Kombiwetten-Bonus in der Schweiz: der Aufschlag und sein Preis

Updated Oktober 2026
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Stand: 29. Oktober 2026. Geprüft gegen die Sporttip Spielregeln und Teilnahmebedingungen (Swisslos) sowie die Vorgaben der Aufsichtsbehörde Gespa.

Ein Turm aus vier Holzklötzen steht auf einem Tisch, der oberste Klotz wird gerade vorsichtig aufgesetzt.
Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben.

Eine Kombiwette ist die einzige Wette, bei der ein Buchmacher zusätzlich zahlt — und die einzige, bei der er genau weiss, dass er selten zahlen muss. Wer heute in der Schweiz nach einem Bonus für Kombiwetten sucht, landet unweilen beim Sporttip-Kombiboost. Das ist kein Zufall und kein Marketingtrick, sondern eine Folge der Rechtslage: Für Sportwetten gibt es hierzulande genau zwei Veranstalter, den Rest erledigt die Aufsicht. Alles, was an ausländischen Kombi-Aktionen im Netz zu finden ist, steht neben dieser Ordnung, nicht in ihr.

Der Boost klingt grosszügig und ist es in Teilen auch. Er verlangt aber eine Bedingung, die man auf den ersten Blick überliest: Jede einzelne Voraussage braucht eine Quote von mindestens 1.50, und es müssen mindestens vier sein. Bei fünfzehn solchen Tipps steigt der Aufschlag auf den Nettogewinn auf 100 %. Was in dieser Zahl steckt, ist keine Freigiebigkeit, sondern eine Wette auf die eigene Erfolglosigkeit des Spielers. Wir rechnen das an einer Beispielkombination durch.

Die Rechtslage: zwei Veranstalter, keine Konkurrenz

Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel. Geregelt wird das im Geldspielgesetz, in Kraft seit dem 1. Januar 2019, und beaufsichtigt von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht von der ESBK — die ist für Casinos zuständig, nicht für Sportwetten. Wer in Gesetzestexten liest, stösst statt auf «Lizenz» auf das Wort Bewilligung: eine Veranstalterbewilligung plus eine Bewilligung pro Spiel, zwei Dokumente, zwei Prüfschritte. Ein solcher Bewilligungsentscheid gilt ausserdem nur in der Schweiz.

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einer polierten Tischplatte, daneben fällt weiches Licht aus einem Fenster.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport. Mehr gibt es nicht, und es gibt auch keine Liste weiterer bewilligter Anbieter — die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste, auf der ausländische Domains stehen, deren Zugang die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre unterbinden. Am Ende des Jahres 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste; wer heute eine gesperrte Adresse aufruft, bekommt oft schon Stunden später eine neue.

Was den beiden Veranstaltern gemeinsam ist: Nur Sportereignisse dürfen überhaupt Gegenstand einer Wette sein. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Die erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten stehen in einer geschlossenen Aufsichtsliste (Fassung 10.09.2026). Qualifikationsrunden sind nur erlaubt, wenn sie darauf stehen, Frauenwettbewerbe ebenfalls nur dann, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nie gewettet werden. Die Liste führt keine Corner- und Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Das ist der Kern der Sache, und er betrifft jeden Kombi-Bonus direkt: Ein Boost kann nur auf Märkte wirken, die überhaupt angeboten werden dürfen. Die Liste ist schmal, und was nicht darauf steht, bekommt auch keinen Aufschlag. Livewetten sind hingegen erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hält; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Gesetz nicht. Virtuelle Sportarten sind rechtlich nicht geklärt — darüber steht hier nichts, weil sich dazu nichts Belastbares sagen lässt.

Was das Verbot für ausländische Kombi-Boni bedeutet

Ausländische Anbieter dürfen in der Schweiz keine Sportwetten veranstalten, und eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendwo sonst — entfaltet hier keine Wirkung. Das Veranstalten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Wer als Spieler teilnimmt, wird nicht bestraft. Das ist die gute Nachricht und die einzige.

Der Rest ist unbequem. Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und der Spieler steht ohne Aufsicht, ohne Kontrolle über die Auszahlung und ohne eine Stelle da, an die er sich wenden könnte. Es gibt kein schweizerisches Instrument, das Zahlungen an solche Anbieter blockiert — Banken und Kartennetzwerke tun das nicht, und wer das behauptet, erzählt Unsinn. Was es gibt, ist die Sperrliste und der Umstand, dass gesperrte Domains innerhalb von Stunden durch neue ersetzt werden. Für einen Kombi-Bonus bedeutet das: Der Aufschlag auf einen Gewinn, den niemand garantieren kann, ist nur so viel wert wie die Adresse, bei der er entstanden ist.

Und dann ist da noch die Steuer. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert; der Bundesbetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab — je nach Kanton. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Für den typischen Wetter liegt der Gewinn weit unter diesen Grössen, also fallen weder Einkommens- noch Verrechnungssteuer an. Eine Wettsteuer auf Einsätze existiert in der Schweiz nicht. Gewinne bei ausländischen Anbietern sind von der Verrechnungssteuer nicht erfasst, die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt sie aber unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Wer das für sich klären will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Werbung als Grenze, nicht als Angebot

Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Auch die Werbung für erlaubte Spiele hat Grenzen: Sie darf nicht aufdringlich oder irreführend sein, sich nicht an Minderjährige richten und nicht an gesperrte Personen. Ein zeitliches Werbeverbot nach Uhrzeit gibt es nicht. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Höhe und Bedingungen eines Bonus stammen also aus den Vertragsunterlagen des Veranstalters und aus keiner anderen Quelle.

Es lohnt sich, die genannten Zahlen nebeneinander zu legen. CHF 500’000 Busse für unerlaubte Werbung, 671 gesperrte Domains, 24 Gratisspiel-Zustimmungen für die Westschweiz: Eine Aufsicht, die werben darf und es dosiert tut, und eine, die es nicht darf und trotzdem wirbt. Der Suchbegriff führt fast immer auf die zweite Sorte.

Verantwortungsvoll spielen: die Kombination als Risikoverstärker

Jeder zusätzliche Tipp in einer Kombination senkt die Trefferchance des Ganzen. Das ist keine Meinung, sondern die Mechanik der Sache, und sie ist der Punkt, an dem ein Kombi-Bonus gefährlich wird. Er belohnt genau das, was das Risiko erhöht: mehr Voraussagen, höhere Gesamtquote, grösserer Abstand zur Wahrscheinlichkeit. Wer sich von einem Aufschlag zu einem zusätzlichen Tipp verleiten lässt, hat den Bonus schon bezahlt.

Limiten setzt der Spieler, nicht der Staat

In der Schweiz gibt es keine gesetzliche feste Einzahlungsgrenze für Sportwetten. Der Veranstalter ist verpflichtet, einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat zu verlangen — die Zahl bestimmt aber der Spieler selbst. Bei Swisslos passiert das vor der ersten Teilnahme an Sporttip: Es müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren von CHF 1’000. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage einrichten.

Der Unterschied zwischen dem Gesetz und der Praxis ist hier wichtig. Das Gesetz nennt für eine Erhöhung 24 Stunden. Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Drei Tage Bedenkzeit statt einer — für einen Kombiwetten-Spieler, der nach einem verlorenen Siebener-Tipp den nächsten Einsatz erhöhen will, sind das drei Tage, in denen der Impuls verpuffen kann. Wer das als Schikane empfindet, hat die Aufgabe der Frist nicht verstanden.

Bei der Loterie Romande gelten Einzahlungen auf das Spielerkonto von höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage und ein Wallet-Guthaben von ebenfalls höchstens CHF 10’000. Bei Swisslos kann Spielguthaben auf dem Wallet per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Bei Swisslos ist PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos möglich, die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.

Sperren, Register und der fehlende Zugriff

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Das ist die stärkste Schutzfunktion, die es gibt, und sie ist der Punkt, an dem ein ausländischer Anbieter strukturell nicht mithalten kann: Er hängt nicht am Schweizer Sperrregister. Wer sich dort sperren lässt und dann bei einem nicht bewilligten Anbieter weiterspielt, hat die Sperre selbst umgangen. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, unter Beteiligung einer Fachstelle.

Ehrlich dazugesagt: Der Schutz am Verkaufspunkt ist nicht lückenlos. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer daraus schliesst, die ganze Aufsicht sei Fassade, übersieht die Konten: Online ist ein einziger Account pro Person mit geprüfter Identität vorgesehen, Minderjährige sind nicht zugelassen, ein ausgelesener Ausweis und ein Abgleich mit Adressdatenbanken gehören zur Registrierung. Bei Swisslos braucht es dafür mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und eine zweite Registrierung ist nicht möglich.

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Die Sperrung des eigenen Zugangs, bevor der erste Kombi-Bonus in Versuchung führt, ist die wirksamste Massnahme, die ein Spieler ohne fremde Hilfe ergreifen kann.

Neukundenangebote und Kombiboosts: was der Aufschlag verlangt

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online — für Prematch-Wetten, Live-Wetten und Systemwetten gleichermassen. Das ist bemerkenswert, weil viele Kombi-Aktionen im Markt an eine Neukundenregistrierung gebunden sind, dieser Aufschlag dagegen dauerhaft im Spielbetrieb hängt. Die Mindestanforderung lautet: mindestens vier Voraussagen, jede mit einer Quote von mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Der Nettogewinn ist die Basis, nicht der Einsatz

Die Formulierung entscheidet über alles: Der Aufschlag liegt auf dem Nettogewinn, nicht auf dem Gesamtertrag und erst recht nicht auf dem Einsatz. Bei einem Einsatz von CHF 10 auf eine vierfache Kombination mit einer Gesamtquote von 9.79 entsteht ein Bruttoertrag von CHF 97.90, ein Nettogewinn also von CHF 87.90. Fünf Prozent davon sind CHF 4.40. Der Boost macht aus 87.90 keine 92.30 — er macht aus 87.90 eine neue Zahl, die von der Höhe dieses Gewinns abhängt und bei einem Verlust überhaupt nicht entsteht. Der Auszahlungsbetrag verdoppelt sich nicht, der Gewinnanteil wächst um einen Bruchteil.

Dasselbe in der anderen Stufenlogik. Eine siebenfache Kombination mit den Quoten 1.60, 1.70, 1.80, 2.00, 1.60, 1.70 und 1.80 ergibt eine Gesamtquote von 50.18; bei CHF 10 Einsatz sind das CHF 501.80, und der Nettogewinn von CHF 491.80 wird um 20 % auf CHF 590.16 erhöht. Der Aufschlag ist hier der springende Punkt — und er ist an sieben Bedingungen geknüpft, von denen jede einzelne zutreffen muss. Bei fünfzehn Voraussagen mit derselben Quote von 2.10 wächst die Gesamtquote auf 2435.88, der Nettogewinn auf CHF 24’348.80, und der 100-%-Aufschlag verdoppelt ihn auf CHF 48’697.60. Das sieht nach einem Geschäft aus.

Was noch fehlt, ist die Gewinnmitteilungsseite.

Die Regeln schreiben vor, dass Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Eine konkrete Obergrenze steht in den Teilnahmebedingungen und ist keine Zahl, die man aus einer Beispielrechnung ableiten könnte. Wer einen Fünfzehn-Tipper mit hohen Quoten plant und mit dem verdoppelten Auszahlungsbetrag rechnet, überzieht die Grenze eher, als ihm lieb ist — und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Swisslos beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Auch diese Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern.

Der Boost verfällt in einem Fall, den man kennen sollte

Quotenboosts und Profitboosts sind bei Sporttip eigene Instrumente. Quotenboosts gelten nur online, für Prematch-Einzelwetten auf genau eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Und beide verfallen bei einem Cash-Out.

Das ist eine Falle mit sauberer Konstruktion. Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten an, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Wer eine Siebener-Kombi vorzeitig glattstellt, weil ein Tipp zu kippen droht, verliert die 20 %, die er sich mit dem siebten Tipp erarbeitet hat. Der Ausstieg kostet doppelt: Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden — und die Erhöhung fällt zusätzlich weg. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Die Loterie Romande fährt ihre Aktionen anders: veranstaltungsgebunden, mit Guthaben statt mit Aufschlägen. Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an sieben Aktionstagen. Wer innert sieben Tagen den in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben — insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar. Zwei Modelle, zwei Kostenarten. Der Kombiboost zahlt nur im Gewinnfall und verlangt dafür keine Registrierung; das Werbeguthaben zeigt sich schneller und verlässt das Konto nie.

Grundlagen: Was der Kunde wirklich kauft, und die Rechnung dahinter

Wer zum ersten Mal eine Kombi mit Bonus baut, sollte zwei Dinge auseinanderhalten: das Spielguthaben, mit dem er einkauft, und den Gewinn, den er erzielt. Bei Swisslos kann Spielguthaben auf dem Wallet per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Bei der Loterie Romande gelten Einzahlungen von höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage und ein Wallet-Guthaben von ebenfalls höchstens CHF 10’000.

Ein Sägemehlring zwischen Tribünen aus Holz vor Alpenkulisse, ruhig und menschenleer unter bewölktem Himmel.
Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden (Mindestbetrag CHF 20).

Der Rückweg ist geregelt und gebührenbewehrt. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden; die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Bei der Loterie Romande werden Gewinne bis CHF 1’000 netto direkt dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber auf das Konto der angegebenen IBAN überwiesen; Gratisspielguthaben ist ebenfalls nicht auszahlbar.

Für Kombiwetten heisst das: Die drei Prozent treffen einen Auszahlungswilligen, nicht einen Guthabenverschieber. Ein Spieler, der CHF 2’000 aus dem Wallet auf sein Konto holt, zahlt bei der dritten Auszahlung CHF 60 für den Transfer. Wer stattdessen weiterwettet, zahlt nichts — und setzt das Geld weiter dem Markt aus. Der Gebührenanreiz zeigt in die eine Richtung, und er ist kein Zufall.

Wie der Auszahlungsbetrag einer Kombi berechnet wird

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote; bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese zweite Rundung ist keine Kleinigkeit, wenn viele Kombis gespielt werden: Der Veranstalter rundet in jedem Fall zu seinen Gunsten, und zwar nach unten, auf den nächsten Fünfräppler. Über ein Jahr und Hunderte Wetten summiert sich das, ohne dass eine einzige Auszahlung falsch wäre.

Die Beispielrechnung mit vier Voraussagen und Quoten von 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00 zeigt, wie der Weg aussieht. Die Gesamtquote ist das Produkt dieser vier Zahlen und beträgt 9.79. Bei einem Einsatz von CHF 10 liegt der Bruttoertrag bei CHF 97.90, der Nettogewinn also bei CHF 87.90; mit dem Mindestboost von 5 % wächst er auf CHF 92.30, der Auszahlungsbetrag steigt auf CHF 102.30. Der Aufschlag von CHF 4.40 entspricht 4,4 % des Einsatzes. Bei zwei oder drei Voraussagen gibt es bei Sporttip gar keinen Boost, weil die Mindestzahl vier beträgt.

Was nichts daran ändert: Alle vier Voraussagen müssen zutreffen. Trifft eine davon nicht ein, ist die Kombi verloren — der Boost entsteht nicht, er wird nicht kleiner, er existiert einfach nicht. Der Aufschlag ist strukturell ein Gewinnaufschlag und hat mit der Eintrittswahrscheinlichkeit des Gewinns nichts zu tun.

Die Strategie der Kombiwetten: rechnen statt raten

Die Gesamtquote einer Kombination ist ein Produkt, und Produkte haben eine unangenehme Eigenschaft: Sie wachsen schneller als die Wahrscheinlichkeit, sie zu treffen, und sie schrumpfen schneller, als man denkt. Nehmen wir vier Ausgänge, die ein Spieler als ausgeglichen einschätzt — jeder zu 50 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle vier eintreffen, liegt bei 6,25 %. Die vier Einzelquoten einer solchen Einschätzung liegen üblicherweise knapp unter 2.00, weil im Preis eine Marge steckt. Die Kombination aus vier solchen Ausgängen zahlt trotzdem nur rund das Achtfache — für ein Ereignis, das in einem von sechzehn Fällen eintritt.

Der Auszahlungsschlüssel, und warum er sich in der Kombi verstärkt

Der Quotenschlüssel oder die Auszahlungsquote eines Marktes ist der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt: 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten des Marktes. Die Marge ist 100 % minus dieser Wert. Diese Marge steht in jeder Einzelquote, die in eine Kombi eingeht, und sie multipliziert sich mit. Über vier Voraussagen ist die Marge vierfach im Preis, über siebenfach siebenfach. Der Bonus auf den Nettogewinn holt einen Teil davon zurück — bei vier Voraussagen 5 %, bei sieben 20 % —, aber er holt ihn nachträglich zurück, und nur bei den Voraussagen, die eine Quote von mindestens 1.50 tragen.

Das ist die eigentliche Mechanik des Kombi-Boosts, und sie ist keine Werbebotschaft. Der Boost ist eine Rückvergütung auf einen Preis, den der Spieler vorher bezahlt hat. Bei vier Voraussagen liegt die Mindestvergütung so niedrig, dass sie die mehrfach multiplizierte Marge kaum berührt. Erst bei sieben, zehn und fünfzehn Voraussagen wird der Aufschlag gross genug, um die Kosten zu übersteigen — und genau dort wird die Kombination so unwahrscheinlich, dass die Erwartung in die andere Richtung kippt.

Ein «sicheres» Kombiprogramm, das drei Vierfach-Kombis über verschiedene Spiele streut, ändert daran nichts. Es verteilt das Risiko, es entfernt es nicht. Und die Kostenstaffelung des Boosts sorgt dafür, dass ein Spieler für die Absicherung mit dem Verzicht auf höhere Aufschläge bezahlt.

Wo Tipps aus dem Netz ansetzen und wo sie enden

Millionen-Tipps, Tageskombis, «Bundesliga-Kombi der Runde» — all das sind Vorschläge, keine Strategie im statistischen Sinn. Sie wählen Ausgänge, und sie tragen kein Argument darüber, ob der Preis diese Ausgänge wert ist. Eine echte Strategie bei Kombiwetten fängt da an, wo man den Auszahlungsschlüssel des Marktes liest und den Boost als Rückvergütung einkalkuliert. Sie endet bei derselben Feststellung, mit der sie begonnen hat: Keine Kombination gewinnt garantiert, und der Aufschlag macht eine verlorene Kombination nicht besser.

Wer trotzdem Kombis spielt, findet im Baum der Optionen zwei vernünftige Wege. Entweder eine kleine Zahl von Voraussagen mit niedriger Gesamtquote — dann ist der Boost minimal, aber die Kombi bleibt bezahlbar. Oder ein höherer Boost über sieben und mehr Voraussagen mit kleiner Einsatzhöhe — dann ist der mögliche Fehler billig, auch wenn er fast sicher eintritt. Die zweite Route ist die einzige, auf der die Stufenlogik des Boosts überhaupt einen Sinn ergibt.

Wettarten und Quoten: Einzelwette, Kombination, Systemwette

Die Einzelwette setzt einen Einsatz auf genau eine Voraussage. Sie ist bei Sporttip online wie am Verkaufspunkt möglich, und Quotenboosts gelten nur hier: nur online, nur Prematch, nur eine Voraussage. Der Vorteil liegt in der Rechnung — eine Marge steht im Preis, nicht vier. Der Nachteil liegt in der Auszahlung, denn der Hebel fehlt.

Die Kombinationswette bündelt mehrere Voraussagen zu einem Wettschein. Alle müssen eintreffen. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Der Aufschlag auf den Nettogewinn knüpft an die Mindestquote von 1.50 pro Voraussage und an die Mindestzahl von vier an. Das ist der Ort, an dem in der Schweiz überhaupt ein Kombi-Bonus existiert.

Die Systemwette steht dazwischen. Sie enthält mehrere Kombinationen auf einmal, sodass auch ein oder zwei Fehler den Wettschein nicht vollständig vernichten. Bei Swisslos gilt sie als eigener Typ mit eigener Einsatzgrenze: CHF 10’000 pro Systemwette gegenüber CHF 1’000 bei einer Einzel- oder Kombinationswette. Der Kombiboost erfasst sie ausdrücklich. Der Preis für diese Teilabsicherung liegt in den Mehrfachkombinationen, die mitbezahlt werden. Mehr Einsatz, mehr Märkte, mehr Marge.

Eine Sonderregel betrifft Kombinationen innerhalb eines Ereignisses. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung darf Swisslos nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombinieren. Nimmt der Veranstalter eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Bei einer Kombi aus Sieger und Torschütze desselben Spiels ist das der relevante Passus — nicht der Boost.

Reguläre Spielzeit, Ausfall und Live-Sonderfälle

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer, etwa 90 Minuten im Fussball, plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Kombi-Tipp auf den Aufsteiger nach 90 Minuten verliert, wenn die Entscheidung in der Verlängerung fällt.

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — oder im Rahmen eines Turniers —, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Das ist der einzige Fall, in dem eine Kombi ohne vollständigen Erfolg noch etwas wert ist. Die Quote 1.00 senkt die Gesamtquote, aber sie tilgt sie nicht.

Bei Live-Wetten ist eine Besonderheit wichtig für Kombinationen. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer in der 89. Minute eine Live-Kombi zusammensetzt, muss damit rechnen, dass eine Voraussage mit 1.00 in die Gesamtquote eingeht — und bei einem Wert von 1.00 erfüllt die Voraussage die Mindestquote von 1.50 nicht mehr. Der Boost hängt dann an einer Kombination, die ihre Bedingung verliert, ohne dass eine falsche Prognose im Spiel wäre.

Der Vergleich der Schweizer Anbieter im Überblick

Die Schweizer Anbieterseite ist kurz, und sie ist keine Konkurrenz. Beide Veranstalter arbeiten mit einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa, und beide getrennte Servicegebiete. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Gebiet möglich.

Anbieter Bewilligung oder keine Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
Cloudbet keine Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz
bet-at-home keine Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz
BetFury keine Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz
Rabona keine Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz
Betwinner keine Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz
Funbet keine Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz
BillyBets keine Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz
BC.Game keine Schweizer Bewilligung Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz

Die Spalte mit der Bewilligung ist die einzige, in der die zehn Zeilen auseinandergehen, und sie geht nur in zwei Richtungen. Acht ausländische Marken tragen in der Tabelle dieselbe Einordnung, und das ist keine Nachlässigkeit: Es gibt keinen weiteren bewilligten Anbieter in der Schweiz, also kann die Zeile gar nicht differenzieren. Wer in dieser Tabelle nach einem Auswahlkriterium sucht, findet es in der ersten Zeile und in der zweiten — die Bewilligung ist das Kriterium, und die grosse Mehrheit erfüllt es nicht.

Für den Kombi-Bonus ist die Konsequenz unmittelbar. Ein Aufschlag auf eine Kombination ist nur so belastbar wie die Stelle, die ihn auszahlt. Bei einem Veranstalter mit Schweizer Bewilligung hängt die Auszahlung an einem Konto, das auf den eigenen Namen lauten muss, und an einem Sperrregister, das ihn bindet. Bei einer Marke ohne Bewilligung fehlt beides, und die Einordnung als «ohne Schweizer Bewilligung» beschreibt keine Formalität, sondern das Wegfallen des Rückgriffs.

Wie die Servicegebiete die Auswahl bestimmen

Swisslos führt Sporttip im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Das ist die praktische Grenze der ganzen Debatte. Ein Spieler in Genf wird den Kombiboost von Sporttip nicht nutzen können, ein Spieler in Zürich nicht die Aktionen von Jouez Sport. Das Servicegebiet ist nicht Verhandlungsmasse, sondern eine Voraussetzung der Registrierung, die gegen die Adressdatenbank geprüft wird. Für einen Westschweizer heisst das: Der beste Kombi-Bonus der Schweiz liegt unter Umständen in einer Stadt, in der er kein Konto eröffnen darf.

Einordnung: der Kombi-Bonus und sein Preis

Eine Kombination ist der anspruchsvollste Wettschein, den ein Spieler bauen kann, und der Sporttip-Kombiboost ist die einzige Schweizer Antwort auf das, was im Ausland unter Kombi-Bonus läuft. Er ist ehrlich gebaut: keine Neukundenbindung, keine Registrierungshürde, kein Verfallsdatum. Er ist aber auch kein Geschenk, sondern eine Rückvergütung in Stufen, die erst ganz oben eine Grössenordnung erreicht, in der sie die mehrfach multiplizierte Marge überhaupt berührt — und ganz oben steht die unwahrscheinlichste Kombination des ganzen Angebots.

Wer den Aufschlag will, zahlt ihn in Voraussagen. Vier Voraussagen bringen 5 %, sieben bringen 20 %, zehn 40 %, fünfzehn 100 %. Bei vier Voraussagen liegt der Aufschlag in der Beispielrechnung bei CHF 4.40 — auf einen Nettogewinn, der erst einmal entstehen muss. Bei fünfzehn Voraussagen verdoppelt der Aufschlag einen Gewinn, dessen Gesamtquote im vierstelligen Bereich liegt und dessen Eintreffen niemand planen kann. Die Stufenleiter verläuft also genau gegenläufig zur Wahrscheinlichkeit, und das ist ihre Konstruktion.

Für wen ist der Boost dann brauchbar? Für den Spieler mit kleinem Einsatz, der gern mehrere Tipps auf einem Schein bündelt und nicht mehr als CHF 10 riskiert — er nimmt 5 % mit, verliert wenig, wenn es schiefgeht, und wird nicht von einer Stufenlogik zu einem fünfzehnten Tipp verleitet. Wer den 100-%-Aufschlag anstrebt, sollte wissen, was er dafür in die Waagschale legt, und den maximalen Auszahlungsbetrag der Aktion vorher in den Teilnahmebedingungen nachlesen. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Und wer die Steuer mitrechnet: Ein Kombigewinn in Höhe des typischen Fünfzehn-Tippers liegt weit unter dem Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Aufschlag bleibt steuerfrei, solange der Freibetrag nicht überschritten wird — je nach Kanton. Der Fiskus ist hier nicht der Gegner. Die Wahrscheinlichkeit ist es.

Die Anbieter im Einzelnen

Swisslos Sporttip — der einzige Kombiboost des Landes

Swisslos sitzt in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligungslage ist die eines Grossspiels: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung unter dem Geldspielgesetz, Aufsicht durch die Gespa. Der Zugang zum Online-Konto hängt am Wohnsitz im Vertragsgebiet, und die Registrierung verlangt einen hochgeladenen Ausweis und einen Abgleich gegen Adressdatenbanken.

Der Kombiboost ist hier das zentrale Produkt für Kombinationsspieler, und seine Bedingungen sind oben in der Stufe zerlegt. Dazu kommen die Quoten- und Profitboosts, die nur für Prematch-Einzelwetten gelten, einmalig nutzbar sind und bei einem Cash-Out verfallen. Die Zahlung läuft über ein Spielkonto, das mit PostFinance Pay aufgeladen werden kann; Auszahlungen gehen zweimal jährlich kostenlos und danach gegen eine Kommission von 3 % auf ein Konto, das auf den eigenen Namen lauten muss.

Wo Sporttip in diesem Vergleich verliert, ist der Preis, nicht die Auswahl. Die Stufenleiter des Boosts begünstigt Kombinationen, deren Eintreffen unwahrscheinlich ist, und die Gewinnerhöhung ist limitiert. Wo es gewinnt, ist die Verlässlichkeit: Jede Zahl dieser Seite stammt aus einem Regelwerk, das nachlesbar ist, und keine davon hängt an einer Adresse, die morgen schon gesperrt sein kann.

Loterie Romande Jouez Sport — Guthaben statt Aufschlag

Die Loterie Romande bedient die Westschweiz mit dem Produkt Jouez Sport unter derselben Bewilligungsstruktur und derselben Aufsicht. Ihre Aktionsform ist eine andere: kein prozentualer Aufschlag auf einen Kombigewinn, sondern ein Werbeguthaben. Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an sieben Aktionstagen; den Code aus den National-League-Stadien im verifizierten Konto eingegeben, ergab CHF 10 Spielguthaben, insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar.

Wer die Kosten dieser beiden Modelle vergleicht, sieht zwei verschiedene Rechnungen. Ein aufgeschlagener Nettogewinn setzt den Gewinn voraus. Ein Werbeguthaben setzt nur voraus, dass man innert sieben Tagen im Stadion war und den Code hatte. Die Kehrseite: CHF 10, die nicht auszahlbar sind und nach 30 Tagen verfallen, sind ein Guthaben, kein Geld — sie kehren ins Spiel zurück.

Für den Westschweizer Kombispieler bleibt die Auswahl strukturell klein. Ein Aufschlag auf den Nettogewinn einer Kombination existiert bei Jouez Sport in dieser Form nicht, und ein Konto bei Sporttip ist ihm verwehrt. Was bleibt, ist die konsequente Registrierung bei der Loterie Romande, mit den genannten Limiten, und ein Aktionskalender, der an Veranstaltungen hängt.

Cloudbet — kein Zugang zum Schweizer Sperrregister

Cloudbet tritt ohne Schweizer Bewilligung an. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und die gemeldete Bewilligung dieses Anbieters hat hier keine Wirkung. Er ist nicht an das Schweizer Sperrregister angebunden, es gibt keinen Schweizer Rückgriff, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.

Für Kombispieler heisst das konkret: Kein Kombiboost nach Schweizer Muster, keine Verlustlimiten-Pflicht nach Artikel 87 VGS, keine Spielsperre, die auch für Casinos greift. Wer dort spielt, spielt auf Regeln, die er nur beim Anbieter selbst nachlesen kann. Eine Bewertung der Auszahlungspraxis ist ohne Schweizer Aufsicht nicht möglich. Der Wettende kann sich im Verfahren gegen den Anbieter wiederfinden, nicht als Angeklagter, aber als Verlierer von Einsatz und Gewinn.

bet-at-home — gemeldete Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz

Beim Anbieter bet-at-home ist die Bewilligungslage dieselbe: keine Schweizer Bewilligung, eine gemeldete Bewilligung ohne Wirkung nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rückgriff, Sperrlisten-Risiko. Die Domain gehört zu den Adressen, die die Gespa im Zusammenhang mit Domain-Hopping namentlich erwähnt hat.

Was daraus für einen Kombispieler folgt, ist eine einzige Frage: Wo findet die Auszahlung statt, und wer haftet, wenn sie ausbleibt? Eine Schweizer Antwort existiert nicht. Der Anbieter ist im Markt bekannt, und das ändert an der Bewilligungslage nichts — Aufsicht kennt keine Prominenz. Wer dort eine Kombi mit Aufschlag spielt, prüft die Bedingungen selbst, ohne Vergleichsmassstab und ohne eine Stelle, die die Einhaltung kontrolliert.

BetFury — Sperrlisten-Risiko statt Spielerschutz

BetFury gehört zur Gruppe der Anbieter, die ohne Schweizer Bewilligung antreten. Eine gemeldete Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung, das Unternehmen hängt nicht am Sperrregister, und der Zugang kann über die DNS-Sperre gekappt werden. Vom Kombi-Bonus bis zur Auszahlungsfrist ist alles eine Frage der eigenen Bedingungen.

Praktisch bedeutet das für einen Schweizer Spieler: Der Aufschlag, der auf dem Bildschirm steht, beruht auf keiner geprüften Grundlage. Es gibt keine Instanz, die eine Bewilligung erteilt oder entzieht, und keine, die eine Bedingung durchsetzt. Wer das Risiko trotzdem tragen will, sollte zumindest die Auszahlungswege und die Identifikationsanforderungen vorher lesen — nachlesen lässt sich vieles, nachholen lässt sich nichts.

Rabona — ein Konto, das keiner Schweizer Aufsicht untersteht

Rabona tritt ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung an, mit der gleichen Folge: keine Bindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rückgriff und die Möglichkeit der Sperrlisten-Aufnahme. Die gemeldete Bewilligung wirkt in der Schweiz nicht.

Für einen Kombispieler ist die interessante Frage nicht, ob es dort einen Bonus gibt, sondern was ein Bonus dort bindet. In der Schweiz bindet der Aufschlag an ein Regelwerk mit Fristen, Limiten und einer Aufsichtsbehörde. Hier bindet er an das, was der Anbieter zu halten bereit ist. Verlustlimiten nach Artikel 87 VGS sind nicht verlangt, und eine freiwillige Sperre im schweizerischen Register erreicht den Anbieter nicht.

Betwinner — Verlustlimiten sind hier keine Pflicht

Bei Betwinner gilt die bekannte Einordnung: keine Schweizer Bewilligung, gemeldete Bewilligung ohne Wirkung nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Rückgriff, Sperrlisten-Risiko. Der Anbieter ist eine der Adressen, die Schweizer Spieler im Netz antreffen.

Der Unterschied zu einem bewilligten Veranstalter lässt sich an einem Punkt festmachen, der nichts mit dem Bonus zu tun hat. In der Schweiz muss der Veranstalter vor der ersten Teilnahme Höchstwerte für Verluste verlangen, deren Erhöhung 72 Stunden Bedenkzeit kostet. Diese Pflicht gilt ausserhalb der Schweiz nicht. Ein Kombispieler, der gewohnt ist, dass ihm das System Grenzen abverlangt, findet hier keine.

Funbet — kein Rückgriff bei ausgebliebenen Auszahlungen

Funbet steht ohne Schweizer Bewilligung da, und damit ohne die Elemente, die einen Schweizer Wettvertrag tragen: geprüfte Identität, Kontobindung, Sperrregister, Aufsicht. Die gemeldete Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung, und die Domain kann per DNS gesperrt werden.

Was fehlt, ist nicht die Unterhaltung, sondern die Durchsetzung. Wird eine Auszahlung verweigert, gibt es keine Schweizer Stelle, die eine Frist setzt. Für Kombispieler wiegt das schwerer als bei Einzelwetten, weil Kombis den höheren Ertrag und die längere Aufmerksamkeit erzeugen — der Betrag, um den gestritten wird, ist grösser. Das ist das Kostenargument gegen diese Adresse, und es ist unabhängig von jedem Bonus.

BillyBets — Bedingungen nachlesen bleibt die einzige Kontrolle

BillyBets tritt ohne Schweizer Bewilligung an; die gemeldete Bewilligung wirkt hier nicht, die Anbindung an das Sperrregister fehlt, und eine Aufnahme auf die Sperrliste ist möglich. Alles, was über Aufschläge, Mindestquoten und Auszahlungen gilt, steht in Bedingungen, die der Spieler selbst prüfen muss.

Für einen Kombispieler ist das der Kern der Sache: Bei einem bewilligten Veranstalter ist die Bedingung, die man überliest, von einer Aufsicht mitgetragen. Hier ist sie nur eine Zeile Text. Wer trotzdem spielt, sollte die Mindestquote und die Höchstgrenze des Aufschlags ausdrücklich suchen — beides entscheidet über den Wert eines Gewinns, den man sonst als sicher eingeplant hat.

BC.Game — kein Anschluss an die Schweizer Schutzarchitektur

BC.Game gehört zur Gruppe ohne Schweizer Bewilligung, mit gemeldeter Bewilligung ohne hiesige Wirkung, ohne Anschluss an das Sperrregister und mit dem Risiko der DNS-Sperre. Der Zugang kann also jederzeit wegfallen, unabhängig von offenen Wetten.

Das ist für Kombispieler der wunde Punkt. Eine Kombination über sieben Voraussagen läuft über Tage. Fällt die Domain in dieser Zeit auf die Sperrliste, ist die Fortsetzung nicht gesichert. Bei einem Schweizer Veranstalter steht der Wettschein in einem System, das die Aufsicht kennt; hier steht er in einem System, dessen Adresse dem Spieler nicht gehört.

Häufige Fragen zu Kombiwette und Kombiboost

Was ist eine Kombiwette, und wie funktioniert sie?

Eine Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen auf einem Wettschein. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten: Bei Quoten von 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00 ergibt sich 9.79. Bei Swisslos gilt ein Mindesteinsatz von CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Kombinationswette liegt bei CHF 1’000.

Muss bei einer Kombiwette alles richtig sein, damit ausgezahlt wird?

Ja, jede Voraussage muss eintreffen. Eine einzige falsche Prognose beendet die Kombination, und ein Bonus auf den Gewinn entsteht erst gar nicht. Nur bei abgesagten und nicht innert 48 Stunden nachgeholten Ereignissen erhält eine Voraussage die Quote 1.00, wodurch die Kombi weiterlebt, aber kleiner auszahlt.

Wie funktioniert der Kombiboost bei Sporttip, und welche Mindestquote gilt?

Der Boost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten. Es braucht mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 Quote. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Wie berechnet sich die Gesamtquote einer Kombination?

Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Vier Voraussagen mit 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00 ergeben 9.79. Der Auszahlungsbetrag ist Einsatz mal Gesamtquote, wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Was geschieht mit einer Kombiwette, wenn ein Ereignis abgesagt wird?

Wird das Ereignis nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Die Gesamtquote sinkt entsprechend, der Rest der Kombination bleibt bestehen.

Weshalb gibt es keine Kombiwette mit Gewinngarantie?

Weil die Wahrscheinlichkeiten der Voraussagen sich multiplizieren. Vier Ausgänge zu je 50 Prozent treffen in 6,25 % der Fälle ein, obwohl die Kombination nur etwa das Achtfache zahlt. Der Auszahlungsschlüssel des Marktes und der Boost ändern nichts an dieser Rechnung.

Inhalt erstellt vom Team «dartstippsch.com»