schweizer Aufsicht.
Diese Abwesenheit ist ein Teil der Antwort auf die Frage, ob ein Nutzer auf einer ausländischen Seite geschützt ist. Er ist es nicht. Wer das nicht nachprüfen kann, muss es wenigstens wissen.
Die Plattform unterhält einen umfangreichen Bereich an Casinospielen und Original-Spielen sowie einen Sportwettenbereich. Das E-Sport-Angebot umfasst eine Reihe von Titeln, darunter auch Counter-Strike.
Das eigentliche Problem an dieser Stelle ist die Natur der Seite. Auf einer Plattform, die Casino und Sportwetten in einer Oberfläche verbindet, ist der Weg vom Wettschein zum Spielautomaten kürzer als auf einer reinen Sportseite. Wer vor allem CS 2 und mit dem Casino nichts zu tun haben will, hat hier eine zusätzliche Hürde, die auf einer reinen Sportseite fehlt.
Fezbet
Fezbet richtet sich an Spieler mit E-Sport-Interesse. Eine Schweizer Bewilligung besteht nicht, und ein angemeldetes Konto hat weder Anspruch auf die Aufsicht noch auf den Schutz, den ein Schweizer Veranstalter einhalten muss.
Die fehlende Bewilligung schlägt hier auf das Regressrisiko durch: bleibt eine Auszahlung aus, gibt es keine Stelle in der Schweiz, die sich damit befassen muss.
Das Angebot umfasst eine breite Mischung aus Sportarten, dazu einen Casinobereich mit den üblichen Titeln. Bei der Registrierung und beim ersten Angebot ist Vorsicht angebracht, weil die Bedingungen, unter denen ein Bonus steht, bei ausländischen Seiten die entscheidende Grösse sind und nicht seine Höhe.
Ob und unter welchen Bedingungen Fezbet CS 2 führt, muss der Leser in den eigenen Bedingungen der Seite prüfen.
Es kommt hinzu, dass das Angebot in einem Markt positioniert ist, in dem die Zahl der Seiten und die Zahl der Kunden nicht zusammenpassen. Viele Anbieter, viele Versprechen — die Bedingungen sind die einzige feste Grösse.
GG.BET
GG.BET ist eine international aufgestellte Buchmacherin mit einem E-Sport-Schwerpunkt. Sie sponsert E-Sport-Teams und Events, und das ist ihr Standbein.
Das ist der Reiz dieser Seite für einen CS-2-Kunden. Es ist auch der Grund für ihre Prominenz — und die Ursache eines Heimvorteils, den sie gegen Schweizer Anbieter hätte, hätte sie eine Schweizer Bewilligung.
Die hat sie nicht. Eine Schweizer Bewilligung ist nicht vorhanden, und eine ausländische hätte in der Schweiz keine Geltung.
Sie spielt also in einem anderen Wettbewerb als die Schweizer Anbieter.
Es wäre trotzdem falsch, den Namen abzutun. GG.BET ist ein bekannter Buchmacher, und was hier im Blickfeld steht, ist die fehlende Schweizer Erlaubnis — nicht die Neuheit der Seite. Wer das Casino meidet und ohnehin bei internationalen Anbietern unterwegs ist, findet hier eine bekannte Grösse.
Sportaza
Sportaza bietet Sportwetten und Casino und ist auf Sport-Events ausgerichtet. Eine Schweizer Bewilligung ist nicht vorhanden. Damit untersteht ein Konto hier nicht der Schweizer Aufsicht, nicht dem Sperrregister und nicht den Schweizer Regeln zur Limite.
Das ist die Feststellung, die für einen Schweizer Leser das Budget bestimmt. Bei einem Schweizer Anbieter muss die Limite aus dem Spielerschutz verlangt werden; hier fehlt dieser Mechanismus.
Die Seite bietet ein breites Spektrum an Sportarten und Wettarten, mit Live-Wetten und gestreamten Events. Der Umfang beeindruckt, ist aber kein Ersatz für eine Bewilligung.
Ob Sportaza CS 2 anbietet, muss der Leser aus den eigenen Bedingungen prüfen. Bei einer Seite mit diesem Umfang ist das keine Formsache: das Programm ändert sich, und es ändert sich ohne Ankündigung an die Aufsicht.
Interwetten
Interwetten ist eine der traditionsreichsten Sportwettenmarken in Europa und betreibt neben Sportwetten auch ein Casino. Eine Schweizer Bewilligung besitzt sie nicht.
Und nun der Punkt, der diesen Anbieter zur Ausnahme macht. Interwetten ist einer der Namen, die die Gespa im Zusammenhang mit ihrer Sperrliste ausdrücklich nennt. Eine Schweizer Sperrung würde den Zugang also nicht nur theoretisch unterbrechen.
Die Domain wird von Schweizer Telekom-Anbietern über DNS blockiert. Betroffene Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Vorgang, den die Gespa Domain-Hopping nennt.
Was ein gesperrter Zugang für einen Wettenden bedeutet — und was er nicht bedeutet —, gehört in den Abschnitt zu den ausländischen Anbietern und der Sperrliste.
Der Leser bekommt hier also ein anderes Risiko als bei den übrigen Anbietern: nicht nur einen fehlenden Regressweg, sondern die Möglichkeit, dass eine Adresse unerreichbar wird, weil die Aufsicht sie auf eine Liste gesetzt hat.
BC.Game
BC.Game steht für eine Mischung aus Casino, Original-Spielen und Sportwetten. Eine Schweizer Bewilligung ist nicht vorhanden, eine ausländische hätte hierzulande keine Wirkung.
Das Fehlen einer Schweizer Bewilligung bedeutet für den Leser, dass die Auszahlung nicht nach den Regeln läuft, die hier gelten, und dass kein Schweizer Register dem Anbieter den Zugang sperren kann.
Was für BC.Game spricht, ist der Umfang des Angebots und die Zahl der verfügbaren Zahlungswege. Beides sind Eigenschaften der Seite, nicht Garantien. Ob CS 2 dabei ist, gehört in die eigenen Bedingungen.
Der Kontrast zum Schweizer System wird hier scharf: eine Auszahlung auf ein Konto mit dem eigenen Namen ist die Regel, die hier fehlt.
myBet
myBet ist eine Marke, die lange im europäischen Sportwettenmarkt tätig ist. Eine Schweizer Bewilligung besteht auch hier nicht, und damit fehlen dieselben Schutzvorrichtungen wie bei den übrigen ausländischen Anbietern.
Was übrig bleibt, ist der gewohnte Tauschhandel: eine Sportabteilung, die schnell und breit sein dürfte, gegen die Abwesenheit einer Aufsicht, die im Streitfall anrufbar wäre.
Die Masse der Werbung auf der Seite ist ihr eigener Punkt. Wo ständig neue Aktionen stehen, lohnt sich der Blick auf die Bedingungen, unter denen sie stehen — nicht auf die Höhe der Zahl.
Welche CS-2-Märkte in der Schweiz möglich sind — und welche nicht
Die Frage nach dem Marktangebot lässt sich hier nicht mit dem Angebot eines Schweizer Anbieters beantworten, weil es dieses Angebot nicht gibt.
Erlaubt ist nur, was im Verzeichnis der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten steht (Fassung vom 10.09.2026). Es lässt Qualifikationsrunden nur zu, wenn sie dort aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind. Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über den Podestplatz entscheidet. Ebenfalls nicht in der Liste: Eckballmärkte, Kartenmärkte und Wetten auf Trainingsläufe.
Für Counter-Strike 2 heisst das konkret: keine Schweizer Seite kann einen regulären Markt auf ein Major-Turnier anbieten, und keine kann einen CS-2-Live-Markt anbieten. Nicht wegen eines Verbots, sondern wegen eines Verzeichnisses ohne diese Zeile.
Auf der ausländischen Seite wäre das anders. Die Seiten sind frei, jeden Markt zu stellen.
Der Unterschied, der für einen Leser zählt, liegt nicht im Umfang, sondern in der Rückabwicklung. Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette nach Schweizer Regeln ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.
Und für Live-Wetten gilt eine Regel, die man kennen sollte, bevor man live einsteigt. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Bei Counter-Strike gibt es keine Elfmeter und keine Karten, aber es gibt Situationen, die ein Buchhalter genauso einordnet: ein entscheidendes Duell, das im Moment des Einsatzes schon gelaufen ist, bekommt den Einsatz zurück und keinen Gewinn. Nicht weil der Anbieter böswillig ist, sondern weil er das Risiko nicht tragen will, an dem er nichts verdient hat.
Der Blick auf die Spielzeit gehört in dieselbe Kategorie. Nach Schweizer Regeln umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf ein Turnier mit Verlängerung setzt, muss also lesen, worauf er setzt, nicht bloss auf welches Team.
Wie viel eine Freiwette wert ist
Boni spielen im Marketing eine zentrale Rolle, und derselbe Zwei-Wege-Markt mit 1,90 auf beiden Seiten, der schon für die Marge herhielt, hilft beim Rechnen.
Angenommen, ein Nutzer erhält eine Freiwette von CHF 50. Zwei Abzüge machen den Unterschied zwischen dem Nennwert und dem, was sie bringt. Der erste ist der Einsatz, der bei einer klassischen Freiwette nicht mitausgezahlt wird — bei einem Gewinn bleibt er beim Buchmacher. Der zweite ist die Marge, die auf jedem Markt vorher genommen wird.
Auf einem Zwei-Wege-Markt mit diesen Quoten und einer Auszahlungsquote von 95 % bleiben vom Nennwert der Freiwette also rund 22 Franken übrig. Das ist keine 50 Franken wert, sondern 22 — und das ist ein statistischer Durchschnitt über viele Wetten, kein Ergebnis einer einzelnen.
Der entscheidende Punkt ist die Frist. Ist die Freiwette an eine Gültigkeitsdauer gebunden, wird aus einem Geschenk eine Aufgabe mit Termin, und wer die Aufgabe liegen lässt, hat nichts verloren ausser dem Angebot.
Und zuletzt der Wegfall der Freiheit. Wer eine Freiwette annimmt, setzt auf den Markt, den die Aktion vorgibt, nicht auf den Markt, den er gewählt hätte. Das ist bei Angeboten dieser Grösse normal, aber es gehört zur Bilanz.
BIETET DIE SCHWEIZ SPORTWETTEN AN?
Bevor es um die konkreten Seiten geht, lohnt eine Frage, die in den Vergleichen meist nur halb beantwortet wird. Die Schweiz kennt Sportwetten auf der Basis einer Bewilligung. Swisslos und Loterie Romande dürfen sie für Sportveranstaltungen veranstalten. Beide sind der Aufsicht der Gespa unterstellt, deren Konkordat seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Eine Bewilligung für ein Grossspiel umfasst dabei immer zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung. Und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).
Für CS 2 ist entscheidend, was diese Bewilligung umfasst. Sie umfasst Sportveranstaltungen und nur das, was im Verzeichnis der zugelassenen Wettarten steht. Es gibt keine Veranstaltung, keinen Anbieter und kein Publikum in der Schweiz. Deshalb ist dieser Abschnitt kurz.
ZUSAMMENFASSUNG
Wer in der Schweiz bei einem bewilligten Anbieter auf Counter-Strike setzen will, kann das nicht. Der Grund ist kein Verbot, sondern eine Lücke im Verzeichnis der zugelassenen Wettarten.
Was bleibt, ist die Wahl zwischen einem eingeschränkten Programm mit Schweizer Schutz und einem offenen Programm ohne ihn. Diese Seite hat Fakten für diese Entscheidung gesammelt — mehr kann sie nicht tun.
Wer sich dafür entscheidet, sollte dennoch die Kosten kennen: eine Auszahlung, die nicht nach Schweizer Regeln läuft, kein Eintrag im Sperrregister, kein Rechtsweg. Bei aller Kritik an der Markenlandschaft sollte man eines nicht vergessen: die Zahl der Anbieter mit Schweizer Bewilligung beträgt genau zwei. Jede Seite, die mehr verspricht, hat sie nicht.
Und das Ende, das kein Marketingtext schreibt: Wenn Wetten aufhören, Spass zu machen, ist das kein Problem der Quote, sondern ein Signal. Hilfe gibt es im eigenen Kanton — bei der Suchtberatung und beim Hausarzt.
Wie ein Wettschein in der Schweiz aussieht
Wer den Schweizer Weg wählt, kauft seinen Wettschein auf einem der beiden Wege. Sporttip-Wetten lassen sich online über die Swisslos-Seite oder die Sporttip App für iOS und Android abgeben. In der App zusammengestellte Wetten können zusätzlich per QR-Code an einer Sporttip-Verkaufsstelle gespielt werden.
Das ist mehr als eine Bequemlichkeit. Der QR-Code ist der einzige Punkt im Schweizer Onlineangebot, an dem die digitale und die stationäre Wette zusammenlaufen, und er erklärt, warum die Verkaufsstellen weiterhin eine Rolle spielen: sie sind nicht nur Vertrieb, sondern ein zweiter Weg auf dasselbe Konto.
Für einen CS-2-Spieler bleibt der Weg trotzdem verschlossen, und zwar an derselben Stelle. Das Wettprogramm entscheidet, was auf dem Schein stehen darf — nicht die App.
Wohin das Geld aus Schweizer Sportwetten fliesst
Die Antwort auf die Frage nach dem Reingewinn ist ein Grund dafür, dass die Zahl der Schweizer Veranstalter zwei beträgt.
Swisslos verteilte für 2025 CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., im Vorjahr waren es CHF 122 Mio. Der Reingewinn aus dem Grossspiel ist für gemeinnützige Zwecke bestimmt (Art. 125 BGS).
Die Richtung ist also vorgegeben: das Geld geht an die Kantone und an den Sport, nicht an Aktionäre. Eine offene Anzahl privater Veranstalter würde diesen Betrag verteilen, nicht vergrössern. Genau das ist der politische Kern der Deckelung.
Für den Wettenden wiederum heisst es, dass er mit jeder Wette an einer Struktur teilnimmt, deren Überschuss vorher festgelegt ist. Wer das für eine versteckte Steuer hält, hat einen Punkt. Wer es für den Preis der zwei Veranstalter hält, auch.
Wo die Kosten tatsächlich liegen
Die Frage, die am Ende zählt, lautet nicht: welche Quote ist die höchste? Sie lautet: was kostet jede Variante für den, der sie wählt.
Die bewilligte Schweizer Seite kostet die Angebotsbreite. Kein CS 2, keine offenen internationalen Märkte, ein Wohnsitz, der den Zugang auf eines der beiden Gebiete begrenzt, dazu eine Identitätsprüfung und ein Konto, das auf den eigenen Namen lauten muss. Dafür greifen die Mechanismen, die auf der anderen Seite fehlen: Limiten, die der Veranstalter verlangt, 72 Stunden Wartezeit auf eine Erhöhung, ein Sperrregister, das über den einzelnen Anbieter hinaus wirkt, eine Auszahlung nach Frist und nicht nach Laune — und eine Steuerfreiheit unterhalb des Steuerfreibetrags.
Die ausländische Seite kostet die Sicherheit. Kein Eintrag im Sperrregister, keine Schweizer Beschwerdestelle, keine Gewissheit, dass eine Auszahlung termingerecht kommt. Dafür gibt es CS 2 mit einem Wettprogramm, das die Schweiz nicht kennen darf.
Und die Rechnung mit der Marge gilt auf beiden Seiten. Eine Auszahlungsquote von rund 95 % ist keine Eigenschaft eines Veranstalters, sondern eine Rechenregel, die bei jeder Wette neu gilt. Wer eine Seite verlässt, weil sie 5 % nimmt, wechselt auf eine, die ebenfalls 5 % nimmt.
Wessen Budget klein ist, sollte den Schweizer Weg prüfen — nicht weil er billiger wäre, sondern weil die Limiten dort vorgeschrieben sind und nicht freiwillig. Wer dagegen ein CS-2-Turnier spielen will oder nichts, für den ist die Frage ohnehin entschieden. Er sucht keinen Anbieter mit Bewilligung, sondern einen ohne, und dann sind die Folgen Teil des Preises.
Die letzte Zahl ist die unbequemste: die Schweiz hat zwei Veranstalter für Sportwetten. Jede weitere Zeile auf einer Liste ist eine Zeile ohne Bewilligung.
Häufige Fragen zu CS 2 Wetten in der Schweiz
Darf ich bei Swisslos oder Loterie Romande auf CS 2 wetten?
Nein. E-Sport steht nicht im Verzeichnis der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa, und nur was darin steht, darf angeboten werden. Damit fehlt beiden Veranstaltern die rechtliche Grundlage für Counter-Strike. Wer CS 2 setzen will, landet bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung.
Wird man bestraft, wenn man bei einem Anbieter ohne Bewilligung wettet?
Der Spielende macht sich nicht strafbar. Wer ohne Schweizer Bewilligung ein Sportwettenangebot veranstaltet, begeht dagegen eine Straftat: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Möglich bleibt, dass Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.
Was regelt die Sperrliste der Gespa?
Die Gespa führt ein Verzeichnis ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter über DNS sperren. Sie ist kein Verbotskatalog, sondern ein technischer Filter. Ein erstes Verzeichnis erschien am 3. September 2019; zum Jahresende 2025 umfasste die Liste 671 Domains. Betroffene Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt.
Was bedeutet es für eine Auszahlung, bei einer Seite ohne Bewilligung zu spielen?
Ohne Schweizer Bewilligung fehlt der Schweizer Rechtsweg. Stakes und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und eine Sperrliste holt kein Geld zurück. Bei den beiden Schweizer Veranstaltern gibt es dagegen einen Beschwerdeweg; eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.
Wie rechnet man eine Quote in eine Wahrscheinlichkeit um, und welche Marge steckt darin?
Eine Quote von 1,90 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von etwa 52,6 %. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit zwei solchen Quoten addieren sich die Kehrwerte auf mehr als 100 %; daraus ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95 % und eine Marge von rund 5 %. Die Zahl gilt nur für diesen Markt und diese Quoten.
Sind Gewinne aus ausländischen Anbietern steuerpflichtig?
Gewinne bei einem ausländischen Anbieter unterliegen nicht der Verrechnungssteuer. Die kantonale Steuerpraxis behandelt sie aber unterschiedlich: im Kanton Thurgau gelten Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Wer es genau wissen will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
Sportarten – dartstippsch.com
Inhalt erstellt vom Team «dartstippsch.com»
